Humor und Anekdoten der Jahrhunderte

 

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Goethe sagte über Anekdoten: Eine Sammlung von Anekdoten und Maximen ist für den Weltmann der größte Schatz, wer die ersten an schicklichen Orten ins Gespräch einstreuen, der letzten im treffenden Falle sich zu erinnern weiß.

 anekdoten old apix

Die Romanschriftstellerin Hedwig Courthes-Mahler hatte 1905 ihre ersten Erfolge mit den sentimentalen Werken "Schein-Ehe" und "Ich lasse dich nicht".

Als Sie kurze Zeit später ihre erste Wohnung einrichtete, lud sie Freunde ein, um ihnen stolz ihr Heim zu zeigen.

Eine der Besucherinnen wunderte ich etwas und meinte: "Die Wohnungen und Einrichtungen, die Sie in Ihren Büchern schildern, sind immer so prächtig und teuer. Da kann ich gar nicht verstehen, dass Sie sich mit so bescheidenen Möbeln begnügen."

"Vergessen Sie nicht", antwortete Hedwig Courthes-Mahler, "dass Worte erheblich billiger sind als Möbel."

 



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Als der deutsche Komponist, Organist, Pianist und Dirigent Max Reger einmal in München ein Konzert dirigierte, waren auch Mitglieder des Bayerischen Königshauses anwesend.

Unmittelbar hinter dem Dirigentenpult saß eine Prinzessin, die wegen ihrer gepfefferten Ausdrucksweise als "Sorgenkind" galt.

Als die Mitglieder des Orchesters vor dem zweiten Teil des Konzerts ihre Instrumente stimmten, beugte sich die Prinzessin zum Dirigentenpult vor. Sie deutete zu den Fagottisten und fragte: "Sagen Sie bitte, Herr Professor, wie machen das die Leute? Bringen sie diese tiefen Töne mit dem Munde hervor?"

Reger wandte sich um und blinzelte die Prinzessin vergnügt an und sagte freundlich: "Das will ich stark hoffen, Königliche Hoheit".



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August Johann Wilhelm Neander (* 1789, † 1850) war ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für Kirchengeschichte. Er lebte in Berlin und gilt als einer der Urheber der Sage vom zerstreuten Professor. Von den zahlreichen Anekdoten, die über seine Zerstreutheit im Umlauf sind, gibt es auch eine über einen Friseurbesuch.

Es war mal wieder soweit und Professor Neander ließ sich bei seinem Friseur des Vertrauens die Haare schneiden. Gedankenverloren saß er auf dem Stuhl.

Als sein Friseur fertig war, warf Professor Neander einen flüchtigen Blick in den Spiegel und sagte: "Das ist zu kurz. Bitte schneiden Sie es etwas länger!"


Über Schiller gibt es nur wenige lustige Anekdoten. Meist sind es eher ernsthafte Begebenheiten. Nicht so diese.

Als Schiller Schüler der Karlsschule war, dichtete er bereits an seinem Werk "Die Räuber". Während dieser Zeit wollte er einen Klassenkameraden besuchen, der nicht zu Hause war. Schiller wartete im Zimmer seines Kameraden, wo er auf dem Schreibtisch ein angefangenes Gedicht liegen sah. Sein Freund dichtete ebenfalls gern, war aber nur bedingt talentiert.

Die ersten Verse lauteten:

Es dringt der Sonne Strahlenspitzen
Bis auf des Meeres tiefsten Grund.

Sein Freund kam nicht. Schiller konnte nicht widerstehen und schrieb vor dem Gehen darunter:

Die Fische fangen an zu schwitzen.
O Sonne, treib es nicht zu bunt.


Alexander Aljechin wurde im Jahre 1927 durch seinen Sieg über den Cubaner Capablanca Schachweltmeister.

Aljechin ging gerne spazieren und machte eines Tages Halt in einem Pariser Café. Er war zwar bereits Weltmeister, aber erst seit kurzem in Paris und nur wenigen Menschen bekannt. Kaum hatte er Platz genommen, trat ein älterer Herr an seinen Tisch und fragte, ob sie eine Partie Schach spielen sollten. Aljechin war ein leidenschaftlicher Schachspieler. Niemals könnte der Weltmeister nein sagen.

Der alte Herr holte ein Brett und baute die Figuren auf. Es wurde gewählt und die Partie konnte beginnen. Doch noch vor dem ersten Zug nahm Aljechin einen seiner Türme und stellte ihn beiseite.

"Nanu?", fragte der Herr. "Was machen Sie denn da?"
"Ich gebe Ihnen einen Turm vor", sagte der Weltmeister. 
"Aber ich bitte Sie", entrüstete sich der alte Herr.
"Wie können Sie mir einen Turm vorgeben wollen, wenn Sie gar nicht wissen, wie stark ich spiele."

Aljechin ließ dagegen seinen Turm stehen, wo er stand und meinte nur: "Wenn ich Ihnen keinen Turm vorgeben könnte, würde ich Sie kennen."


Zu den zahllosen Erfindungen von Thomas Alva Edison gehörte auch der Phonograph, der Vorläufer des Grammophons.

Als Edison eines Tages in Paris seine Erfindung einem Kreis Gelehrter vorführte, wurde er als Bauchredner und Schwindler ausgepfiffen. Unter den zahllosen Erfindungen Edisons wäre diese wohl schon längst vergessen worden, wenn man sich nicht noch heute schmunzelnd jener Pariser "Gelehrten" erinnerte. So ging es auch einem Reporter, der Edison interviewte.

"Sie waren es doch, Mr. Edison, der die erste Sprechmaschine gebaut hat", sagte der Journalist.

Der greise Erfinder schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, junger Mann, die erste Sprechmaschine ist lange vor meiner Zeit angefertigt worden. Gott baute sie, hm! … aus einer Rippe Adams. Er vergaß nur, eine Abstellvorrichtung anzubringen."


 anekdoten old apix

Das Burgtheater in Wien gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas. Nach der Comédie-Française ist es das zweitälteste europäische sowie das größte deutschsprachige Sprechtheater.

Im Oktober 1888 wurde das neue Haus am heutigen Universitätsring eröffnet. Seit dieser Zeit hängt am Eingang zu dem Damengarderoben ein Schild mit folgender Inschrift: "Das Betreten der Damengarderoben ist Herren strengstens verboten. Der Friseur gilt laut § 8 der Hausordnung nicht als Herr."


Der Dirigent Hans von Bülow setzte sich stark für den Komponisten Johannes Brahms ein. Eines Abends dirigierte er dessen Erste Symphonie: Danach peinliche Stille. Niemand klatschte.

Bülow wandte sich um und erklärte dem Publikum: "Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe diese Symphonie auch nicht beim ersten Mal verstanden, ich musste sie zweimal spielen, um sie zu genießen. Und nun erlauben Sie mir, dass ich sie auch Ihnen noch einmal vorspiele."

Damit erhob von Bülow den Taktstock und dirigierte die gesamte Symphonie von Brahms noch einmal. Danach tosender Beifall.

Ein zynischer Zuhörer meinte jedoch: "Die Leute applaudieren nur, damit er sie ihnen am Ende nicht noch ein drittes Mal vorspielt."


Mark Twain wurde einst von einem bekannten Pianisten gefragt, welches Instrument er bevorzuge. Der amerikanische Schriftsteller gestand umgehend seine besondere Liebe zum Klavier.

"Kein Instrument achte ich so hoch", erklärte Twain, "denn ein Klavier hat mir einmal das Leben gerettet. Als ich noch ein kleiner Junge war, gab es in meiner Vaterstadt eine furchtbare Überschwemmung. Das Wasser erreichte unsere im ersten Stock gelegene Wohnung, so dass meinem Vater nichts übrigblieb, als sich auf eine Kommode zu setzen und auf ihr den Fluss hinunterzutreiben, bis er gerettet wurde."

"Aber, was hat das mit dem Klavier zu tun?", fragte der Pianist.
"Nun, ich habe ihn auf dem Klavier begleitet", antwortet Mark Twain.


Der Dichter Joachim Ringelnatz trat damals in Cabarets auf. Als Matrose verkleidet präsentierte er seine "Turngedichte", seinen Weltreisenden "Kuddel Daddeldu" und andere Grotesken, womit er viel Erfolg hatte.

Als Kollege war er beliebt, weil er nicht kleinlich war. Er lief jedoch stets ungepflegt herum, dass keiner sich mit ihm in einem besseren Restaurant sehen lassen konnte.

Besonders seine Hemden waren von einer unbeschreiblichen Farbe. Selbst wenn er das Hemd einmal gewechselt hatte, sah das neue aus wie die alten.

Sein äußerst elegant gekleideter Kollege Harry Lambertz-Paulsen fragte ihn deshalb einmal: "Sag mal, Natz, wer trägt eigentlich deine Hemden, wenn sie gewaschen sind?"


1898 beschloss die Berliner Nationalgalerie, die vom deutschen Bildhauer Louis Tuaillon geschaffene "Amazone zu Pferd" anzukaufen. Die imposante Bronzeplastik zeigt eine junge Amazone mit einer Streitaxt reitend auf einem Pferd. Doch damit die Plastik aufgestellt werden durfte, musste Kaiser Wilhelm II. noch seine Einwilligung geben.

Er war zwar einverstanden das Meisterwerk aufzustellen, bemängelte aber den ungewöhnlich hohen Preis, den Tuaillon forderte. Der Direktor der Nationalgalerie erklärte dem Kaiser, dass sich der Künstler, um zu einer vollendeten Darstellung zu gelangen, ein Jahr lang ein teures Reitpferd habe halten müssen. 

Der Kaiser lachte und meinte dann: "Unser Glück, dass er sich nicht auch noch 'ne Amazone halten musste."


Geheimrat Virchow war einer der großen Mediziner in Berlin der 20er-Jahre. Er legte Wert darauf von zahlungsfähigen Patienten angemessen honoriert zu werden. Als er eines Tages zu einer Behandlung gerufen wurde, konnte er bei seinem Eintreffen nur noch den Tod des Kranken feststellen.

"Ich bedaure sehr, dass ich Sie umsonst bemüht habe", sagte die Witwe zu dem berühmten Arzt.

Geheimrat Virchow strich sich nachdenklich den Bart. "Umsonst ja nun nicht, gnädige Frau, sondern nur vergeblich."


Der deutsche Philosoph und Kant-Forscher Hans Vaihinger, dessen Philosophie des Als-Ob eine ganze Epoche beherrschte, war in seiner Jugend ein leidenschaftlicher Wanderer. Als er 1877 Privatdozent an der Universität Straßburg geworden war, machte er mit seiner jungen Frau eine Wanderung. Niemand konnte so schön wandern wie Professor Vaihinger. Er wanderte nämlich wissenschaftlich, das heißt genau nach dem Wanderführer Baedeker, den er auswendig kannte.


Der österreichischer Schriftsteller Hermann Bahr, dessen Komödie "Das Konzert" auch heute noch viel gespielt und verfilmt wird, war 1906 von Max Reinhardt als Regisseur am Deutschen Theater Berlin engagiert worden.

Hermann Bahr führte sich ein mit dem Stück "Der Gott der Rache" von Schalom Asch. Das Stück fiel beim Publikum und der Presse durch. Zwar konnte er nichts dafür, aber trotzdem ärgerte es ihn, dass die Kritiker so über ihn hergefallen waren. Besonders verärgert war er über die Kritik von Alfred Kerr, der dem Regisseur beinahe mehr Schuld als dem Autor gab.

In dieser Stimmung schrieb Hermann Bahr dem großen Kritiker des Berliner Tageblattes (mit dem ihn später eine gute Freundschaft verband) jenen berühmten Brief, in dem es heißt: "Ich sitze hier auf einem verschwiegenen Ort, auf den mich niemand begleiten kann. Noch habe ich Ihre Kritik vor mir, bald werde ich sie hinter mir haben."


Ein junger Mann, der sich zum Dichter berufen fühlte, sandte dem deutschen Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor Rudolf Presber eine große Anzahl Gedichte zu. Er schrieb Presber, dass er einen Verlag suche und die Gedichte unter dem Titel "Die Lichtung" herausbringen wolle.

Rudolf Presber las einige Gedichte und antwortete: "Nennen Sie das Buch nicht 'Die Lichtung', sondern 'Die Schneise', aber vergessen Sie das 'n' nicht."


Im Jahr 1927 gab der weltberühmte Geiger Yehudi Menuhin in Berlin ein Gastspiel. Zur gleichen Zeit gastierte der Zirkus Sarrasani mal wieder in der Stadt. Zu den Attraktionen gehörte der Seiltänzer Herera, dessen Vorführungen am Turmseil ohne Netz die Zuschauer mit atemloser Spannung verfolgten.

Zuerst spazierte er auf dem Seil hin und her. Mit Stange. Dann ohne Stange.

Er ließ sich die Augen verbinden und lief auf dem Seil hin und her. Mit Stange. Dann ohne Stange.

Nun reichte man ihm ein Fahrrad hinauf, mit dem er das Seil abfuhr. Mit Stange. Dann ohne Stange.

Dann kam der Höhepunkt. Herera fuhr mit verbundenen Augen auf dem Rad und spielte dazu auf einer Geige das Ave Maria von Bach/Gounod. Da flüsterte ein Zuschauer seiner Frau zu: "Also, ein Menuhin ist er nicht."


Der Inhaber eines großen Unternehmens der Stahlindustrie hatte einen Sohn. Als dieser mit der Schule fast fertig war, überlegte der Vater, was er seinen Sohn werden lassen könne. Um dies herauszubekommen, hatte er sich eine eigenartige Methode ausgedacht.

Er gab ihm eine Bibel, einen Bankscheck und eine Birne und bat ihn, für eine halbe Stunde in einem leeren Zimmer zu verweilen. Wenn ich das Zimmer wieder betrete, dachte der Vater, dann weiß ich, was ich meinen Sohn werden lasse. Liest er in der Bibel, dann wird er Pastor. Isst er die Birne, soll er Landwirt werden. Betrachtet er den Scheck, lasse ich ihn das Bankfach einschlagen.

Nach einer halben Stunde betrat der Vater das Zimmer. Sein Sohn saß auf der Bibel, hatte den Scheck in die Hosentasche gesteckt und aß die Birne. Da machte der Vater einen Politiker aus ihm.


Der Berliner ist aufgeweckt, denkt und kombiniert schnell, ist witzig und mitunter ein wenig frech. Auf jeden Fall hat er ein gutes Herz. Es gibt tausende Anekdoten, die so typisch sind, dass sie nur in Berlin stattgefunden haben können, doch keine ist so berlinerisch wie der Vorfall zwischen einem Radfahrer und einem Fußgänger.

Der Radfahrer fuhr korrekt seines Weges, während ein Fußgänger ganz ohne Zweifel falsch über den Damm ging. Am Zusammenstoß, der den Radfahrer zu Fall brachte, war nur der Fußgänger schuld. Der Radfahrer hob sein Rad auf, sah, dass nichts weiter passiert war, stieg wieder auf, trat in das Pedal und rief im Weiterfahren dem Fußgänger, der sich gerade wegen seines Fehlers entschuldigen wollte, zu: "Hau dir selber in die Fresse, ick hab' keine Zeit." Und fuhr davon.


Der Bore-Dampfer war die erste Fähre auf der Route zwischen Finnland und Schweden. Eines Tages ist die Bore im Begriff abzulegen. Neben Finnen und Schweden befindet sich diesmal auch eine amerikanische Reisegesellschaft an Bord. Sie verfolgen aufmerksam das Auslaufen des Schiffes. Die Zollbeamten haben bereits die Absperrung freigegeben und nur noch eine Laufplanke verbindet das Schiff mit der Mole. Da bemerken die Amerikaner in der Ferne einen Radfahrer, der mit äußerster Anstrengung die Pedale tritt, um die Bore noch zu erreichen. Doch seine Aussichten sind gering, denn die Matrosen bereiten bereits das Loswerfen der Stahltrossen vor. Zwei Mann stehen schon griffbereit, um die letzte Laufplanke einzuziehen.

Die Amerikaner werden aufgeregt. Die Kaugummis rollen von einer Seite zur anderen, Fotokameras werden gezückt und Wetten abgeschlossen. Wird der Radfahrer es schaffen?

"Niemals!" ruft der eine. "Ein echter Kämpfer", brummt der andere, "er weiß nicht, dass er schon geschlagen ist!"

"Doch, doch der schafft es", ruft der dritte. "Schon geschlagen!" "Schneller, schneller!" "Wahnsinns Endspurt …" In letzter Sekunde, als die Stahltrossen bereits ins Wasser klatschten, und die Schiffsglocke zum letzten Mal läutet, kommt der Radfahrer in rasender Fahrt heran, er springt ab, läuft den Steg hinauf, der sofort eingezogen wird, springt auf die Brücke und dreht den Hebel des Maschinentelegrafen und ruft "abfahren". Es war der Kapitän der Bore.


1880 besuchte Johannes Brahms einen Ball. Damals war es üblich, dass die Damen große Fächer trugen. Diese waren faltbar und teilweise aus kostbarem Material angefertigt. Manche Fächer besaßen großen Wert.

War eine Dame einem Herrn besonders geneigt, so forderte sie ihn auf, ihr irgendetwas auf eines der Fächerblätter zu schreiben. Dadurch gewann der Fächer an Wert, besonders wenn es gelang, eine berühmte Persönlichkeit zu bewegen, sich auf einem Fächerblatt zu verewigen.

Auf jenem Ball bat die hübsche Gräfin von Schönau den Meister der Töne, ihr etwas Nettes auf ein Fächerblatt zu schreiben. Brahms ergriff einen Stift und zeichnete die ersten Takte des damals wie heute schönsten Walzers der Welt "An der schönen blauen Donau" auf das Fächerblatt und schrieb dann darunter: "Leider nicht von mir. Johannes Brahms."

Diese Anekdote gehört zu den schönsten Beweisen für menschliche Größe.


Viele Verrückte und solche, die dafür gehalten werden, haben hin und wieder lichte Momente. Sie können dann sogar logisch sein und damit die angeblich Normalen überraschen und zum Nachdenken bringen.

In einer Psychiatrischen Klinik hatte eine Dame den Chefarzt gebeten, sie mit einem intelligenten Verrückten bekannt zu machen. Sie wolle sich von ihm drei Zahlen aufschreiben lassen, weil sie davon überzeugt sei, damit in der Lotterie zu gewinnen.

Der Chefarzt tat ihr den Gefallen und führte sie zu einem Mann, der den ganzen Tag am Tisch saß und rechnete. Die Dame trug ihre Bitte vor. Der Verrückte nahm ein winziges Stück Papier, kritzelte drei Zahlen darauf, steckte es in den Mund, schluckte es hinunter. Mit weit geöffneten Augen sagte er dann zu der verdutzt schauenden Dame: "Wenn Sie mich morgen um die gleiche Zeit besuchen, werden Ihre drei Nummern herausgekommen sein."


Johannes Lukas Schönlein war Professor für Pathologie in Würzburg. In seinen Vorlesungen betonte er immer wieder, dass ein guter Arzt sich vor nichts ekeln dürfe. Außerdem sei er stets zu genauester Beobachtung verpflichtet.

"Sehen Sie, meine Herren, früher haben die Ärzte den Zuckergehalt des Urins mit der Zunge erprobt. Machen wir es heute auch so." Und er tauchte den Zeigefinger der rechten Hand in ein bereitstehendes Glas voll Urin und leckte anschließend den Finger ab. Die Studenten traten der Reihe nach widerwillig an das Gefäß heran, tauchten aber ebenfalls den Zeigefinger in den Urin und leckten den Finger ab.

Als alle fertig waren, sagte Professor Schönlein: "Ausgezeichnet, meine Herren. Sie haben den Ekel, wie ich bemerke, überwunden. Aber mit der Beobachtung hapert es bei allen doch noch erheblich. Sonst hätten Sie bemerken müssen, dass ich zwar den Zeigefinger in den Urin steckte, aber den Mittelfinger ableckte."


In den Zeiten des Stummfilms war Henny Porten ein Star des deutschen Films. Einmal spielte sie in einer Tragödie, in der ein Mädchen sich aus Liebeskummer das Leben nahm.

Während sie auf einem Seesteg langsam am Geländer entlang schlich, immer weiter der tobenden See entgegen, untermalten Klavier und Geige mit herzzerreißenden Melodien die Szene - wie es damals üblich war. Der Geiger spielte allerdings so schrecklich, dass den Zuschauern die Ohren schmerzten.

Gerade in dem Augenblick, als sich Henny Porten vom Steg den Wellen in die Arme warf, rief jemand aus dem Publikum: "Henny, nimm den Geiger mit!"


Die englische Schriftstellerin Agatha Christie gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte. Über die Tatsache, dass sie mit einem Archäologen verheiratet ist, sagte sie zu einem befreundeten Journalisten:

"Es ist eine feine Sache für eine Frau, einen Archäologen zum Ehemann zu haben. Da kann man wenigstens hoffen, dass man, je älter man wird, umso interessanter für ihn wird."


Ein Bauer war auf dem Weg zum Amt, um seine Steuer zu bezahlen. Weil es noch früh war, war noch niemand von den Steuerbeamten da. Als der Bauer mit starken Schritten vor dem Amtszimmer hin und her ging, kam ein Mitarbeiter heraus und sagte: "Guter Mann, Ihr habt noch lange Zeit, die Herren werden so bald nicht kommen. Setzt Euch derweil!"

Der Bauer bemerkte, dass man ihn veralbern wollte, weil weder Stuhl noch Bank da waren. Er antwortete: "Hm. Hier erinnert es mich an zu Hause in meiner Scheune. Da sind auch keine Stühle und Bänke, aber desto mehr Flegel!"

Christoph Friedrich Nicolai, deutscher Schriftsteller, * 1733, † 1811

Anmerkung: Ein Flegel ist ein Gerät zum Trennen (Dreschen) der Getreidekörner vom Stroh. Es werden aber auch ungehobelte, respektlose (meist männliche) Menschen mit schlechten Manieren und grobem Benehmen so genannt.


Vom "Alten Fritz" wird erzählt, dass er häufig den Reitergeneral Ziethen ärgerte, wobei Friedrich der Große nicht immer gut dabei wegkam. Ziethen war kein Höfling, der vor allen Majestäten den Rücken krumm machte. Einmal, als Ziethen zur Tafel beim König war, befahl dieser, man solle Ziethen keinen Löffel zur Suppe hinlegen. Als die Suppe aufgetragen wurde, sagte er zu Ziethen: "Nun lange zu, aber ein Hundsfott, wer heute nicht seine Suppe aufisst."

Aber Ziethen war nicht in Verlegenheit zu bringen. Er schnitt sich einen Löffel aus einer Kante Brot, die er aushöhlte, und aß damit die Suppe. Als er fertig war, sah er sich lächelnd bei Tische um und sagte: "Mit der Suppe wären wir fertig, aber nun, meine Herren, ein Hundsfott, wer nicht seinen Löffel aufisst" - und damit aß er ruhig seinen Ersatzlöffel auf.

Der Begriff Hundsfott ist ein altes Schimpfwort, das heute vor allem zur Bezeichnung von Feigheit, Gemeinheit oder Niedertracht verwendet wird.


Ein Schwätzer wünschte von Sokrates die Kunst der Rede zu lernen. Der Philosoph verlangte von ihm doppelt so viel Honorar wie von anderen.

"Was ist der Grund dafür?", fragte der Schwätzer.

Sokrates antwortete: "Weil ich dir sowohl das Sprechen als auch das Schweigen beibringen muss!"


Der deutsche Philosoph Matthias Claudius wurde nach dem Unterschied gefragt, der zwischen seinem Stil und dem Friedrich Gottlieb Klopstocks bestehe.

Er antwortete: "Klopstock sagt: Du, der du weniger bist als ich und dennoch mir gleich, nahe dich mir und befreie mich, dich beugend zum Grunde unserer Allmutter Erde, von der Last des staubbedeckten Kalbfelles."

Ich sage: "Johann, zieh mir die Stiefel aus."


In Leutstetten im Würmtal betrieb Prinz Ludwig, der spätere König Ludwig III., Viehzucht und lebte recht einfach. Gelegentlich wurde ein Künstler zum Abendessen gebeten und der Diener holte das Bier in der nahen Schloßwirtschaft. Ein Maler war sogar schon zum dritten Mal während des Sommers eingeladen worden. Dieser Maler hatte den Mut gewonnen, dem Verwalter eine vertrauliche Frage zu stellen.

Er fragte: "Ist der Küchenzettel so eintönig oder ist es ein Zufall, dass man nun bereits zum dritten Mal Hackbraten mit Kartoffelsalat serviert?" Der Maler ließ deutlich durchblicken, dass er von der Tafel eines Prinzen feinere Genüsse erwartet hätte.

Der Verwalter antwortete: "Deswegen werden Sie ja immer am Donnerstag eingeladen, weil es da Hackbraten gibt!"


Der britische Naturforscher Charles Darwin soll zu Lebzeiten eine Liste erarbeitet haben, auf der er die Pros und Contras zum Heiraten notiert hat. Er machte dazu zwei Spalten in denen er die Gründe notierte.

Unter der Überschrift "Heiraten" stand:

  • ständige Gesellschaft
  • ein Freund im Alter
  • auf jeden Fall besser als ein Hund

Unter "nicht heiraten" stand unter anderem:

  • weniger Geld für Bücher
  • schreckliche Zeitvergeudung

Charles Darwin heiratete 1839 seine Cousine Emma Wedgwood.


In einem Gespräch in Berlin soll Einstein zum späteren Papst Pius XII. gesagt haben: "Ich achte die Religion, aber ich glaube an die Mathematik. Bei Ihnen, Eminenz, wird es umgekehrt sein."

Papst Pius XII.: "Sie irren. Mathematik und Religion sind für mich nur verschiedene Ausdrucksformen derselben göttlichen Exaktheit."

Einstein: "Aber wenn die mathematische Forschung nun eines Tages ergäbe, dass gewisse Erkenntnisse der Wissenschaft denen der Religion widersprechen?"

Papst Pius XII.: "Ich schätze die Mathematik so hoch, dass Sie, Herr Professor, in solchem Fall nie aufhören sollten, nach dem Rechenfehler zu suchen."


1787 fanden in Philadelphia die Verhandlungen zur amerikanischen Verfassung statt. Es wurde unter anderem der Antrag gestellt, die Heeresstärke für alle Zeit auf fünftausend Mann zu begrenzen.

George Washington kommentierte die Idee: "Vortrefflich, nur sollten wir noch einen Zusatz machen. Wir legen auch fest, dass eine feindliche Armee, die uns angreift, nie mehr als dreitausend Mann zählen darf."

Der Antrag wurde übrigens nicht übernommen.


Eines Tages wollte ein Fremder den französischen Dichter und Philosoph Voltaire sprechen. Er rief seinem Diener zu: "Von so vielen nach Paris kommenden Fremden als Schaustück betrachtet zu werden, sage, ich sei nicht zu Hause."
Dieser gehorchte. Aber der Fremde antwortete: "Ich hörte ja soeben Euren Herrn sprechen!"
Der Diener berichtete dies Voltaire, der sagte: "Nun, so sage, ich sei krank."
"Gut", sagte der Fremde zum Diener, "ich bin Arzt und will ihm den Puls fühlen."
Wieder meldete dies der Diener. "Zum Henker, sage, ich sei gestorben!", schrie Voltaire.
Der Besucher sagte kalt: "Wohl, so will ich ihn zu Grabe begleiten; er ist nicht der erste."
"Seht doch den Starrkopf!", rief Voltaire, "er mag eintreten!"
Der Fremde trat ein und Voltaire sagte voll Verdruss: "Sie halten mich wohl für ein fremdes Tier? Aber es kostet 12 Sous, mich zu sehen."
"Hier sind 24", sagte der Fremde, "denn ich komme morgen noch einmal."


Eines Abends wurde der deutsche Dichter, Schriftsteller und Journalist Heinrich Heine gefragt, womit er sich an diesem Vormittag beschäftigt hätte. Heinrich Heine sagte: "Ich las ein Gedicht, das ich gestern geschrieben habe, und setzte an einer Stelle ein Komma ein."

Darauf fragte der Mann: "Und was haben Sie nach dem Mittag gemacht?"

Heine sagte prompt: "Ich las das Gedicht noch einmal und strich dieses Komma, weil es überflüssig war."


Nachdem der deutsche Komponist, Pianist und Dirigent Maximilian Reger den Klavierpart in Franz Schuberts Forellenquintett gespielt hatte, bekam er von einer begeisterten Zuhörerin fünf Forellen geschenkt. Reger bedankte sich höflich und sagte: "Gnädige Frau, darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass ich in vierzehn Tagen das Ochsenmenuett von Haydn spiele?"


Der italienische Komponist Gioacchino Rossini musste oft laienhafte musikalische Darbietungen über sich ergehen lassen. Eines Tages war er zu einem Festessen in einem Pariser Salon eingeladen. An seinem Tisch saß diesmal eine Dame, von der jeder wusste, dass sie nicht besonders gut sang. Trotzdem wurde sie gebeten, etwas vorzutragen.

Erst zierte sich die Dame. Kündigte dann aber eine Arie von Rossini an. Dabei flüsterte sie dem Komponisten zu: "Ich habe ja solche Angst!" Rossini erwiderte trocken: "Und ich erst!"


Der amerikanische Arzt Dr. James H. Salisbury stellte Ende des 18. Jahrhunderts ein Mittel gegen Asthma vor. Der Kranke solle täglich drei durchgekochte Rindfleischpasteten mit viel heißem Wasser essen. Der Erfolg gegen Asthma stellte sich leider nie bei den Probanden ein.

Dennoch war das Mittel kein völliger Fehlschlag. Bis heute wird es gern als Salisbury-Steak gegessen. Das kohlenhydratarme Steak wird in der Regel mit Kartoffelpüree und Maiskörnern serviert. Na dann, guten Appetit!


Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac wurde eines Nachts durch einen Einbrecher geweckt, der sich bemühte, seinen Schreibtisch zu öffnen und lachte laut auf.

Der verdatterte Einbrecher fragte: "Warum lachen Sie?" Balzac antwortete: "Weil Sie bei Nacht, mit falschem Schlüssel und unter Gefahr Geld dort suchen, wo ich bei Tag mit dem richtigen Schlüssel und ganz gefahrlos keines finde!"


Als eine junge Leserin Rudyard Kipling besuchen durfte, brach sie in Tränen aus. Kipling fühlte sich geschmeichelt. Er fragte sie nach dem Grund ihrer Rührung. Da antwortete die Verehrerin: "Und Sie habe ich mir immer so groß und schön vorgestellt."


Nach der Uraufführung eines Stückes von Gerhart Hauptmann applaudierte das Publikum stehend. Hauptmann blieb im Dunkeln sitzen. Da flüsterte ihm der Logenschließer zu: "Ich denke genau wie Sie, mein Herr - aber bitte, stehen Sie auf und reizen Sie die Leute nicht."


Der US-Präsident Abraham Lincoln stammte aus sehr einfachen Verhältnissen. Als er noch die Volksschule Hodgenville besuchte, wollte der Lehrer eines Morgens die Reinlichkeit der Schüler prüfen und ließ sich die Hände vorzeigen. Lincoln wischte rasch die rechte Hand an der Hose ab und zeigte sie zaghaft vor. Der Lehrer war empört: "Du bist ein Schmutzfink und hast zehn Stockschläge auf die Finger verdient. Doch ich will dir die Strafe erlassen, wenn du mir eine Hand hier in der Klasse zeigen kannst, die noch schmutziger ist als diese!"

Lincoln streckte die linke Hand aus, die noch schmutziger war, und der lachende Lehrer erließ ihm die Strafe.


Platon sah, wie Diogenes von Sinope seinen Kohl an einem Brunnen spülte, trat an ihn heran und flüsterte: "Hättest du den Tyrannen Dionysios ein bisschen hofiert, dann bräuchtest du jetzt keinen Kohl zu waschen."

Diogenes antwortete ebenso leise: "Und wenn du es über dich gebracht hättest, Kohl zu spülen, hättest du keinen Dionysios hofieren müssen."


Nachdem Oscar Wilde ein Stipendium gewonnen hatte, konnte er in Oxford studieren. Dort bewarb er sich für einen Studentenclub und musste als Aufnahmeprüfung eine Passage aus der Passionsgeschichte aus dem Griechischen übersetzen. Problemlos übersetzte Wilde und überzeugte die Prüfer sofort. Obwohl diese zufrieden bedeuteten, dass es genug sei, erklärte Wilde, dass er noch das Ende wissen wollte, und übersetzte weiter.


George Bernard Shaw schrieb dem britischen Staatsmann Sir Winston Churchill, der gerade von seinem Amt zurücktreten musste: "Sehr geehrter Herr Prime Minister, am nächsten Samstag wird mein neues Stück uraufgeführt. Dazu möchte ich Sie herzlich einladen. Beiliegend zwei Karten. Eine für Sie, die andere für einen Freund - falls Sie einen haben."

Winston Churchill antwortete: "Sehr geehrter Mr. Shaw, haben Sie Dank für Ihre Einladung. Ich würde allerdings lieber zur Zweitaufführung kommen - falls Sie eine erleben."


Der österreichische Schriftsteller Alfred Polgar war wohl der bekannteste Autor der Wiener Moderne. Von ihm wird folgendes berichtet.

Eines Tages bekam Herr Polgar ein geliehenes Buch mit etlichen Fettflecken zurück. Er war darüber so verärgert, dass er dem Schmutzfinken ein Päckchen zusandte.

Der Inhalt war eine Ölsardine nebst der Anmerkung von Polgar: "Ich bestätige den Empfang des Buches und erlaube mir, Ihnen Ihr wertes Lesezeichen zurückzusenden."


Dem Regisseur Woody Allen wird folgender Ausspruch zugesagt: "Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich will nur nicht dabei sein, wenn es passiert."


Der englische Schriftsteller und Journalist Gilbert Keith Chesterton war eine imposante Persönlichkeit von stattlicher Größe. Er maß 1,93 m und sein Gewicht betrug mehr als 134 kg.

Sein guter Freund, der irische Dramatiker und Schriftsteller George Bernard Shaw, war hingegen eher klein und schmächtig. So werden zahlreiche Anekdoten von den beiden erzählt, die auf ihre unterschiedliche Körperfülle abzielen.

Chesterton soll zum Beispiel zu Shaw gesagt haben: "Wenn man dich sieht, glaubt jeder, dass in England eine Hungersnot herrscht."

Worauf Shaw antwortete: "Und wenn man dich sieht, glaubt jeder, dass du sie verursacht hast."


Der irische Schriftsteller George Bernard Shaw wurde von Lady Longfellow zu einem Fest eingeladen.

In einem Telegramm schrieb er ihr: "Bin leider verhindert. Die Lüge, weshalb, folgt brieflich, da billiger."


Der dänische Märchenschreiber Hans-Christian Andersen zog sich nicht immer besonders vorteilhaft an.

Einmal fragte ihn ein Mann etwas bissig: "Dieses jämmerliche Ding auf ihrem Kopf nennen Sie Hut?"

Hans-Christian Andersen antwortete ihm: "Und dieses jämmerliche Ding unter ihrem Hut nennen Sie Kopf?"


Der große französische Philosoph Voltaire musste bei seinem Aufenthalt 1727 in England feststellen, dass die Stimmung extrem gegen die Franzosen war. Im Hyde Park wurde er von einer Menschenmenge bedroht. Die Aufgebrachten brüllten: "Hängt den Kerl! Er ist Franzose!"

Darauf rief Voltaire der wütenden Menge zu: "Engländer! Weil ich Franzose bin, wollt ihr mich umbringen? Bin ich denn, weiß Gott, nicht gestraft genug, kein Engländer zu sein?"

Die Menge brach in Beifallsstürme aus und geleitete ihn feierlich nach Hause.


Mark Twain wurde zu einer Gesellschaft beim Gouverneur geladen. Ihm wurde die Ehre zu Teil, die Gattin des Gastgebers zum Tisch zu führen.

Höflich wie er war, sagte Twain: "Wie phantastisch Sie aussehen, Madame!"

Die hochnäsige Dame entgegnete schnippisch: "Schade, dass ich nicht dasselbe von Ihnen behaupten kann, Herr Twain."

Worauf dieser entgegnete: "Machen Sie es wie ich, werte Dame, lügen Sie einfach."


1901 kandidierte Theodore Roosevelt für die Republikaner. Bei einer Wahlveranstaltung wurde er von einem Zwischenrufer unterbrochen: "Ich bin ein Demokrat. Mich überzeugen Sie nicht."

Roosevelt fragte den Rufer, warum er Demokrat sei. Dieser antwortete: "Schon mein Großvater war es und auch mein Vater war Demokrat."


Liszt war in einem sehr vornehmen Hause zum Tee geladen. Der Zucker wurde herumgereicht. Der alte Herr kam mit der neumodischen Zuckerzange nicht zurecht und nahm sich ein Stück mit den Fingern aus der Dose. Die Gastgeberin gab dem Diener einen Wink, eine neue Zuckerdose zu bringen. Liszt übersah diese Taktlosigkeit und unterhielt sich angeregt weiter. Als er aber seinen Tee ausgetrunken hatte, nahm er die kostbare Tasse und warf sie wortlos aus dem Fenster hinaus.


 
 

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