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Führung von heute: Individualität und Flexibilität

Zeit sei Geld, so heißt es, aber auch Zeit sei unbezahlbar. Richtig ist auf jeden Fall, dass die Zeit meistens zu kurz ist, um all das zu tun, was wir tun möchten oder müssen. Das bedeutet, dass wir effektiv handeln müssen, um die uns zur Verfügung stehende Zeit richtig zu nutzen. Dies spielt vor allem am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Daher ist inzwischen in der Führung von heute und morgen ein Wandel angelaufen, ein modernes Zeitmanagement auf dem Vormarsch, um Zeitdruck zu verringern und für die Mitarbeiter einen größeren Motivationsanreiz zu schaffen.

Individuelle Arbeitszeiten für individuelle Mitarbeiter

40-Stunden-Wochen mit festen Arbeitszeiten von 8-17 Uhr Montag bis Freitag schränken uns in der freien Gestaltung unserer Zeit sehr ein und beanspruchen zudem einen großen Teil unserer kostbaren Zeit. Führung heute bedeutet in den Augen vieler Trainer von Führungskräften: Jeder Mensch ist individuell. Daher ist der eine morgens leistungsfähig und abends schnell kaputt, der andere erreicht sein Leistungshoch erst am Nachmittag. Um den Arbeitnehmern mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Zeit nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten, werden immer häufiger flexible Arbeitszeiten eingeführt. Diese erleichtern zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Berufs- und Privatleben.

Bereits gängige Möglichkeiten moderner Arbeitszeitsysteme:

  • Gleitzeit
  • Teilzeit
  • Mehrarbeit
  • Arbeitszeitkonten
  • Vertrauensarbeitszeit

Bei Einführung solcher Systeme müssen jedoch immer die rechtlichen Bestimmungen für die Gestaltung der Arbeitszeiten beachtet werden.

Pluspunkte moderner Arbeitszeitsysteme

Gestern pünktlich, heute flexibel

Bereits vor mehr als 150 Jahren wurde erkannt, dass dauerhafte, überlange Arbeitszeiten schädlich für die physische und psychische Gesundheit sind. In Japan, wo dies immer noch üblich ist, gibt es einen eigenen Namen für den Tod am Arbeitsplatz (Karoshi). Trotzdem ist in Deutschland die Zahl der Burnout-Patienten gestiegen. Durch die Einführung flexibler Arbeitszeiten soll die sogenannte Work-Life-Balance verbessert werden. Das Verhältnis von Arbeit, Freizeit und Familie ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob wir motiviert, leistungsfähig und letztlich gesund sind. Wenn ein Mitarbeiter bei seinen Arbeitszeiten eigenständig mitbestimmen kann, bedeutet das für ihn mehr Freiheit.

Doch nicht allein für die Arbeitnehmer bietet der Abschied von strikten Arbeitszeiten Positives. Moderne und mitarbeiterorientierte Arbeitszeitgestaltungen können überdies helfen, qualifizierte und charismatische Fachkräfte für die Führung von morgen zu gewinnen und an sich zu binden. Darüber hinaus ist Arbeitszeit ein betrieblicher Faktor. Wenn Arbeitgeber flexible Regelungen einführen, kann dies Kosten reduzieren, wenn in arbeitsreichen Zeiten mehr und dagegen in ruhigen weniger gearbeitet wird.

Weitere Vorteile:

  • kundenorientierterer Service durch längere Ansprechzeiten
  • Terminsicherung
  • Höhere Qualität von Produkten und Dienstleistungen

Folgende Checkliste kann helfen, Effektivität am Arbeitsplatz zu überprüfen.

Folgen für Arbeitnehmer & Arbeitgeber

Ein Problem, das sich heute auf Arbeitgeberseite bei der inneren Führung von heute einstellen kann, ist die Frage der Kontrolle. Das klassische Arbeitszeit-Journal hat ausgedient. Das Arbeiten ist leistungsorientiert und die Produktivität der Mitarbeiter lässt sich daran bemessen, ob sie ihre Aufgaben termingerecht erledigen. Aber genau da kommt wieder die Zeit ins Spiel, die hier durchaus miteinbezogen werden muss. Denn nur, weil die Arbeitnehmer keine fixen Arbeitszeiten mehr haben, kann ihnen nicht plötzlich deutlich mehr Arbeit als vorher übertragen werden.

Es gibt Menschen, die brauchen klare Regeln und daher feste Arbeitszeiten, nach denen sie sich richten (damals war alles ...). Mancher Arbeitnehmer kann den Freiraum nicht wirklich händeln. Da nun allein die Arbeitsleistung zählt und nicht mehr die Zeit, die man auf der Arbeit verbringt, kann ihn diese Tatsache aufgrund des steigenden Leistungsdrucks anstatt zu motivieren, eher belasten. Die Folge können psychische Probleme sein.

Eine Lösung dafür ist, sich bei der Arbeitseinteilung an der Erfahrung von früher zu orientieren und für die anfallenden Tätigkeiten genug Zeit einzuplanen. Wer geregelte Arbeitszeiten braucht, kommt einfach wie gewohnt zur Arbeit. Die Aussicht früher gehen zu können, wenn die zu erledigenden Aufgaben  erfüllt sind, kann trotzdem motivieren.

Laut Prognosen werden in Zukunft häufiger moderne Arbeitszeitsysteme genutzt werden, denn sie passen zu unserer modernen, globalisierten Gesellschaft.

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Über den Autor


Michael Behn, Trainer

Michael Behn arbeitet als Unternehmensberater, Trainer und Coach für mittelständische Unternehmen der IT-Branche, für Automobilzulieferer, Produktionsunternehmen und Banken sowie Einrichtungen auf dem Gesundheitssektor.

Schwerpunkte sind konzeptionelle Mitarbeiter- und Unternehmensentwicklung. Häufige Themen sind Vertrieb, Führung, Telefonservice, Teamkommunikation, Zeit- Selbstmanagement. Er hat mehrere Bücher geschrieben, Online-Kurse zu den Themen entwickelt und betreibt ein Onlineportal mit rund 14.000 Mitgliedern.

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