Nutzen Sie Ihre Eingebungen, das Bauchgefühl ...Ja, es gibt sie, die Intuition. Wir können sie einsetzen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Vorab die Schilderung eines Experiments zur Einstimmung:

Unter Leitung des Neurologen Anonio Damasio erfolgte ein berühmtes Experiment, auch als Iowa Card Test bekannt: Damasio schloss Versuchspersonen an einen Lügendetektor an. Ihnen wurden zwei Kartenstapel vorgelegt. Im ersten Stapel fanden sich hin und wieder kleinere Gewinne, ab und zu ein geringer Verlust. Der zweite Stapel enthielt größere Treffer, aber ebenfalls große Einbußen. Dieser Stapel führte in den Ruin. Die Probanden durften frei zwischen beiden Stapeln wählen.

 
 

Nach ungefähr 10 Durchgängen fingen die Teilnehmer an, den zweiten Stapel zu meiden. Der Lügendetektor zeichnete leichten Angstschweiß auf, erhöhtes Herzklopfen trat auf, wenn sie sich dem zweiten Stapel mit der Hand näherten. Die Versuchspersonen merkten dies aber nicht und waren auf Nachfrage nicht in der Lage zu erklären, warum sie diesen Haufen mieden.

Erst nach 50 Durchläufen waren sie in der Lage, schlechte Gefühle in Bezug auf den zweiten Stapel zu bemerken. Und erst nach ungefähr 80 Durchgängen hatten sie das Prinzip auch rational erfasst. Wir nehmen mit: Das "Unterbewusstsein" wusste schon nach 10 Runden, dass der zweite Stapel ungünstige Resultate erbrachte, die Ratio erkannte es deutlich später.

Nicht vom Himmel

Allerdings meldet sich die Intuition erst, wenn wir uns bereits intensiv mit einem Problem auseinandergesetzt haben. Es handelt sich also nicht um eine göttliche Eingebung, sondern um Informationsverarbeitungsprozesse des Unterbewusstseins.

Dabei wird deutlich: Unser Verstand kann gut einzelne Fakten miteinander vergleichen: Preise, Größen, Längen etc. Das Unterbewusstsein spielt seine Stärken bei der Beurteilung des Gesamtbildes aus.

Besonders hilfreich hat sich die Intuition nach einer kurzen Pause erwiesen. Befassen Sie sich also erst intensiv mit dem Problem. Wenden Sie sich danach eine Weile etwas komplett anderem zu. Erst jetzt kehren Sie zurück und befragen Ihr Gefühl nach einem Hinweis.

Lernen Sie dabei, Abneigungen aufgrund von Veranlagungen wie Faulheit, Erziehungsmustern (das macht man nicht) oder überholten Glaubenssätzen von der Erkenntnis "Das ist wirklich nicht gut für mich" zu unterscheiden. Auf der anderen Seite sollten Sie Ihre "Will ich auch"-Mentalität zügeln, bevor Sie nachspüren, ob eine Anschaffung oder eine neue Betätigung positiv für Sie sein wird. Alltagssprachlich wird das Unbewusste oft als Unterbewusstsein bezeichnet.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Intuition gemacht? Teilen Sie uns Ihre Erlebnisse mit.

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