Sie packen Ihre Sachen für ein Wellness-Wochenende und gönnen sich eine Auszeit. Als Sie in die Eingangshalle des Hotels kommen, umgarnt Sie ein Hauch von frisch geröstetem, duftendem Kaffee - natürlich in einer grünen Tasse. Entspannung pur, das Wellness-Wochenende benötigen Sie nicht mehr.

Sie haben jetzt innere Balance und können auf einem Bein stehen – will uns die subtile Werbung eines großen Kaffeerösters weismachen!

Wenn es nur so einfach wäre!

 

Wir alle streben nach ihr und nur wenige wissen sie zu entwickeln und sie in ihr berufliches wie privates Leben zu integrieren. Vielleicht weil leider ein bisschen mehr nötig ist als auf ein Genussmittel zurückzugreifen bzw. uns Scheinerholungen zu widmen, die unsere Seele trotzdem hungern lassen.

Wir denken viel über die Innere Balance nach, versuchen ihr mit mentalen Mitteln auf die Schliche zu kommen, sie zu umgarnen, mit ihr zu flirten und sie zu überreden. Und immer wenn sich ein Gefühl zu Wort melden will: „Hallo, ich wüsste schon, wie es geht“, reagieren wir mit: „Sei mal ruhig, wir denken gerade über die Innere Balance nach“.

Dort wo wir Innere Balance finden, ist ein Ort des Gleichgewichts und Ausgleichs. Es herrscht Gleichberechtigung auch für unsere ungeliebten Eigenschaften. Es herrscht eine lange gewachsene Liebe zur eigenen Lebensangst, herrscht die Erkenntnis, dass sich alles, was ich von mir fordere an meinen eigenen Maßstäben messen lassen muss und nicht an denen der anderen bzw. der Gesellschaft.

Dort wo wir Innere Balance finden, strahlen und lachen die Augen. Und eine tiefe Versöhnung mit den erfahrenen „Unwägbarkeiten“ des Lebens ist spürbar. Jeder kann fühlen, da hat der Stress einer großen Güte sich selbst und anderen gegenüber Platz gemacht.

Dieser Zustand der Inneren Balance lässt sich nicht durch ein Seminar oder durch ein Wochenende herstellen. Es kann ein guter Start sein, wenn er sich mit dem Wunsch paart, an diesem Thema dranzubleiben.

Viel Erfolg auf diesem Weg wünscht Ihnen

Ute-Reingard Schmidt

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