Soft Skills helfen in vielen LebenslagenErfolgreiche Projektleiter und Projektmanager zeichnen sich durch überdurchschnittliche kommunikative Fähigkeiten und Führungskompetenzen aus.

Gerade in hektischen Phasen ist es wichtig, die Ziele und Vorstellungen der Auftraggeber und Geschäftspartner zu verstehen, positiv auf sie einzuwirken und gleichzeitig die eigenen Ziele stets im Auge zu behalten. Dies alles geschieht zunehmend vor dem Hintergrund zeitlich kurzer und intensiver Phasen im Projektmanagement. Ein effizientes Zeitmanagement ist demnach ebenso unabdingbar.

Ein zusätzlicher Stressfaktor kann die Arbeit in internationalen Projektteams sein. Das Bewusstsein für unterschiedliche Verhaltensweisen und kulturelle Gepflogenheiten kann über den Ablauf eines Geschäftes sowie über die Entwicklung von Geschäftsbeziehungen entscheiden. Interkulturelle Kompetenzen werden als Schlüsselqualifikation zunehmend wichtiger.

Effektives Zeit- und Projektmanagement

Der Begriff Zeitmanagement bedeutet nicht, die Zeit zu managen, denn dies ist nicht möglich. Vielmehr geht es darum, den Umgang mit der Zeit effektiver zu gestalten. Hierbei ist es wichtig, Prioritäten zu setzen, sprich die zu erledigenden Aufgaben hinsichtlich ihrer Wichtigkeit zu ordnen. Es ist hilfreich, sich zu Beginn eines Arbeitstages einen Überblick über die anstehenden Aufgaben zu verschaffen und die Zeit täglich, wöchentlich oder sogar auf Monate hinaus systematisch zu planen. Folgende Fragen können bei der zeitlichen Strukturierung helfen:

  • Welches ist das wichtigste Ziel, das im Augenblick ansteht?
  • Was kann heute, diese Woche oder innerhalb der nächsten Wochen/Monate erledigt werden, um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen?
  • Welche Aufgaben muss das eigene Unternehmen erfüllen und welche Tätigkeiten können die Geschäftspartner besser oder effizienter erledigen?
  • Welche Aufgaben innerhalb des eigenen Unternehmens sollen von Fach- und Führungskräften übernommen und welche Tätigkeiten können an andere Mitarbeiter delegiert werden?

Kommunikative und soziale Gesprächskompetenzen sind der Schlüssel

Viele Fach- und Führungskräfte sehen sich neben den fachlichen Herausforderungen vor allem mit kommunikativen Anforderungen konfrontiert. Projektleiter und Projektmanager können in Seminaren ein breites Spektrum an Soft Skills erwerben, die ihnen bei den täglichen Führungsaufgaben helfen. Wie auf dieser Webseite geschildert, ist es auf der einen Seite wichtig, auf die Wünsche und Befindlichkeiten der Auftraggeber sowie Projektpartner (Stakeholder) gleichzeitig einfühlsam und fordernd einzugehen. Auf der anderen Seite ist es genauso elementar, die Interessen der eigenen Firma ständig im Fokus zu behalten und die eigenen Mitarbeiter zu motivieren und gezielt einzusetzen. In Seminaren können Fach- und Führungskräfte ihr Repertoire an kommunikativen Fähigkeiten erweitern und ein breites Spektrum an Soft Skills erwerben. Zum Handwerkszeug im internationalen Projektmanagement ist der Erwerb von interkulturellen Kompetenzen beispielsweise ein zentraler Baustein für den erfolgreichen Ablauf eines Projektes bzw. einer Geschäftsbeziehung.

Interkulturelle Kompetenzen werden wichtiger

Die moderne Arbeitswelt ist durch die fortschreitende Globalisierung internationaler ausgerichtet als dies beispielsweise noch zu Beginn des Jahrtausends war. Ob bei einer Tätigkeit in internationalen Teams, bei einer Entsendung ins Ausland, beim Empfang ausländischer Geschäftspartner oder bei der täglichen Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund – interkulturelle Kompetenzen gewinnen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung. Laut diesem Interview in der Wirtschaftswoche hatten viele deutsche Fach- und Führungskräfte auf diesem Gebiet bis vor wenigen Jahren noch Nachholbedarf.

Die zunehmende Globalisierung führt zu stetig mehr internationalen Geschäftskontakten.

Bei internationalen Projekten kommt es vor, dass verschiedene Kulturen und damit einhergehend verschiedene Gepflogenheiten, Gesten und Verhaltensweisen aufeinander prallen. Hier lauern nicht selten Fettnäpfchen, die internationale Kontakte beeinträchtigen und Geschäfte gefährden können, wie in diesem Beitrag vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln bereits vor einigen Jahren aufgeführt. Diese Fallstricke können nicht nur auftauchen, wenn deutsche Unternehmen Geschäftsbeziehungen mit Firmen unterhalten, die ihren Sitz ursprünglich auf einem anderen Kontinent haben. Auch bei Firmengeschäften innerhalb Europas können bestimmte Gesten und Verhaltensweisen für Irritationen bei den Geschäftspartnern sorgen. Um Fettnäpfen zu umgehen, ist das Aneignen von interkulturellen Kompetenzen hilfreich.

Wie können interkulturelle Kompetenzen erworben werden?

Bevor erklärt wird, wie interkulturelle Kompetenzen erworben werden können, muss der Begriff zunächst geklärt sein. In Definitionen von interkultureller Kompetenz sind meist zwei Aspekte enthalten: Interkulturelle Kompetenz beinhaltet Offenheit für andere Kulturen sowie Empathie, sich in das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen aus einem anderen Kulturkreis hineinversetzen zu können. Diese persönlichen Eigenschaften sind auf der individuellen sowie sozialen Ebene anzusiedeln und schwerer zu erlernen als das Aneignen von kulturellen Besonderheiten und Gepflogenheiten, also landesspezifische Eigenschaften. Vor einem internationalen Austausch mit einem Geschäftspartner ist es empfehlenswert, sich mit den jeweiligen Besonderheiten zu beschäftigen. Ein erster Anhaltspunkt ist die Kultur, des Weiteren ist es hilfreich, sich im Vorfeld über die gebräuchlichen Umgangsformen zu informieren.

Unterschiede beim Arbeiten im Ausland und in internationalen Teams im Inland

Es gibt Unterschiede bei der Anwendung von interkulturellen Kompetenzen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden und jene, die in internationalen Teams im Inland arbeiten. Arbeitnehmer, die als sogenannte Expatriates (kurz Expats) – gemeint sind Fachkräfte, die von einem international agierenden Unternehmen, bei dem die Personen tätig sind, für eine befristete Zeit ins Ausland entsandt werden – müssen sich mit dem kompletten kulturellen System am neuen Arbeitsort auseinandersetzen. Obwohl bei der Arbeit in internationalen Teams die gleichen Kernkompetenzen gefragt sind, gibt es Unterschiede, da die Voraussetzungen andere sind.  Interkulturelle Kompetenzen sind vor allem in großen Firmen sowie bei klein- und mittelständischen Unternehmen, die ihr Geschäft auf den Export ausgerichtet haben, gefragt. Viele dieser Firmen haben eine eigene Abteilung eingerichtet, die sich sowohl um die Entsendung von Fachkräften ins Ausland als auch um die Arbeit in internationalen Teams hierzulande kümmert.

Interkulturelle Kompetenzen werden in der modernen Arbeitswelt zunehmend wichtiger.

Faktor Zeit kann ebenfalls ein kultureller Unterschied sein

Beim Umgang mit dem Faktor Zeit kann es Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturkreisen geben. Es ist zu klären, ob die erstellten Zeitpläne durch die ausländischen Besucher wirklich eingehalten werden können oder ob die Zeit von den Gästen anders wahrgenommen wird: Wenn beispielsweise beim gemeinsamen Essen das Geschäft im Vordergrund steht und das gemeinsame Speisen sowie der persönliche Austausch in den Hintergrund geraten, könnte es sein, dass die ausländischen Geschäftspartner irritiert reagieren.

Interkultur wird zunehmend wichtiger. Durch die fortschreitende Globalisierung und Internationalisierung wächst der Anspruch an die Arbeitskräfte in deutschen Unternehmen, sich mit dem Thema intensiver zu befassen.

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