leben-gleichgewicht

Sind Sie in Balance?

Um gesund und glücklich zu leben, ist ein Leben im Gleichgewicht extrem wichtig. Der bewusste Umgang mit sich selbst und die Kärung der wichtigen Lebensrollen sind Grundvoraussetzungen dafür, dass wir die Work-Life-Balance halten oder wiederherstellen.

Bei einem guten Lebens-Gleichgewicht stehen unsere privaten und beruflichen Rollen (Vater, Mutter, Freund … Führungskraft, Verkäufer, Projektleiter …) in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

  • Wer auf Kosten seines Berufs nicht mitbekommt, wie die Kinder erwachsen werden,
  • wer zu viele private Rollen wahrnimmt und keine Energie mehr für seinen Job hat,
  • wer ständig das Gefühl hat, nicht genug für eine bestimmte Rolle zu tun,

der ist vermutlich nicht mehr im Gleichgewicht und wird auf Dauer Schaden davontragen. Der bewusste Umgang mit uns selbst und die Beschäftigung mit den unterschiedlichen Rollen, die wir täglich haben, ist Grundvoraussetzung dafür, dass wir im Gleichgewicht bleiben oder die Work-Life-Balance wiederherstellen.

 

Übung zu Leben im Gleichgewicht (Work-Life-Balance)

1) Was sind Ihre Haupt-Rollen?

Bitte notieren Sie, welche Rollen Sie wahrnehmen. Betrachten Sie das Schaubild und die Beispiele, um ALLE Ihre Rollen aufzuschreiben. Zum Beispiel: Vorgesetzter, Kollege, Elternteil, Ehepartner, Vorsitzender vom Kegelclub, Kassenwart, Elternbeirat, Tenniskollege, Schauspieler im Laientheater ...

 

Beschränken Sie die Anzahl Ihrer Rollen

Es empfiehlt sich, nicht mehr als sieben Rollen aktiv wahrzunehmen. Das kommt natürlich auch darauf an, wie viel Zeit die Rollen in Anspruch nehmen. Da Sie die sogenannten Zwangs-Rollen (z. B. Elternteil) nicht abgeben können, ist es unverzichtbar, über jene Rollen nachzudenken, die Sie hergeben oder auf die wir verzichten können (Kür-Rollen). Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Zu viele Rollen führen häufig dazu, dass Sie keine vollständig ausfüllen können und Sie extrem viel Energie benötigen.

 

3) Alle Bereiche einbeziehen: Und zwar TÄGLICH

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, an Ihr Gleichgewicht zu denken. Beachten Sie die vier Bereiche der Work-Life-Balance und zwar TÄGLICH. Machen Sie es sich zu Gewohnheit - auch wenn es immer wieder Phasen geben wird, in dem eine Rolle wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Aber in diesem Fall ist es Ihnen bewusst und Sie können in der Folge nach Ausgleich suchen, um das Gleichgewicht erneut herzustellen.

Wir West- und Mitteleuropäer neigen dazu, unsere Energien im Bereich "Arbeit/Leistung" zu konzentrieren. Aus diesem Grunde sollten Sie mehrfach wöchentlich Aktivitäten, die die übrigen drei Bereiche betreffen, einplanen und durchführen.

 

Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. (Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 - 1832)

 

Wer dauerhaft einen der drei anderen Bereiche vernachlässigt, riskiert ein Ungleichgewicht. Dieser Zustand kann zu Unzufriedenheit oder im schlimmsten Fall auch zu Krankheiten führen. Deswegen - Bringen Sie Ihre beruflichen und privaten Rollen ins Gleichgewicht, um auf Dauer gesund und glücklich zu leben. Sorgen Sie für Ihr Lebens-Gleichgewicht - ein Leben im Gleichgewicht.

 

Sammlung für das Leben im Gleichgewicht

work-life-balanceNotieren Sie zu den vier Bereichen Ihre Antworten auf die folgende Frage:

Was kann ich für den jeweiligen Bereich tun, um mehr ins Gleichgewicht zu kommen?

Ihre Ideen müssen nicht sofort umsetzbar sein. "Spinnen" Sie gerne ein wenig, zuweilen zeigen sich mit der Zeit vollständig neue Wege.

 

  1. Bereich Familie/Soziales: Ausflüge, Spieleabend, Straßenfest, mit Oma essen gehen ...
  2. Bereich Sinn/Kultur: Theater, Vernissagen, Ausstellungen, Museum, Literatur, Vorlesungen ...
  3. Bereich Körper/Gesundheit: Kochkurs, Joga-Kurs, Fitness, Tennismannschaft, Spazieren gehen ...
  4. Bereich Arbeit/Leistung: Selbstmanagement verbessern, VHS-Kurse besuchen, Aufgaben im Unternehmen übernehmen, Eltern-Beirat ...

Denken Sie bitte an die 72-Stunden-Regel und starten Sie noch heute mit dem ersten Schritt.

Die Regel besagt: Wenn Sie sich etwas vornehmen, müssen Sie innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt durchführen, da sonst die Chance nur 1 % beträgt, dass Sie das Vorhaben überhaupt ausführen.

 

Reflexionsfragen

  • Wie schaffen Sie es im Gleichgewicht zu bleiben?
  • Ist ein Leben im Gleichgewicht überhaupt möglich?

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Kommentare  

AndreasS
#1 AndreasS 2013-08-16 09:11
Hallo!

Ich hatte den Beitrag schon vor einiger Zeit gelesen und daraufhin meine Lebensrollen einmal aufgelistet. Da kam einiges zusammen, jedenfalls mehr als 7 Rollen (die man nach Meinung einiger Fachleute noch parallel beherrschen kann).

Aus dieser Liste wähle ich mir bewusst max. 4 Rollen, in denen ich dieses Jahr Veränderungen (Verbesserungen ) erreichen möchte und setze mir dazu Ziele (schriftlich! - auf kleine Kärtchen, die ich überall plaziere).

Das klappt jetzt schon seit drei Jahren ganz gut. Ich erreiche natürlich nicht alle Ziele, aber ich werde im Laufe des Jahres immer wieder daran erinnert und kann so auch Teilzielerreich ungen feiern.

Mir ist dabei aufgefallen, dass es sehr mühsam ist, diese Erkenntnisse alleine zu erlangen und mit viel Disziplin immer wieder neu umzusetzen.

Mein Tipp deshalb: Wer seine Rollen definieren und ggf. konzentrieren möchte, sollte sich einen Partner suchen, der dies evtl. auch versucht. Gemeinsam lässt sich leichter Denken und man hat immer jemanden der mal nachfragt "... wie weit bist Du?".

Ausprobieren! -Es lohnt sich.

Grüße Andreas
Zitieren | Dem Administrator melden
webok
#2 webok 2013-08-16 09:11
Der Eingangsbeitrag spiegelt genau meine Erfahrung wieder. Allerdings hat es eine Weile gedauert bis mir die Zusammenhänge klar waren
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