Vom "Alten Fritz" wird erzählt, dass er häufig den Reitergeneral Ziethen ärgerte, wobei Friedrich der Große nicht immer gut dabei wegkam. Ziethen war kein Höfling, der vor allen Majestäten den Rücken krumm machte. Einmal, als Ziethen zur Tafel beim König war, befahl dieser, man solle Ziethen keinen Löffel zur Suppe hinlegen. Als die Suppe aufgetragen wurde, sagte er zu Ziethen: "Nun lange zu, aber ein Hundsfott, wer heute nicht seine Suppe aufisst."

Aber Ziethen war nicht in Verlegenheit zu bringen. Er schnitt sich einen Löffel aus einer Kante Brot, die er aushöhlte, und aß damit die Suppe. Als er fertig war, sah er sich lächelnd bei Tische um und sagte: "Mit der Suppe wären wir fertig, aber nun, meine Herren, ein Hundsfott, wer nicht seinen Löffel aufisst" - und damit aß er ruhig seinen Ersatzlöffel auf.

Der Begriff Hundsfott ist ein altes Schimpfwort, das heute vor allem zur Bezeichnung von Feigheit, Gemeinheit oder Niedertracht verwendet wird.

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