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Teamarbeit in Deutschland

"In Deutschland ist die Teamarbeit um den Faktor fünf geringer als in den USA. Dies bedeutet, dass in den USA in 41% der Betriebe mindestens die Hälfte der Beschäftigten im Team arbeitet, in Deutschland sind es gerade einmal 8%. Damit bleibt Deutschland auch weit hinter dem europäischen Durchschnitt von 16%. Schweden kommt in Europa mit 31% auf den höchsten Wert." (Bender, 2002)

Der Begriff Team kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie "Mannschaft". Hingegen definiert sich eine Gruppe durch ihre Beziehung und Abhängigkeiten, durch Dynamik und Konflikte.

Aus einer Gruppe wird dann ein Team, wenn gemeinsame Aufgaben und Probleme auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel auf der Grundlage gemeinsam akzeptierter Werte und Regeln gelöst werden. In Deutschland steckt Teamarbeit jedoch noch in den „Kinderschuhen“, was ein großes Potential in unserer Wirtschaft darstellt.

Nun handelt dieses Buch von Zielen und nicht von Teamentwicklung (siehe Buchempfehlungen). Nur weil Ziele gemeinsam gesucht, formuliert und angestrebt werden, handelt es sich noch nicht um ein funktionierendes Team, wenn auch eine gute Basis geschaffen wurde.

Teamarbeit - Gemeinsame Ziele setzen Energien frei

Nichts fördert und fordert den Teamgeist so sehr wie eine anspruchsvolle Herausforderung, die gemeinsam angenommen und bearbeitet wird. Wie jeder Mitarbeiter danach strebt, Wirkungen zu erzielen, um Anerkennung von anderen zu bekommen, so will auch ein Team seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Beobachtungen in der Praxis zeigen immer wieder, dass eindeutige und herausfordernde Teamziele dazu führen, dass die Teammitglieder sich gegenseitig unterstützen und motivieren, um ein gemeinsam gefundenes und definiertes Ziel zu erreichen. Der Teamleiter bzw. die Führungskraft unterstützt hierbei schwerpunktmäßig, indem er Hindernisse beseitigt und Erfolge belohnt. Schwer erreichbare und realistische Ziele setzen Synergien frei, die das häufig zitierte "das Ganze (Team) ist mehr als die Summe seiner Teile (Teammitglieder)" möglich macht.

Wichtig ist, dass es sich um ein hohes, aber realistisches – also ein erreichbares – Ziel handelt, da es sonst zu einer Überforderung des Teams kommt. Das führt zur erlebten Ohnmacht einzelner Teammitglieder im gemeinsamen Tun. In einem solchen Fall hat der Teamleiter bzw. die Führungskraft die Aufgabe, das Ziel mit dem Team anzupassen und Wege zu suchen, um wieder gemeinsam motiviert auf das Ziel hinzuarbeiten.

Der Sport führt uns immer wieder vor Augen, was gut funktionierenden Teams möglich ist. Nicht immer gewinnt die Mannschaft bzw. das Team (z.B. im Fußball) mit den besten und „teuersten“ Spielern, sondern häufig gewinnt eine Mannschaft, die sich durch wirklichen Teamgeist auszeichnet. Hier unterstützen sich Spieler gegenseitig, gehen respektvoll miteinander um, setzen ihre Stärken ein und kompensieren die Schwächen von Mitspielern, um das gemeinsame Ziel (Spiel gewinnen) zu erreichen.

Teamarbeit und Teamziele

Die Methoden, wie Ziele gemeinsam gefunden werden können, sind in den Kapiteln „Techniken zur Zielfindung“ und „Kreativitätstechniken zur Lösungs- und Maßnahmensuche“ beschrieben. Gerade hier ist es wichtig, die Ziele klar und deutlich zu formulieren und wenn möglich zu visualisieren, um immer wieder einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu haben. Nutzen Sie hierfür das Kapitel „Ziele richtig formulieren“ bzw. die Checklisten und Leitfäden am Ende des Buches.

Bitte beachten Sie bei der Arbeit mit Teamzielen:

  • gemeinsam Ziele suchen, finden und formulieren
  • herausfordernde aber realistische Ziele
  • Ziele klar und eindeutig formulieren
  • Ziele wenn möglich visualisieren
  • Grad der Zielerreichung dem Team immer wieder aufzeigen
  • Teamleiter bzw. Führungskraft hilft bei der Lösung von Konflikten
  • Teamleiter bzw. Führungskraft sorgt für die Einhaltung der Regeln
  • Misserfolge analysieren und gemeinsam daraus lernen
  • Erfolge im Team feiern

Teamarbeit ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, den Erfolg des Unternehmens zu sichern bzw. zu vergrößern, sondern Teamarbeit bietet auch die große Chance, mit- und voneinander zu lernen. Oder wie Johann Wolfgang von Goethe es einst formulierte: „Nach meiner Überzeugung gibt es kein größeres und wirksameres Mittel zu wechselseitiger Bildung als das Zusammenarbeiten.“

Aus dem Buch

Unternehmenserfolg mit Zielen
   

Von Michael Behn und Horst Rückle
Aus der Praxis für Ihren Erfolg

33,00 Euro
Zur Bestellung


Zitate zum Thema Teamarbeit

Nach unserer Überzeugung gibt es kein größeres und wirksameres Mittel zu wechselseitiger Bildung als das Zusammenarbeiten.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nichts bringt die Menschen einander so nahe, wie gemeinsam durchlebte Schwierigkeiten.   

Alexander Fadejew, russischer Schriftsteller, 1901 - 1956)

Es ist eine der sonderbarsten Belohnungen, dass kein Mensch aufrichtig versuchen kann, einem anderen zu helfen, ohne sich selbst dabei etwas Gutes zu tun.

(Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph, 1803 - 1882)

Bücher zum Thema Teamarbeit

Teamentwicklung und Konfliktmanagement
Gabriele Birker, Klaus Birker,
Cornelsen Lehrbuch, 2001
ISBN: 3464498190

Teamentwicklung
Susanne Bender
Juristischer Verlag, 2002
ISBN: 3423508582

Teams an der Spitze - Der Chef als Chef und Teammitglied
Jon Katzenbach
Ueberreuter
ISBN 3706404745

Links zum Thema Teamarbeit 

Weitere Inhalte zum Thema Teamarbeit auf Behn & Friends

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Anmerkung: Wenn Sie weitere interessante Informationen, Ideen und Anregungen zum Thema Teamarbeit haben, dann nutzen Sie bitte die Kommentar-Funktion. Wir werden Ihren Beitrag prüfen und gegebenenfalls auf dieser Seite einbauen bzw. im Newsletter vorstellen.

 

» 2 Kommentare
1Kommentar
am Dienstag, 04 November 2008 14:33von Lindlar Leo
Hallo, als erstes möchte ich diese bestimmt geschätzten 8% der Betriebe, die in Deutschland Teamarbeit praktizieren bezweifeln. Meiner Meinung nach müsste diese Zahl weitaus höher liegen. 
Ich persönlich arbeite in einem Betrieb der vor 5 Jahren die Teamarbeit eingeführt hat, und dabei ist nicht alles Gold was glänzt. 
 
Wenn in einem Team nicht alle bedingungslos mitziehen bzw. die Grundchemie der einzelnen Teammitglieder n icht stimmt oder gar fehlt, kann ich als Teamsprecher machen was ich will, dann funktioniert das ganz nicht oder nur auf Sparflamme. 
 
Oder anders, wenn man in einem Team einige hat die sich sagen \\\"Oh wir haben eine neue Definition vom Arbeiten\\\" und sagen dann Team =\\\"Toll ein anderer machst.\\\" 
 
 
 
Viele Arbeitnehmer werden hier im Regen stehen gelassen nach dem Motto macht mal wir werden dann schon sehen.
2Kommentar
am Mittwoch, 10 Februar 2010 20:49von Kronn
Ich bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und der Kommentar von Lindlar Leo irritiert mich. Er zweifelt an den 8%, aber seinen Kommentar hat er 2008 abgegeben. Diese 8% stammen aber aus dem Jahr 2002 ( siehe Artikel, Zeile 7 ). 
Erst lesen, dann maulen. 
 
Mit freundlichem Gruß
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