Akzeptanz

 

akzeptanzZu wenige Menschen kennen die erleichternde Wirkung von Akzeptanz. Von unserem Wesen her drängen wir stets auf Veränderung einer unangenehmen Situation, Verbesserung der Umstände oder Erlangung eines Wunsches. Dagegen spricht im Wesentlichen nichts, wenn wir dieses Bestreben nicht auch in solchen Lebensumständen beibehalten würden, wenn wir nichts ändern können. Oder eine Änderung zu "teuer" kommt. Dann ist das meist unbewusste Hadern mit der gegebenen Situation einfach nur schädlich. Sowohl die persönliche Gemütslage als auch das eigene Energieniveau leiden darunter, was bis zum Burn-out führen kann.

Man könnte hier noch einen Schritt weitergehen. Selbst bei Umständen, die vermutlich änderbar sind, ist Akzeptanz des momentanen Zustandes eine erste sinnvolle Maßnahme. Das entspannt nämlich ungemein. So nehmen Sie das Problem umfassender wahr und gewinnen Kraft für Veränderungen.

Oder: Sie möchten auf einmal die Gegebenheit überhaupt nicht mehr verändern. Schon wird Ihr Leben wiederum ein Stück einfacher (Sie brauchen keine Arbeit reinstecken) und besser (Sie hadern nicht mehr mit der Situation) sein.

Lesen Sie in den folgenden Beiträgen, wie Sie das Prinzip der Akzeptanz auf die unterschiedlichen Lebensbereiche anwenden können.

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Mein Leben mit ... dem spießigen Nachbarn, den Zuständen in der Welt, dem unperfekten Partner, der intriganten Arbeitskollegin, dem kaputten Auto, dem Minus auf dem Dispo, mit 5 Kilo zuviel, dem stressigen Job, den fordernden Kindern, der Trennung, dem ständigen Druck ... da draußen gibt es so viel, mit dem ich nicht zufrieden sein kann.

Oder vielleicht doch? Versuchen Sie doch einmal den folgenden Ansatz in 6 Schritten.


verzeihen apix

Nahezu jedem von uns wurde bereits einmal Unrecht angetan oder wir wurden verletzt. Das reicht vom vergessenen Geburtstag bis zum Betrug um das Erbe.

Beleidigt, verletzt, betrogen, nicht beachtet ... das Regal möglicher Verletzungen ist gut gefüllt.

"Doch was tun?"


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Tanjas Nackenhaare stellten sich aufrecht, als sie Simone auf der anderen Straßenseite erblickte und sie musste einen leichten Würgereiz unterdrücken. Diese ewig laute, angeberische Zicke, die immer im Mittelpunkt stehen muss. Tanja drehte sich weg, aber Simone war längst auf dem Weg zu ihr.


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Einst lebte in einem Dorf ein alter Mann, der eigentlich sehr arm war. Er widmete sein Leben der Weisheit und hielt sich aus den rührigen Geschäften seiner Mitmenschen heraus. Doch einen Schatz besaß der Mann: Einen schneeweißen Hengst von solch schöner Gestalt, dass selbst der König ihm schon eine hohe Summe für das Tier geboten hatte. Der alte Mann hat jedoch nie verkauft. Dies sollte sein Schicksal und das seines Sohnes tiefgreifend verändern.


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Viele unserer Tätigkeiten des Tages dienen bewusst oder unbewusst dazu, angenehme Gefühle in uns entstehen zu lassen: Wir wollen mehr von dem, was uns gefällt und weniger, was Schmerz oder Unwohlsein auslöst. Doch die schlechten Gefühle kommen nicht nur, wenn wir sie rufen.

Welche Möglichkeiten haben wir im Umang mit unseren Gefühlen? Wie können wir intelligenter mit Gefühlen in unseren menschlichen Beziehungen umgehen? Selbstwirksamer, so dass am Ende kein Scherbenhaufen zu beklagen ist, sondern der wahre (oft verborgene) Wunsch hinter unseren Gefühlen ins Leben treten kann. Schauen wir uns die Möglichkeiten an.


sich selbst moegen apix

Zu dick, zu unattraktiv, zu ungebildet, zu faul, zu unsportlich, zu ... Wir Zivilisationsmenschen sind auf verschiedenen Ebenen unzufrieden.

Als Gründe werden genannt: die ständige Präsenz von scheinbar makellosen Menschen aus der Werbung oder das Anschauen der Heldentaten, der grandiosen Liebhaber, der perfekten Leben in zumeist amerikanischen Spielfilmen.

Mit hinein spielt manchmal auch die missbrauchte Macht der Eltern: "Sei anders und ich hab dich wieder lieb."

Wie können wir trotz all dieser Prägungen lernen, uns wieder selbst zu mögen?


- Anregung für die kommende Woche -

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Die Anregung für diese Woche kommt aus dem Bereich "Change it, leave it or love it". Genauer gesagt dem "love it". Sie werden sicherlich, wie wir alle, Umstände in Ihrem Leben beklagen, die Sie ärgern oder betrüben oder in Stress versetzen, die sich aber partout nicht ändern lassen. Der Umstand lässt sich nicht ohne weiteres ändern oder Sie scheuen die daraus folgenden Konsequenzen.


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Das Leben läuft selten völlig glatt. Hin und wieder werden wir von Menschen (scheinbar) ungerecht abgefertigt. 

Eventuell fühlen sich andere ab und an von uns nicht angemessen behandelt, ohne dass wir dies bemerken.

Verzeihen (so funktioniert es) gehört zur Psychohygiene. Unsere heutige Anregung lautet: Verzeihen Sie diese Woche eine Ungerechtigkeit, die Ihnen gegenüber begangen wurde (von "Beleidigung" bis "Vorfahrt genommen"). Suchen Sie einen Verzeih-Weg, der bei Ihnen zu guten Resultaten führt. Sie erkennen dies daran, dass Sie das Thema gedanklich nicht mehr beschäftigt.

Sie können Ihre Verzeihbemühungen gerne mit einer kleineren "Missetat" beginnen.


- Anregung für die kommende Woche -

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„Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt."

Dalai Lama

"Annehmen" – so leicht ausgesprochen, so schwer zu realisieren. Annehmen heißt zweierlei:

  1. Ungewollte Ereignisse bei deren Eintreffen ohne inneren Widerstand begegnen.
  2. Das Verlieren gewollter Zustände/Gegenstände ohne hadern und ohne daran festzuklammern hinnehmen.

Ein erster Schritt in diese Richtung: Sagen Sie sich die kommende Woche jeden Morgen vor dem Spiegel: "Ich nehme alles ganz gelassen, was heute auf mich zukommt. Ich betrachte alles wie ein neutraler Beobachter meines Lebens."

Wir wünschen spannende Erkenntnisse!


- Anregung für die kommende Woche -

blatt gras

Gibt es Klänge in dieser Welt, die Sie momentan stören, die aber eventuell bei anderer Herangehensweise ihren Schrecken verlieren könnten? Dabei kann es sich auch um Menschen, Stimmungen oder eigene Tätigkeiten (wie das oft unbeliebte Bügeln) handeln. Picken Sie sich eine Sache heraus und versuchen Sie, diese in der kommenden Woche mit einer offenen, freien Geisteshaltung wahrzunehmen bzw. anders (langsamer, bewusster, ...) anzugehen.


teichEines Abends zog sich Mönch Martin zum Nachtgebet zurück. Nach kurzer Zeit schwebte sein Geist in freudiger Verzückung. Da setzte draußen ein unüberhörbares Froschkonzert ein. Mönch Martin versuchte zunächst tapfer, das Lärmen nicht in seinen Geist dringen zu lassen. Irgendwann sprang er verärgert auf und schrie aus dem Fenster: "Ruhe, lärmendes Froschvolk. Ich bete!"

Und siehe da, die Worte des heiligen Mönches bewirkten sofortige Stille am Teich.


geborgenheitVon klein auf bis ins Greisenalter sehnt sich ein Mensch nach Sicherheit und Geborgenheit. Wir möchten erfolgreiche Entscheidungen treffen, den richtigen Menschen vertrauen und hätten gerne Eltern/Mentoren/Gott, die uns zeigen, welchen Weg wir gehen sollen. Schon allein, um wieder das Gefühl der Verlässlichkeit und Behütetheit zu verspüren, wie es viele von uns bei Mama und Papa erleben durften. Um keine Fehler zu begehen.

Vom Philosophen Ludwig Wittgenstein erzählt man sich eine interessante Geschichte. In einem seiner Werke erklärt er, das Gefühl "absolut geborgen zu sein" sei ihm wohl vertraut. Er führt aus:

"Ich meine damit den Seelenzustand,
in dem man sagen möchte:
"Ich bin in Sicherheit, und was auch immer geschehen mag,

kann mir nichts anhaben."

Er habe jenes mystische Erlebnis während des Stückes "Die Kreuzelschreiber" gehabt. Daraus folgt hier ein sprachlich angepasster Monolog des Steinklopferhanns, der sein Erlebnis geheimnisvoller Geborgenheitserfahrung in einem engagierten Monolog schildert.


frau bei sich anfangen 564

Wenn wir mit etwas nicht zufrieden sind, sucht unser Geist gerne jemanden, der dafür verantwortlich ist. Zumeist ist jemand anders schuld und der nächste Gedanke liegt auf der Hand: Wenn diese Person sich ändert oder anders handelt, wäre alles besser. Wir wären zufriedener.

Dieses Gedankenspiel führt in eine Sackgasse. Es ist ratsam, an einer anderen Stelle anzusetzen. Was hilft nun wirklich, wenn wir zufriedener sein wollen? Hier eine Übung, die ich nutze


 
 

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