raum fuer gutes schaffen


Mein Leben mit ... dem spießigen Nachbarn, den Zuständen in der Welt, dem unperfekten Partner, der intriganten Arbeitskollegin, dem kaputten Auto, dem Minus auf dem Dispo, mit 5 Kilo zuviel, dem stressigen Job, den fordernden Kindern, der Trennung, dem ständigen Druck ... da draußen gibt es so viel, mit dem ich nicht zufrieden sein kann.

Oder vielleicht doch? Versuchen Sie doch einmal den folgenden Ansatz in 6 Schritten.


Eigentlich ...

In den westlichen Gesellschaften herrscht eitel Sonnenschein, was die Erfüllung der Grundbedürfnisse angeht. Circa 99,9 % von uns müssen sich nicht um ihre Ernährung sorgen, haben ein warmes Zuhause und brauchen nicht zu befürchten, willkürlich verhaftet zu werden.

All das nehmen wir als selbstverständlich, hadern aber täglich mit dem, was nicht so optimal läuft oder uns noch zum Glück zu fehlen scheint. Daran erkennen wir bereits: Wünsche besitzen die Eigenschaft, keine Grenzen zu kennen.

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Wie werde ich mit meinem Leben zufrieden?

In dem Sprichwort

"Love it, leave it or change it"

(Liebe es, trenne dich davon oder ändere es) steckt eine tiefe Wahrheit. Die Möglichkeiten "Ärgere dich über unpassende Lebensumstände" bzw. "Hadere mit diesen Umständen" finden wir nicht. Auf Dauer stellt sich das nämlich als schädlich für das eigene Wohlbefinden heraus.

Raum für Freude schaffen

Doch Sie brauchen unbefriedigende Gegebenheiten Ihres Lebens nicht gleich alle zu lieben. Akzeptanz dieser Elemente verhindert schon, dass Sie sich noch weiter darüber ärgern, und setzt eine Menge positive Energie frei.

Doch wie kommen wir dahin, auch suboptimale Zustände unseres Daseins zu akzeptieren? Erst einmal müssen wir diese Punkte identifizieren und einordnen. Widrige Umstände sind eine individuelle Sache. Sie können die eigene Arbeitssituation, den Partner, den Chef, die Wohnung, die Familie, das Auto, die finanzielle Situation oder die Lage der Welt an sich betreffen.

 

Der Weg zur Zufriedenheit

Hinweis: Das folgende Vorgehen ist inspiriert aus Erkenntnissen der Akzeptanz- und Commitmenttherapie und Fragestellungen aus Techniken wie "The Work".  Unten finden Sie einen Download zum Ausdruck, der alle Schritte in Kurzform enthält.

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Bewusstheit schaffen

Bitte notieren Sie, mit welchen Dingen in Ihrem Leben Sie nicht zufrieden sind. Die schriftliche Form ist überaus hilfreich für die Wirksamkeit dieser Übung.

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Einteilen

Teilen Sie diese Umstände ein in:

  • Kann oder möchte ich momentan nicht verändern und
  • kann und will ich verändern.

Akzeptanz von Lebenselementen, gegen die ich derzeitig nichts tun kann oder die eine kraftraubende Veränderung nicht wert erscheinen, fördert meine Lebenszufriedenheit. Daneben gibt es aber Umstände, dir wir nicht akzeptieren sollten. Hier stellt sich dann das aktive Herangehen als die bessere Entscheidung dar. Doch das ist hier nicht das Thema.

Machen wir nun mit den ungünstigen Rahmenbedingungen unseres Daseins weiter, die wir zurzeit nicht verändern möchten oder wir uns dazu nicht in der Lage sehen.

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Was bringt mir meine Unzufriedenheit?

Gehen Sie nun die Umstände in Ihrem Leben durch, die Ihnen nicht gefallen, an denen Sie momentan aber nichts ändern möchten oder können.

Beantworten Sie bitte die folgende Frage:

  • Was bringt es mir, mit diesen Umständen zu hadern? Anders gefragt: Könnte ich etwas Positives darin finden, mental unter diesen Lebensbedingungen zu leiden, sie nochmal und nochmal im Kopf hin und her zu wälzen?

Wir gehen davon aus, bei diesem Punkt bleibt der Zettel leer. (Falls Ihnen doch Gründe einfallen sollten, sind wir gespannt, was Sie uns im Kommentar unten mitteilen.)

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Einfach mal vorstellen: Was wäre wenn ...

Schreiten wir weiter:

  • Spüren Sie nach: Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie ab sofort diese Umstände vollständig akzeptieren? Wenn Sie sich in Gedanken nicht mehr damit beschäftigen? Falls die innere Abwehr hierbei nicht vorhanden wäre?

Schreiben Sie bitte auf, welche Folgen das auf Ihre Stimmung hätte.

Fühlen Sie hier eine Erleichterung? Als ob Ihnen eine Last von den Schultern genommen wird?

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr und andere

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Positives suchen

Wenn Sie etwas tiefer bohren, verstärken Sie die Akzeptanz:

  • Haben die widrigen Umstände auch Vorteile?

Bitte ebenfalls schriftlich festhalten. Geben Sie nicht zu früh auf. Wohl jedem vermeintlich misslichen Umstand wird auch etwas Positives abzugewinnen sein: Der langweilige Partner ist ein Ausbund an Zuverlässigkeit, der ständig druckmachende Chef sichert meinen Arbeitsplatz, die nervigen Kinder bringen soviel Freude in mein Leben ...

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Die Schattenseiten des Gegensatzes

Wenn Sie sich zu jedem Punkt Ihrer Liste der ungewollten Lebensumstände das Gegenteil vorstellen:

  • Hätten diese Alternativen ebenfalls Nachteile?

Damit wäre die Übung beendet. Lassen Sie Ihre Erkenntnisse in den nächsten Tagen auf sich wirken. Beobachten Sie Ihre Gedanken bei den "widrigen Umständen" und genießen Sie die Veränderung in Ihrem Inneren.

 

Von Akzeptanz und Selbstwirksamkeit

Fazit

Diese Übung können Sie bei allen belastenden Umständen durchführen. Akzeptanz kann Ihr Königsweg zur Erleichterung sein. Häufig tritt sogar das Phänomen ein, dass auch der Wunsch nach Veränderung verschwindet.

Hiebei wird auch klar, dass Akzeptanz kein Aufgeben darstellt. Im Gegenteil, Sie handeln aktiv aus ureigenem Interesse. Deutlich wird dies letztendlich sogar am Hadern mit dem eigenen Tod. Sehen Sie dies als in irgendeiner Form förderlich an?

Dieses Hadern kostet nur Kraft und verhagelt Ihnen die Stimmung. Es wirkt befreiend, obige Umstände und sogar den Tod zu akzeptieren, um den guten Umständen Luft zum Atmen, Platz zur Entfaltung zu schaffen.

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