Kommunikation

 

KommunikationDas Wort Kommunikation kommt vom lateinischen Wort "communicare" und bedeutet so viel wie "teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen".

Wir stehen morgens auf und starten im Normalfall mit unserem Umfeld zu kommunizieren. Dies kann verbal oder nonverbal geschehen, denn auch mit unserer Körpersprache (Gestik, Mimik etc.) kommunizieren wir mit unserer Umwelt. Lesen Sie hier hilfreiche Beiträge für eine besseren Kommunikation - ob privat oder beruflich. Die Prinzipien sind die gleichen.

Über den Autor


Michael Behn, Trainer

Michael Behn arbeitet als Unternehmensberater, Trainer und Coach für mittelständische Unternehmen der IT-Branche, für Automobilzulieferer, Produktionsunternehmen und Banken sowie Einrichtungen auf dem Gesundheitssektor.

Schwerpunkte sind konzeptionelle Mitarbeiter- und Unternehmensentwicklung. Häufige Themen sind Vertrieb, Führung, Telefonservice, Teamkommunikation, Zeit- Selbstmanagement. Er hat mehrere Bücher geschrieben, Online-Kurse zu den Themen entwickelt und betreibt ein Onlineportal mit rund 14.000 Mitgliedern.

Körpersprache

Körpersprache hilft uns das Verhalten anderer Menschen zu deuten und besser zu verstehen.

Menschen sagen nicht immer, was sie wirklich meinen, denn Prozesse der Sozialisierung, der Abgewöhnung und der Unterdrückung haben zur Versagung natürlicher Empfindungen geführt. Häufig werden wahre Gedanken und Empfindungen verschwiegen.

eigentlichLetzte Woche erhielten wir eine E-Mail von Frau Schürkemper. Sie hatte mit ihren Freunden eine Diskussion über das Wort "eigentlich" geführt.

Sie fragte, wie wir dieses Wort in der Kommunikation betrachten.

Kein Wort ist zufällig

Die Aussage "das finde ich gut" unterscheidet sich erheblich von der Aussage "das finde ich eigentlich gut".

Das Team um den Psychologen Frances Chen von der Universität Freiburg meint herausgefunden zu haben, dass direkter Blickkontakt für die Überzeugung des Gegenübers von der eigenen Meinung schädlich sein kann. In ihrer Studie zeigte sich, dass Menschen insbesondere dann in die Augen des anderen schauen, wenn sie einer Meinung mit ihm sind. Bestehen Differenzen unterstützt eine dauerhafte Fixierung der Augen eher die Abwehrhaltung des Andersdenkenden.

..., auch wenn es manchmal das vom Sender nicht gewollte ist. Es gibt in der deutschen Sprache viele Homographen und Homophone, die zu "falschen Bildern" führen können sowie falsch verwendete Metaphern, die in die Alltagssprache Einzug gehalten haben.

Homographen: Ein Beispiel ist das Wort modern. Je nach Betonung bezeichnet es entweder die Eigenschaft, modisch oder auf dem aktuellen Stand zu sein (z. B. moderne Technik) oder den Vorgang des Verwesens (z. B. die Holzwände modern). Homophone hingegen sind Wörter, die gleich klingen, obwohl sie anders geschrieben werden. Beispiele für Homophone sind "Wände und Wende", "küsste und Küste" und "Piste und pisste".

Regeln für MeetingsIn Meetings und Besprechungen werden Informationen, Ideen ausgetauscht, Entscheidungen diskutiert oder Ergebnisse erarbeitet.
Was in diesen Meetings getan wird, hängt maßgeblich vom Thema und Ziel ab. Was in diesen Meetings erreicht wird, bestimmen hingegen der Umgang miteinander und die Kommunikation im Team. Hier sind gemeinsame Regeln hilfreich.

eggs250Hier lesen Sie eine Buchzusammenfassung zu "Miteinander reden: Band 1 - Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation" von Friedemann Schulz von Thun. Die Kurzfassung wurde von Blinkist erarbeitet und für blueprints zur Verfügung gestellt. 

Wer diese Blinks (die Buchzusammenfassung von Blinkist) lesen sollte:

  • Jeder, der sich für zwischenmenschliche Kommunikation interessiert
  • Jeder, der selbst besser kommunizieren lernen will
  • Jeder, der sich manchmal einfach nicht richtig verstanden fühlt

ImageDie Aussage: "Es gibt keine dummen Fragen" geistert in Deutschland nach wie vor umher. Viele Lehrer, Trainer, Eltern, Coaches etc. proklamieren dies immer und immer wieder.

Diese Meinung kann ich nicht teilen. Es gibt meiner Meinung nach jede Menge "dumme" Fragen, die den Fragenden als unsensibel, unaufmerksam oder wenig klug entlarven. Täglich können wir sie hören und manchmal sind wir vielleicht sogar betroffen.

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  • Das ist falsch!
  • So kann man das nicht sehen.
  • Da bist Du aber auf dem Holzweg.
  • Das ist doch Quatsch.
  • Du musst das ganz anders sehen.

So kann man reden - muss man aber nicht. Denn diese Art zu kommunizieren kann oberlehrerhaft wirken und dem Gesprächspartner signalisieren, dass wir von seiner Meinung wenig halten, wir aber wissen, wie die Welt funktioniert und was richtig und falsch ist.

 

Was tun, wenn wir Panik bekommen vor Gruppen zu sprechen?

Die Angst vor einer Gruppe zu stehen und einen Vortrag zu halten haben viele Menschen, Männer wie Frauen. Das als Lampenfieber bezeichnete Spannungsgefühl vor einem Auftritt eines Schauspielers ist dabei fast normal, es birgt eine gute Portion an innerer Spannung, welche alle Sinne wach hält und uns konzentriert zur Höchstleistung führt.

Selbst alte Hasen wie Peter Alexander meinten beispielsweise: "Trotz jahrelanger Showerfahrung bin ich bei einem Auftritt immer noch so aufgeregt wie ein Anfänger".

Ein Kollege hatte schlecht über Herrn Federmann geredet und die Gerüchte waren bis zu ihm gekommen. Herr Federmann stellte den Kollegen zur Rede.

ImageMit der Kommunikation in Meetings, Workshops etc. ist das so eine Sache. Es treffen sich Menschen, die zwar gleiche Absichten haben sollten, aber manchmal mischen sich Eigeninteressen, Emotionen und Konflikte in die gemeinsame Arbeit.

Für die gemeinsame Arbeit kann es wertvoll sein, gerade wenn es sich um kreative Phasen der Zusammenarbeit handelt, sich auf gemeinsame Regeln zu verständigen. Eine dieser Regeln sollte den Punkt der Killerphrasen betreffen.

kommunikation 25 apixIn Gesprächen kommt es immer wieder zu Spannungen und Konflikten, weil Du-Depp-Aussagen den Adressaten in seinem Selbstwertgefühl treffen. Diese Abwertung ist meist der Ausgangspunkt für eine Stress erzeugende und wenig zielfördernde Form der Kommunikation.
Neurologische Forschungen zeigen, dass Worte vom Gehirn in Millisekunden in Bezug auf deren positive und negative Aspekte analysiert werden. Das Ergebnis dieser Verarbeitung sind Stimmungen. Du-Depp-Aussagen sind emotionsauslösende Aussagen, die in den seltensten Fällen hilfreich sind.

ImageWer Konflikte und Aggressionen seiner Gesprächspartner wünscht, der sollte häufig das kleine aber wirksame Wörtchen "man" gebrauchen.

Meist wird das Wort "man" in Hinweisen, Behauptungen, Empfehlungen oder Rat-Schlägen verwendet. Hier einige Beispiele, die sicher wirken und zu Ärger führen. Probieren Sie es aus.

Ich-AussagenDer größte Teil der Führungstätigkeit besteht aus Kommunikation. Meetings, Projektgespräche, Gespräche mit Mitarbeitern etc. füllen den Arbeitstag der meisten Führungskräfte.
Das Kommunikationsverhalten ist somit ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Führungsaufgabe. Dieses wird aber den meisten Führungskräften selten rückgemeldet und bleibt so häufig ein "blinder Fleck". Aber das ist ein Problem.

Praesentation

Aus meiner Trainings- und Coachingarbeit habe ich für Sie die wichtigsten Aspekte zusammengestelt. Natürlich ist jede Präsentation anders, aber es gibt Prinzipien, die sollten Sie berücksichtigen.

Dieser Beitrag wird Ihnen helfen, ein erfolgreiche Präsentation zu erstellen und durchzuführen

"Wir packen einen viel kleineren Wortschatz als unsere Großeltern in viel dürftigere Sätze; unser Umgang mit Wörtern ist lax, gering schätzend oder lümmelhaft. Nur zwei Minderheiten wissen noch, was sie an der Sprache haben: die einflussarme Minorität der Liebhaber und die einflussreiche Minorität der Manipulierer." Wolf Schneider, in Wörter machen Leute, S. 314

Die Anzahl der Wörter, die wir in unserem Leben sprechen, liegt bei ca. 300 Millionen. Es ist an uns, das mit einem Wortschatz von 10.000, 13.000 oder gar 20.000 Wörtern zu tun. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass der Sprachschatz eines Menschen ein Spiegel seiner Intelligenz, sozialen Rangstufe und seiner Einkommensstufe ist.

Das Wort Feedback kommt aus dem Englischen und bedeutet "Rückkoppelung". In der Kommunikation bietet Feedback die Möglichkeit des Lernens.

Wir geben Feedback, um dem Anderen unsere Realität der wahrgenommenen Situation aufzuzeigen. Ein Feedback ist somit weder wahr noch falsch, sondern eine subjektive Beschreibung und Bewertung einer Situation, eines Verhaltens etc.

korrespondenz apix 564

Täglich schreiben wir E-Mails oder verfassen Briefe. Sie sind Teil unserer Außenwirkung und maßgeblich mitverantwortlich für unseren Erfolg. Deswegen ist es ratsam, von Zeit zu Zeit den eigenen Schreibstil zu prüfen.

Nutzen Sie diese 14 Hinweise, um noch klarer und wertschätzender zu kommunizieren. 

Obwohl wir zwei Ohren haben und nur einen Mund, steht die Nutzung dieser Organe manchmal in einem geradezu erschreckenden Missverhältnis.

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) formulierte einst sehr bissig: "Viele Worte zu machen, um wenige Gedanken mitzuteilen, ist überall das untrügliche Zeichen von Mittelmäßigkeit."

Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeiht Moral und Kunst nicht; gedeiht Moral und Kunst nicht, so treffen die Strafen nicht; treffen die Strafen nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen.

Darum sorge der Edle, dass er seine Begriffe unter allen Umständen zu Worte bringen kann und seine Worte unter allen Umständen zu Taten machen kann. Der Edle duldet nicht, dass in seinen Worten irgendetwas in Unordnung ist. Das ist es, worauf alles ankommt."

Konfuzius, chinesischer Philosoph, 551 - 479 v. Chr.

Drei siebe der WeisenZum weisen Sokrates kam der junge Polimus gelaufen und er rief bereits von Weitem: "Höre, Sokrates. Ich muss dir etwas erzählen!"

"Halte ein!" unterbracht ihn der Weise, "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?", fragte Polimus voller Verwunderung.

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Diese Anregungen sollen dazu dienen, Kritikgespräche so zu führen, dass eine weitere bessere Zusammenarbeit oder Beziehung möglich ist. Ob Sie Ihrem Partner Feedback geben oder ein Mitarbeitergespräch führen, das hilfreiche Prinzip ist das selbe.
Probieren Sie einmal die folgende Vorgehsweise. Sie werden positiv überrascht sein.

Mit der Stimme machen wir Stimmung - unsere Stimme wirkt. Grund genug sich mit der eigenen Stimme zu beschäftigen.

Stimmtraining macht Spaß. Wenn wir überlegen, wie oft wir sie pro Tag nutzen, lohnt sich ein kleiner Aufwand, um jeden Tag mit einer Stimme zu sprechen, die wirkt. Stimmtraining ist auch immer eine Stärkung des Selbstbewusstseins.

Wir formulierte es der britische Staatsmann und Premierminister: "Ob wir wollen oder nicht, in unseren Tagen liegt die Macht beim Wort - die Macht gehört denen, die reden können!"

 

Stimmtraining

 

 
 

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Aktuelle Inhalte der Gazette vom 27.08.2016

  • Geschichte: Der kleine Krieger
  • Leser werben Leser - und gewinnen!
  • Zitat der Woche
  • Koan: Was ist Buddha?
  • Anregung für die kommende Woche
  • Neu hervorgeholt: Prüfungsangst reduzieren
  • Rätsel von Johann Peter Hebel
  • Das Rätsel mit der Standuhr
  • Die Zeitungsente
  • Humorige Anekdote

 

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