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Führung mit Mitarbeiter-Motivationsschablonen wie Incentive-Systeme, Führungsstile, NLP in der Führung oder andere wurden in den letzten Jahrzehnten von mehr oder weniger verzweifelten Managern in Unternehmen eingesetzt, um die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen. Kein Versuch blieb ungenutzt, den „Unmotivierten“, „Arbeitsscheuen“ und „Verweigerern“ beizukommen. Motivieren und Motivation„Ich muss meine Mitarbeiter motivieren, damit wir ...“, war die Aussage eines Abteilungsleiters, der im Seminar seine Aufgabe als Führungskraft beschreiben sollte. Diese
gefährliche Annahme und Formulierung zeigt auf, dass nicht nur die
deutsche Sprache ihre Tücken hat, sondern solche Formulierungen auch
die Einstellung des Sprechers entlarven. Mit diesem Verständnis bzw.
dieser Einstellung zum Thema Führung wird dieser Abteilungsleiter immer
wieder viel Energie benötigen und nichts anderes erreichen, als dass
seine Mitarbeiter seine Frustrationstoleranz auf die Probe stellen.Führungskräfte können ihre Mitarbeiter nicht „motivieren“, denn Motivation bezeichnet die Begründung zur Durchführung oder Unterlassung von Handlungen. So definiert, kann man „Motivation auslösen“, indem die Führung Ziele vereinbart, die Rahmenbedingungen gestaltet, Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt und Feedback über die erzielten Ergebnisse formuliert. Stimmen diese Voraussetzungen, entstehen im Mitarbeiter die Gründe, aus denen er handeln will - die Motivation. Haarspalterei? Nein, denn wer „motivieren will“, setzt an der falschen Stelle an und kann seine Mitarbeiter nicht erfolgreich führen. Bei aufgeklärten und qualifizierten Mitarbeitern wird man mit Motivationsversuchen wie „Sie müssen nur wollen“ und „Tsjakka-Rufen“ eher Demotivation auslösen. Solche Versuche formulieren indirekt den Vorwurf der mangelnden Leistungsbereitschaft. Oder wie Goethe es im Schauspiel „Torquato Tasso“ so schön formuliert: „Man merkt die Absicht und man ist verstimmt“. Die Fragen, die Führungskräfte zur erfolgreichen Erfüllung ihrer Aufgabe beantworten müssen, sollten nicht lauten:
Die Fragen erfolgreicher Führungskräfte lauten vielmehr:
Beim ersten Lesen mögen die Fragen sehr ähnlich erscheinen. Aber spätestens wenn die Antworten herausarbeitet werden, wird klar, dass die veränderten Fragen zu anderen Ergebnissen bzw. Handlungen führen. Führung so verstanden, entspricht der Definition von Führen: „Zielorientiertes Bewegen auslösen und die auf dem Weg zum Ziel auftretenden Probleme und Konflikte lösen helfen.“ So nimmt die Führungskraft ihre Mitarbeiter ernst und fördert die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen für sich und für die Abteilung bzw. das Unternehmen. Führung und motivierte MitarbeiterWir alle wissen, welche Aktivitäten und Anstrengungen Menschen in ihrer Freizeit vollbringen. Sie führen Vereine, arbeiten als Kassierer, Jugendwarte, Organisatoren, Bauherren, Sportler und in vielen anderen Rollen für andere und für sich. So mancher tut es bis zur Selbstverstümmelung. Weshalb bringen Menschen nicht auch in ihren beruflichen Rollen solche oft bewundernswerten Leistungen? Menschen tun nicht, was richtig ist, sondern was ihnen nützt, was ihnen Spaß macht. Es scheint, als ob viele Führungskräfte ihren Mitarbeitern die Freude an der Arbeit vergällen.Nur wer als Führungskraft die jeweils richtigen Rahmenbedingungen schafft, hat Mit-Arbeiter. Sie arbeiten an der Zielerreichung mit und motivieren, ja begeistern sich für ihre Aufgaben. Dort wo dies in Einzelfällen nicht zutrifft, stellt sich die Frage, ob dieser Mitarbeiter in der richtigen Position im Unternehmen an der richtigen Aufgabe mitwirkt, es Konflikte in seiner Abteilung gibt oder gar der Mitarbeiter nicht zum Unternehmen passt. Führungskräfte dürfen der Aufgabe, die Möglichkeiten der Leistungserbringung sicherzustellen und die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter zu fördern, nicht ausweichen. Folgende Rahmenbedingungen ermöglichen, dass Mitarbeiter sich motivieren:
Diese Liste der Rahmenbedingungen ließe sich erweitern; da der Schwerpunkt dieses Buch aber das Thema Ziele ist, sollen vorrangig die diesem Thema dienenden Punkte hervorgehoben werden. Ziele sind kein WunschkonzertNatürlich sind Ziele kein Wunschkonzert und das erwarten Mitarbeiter auch nicht. „Mit-Arbeitern“ ist bewusst, dass sie auch Leistungen im Rahmen ihrer beruflichen Rolle zu erbringen haben, die weniger oder keinen Spaß machen. Dies ist bei Rollen im Hobby auch so.Doch die Art und Weise wie Ziele „vereinbart“ werden, welche Rahmenbedingungen gegeben sind, sind wichtige Aspekte, die Motivation verhindern oder auslösen. Wer nur eine Liste von Zielen vorgesetzt bekommt, ohne dass er hierzu seine Ideen, Anregungen und Fragen äußern kann, wer in einer seinem Wertesystem widersprechenden Kultur Leistungen für Zielgruppen erbringen soll, die er nicht mag, wird in seiner Aufgabe im Unternehmen herabgewürdigt. Er kann letztlich nur noch „Dienst nach Vorschrift“ machen. Er wird zum Befehlsempfänger, dessen Erfahrungen und Kompetenzen an dieser Stelle nicht gefragt sind. Motivation wird so nicht ausgelöst, Konflikte werden heraufbeschworen und wertvolle Energien im Unternehmen liegen brach. Die Praxis zeigt immer wieder, dass der Mitarbeiter häufig viel besser weiß, was im Kontext seiner Aufgaben zur Erreichung der übergeordneten Ziele hilfreich ist. Zwangsläufig fragt er sich, weshalb das niemanden interessiert. So sagte uns ein Mitarbeiter, nachdem er gekündigt hatte: „Ich hätte oft gewusst, wie man etwas besser machen kann, aber mich hat in fünf Jahren meiner Tätigkeit für diese Firma nie jemand danach gefragt. Und bevor ich ganz in Resignation abrutsche, gehe ich lieber.“ Gemeinsames Erarbeiten und Vereinbaren von Zielen ist häufig zeitaufwendiger und erfordert mehr Kompetenz von der jeweiligen Führungskraft. Dann auch noch Maßnahmen mit dem Mitarbeiter zu finden und zu formulieren, die zur Erreichung der Abteilungs- bzw. Unternehmensziele beitragen, ist zwangsläufig mehr Arbeit, als Vorgaben zu machen, die man im Extremfall auch via E-Mail an Mitarbeiter verschicken kann. Das gemeinsame Vereinbaren von realistischen, klaren und konfliktfreien Zielen ist ein wichtiges Element, das Mitarbeiter veranlasst, sich für die Erreichung von Zielen zu motivieren und zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beizutragen. Diese Investition in Energie und Zeit zahlt sich jedoch schnell aus. {mosaddphp:unternehmenserfolgsbuch.php} Zitate zum Thema Führung und MotivationWer
seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss genug Vernunft besitzen,
um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen - und genug
Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen. (Unbekannter Autor) Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen - und genug Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen. (Theodore Roosevelt, 26. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, 1858 - 1919) Weiterführende Artikel |
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