Machen Sie sich das Lernen leichterWozu sich beim Lernen abquälen, wenn es auch leichter geht? Und dabei der Lernstoff noch zügiger aufgenommen und länger behalten wird? Erfahren Sie oft unbekannte Geheimnisse des leichten Lernens.

Lernstoff einteilen

Am Anfang erschlagen uns die Menge der zu lesenden Fachbücher, Vokabeln oder Formeln, die wir beherrschen möchten. Das führt zu Motivationsverlust. Hier hilft es, den Stoff zu Beginn des Lernens in verdaubare Happen einzuteilen. Diese Lerneinheiten versehen Sie danach mit Terminen und können so entspannt die kleinen Lernportionen verspeisen.

 
 

Bildlich vorstellen

Unser Gehirn speichert Informationen deutlich länger, wenn wir uns von dem Stoff innerlich stimulieren lassen. Anregend wirkt die bildliche Vorstellung. Je skurriler der Gedanke, je dauerhafter der Eintrag in unsere hauseigene Datenbank. (Beispiel für Gedichte)

Besonders gut funktioniert dies mit Vokabeln und Listen. Suchen Sie bei Vokabeln nach Bildern, die sich aus dem Wortlaut ergeben. Zum Beispiel Napkin - Serviette: Stellen Sie sich vor, wie Sie mit Ihrem Kinn eine Serviette aus einem Napf vor Ihnen auf dem Tisch ziehen.

Listen lassen sich viel leichter einprägen, wenn Sie aus den Listenbestandteilen eine Geschichte weben. Geben Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, je verrückter die Story umso müheloser behalten Sie. Beispiel hier.

Gefühle wecken

Doch es geht noch einprägsamer: Verbinden Sie mit dem Lerninhalt ein Gefühl, schaffen Sie fühlbaren Bezug. Wir empfehlen Begeisterung und Freude, aber Sie können alle Arten von Gefühlen nutzen. Auf diese Art verankern Sie den Lernstoff am tiefsten.

In entspannter Atmosphäre lernen

Sorgen Sie für Wohlgefühl beim Büffeln. Ein ruhiger Raum, eine Tasse Tee und lockere Kleidung wären ein erster Ansatz. Manche können bei Musik besser lernen, viele nur bei absoluter Stille. Probieren Sie es aus. Versuchen Sie, innerlich völlig entspannt zu sein.

Auch die optische Lernumgebung kann das Lernen fördern. Unter ASS.de finden sich Raumkonzepte und Möblierungskonzepte für Umgebungen, in denen das Lernen leichter fällt.

Testen Sie doch einmal Folgendes aus: Begeben Sie sich in Tiefenentspannung, zum Beispiel mit einer unserer Entspannungsübungen. Lassen Sie sich anschließend über den MP3-Player Vokabeln vorlesen. Lauschen Sie der Stimme völlig gelassen. Wenn Sie mögen, vergleichen Sie den Lernerfolg mit dem normalen Vokabellernen - die Unterschiede sind oft verblüffend. Mehr zum Thema.

 
 

Dazu passt: Ein Nickerchen nach dem Lernen verankert den Lernstoff

Studien haben frappierende Unterschiede bei der Speicherung des Lernstoffes zwischen Personen festgestellt, die unmittelbar nach der Lerneinheit ein Schläfchen eingelegt und solchen, die sich zwischenzeitlich anderwertig beschäftigt haben. Sie brauchen also keine Ausrede mehr für Ihr Mittagsschläfchen, sondern verfügen über eine handfeste Begründung.
Wenn möglich: Anfassen, fühlen, handhaben

Von Konfuzius soll der folgende Spruch stammen:

Erkläre mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass es mich tun, und ich verstehe.

In der Tat: Wenn wir etwas anfassen, damit experimentieren können, schaffen wir einen tiefen Bezug im Gehirn.

Die Brücken der Esel

Diese Pferdeart weigert sich mitunter standhaft durch die kleinste Wasserfurt zu gehen. Darum braucht er für jede Pfütze eine Brücke. Heute meinen wir mit einer "Eselsbrücke" z. B. einen kleinen Spruch oder Reim, der dem besseren Merken von Daten und Fakten dient. Man geht also einen kleinen Umweg, um ans Ziel (dem Merken) zu gelangen. Beispiel: "Wer nämlich schreibt mit 'h' - ist dämlich!"

Nutzen Sie Ihre eigenen Eselsbrücken, um sich wichtige Daten, Fakten oder Aufgaben zu merken.

Hier ein paar Ideen und Anregungen zum Thema:

  • Humor ist eine großartige Stütze für unser Gedächtnis
  • Visualisieren Sie den Lernstoff
  • Skurrile und besondere Formulierungen und Bilder helfen
  • Suchen Sie nach einem Muster in Zahlenfolgen
  • Reime gestalten - Fakten behalten!
  • Machen Sie aus Personennamen ein Bild mit der Person
  • Reimen Sie auf den Namen, vor allem lustige und skurrile  ("Herr Brandt wohnt am Stadtrand - noch ist er nicht abgebrannt")
  • Seien Sie kreativ

Ein weiteres Beispiel:

Die Reihenfolge der ostfriesischen Inseln kann man sich mit den Anfangsbuchstaben des folgenden Satzes einprägen:

"Welcher Sportler liegt bis neun im Bett!"

(Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist, Borkum)

Reihenfolgen merken

Wenn Sie sich eine bestimmte Abfolge von Lernelementen merken müssen, können Sie die Routenmethode verwenden. Hierbei nutzen Sie bekannte Orte, zum Beispiel Ihr Wohnzimmer. Sie verteilen die Elemente im Geiste von links ausgehend im Raum: Element 1 auf dem Fernseher, Element 2 auf der Fensterbank usw. So schaffen Sie Verbindungen und brauchen beim Erinnern in Gedanken nur Ihre Stube durchgehen. Die Technik im Detail.

 
 

Belohnungen einbauen

Wenn Sie sich wieder einmal nicht zum Lernen überwinden können, braucht Ihr Unterbewusstsein eventuell einen kleinen Anreiz. Versprechen Sie sich nach jedem Lernabschnitt eine Belohnung: ein Kinobesuch, ein neues Buch, die lang ersehnten Schuhe.

Sie werden mit frischem Eifer an den Schreibtisch zurückkehren.

Manches auch mal singen

Einige Menschen berichten, dass sie einen Lernstoff leichter behalten, nachdem sie diesen mehrfach gesungen haben. Probieren Sie es aus!

Last not least

Und natürlich hilft es, ein leistungsfähiges Gehirn sein Eigen zu nennen: Mehr dazu.

Was erleichtert Ihnen das Lernen? Welcher Tipp war für Sie am wertvollsten? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen.

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