gesicht schwarz denken 564

Leicht fallen wir in Gedanken, die unser Selbstwertgefühl, unsere Freude am Leben, wie mit einem Hammer niederschlagen. Wir weiden uns in negativen Zukunftsszenarien und leisten bewundernswerte Detektivarbeit bei der Identifizierung eigener Schwächen und Fehler. Aus dem Buddhismus stammt der Tipp, diese Geistestätigkeit achtsam wahrzunehmen und es einmal mit dem Gegenteil zu versuchen. Der konkrete Vorgang ist nicht schwer:

Kleiner Hinweis vorab

Wir warnen auf blueprints.de an verschiedenen Stellen vor den Gefahren, die Welt einfach nur durch positive Gedanken verändern zu wollen. Offenkundige Probleme zu verdrängen und ein Dauergrinsen aufzusetzen. Doch darum soll es hier nicht gehen.

 
 

Drehen Sie den Spieß um!Viele von uns kennen diese Tage, an denen uns das Leben trübe und fad erscheint. An denen wir uns über Handlungen oder Worte eines anderen zutiefst und anhaltend ärgern. Zeiten, in denen unsere Gedanken voller Sorge um zukünftige Nöte kreisen. Stimmung, Motivation und Freude trübende Gedankenrotationen.

Umdenken in der Praxis

Versuchen Sie diese Woche einmal, diese negativen Geisteszustände durch aktives Denken an das Gegenteil zu verändern. Dies kann konkret wie folgt aussehen:

  • Sind Sie ärgerlich über eine Person? Geraten Sie gar in hassartige Zustände?
    Mögliche Gegengedanken: Rufen Sie sich Szenen in Erinnerung, in denen Ihnen dieser Mensch Freude bereitet hat. Oder alternativ: Erfinden Sie solche Szenarien.
  • Sorgen Sie sich wegen eines Problems, das Ihnen in Zukunft Ungemach einbringen kann?
    Mögliche Gegengedanken: Denken Sie aktiv an fröhliche Dinge in der nächsten Zeit. An all das Schöne, was Sie noch in ihrem Leben erwartet.
  • Erscheint Ihnen alles sinnlos? Das Leben als leidvoll und ungerecht?
    Mögliche Gegengedanken: Machen Sie sich bewusst, was es für ein Geschenk ist, am Leben teilzuhaben. Dass niemand eine perfekte Welt versprochen hat. Überlegen Sie sich Elemente Ihres Lebens, die es wert sind oder sein könnten, gelebt zu werden.

Buddhistisch gesprochen

In einem buddhistischen Text wird es so ausgedrückt: "Falls Sie negative Geisteszustände durchleben, entwickeln Sie in sich ein Gefühl von Toleranz und Verzeihen. Atmen Sie diese Empfindungen ein, vielleicht stellen Sie sich den Atem in einer 'heilenden Farbe' vor. Dann, beim Ausatmen, lassen Sie alle Spannung, Ärger und Sorge los. Fühlen Sie Erleichterung, geben Sie diesem Gefühl der Linderung Raum und lassen Sie es immer größer werden. Bis über sich selbst hinaus."

Probieren Sie es aus. Die Überwindung negativer Geisteszustände durch das aktive Denken an das Gegenteil ist eine Methode in unserem Werkzeugkasten. Sie löst keine Probleme, doch kann sie effektiv verhindern, dass uns Negatives völlig vereinnahmt. So behalten wir die Kraft, an unserem Leben zu arbeiten und fördern die immanente Freude, die einer gesunden Geisteshaltung zueigen ist.

Welche Erfahrungen haben Sie germacht? Kennen Sie weitere Beispiele? Lassen Sie uns nicht im Dunkeln und hinterlassen Sie einen Kommentar.

Diesen Beitrag...

Auch interessant

Kommentare  

Tobias
#1 Tobias 2013-08-16 10:20
Eine interessante Idee. Zuerst dachte ich "wieder ein postiv-Denken Tipp" aber es geht ja nicht um "Ausblenden", sondern um bewusstes Verändern der Gefühle. Das Problem ist nicht weg aber besser lösbar.
Zitieren | Dem Administrator melden
wietel
#2 wietel 2013-08-16 10:20
Diese Methode praktiziere ich analog Kurt Tepperwein oder Kathy Byron mehr oder weniger konsequent seit Jahren. Aber alles "Wollen", geschweige denn "Können" nutzt garnichts, wenn das Umerleben nicht mit ehrlicher und inniger Vergebung im Konfliktfall einhergeht. So habe ich Wutgefühle über Ungerechtigkeit en und Egoismus sehr langsam in den Griff gekriegt. Aber dieses "Vergeben" ist für mich immer wieder eine sauschwere Angelegenheit. Aber ohne sie, daß weiß ich aus eigener Erfahrung, geht garnichts, ist Ihr gut gemeinter Tip nicht mal die Hälfte wert. Positives Denken ohne UMDENKEN geht garnicht. Siehe dazu auch ein Video zum Umdenkrotor auf bauberatung47.d e/
Uwe Wiemer
Zitieren | Dem Administrator melden
Imikri
#3 Imikri 2013-08-16 10:20
ich sehe in diesem sehr bedenkenswerten artikel weder einen "schon-wieder-p ositiv-denke-ti pp" noch, dass "das problem leichter lösbar ist" und auch nicht, dass ich meine gefühle ändern soll, denn sie sind nun einmal da und gehören somit zu mir. und schon gleich gar nicht finde ich, dass der "gut-gemeinte-t ipp-nur-die-häl fte-wert-ist" ohne umdenken.
ich kann als erwachsener und gebildeter mensch aber in negativen situationen soviel toleranz versuchen aufzubringen, dass sich diese situation vom negativen ins positive verändern kann, ohne dass ich also mit anderen oder mit mir selber in "krieg" gerate. (achtung! hat nichts mit "akzeptanz" zu tun!!)
ein französisches sprichwort sagt: "gegenwind macht den menschen weise". und bei allem negativen (also was ICH als negativ empfinde) weht mir sehr viel gegenwind um die ohren. entweder ich bleibe dann dumm und negativ und lass mich davontragen oder ich versuche wenigstens ein stückchen weiser zu werden.

gruß
Zitieren | Dem Administrator melden
Claudia
#4 Claudia 2016-04-18 09:15
Also, ich kann das in den letzten Wochen sehr gut bei mir beobachten, was meine Gedanken mit mir und meiner Umwelt anstellen. Und ich finde es ganz erstaunlich, wenn ich sie ins Gegenteil kehre, wie sehr es fruchtet.
Aber es ist "Arbeit". Wie oft denke ich irgend einen negativen Mist! Meistens aus Angst oder Sorge, die aber völlig unbegründet ist! Wie schön ist es dann, wenn ich feststelle, dass meine positiven Gedanken sich bewahrheiten. Und genauso ist es auch mit den negativen Gedanken. Sie werden leider auch wahr! - Wir sind was wir denken! - Ganz klar. Kann ich aus eigener Erfahrung und Übung absolut bestätigen!

Ich finde es immer wieder schade, dass das "positive Denken" immer so negativ in Frage gestellt wird. Sicherlich ist das nicht alles im Leben. Aber es geht um die Einstellung zum Leben. Das Umgehen mit den Schicksalschläg en. Und .... Das Leben muss nicht einfach sein. Aber es kann einfach sein. Ich glaube, die meisten möchten einfach für Ihr Glück nichts tun... Damit meine ich auch: Nicht denken müssen! - Nichts ausprobieren! Nichts verändern! - Manche hätten für ihre Probleme wahrscheinlich gerne eine Pille und gut ist. - Ich glaube, wir sind hier um zu lernen! Vom Leben, von Schicksalsschlä gen, von der Liebe, vom Krank sein usw.

Mit positiven Gedanken geht es uns besser: mehr Freude, mehr Wohlfühlen, mehr Gesundheit, mehr Glück usw.

Gruß
Claudia
Zitieren | Dem Administrator melden
Marten
#5 Marten 2016-04-18 12:28
Dem, liebe Claudia, kann ich mich nur anschließen.
Zitieren | Dem Administrator melden
Regina
#6 Regina 2016-11-19 08:22
Danke Claudia,
jetzt spare ich mir meinen Text. Du kannst so klar denken und es auch noch sehr gut ausdrücken. Ich übe weiter Umdenken.
Zitieren | Dem Administrator melden

Meinung? Ergänzung? Korrektur? Frage? - Dann sind wir für einen Kommentar dankbar!

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Bitte die 2 Buchstaben aus dem Bild hier eingeben:

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Das war ein Beitrag aus der

GUTEN-MORGEN-GAZETTE

Lesefreude und spannendes Wissen seit über 15 Jahren

Aktuelle Inhalte der Gazette vom 25.03.2017

  • Miss Rose und die Legende vom Jaron-Kobel
  • Zitat der Woche
  • Wort der Woche
  • Anregung für die kommende Woche
  • Kennen Sie den Frühling?
  • Rätsel von Friedrich Schiller
  • Humorige Anekdote
  • Beliebtester Beitrag der Vorwoche

 

Möchten Sie die Gazette jeden Samstag früh kostenlos erhalten? 



(jederzeit mit einem Klick kündbar)

jeden Samstag / kostenfrei / unabhängig

Anregungen durch Sinngeschichten, Fabeln, Artikel ...

Wissen und Wortschatz mit Freude vergrößern

Lesespaß und Humor von Schriftstellern, Philosophen und anderen großen Denkern