Der Bore-Dampfer war die erste Fähre auf der Route zwischen Finnland und Schweden. Eines Tages ist die Bore im Begriff abzulegen. Neben Finnen und Schweden befindet sich diesmal auch eine amerikanische Reisegesellschaft an Bord. Sie verfolgen aufmerksam das Auslaufen des Schiffes. Die Zollbeamten haben bereits die Absperrung freigegeben und nur noch eine Laufplanke verbindet das Schiff mit der Mole. Da bemerken die Amerikaner in der Ferne einen Radfahrer, der mit äußerster Anstrengung die Pedale tritt, um die Bore noch zu erreichen. Doch seine Aussichten sind gering, denn die Matrosen bereiten bereits das Loswerfen der Stahltrossen vor. Zwei Mann stehen schon griffbereit, um die letzte Laufplanke einzuziehen.

Die Amerikaner werden aufgeregt. Die Kaugummis rollen von einer Seite zur anderen, Fotokameras werden gezückt und Wetten abgeschlossen. Wird der Radfahrer es schaffen?

"Niemals!" ruft der eine. "Ein echter Kämpfer", brummt der andere, "er weiß nicht, dass er schon geschlagen ist!"

"Doch, doch der schafft es", ruft der dritte. "Schon geschlagen!" "Schneller, schneller!" "Wahnsinns Endspurt …" In letzter Sekunde, als die Stahltrossen bereits ins Wasser klatschten, und die Schiffsglocke zum letzten Mal läutet, kommt der Radfahrer in rasender Fahrt heran, er springt ab, läuft den Steg hinauf, der sofort eingezogen wird, springt auf die Brücke und dreht den Hebel des Maschinentelegrafen und ruft "abfahren". Es war der Kapitän der Bore.

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