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Wenn wir gelassen werden, gehen wir entspannter mit Problemen um und reduzieren den negativen Stress in unserem Leben.
Im folgenden Beitrag finden Sie neun Anregungen und eine Übung, die Ihnen helfen, im Alltag und im Arbeitsleben diese Gelassenheit zu finden. Der Erfolg wird nicht von heute auf morgen eintreten, aber wenn Sie die folgenden (kleinen) Schritte gehen, werden Sie bald Veränderungen feststellen können.

Stress versus Gelassenheit

Stress gehört zum Leben und ist eine kostenlose Beigabe, die mal unser Leben würzt (positiver oder Eustress) und mal das Leben etwas unangenehmer macht (negativer oder Disstress). Der Begriff Stress wurde in den 50er Jahren geprägt. Damals wurden Beobachtungen an Tieren durchgeführt, die unter ungewöhnlich anstrengenden Bedingungen lebten, sich künstlichem Stress ausgesetzt fanden (Hitze, Kälte, unangenehme Umgebungen) oder die einfach nur verletzt waren. Untersucht wurden die physiologischen Veränderungen der Versuchstiere aufgrund dieser ungünstigen Gegebenheiten.

Der Auslöser

Hierbei entstand die Definition für Stressfaktor. Dies ist der auslösende Reiz oder Umstand und Stress, als die Reaktion des Tieres/Menschen auf die Faktoren. Stress ist also die jeweilige Rückmeldung des Organismus auf Druck oder Anspannung - eine Art Alarmprogramm.

Positiver Stress führt zu Motivation, Leistung und ist gesundheitsfördernd. Negativer Stress hingegen führt zu Blockaden, Ängsten, Panik und psychische Anspannung.

Gelassenheit kommt nicht von alleine

Innere Gelassenheit ist eine innere Haltung, in der wir Selbstzweifel und Unterlegenheitsgefühle überwunden und ausreichend Selbstvertrauen aufgebaut haben. Diesen Zustand zu erlangen bedarf des Wunsches, gelassener zu werden, der Prüfung unserer Glaubenssätze und des aktiven Übens.

 
 

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9 Anregungen, um gelassen zu werden

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Fassen Sie den Entschluss, gelassen zu werden

Gelassenheit kommt nicht von alleine oder nebenher. Je nach eigener Ausgangssituation und Lebensumständen sind einschneidende Veränderungen in unseren Werten (Stichwort Akzeptanz, weniger von Erfolgen abhängig werden ... ), unseren äußeren Umständen oder unseren Gewohnheiten vonnöten, um innerlich gelassen zu werden.

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Aufbauen einer positiven Grundeinstellung zu mir selbst

Hier berühren wir das Thema "Innere Dialoge". Versuchen Sie negative innere Selbstzuwendungen wie "Das schaffst du nie" zu ändern in positive Anregungen wie "Du schaffst das, wenn …".

Die Wurzel des Übels fehlender Gelassenheit erkannte Seneca (römischer Philosoph) darin, keinen Gefallen an sich selbst zu haben. Das sei der größte Charakterfehler überhaupt - und der größte Quell von Ruhelosigkeit.

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Glaubenssätze prüfen und ggf. ersetzen

Hier ganz ähnlich wie zuvor: Ändern Sie "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" hin zu "Mit Übung und … gelingt mir das". So gehen wir den täglichen Herausforderungen gelassener entgegen.

In der griechischen Antike galt die Gelassenheit als eine der wichtigsten Tugenden.

 Im Artikel "Reflexion der eigenen Glaubenssätze" finden Sie weitere Anregungen zu diesem Punkt.

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Entwickeln Sie Ihr rhetorisches Leitbild (Achtung "Kopfkino")

Wandeln Sie eigene Selbstreflexionen von "Ich versage" zu "Ich werde auch mal Probleme haben auf dem Weg …". Nehmen Sie Ihr eigenes Chaos hin und wieder bewusst mit Humor. Auf die Dauer lässt Sie das milder gegenüber sich selbst werden, auch wenn etwas nicht klappt.

Der höhere Mensch hat Seelenruhe und Gelassenheit,
der Gewöhnliche ist stets voller Unruhe und Aufregung.

Konfuzius, chinesischer Philosoph, * 551, † 479 v. Chr.

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Innere Unruhe akzeptieren

Akzeptieren Sie, dass innere Unruhe mitunter dazugehört. Das können Sie auch problemlos am Arbeitsplatz oder bei wichtigen Treffen durchhalten, selbst auf der Bühne. Das Gute ist nämlich, dass die anderen nur circa 1/8 davon mitkriegen.

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Überwinden Sie Ihre Ängste durch Üben und Handeln

Begeben Sie sich immer wieder in die Situation, die Stress erzeugt. Üben Sie, entschärfen Sie Ihre "Stressauslöser". Der Lohn ist beachtlich. Beachten Sie dabei unsere Hinweise zum Thema "Komfortzone erweitern".

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Kein Perfektionismus

Perfektionismus ist immer ein schlechter Ratgeber. Wer anstrebt, alles perfekt zu machen muss scheitern und kann kaum gelassen werden. Überprüfen Sie, ob perfekt sinnvoll und gewollt ist. Siehe hierzu die drei Schutzfragen im Beitrag zum Perfektionismus.

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Akt des Angreifers wird als "infantiler Regress" umgedeutet!

Mitunter begegnen uns unsere Mitmenschen (scheinbar) unfair. Wie kann ich dabei gelassen bleiben. Ein Tipp wäre, das Verhalten des anderen als unbewusste Rückkehr in kindliches Verhalten zu deuten. "Schreien und dabei mit den Füßen aufstampfen …". Alternativ kann der Angreifer als Trainer betrachtet werden - "Üben zum Nulltarif" (Einstellung).

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Simulation der Stress-Situation

Manche problematischen Situationen begegnen uns immer wieder, trotzdem reagieren wir immer wieder falsch oder überhaupt nicht - und ärgern uns später. Hierfür ist es hilfreich, im Geiste zu üben, diese Situationen gelassen zu meistern. Beispiel: An der Supermarktkasse den Vordrängler gelassen in die Schranken weisen.

Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen! Er bleibt stehen, während sich rings um ihn die angeschwollenen Gewässer legen.

Mark Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, 121 - 180 n. Chr.

 

Übung: Ruhe, Kraft und Gelassenheit

Nutzen

Die Übung im rechten TAB wird Ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen, Kraft zu schöpfen und gelassen zu werden. Sie werden wieder klarer Denken, Abstand zu Problemen aufbauen und Gelassenheit entwickeln.

Unser Wunsch an Sie

Entwickeln Sie innere Gelassenheit und bauen Sie Selbstvertrauen bewusst auf.

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Kommentare  

AndreasS
#1 AndreasS 2013-08-16 10:22
Hallo!

Die Anregungen und die Methode sind sicherlich richtig und hilfreich.
Ich möchte noch eine Anregung ergänzen:

Vergebung!

Wenn ich dem anderen offen und aus tiefsten Herzen vergebe, erfahre ich eine Gelassenheit, die ich vorher nicht kannte. Zumal ich von meiner Persönlichkeit eher spontan und damit meist emotional reagiere.

Wenn ich keinen Grund finde (finden will), dann vergebe ich dem anderen einfach, dass er anders denkt und handelt als ich. Damit ist zwar noch nicht sichergestellt, dass ich richtig denke und perfekt handle, aber zumindest stört mich der Ärger über den anderen dann nicht mehr beim Erreichen meiner (hohen) Ziele.


…nur so ein Gedanke, der mir aber schon seit Jahren ein leichtes „Dauergrinsen“ auf mein Gesicht zaubert.

Und wem dies zu „philosophisch“ ist, dem kann ich noch einen Spruch liefern, der auch schon seit gut einem Jahr an meiner Pin-(Motivation s)wand hängt:

„Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen!“

…in diesem Sinne einen gelassenen Tag
Andreas
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Jim
#2 Jim 2013-08-16 10:22
Ich mache die Übung seit über 2 Jahren. Habe daraus eine Version für mich entwickelt, die selbst in der U-Bahn funktioniert. Konsequentes Üben ist hier alles. Ich kann Tobias nur zustimmen - probiert es!
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Madeline
#3 Madeline 2016-09-06 22:56
Hallo Michael!
Ich weiß, der Atikel ist schon älter aber dennoch möchte ich gerne etwas dazu sagen...
Gelassenheit ist mir mich SEID NEUESTEM einfach, wenn nicht sogar leicht!
Wieso?
Kurz zur Vorgeschichte:
Ich habe immer gedacht das mich jeder mustert, ich nahezu immer in allem perfekt sein muss, perfekt aussehen muss, dünn sein.
Perfekt Allgemein sein, Bildung, Job, mega Kohle!

Doch jetzt, seid kurzem, bin ich in dieser Hinsicht extrem gelassen!
Es interessiert mich nicht was andere über mich denken.
Ich trage keinen BH mehr um eine perfekte Brust zu haben, ich ziehe mir auffalende Klamotten an, einfach weil ich´s toll finde egal was andere davon halten.
Mein Maßstab an Bildung setzte ich nicht fest ob ich Studiere oder einen Tollen Job habe. Nein, Bildung ist für mich wenn man Allgemeinbildun g besitzt! Wenn man Tollerant gegenüber seinen Mitmenschen ist. Leben und leben lassen.

Mein Motto was mir bei meiner Gelassenheit sehr Hilft:
Ich könnt mich jetzt drüber aufregen aber viel lieber ist es mir einfach egal!

Ich habe mich mit dem Thema auch auf meinem Blog befasst und ich würde mich sehr freuen dazu eine Rckmeldung von Dir Persönlich zu bekommen, egal ob per Kommentar oder Kommentar. Wäre das möglich?


Bis dann, Madeline =)
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Michael Behn
#4 Michael Behn 2016-09-12 17:02
Guten Tag, Madeline,

Danke für Deinen Kommentar, denn ich gerne beantworte. Ich werde dir dazu eine E-Mail senden.

Viele Grüße und viel Gelassenheit wünscht Dir

Michael
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