Der österreichischer Schriftsteller Hermann Bahr, dessen Komödie "Das Konzert" auch heute noch viel gespielt und verfilmt wird, war 1906 von Max Reinhardt als Regisseur am Deutschen Theater Berlin engagiert worden.

Hermann Bahr führte sich ein mit dem Stück "Der Gott der Rache" von Schalom Asch. Das Stück fiel beim Publikum und der Presse durch. Zwar konnte er nichts dafür, aber trotzdem ärgerte es ihn, dass die Kritiker so über ihn hergefallen waren. Besonders verärgert war er über die Kritik von Alfred Kerr, der dem Regisseur beinahe mehr Schuld als dem Autor gab.

In dieser Stimmung schrieb Hermann Bahr dem großen Kritiker des Berliner Tageblattes (mit dem ihn später eine gute Freundschaft verband) jenen berühmten Brief, in dem es heißt: "Ich sitze hier auf einem verschwiegenen Ort, auf den mich niemand begleiten kann. Noch habe ich Ihre Kritik vor mir, bald werde ich sie hinter mir haben."

Teilen macht Freude:

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Auch interessant