Der Begriff Psychohygiene steht im Prinzip für eine Vorgehensweise bei der Behandlung geistig kranker Menschen. Wir verstehen unter Psychohygiene etwas, das jeder von uns täglich vornehmen sollte. Genauso wie das Zähneputzen oder das Frühstück. Sie werden sich über mehr Selbsterkenntnis und ein höheres Selbstwertgefühl erfreuen.

Was müssen wir da eigentlich reinigen? Es ist der ganze Gedankenmüll, den wir mit uns rumschleppen, unsere Sorgen, Neid- und Wutgefühle, Selbstkasteiungen und Ängste. Unser modernes Leben führt bei vielen von uns dazu, dass wir diese Gedankenzustände zu häufig, zu intensiv und zu langwierig mit uns herumschleppen. Dagegen hilft das tägliche Ausmisten.

Wir erreichen wir dies? Durch Bewusstmachung und Überprüfung. Große Wirksamkeit geht von der schriftlichen Auseinandersetzung mit uns selbst sowie beim Austausch über unsere Gedanken mit anderen aus.

Vorgehen

Als Erstes müssen wir unsere schmutzigen Gedanken finden. Achtsamkeit lautet hierfür das Schlüsselwort. Erkennen Sie den Moment, wenn sie schlechte Gefühle befallen. Machen Sie die Ursache aus. Notieren Sie Ihre Erkenntnisse. Als Leitfaden können die folgenden Fragen dienen:

  • Was hat mir heute Sorgen bereitet?
  • Wovor hatte ich heute Angst?
  • Worüber habe ich mich heute geärgert?

Wenn Sie diese Fragen aus Ihren Aufzeichnungen und Ihren Erinnerungen heraus beantwortet haben, schreiten Sie weiter. Befassen Sie sich mit jede Ihrer Antworten und fragen Sie sich, ob der "negative" Gedanke jeweils

  • berechtigt
  • unberechtigt
  • sinnvoll

war. Ein einfaches Ja oder Nein genügt, Sie können auch eine Strichliste führen.

Schon nach einigen Wochen der Übung sollten Sie deutliche positive Effekte feststellen. Natürlich kommen immer erneut neue Sorgen und Ängste hinzu, aber ein Großteil unserer Alltagsbelastungen sind permanente Begleiter. Und hier werden wir durch stetige Bewusstmachung und Entlarvung der Unnötigkeit nach und nach Besserung erreichen.

Möchten Sie noch tiefer gehen, empfehlen wir Ihnen täglich die folgende Aufstellung niederzuschreiben:

  • Was war heute schön?
  • Wofür kann ich dankbar sein?

Das ist gewissermaßen die Feuchtigkeitscreme, die Sie sich bei Ihrer Psychohygiene gönnen.

Die Innenschau, das Betrachten des eigenen Innenlebens, der inneren Probleme führt oftmals zu ihrer Auflösung. Wir wünschen viel Erfolg.

Download für registrierte Mitglieder: Vorlagenblatt Psychohygiene

  • Können Sie von Erfahrungen mit den obigen Anregungen berichten?
  • Was stellte sich für Sie als besonders nützlich heraus?

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Kommentare  

Tobias
#1 Tobias 2015-02-21 17:58
Spannend! Ich sag nur: "Unbedingt probieren."

Gruß Tobi
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