Wir verfolgen für Sie aktuelle Veröffentlichungen aus der Welt der Wissenschaft, die sich mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Glück und Erfolg befassen. Lesen Sie heute unter anderem über ungeahnte Effekte des Händewaschens, die körperlichen Folgen der Ehe und die verborgenen Bosheiten im Alltag.

Händewaschen macht glücklich

Ein Kölner Wissenschaftler mit Namen Prof. Dr. rer. nat. Kai Kaspar unterteilte 98 Testteilnehmer in drei Gruppen. In der ersten Testphase sollten die Teilnehmer aus zwei der drei Gruppen eine unlösbare Aufgabe bewältigen. Gruppe 1 wusch sich die Hände nach dem Scheitern an der Aufgabe, Gruppe 2 nicht. Beide Gruppen zeigten sich hoffnungsfroh, in einem zweiten Testdurchlauf bei der Bewältigung der Aufgabe beim nächsten Mal besser abzuschneiden. Der Optimismus in Gruppe 1, den Händewaschern, war deutlich ausgeprägter.

Gruppe 3 nahm am ersten Versuch der Bewältigung der Aufgabe nicht teil.

Im zweiten Testdurchlauf zeigte sich nun, dass die Händewascher aus Gruppe 1 ähnlich abschnitten wie die Neuteilnehmer aus Gruppe 3, aber schlechter als die Schmutzfinken aus Gruppe 2.

Kaspar schlussfolgert: Körperliche Reinigung reduziert negative Gefühle nach einem Versagen, senkt aber auch die Motivation für den nächsten Versuch.

Frauen werden in der Ehe dick, Männer nach der Scheidung

Die Zeitschrift die Welt berichtet von einer Studie an 10.000 Amerikanern bei der sich herausstellte, dass Frauen vermehrt nach einer Heirat in die Breite gehen und Männer nach der Scheidung. Bei 15 Prozent der Probanden ging die Waage sogar 10 Kilo und mehr nach oben.

Uneins zeigten sich die Wissenschaftler bei der Begründung des frischen Hüftspeckes. Hochzeit und Scheidung seien beides stressige Zeiten, Männer würden nach der Scheidung ungesunder essen, Frauen versacken in der Ehe öfter mit der Chipstüte auf dem Sofa … man darf sich eine Begründung aussuchen.

Sind wir nicht alle ein bisschen sadistisch?

Der Persönlichkeitspsychologe Delroy Paulhus von der University of British Columbia wollte in einer Studie belegen, dass ein niederschwelliger Sadismus Bestandteil der Alltagswelt vieler Menschen ist. Probanden wurden bei einem Test (deklariert unter dem Titel "Persönlichkeit und Toleranz bei belastenden Arbeiten") vor die Wahl gestellt, entweder

  • ihre Hände in Eiswasser zu halten,
  • eine schmutzige Toilette zu reinigen oder
  • drei wehrlose Insekten in einer Kaffeemühle zu zermalmen.

Die Hälfte der Teilnehmer entschied sich für die Insektenvernichtung. Anlass genug für die Forscher, die seit langem gehäuft bei Führungskräften vermutete "Dunkle Triade" der Persönlichkeitsmerkmale aus manipulativem Verhalten, psychopathischen Vorgehen und narzistischer Selbstüberschätzung um einen vierten Punkt - Alltagssadismus - zu erweitern.

Näheres zur Studie in der Onlineausgabe der Süddeutschen sowie im Abstract zur Studie.

Drum prüfe, was du postest

Personalentscheider kontrollieren seit längerem die Auftritte ihrer Bewerber in den sozialen Netzwerken. Postings mit Bezug auf Drogenkonsum führen dabei oftmals zu einer Ausmusterung der Kandidaten. Eine Studie hat nun untersucht, was die Postings wirklich über einen Menschen aussagen. Dabei stachen zwei Ergebnisse heraus: Es gäbe keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Gewissenhaftigkeit einer Person und den Postings über Alkohol- und Drogenkonsum in Facebook und Co. Diese seien eher ein Merkmal von Extrovertiertheit, welches ein Unternehmen ja durchaus positiv für sich nutzen könnte.

Abstand nehmen solle man aber von Bewerbern, die in Postings über andere herziehen. Sozialverträgliche und gewissenhafte Menschen würden dies tendenziell nicht tun. Ach …

In einer anderen Studie will sich gezeigt haben, dass Social-Media-User tendenziell unhöflicher im Umgang mit anderen Menschen werden. Die Anonymität in den Netzwerken führe zur Enthemmung und damit zu rücksichtsloserem Verhalten.

Anreize im Unternehmen sollten zu individuellen Motivationen passen

Der Weser-Kurier berichtet von einer Motivationsstudie, welche die Bedeutung der individuellen Antriebe für die Wirksamkeit von Motivationen untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass der zur persönlichen Motivation passende Anreiz (Teamleitung bei nach Macht strebenden Menschen, Freiheitszugeständnisse bei leistungsmotivierten Menschen) die Ressource Willenskraft (welche zur Bewältigung der jeweiligen Aufgabe nötig ist) schont. Anders ausgedrückt: Nicht jeder Anreiz wirkt bei jedem gleich leistungsfördernd, Unternehmen sollten unterschiedliche Belohnungen zur Verfügung stellen.

Süßigkeiten schlimmer als Koks

Psychologieprofessor Joseph Schroeder und seine Studenten vom Connecticut College haben an Ratten den Suchtfaktor von Oreo-Keksen getestet. Dabei kam zum einen heraus, dass die Nager genau wie Menschen zuerst die Cremefüllung naschten und sich erst dann dem Biskuit widmeten (weniger wichtig), und zum anderen, dass das Protein C-Fos - ein Marker für Nervenaktivität im Belohnungszentrum des Gehirns - durch die Oreos stärker erhöht wurde als nach der Einnahme von Kokain. Ein Beleg für die These, dass Nahrungsmittel mit hohen Anteilen von Fett und Zucker süchtig machen. Nähere Details können im Tagesanzeiger nachgelesen werden.

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