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Ultima ratio Drucken E-Mail

Image(lat. die letzte Vernunft) Der Ausdruck "ultima ratio" geht zurück auf die Inschrift zur Zeit Richelieus auf den französischen Geschützen (17. Jahrhundert). Auf diesen war zu lesen: "ultima ratio regum" oder "letztes Mittel der Könige".

"Ultima ratio" verwenden wir heute, wenn wir ausdrücken wollen, dass etwas "die letzte Möglichkeit", "den letztmöglichen Weg" oder "das letzte Mittel" darstellt.


 
Ungläubiger Thomas Drucken E-Mail

Der "Ungläubige Thomas" glaubte erst nach dem Betasten der Wunden an die Auferstehung von Jesus.

"Ungläubige Thomas" ist so zu einem Synonym für einen "zweifelnden Menschen" geworden.

(NL 25.01.2010)


 
unisono Drucken E-Mail
(ital., >Einklang), 'Unisono' ist ein Begriff aus der Musik und bedeutet das zeitweilige Zusammengehen einzelner oder aller Stimmen in Prime oder Oktavanabstand. Es wird aber auch in der Alltagssprache im Sinne von >einstimmig< verwendet.

 
Unter uns Pastorentöchtern Drucken E-Mail

Die Redensart "Unter uns Pastorentöchtern" ist am Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommen. Mit dieser umgangssprachlichen, leicht ironischen Redensart entschuldigt man eine freie Aussprache oder einen derben Ausdruck.

Wenn wir heute sagen "unter uns Pastorentöchtern", dann meinen wir "unter uns gesagt", "nur nicht zimperlich" bzw. "unter uns Eingeweihten". 


 
Uriasbrief Drucken E-Mail
(nach 2. Samuel 11, 15), Urias war Feldherr König Davids. Er mußte selber einen Brief übergeben, in dem der König den Tod von Urias befahl. Danach wird heute ein Brief, der dem Überbringer Unheil bringt auch 'Uriasbrief' genannt.

 
Utilitarismus Drucken E-Mail
(lat., >utilitas<, "Nutzen"), Die utilitaristische Philosophie sieht eine Handlung als moralisch gut an, wenn sie sich am Nutzen oder am Streben nach Glückseeligkeit orientiert. Wobei nicht der Nutzen des Einzelnen gemeint ist, sondern der >größte Nutzen für die größte Anzahl<. Als moderner Begründer dieser ethischen Lehre werden die englischen Philosophen Jeremy Bentham (1748 - 1832) und John Stuart Mill (1806 - 1873) angesehen. Wenn jemand "utilitaritisch" handelt, dann meinen wir, dass er entweder nach dem oben beschriebenen Prinzip handelt oder allgemein sein Tun am Nutzen orientiert.

 
utilitaritisch Drucken E-Mail
(lat., >utilitas<, "Nutzen"), Die utilitaristische Philosophie sieht eine Handlung als moralisch gut an, wenn sie sich am Nutzen oder am Streben nach Glückseeligkeit orientiert. Wobei nicht der Nutzen des Einzelnen gemeint ist, sondern der >größte Nutzen für die größte Anzahl<. Als moderner Begründer dieser ethischen Lehre werden die englischen Philosophen Jeremy Bentham (1748 - 1832) und John Stuart Mill (1806 - 1873) angesehen. Wenn jemand "utilitaritisch" handelt, dann meinen wir, dass er entweder nach dem oben beschriebenen Prinzip handelt oder allgemein sein Tun am Nutzen orientiert.

 
Utopie Drucken E-Mail

(grch. "ou topos", "nicht vorhandener Ort") "Utopie" ist die Beschreibung eines erdachten (idealen) Zustands der Gesellschaft. In der Weltliteratur finden wir Beispiele hierfür in den Werken von Aldous Huxley (Schöne neue Welt) und George Orwell (1984).


 
Vademekumsgeschichte Drucken E-Mail

Das "Vademekum" (auch: Vademecum; lateinisch vade mecum: "geh mit mir") ist die Bezeichnung für ein Buch bzw. einen Leitfaden kleinen Formats, den man als Ratgeber mit sich herumtragen kann.

Eine "Vademekumsgeschichte" ist nun eine Erzählung, die längst jedermann bekannt ist, "da sie jeder schon lange mit sich herumträgt".

Wenn wir Ihnen eine "Vademekumsgeschichte" erzählen, dann hören Sie eine abgedroschene, gehaltlose und längst bekannte Geschichte.

(NL 17.06.2008)


 
Vasistas Drucken E-Mail

Beim Einmarsch in Deutschland unter Napoleon fiel den französischen Soldaten auf, dass die Bürger in den Städten durch kleine Mansardenfenster (Dachfenster) schauten und beim Lärm des Einzugs verwundert riefen: "Was ist das?"

Die Franzosen verbanden mit dieser Frage die ihnen offenbar nicht bekannten kleinen Dachfenster. Später bürgerte sich das in seiner Schreibweise leicht abgewandelte Wort "Vasistas" für "Guckfenster" (auch "Fenster-, Lüftungsklappe") ein.


 
Versuchen das Einhorn zu fangen Drucken E-Mail

Das "Einhorn" ist ein Fabeltier in Pferdegestalt mit geradem, spitzen Horn auf der Stirn.

Im A.T. erwähnt, war es in frühchristlicher Zeit ein Sinnbild für gewaltige Kraft und wurde auf Christus bezogen.

Im Mittelalter wurde es als Symbol der Keuschheit Maria zugerechnet, da es seine Wildheit verliere, wenn es sein Haupt in den Schoß einer Jungfrau legt.

Obwohl in der Tierwelt kein solches Wesen bekannt ist, hat der Glaube an dieses Fabeltier in der chinesischen, indischen, islamischen und abendländischen Kultur weithin Verbreitung gefunden und sich lange erhalten.

Wenn jemand "versucht das Einhorn zu fangen", dann jagt er einem Phantom nach. Er versucht etwas zu bekommen, was nicht da ist.

(NL 03.05.2009)


 
Von echtem Schrot und Korn Drucken E-Mail

Die Begriffe Schrot und Korn legen nahe, den Ursprung der Redensart in der Landwirtschaft zu vermuten – tatsächlich aber stammt die Redensart aus dem Münzwesen.

Als Schrot wurde früher das zur Münzprägung vom Metallbarren abgeschnittene Stück bezeichnet, das genau dem Gewicht der Münze entsprach. Korn war die Maßeinheit, mit der das Gewicht des Edelmetalls gemessen wurde. Die Münze war echt, wenn Schrot und Korn übereinstimmten.

Wenn wir heute sagen "das ist ein Mensch von echtem Schrot und Korn", dann meinen wir, dass der/die Betroffene einen aufrechten, verlässlichen und unverfälschlichen Charakter besitzt.

(NL 04.02.2009)


 
Walküre Drucken E-Mail
(altisländ., Totenwählerinnen), >Walküren> sind in der nordischen Mythologie Halbgöttinnen, die all jene küren, die mutig gekämpft haben und ehrenvoll gefallen sind. "Küren" heißt, diese Krieger zu suchen und sie dann zu Odin nach Walhall zu bringen. Die Walhall (Ruhmeshalle) sorgen die Walküren dafür, dass es den Kriegern während der Festgelage an nichts mangelt. Heute bezeichnet man auch eine große stattliche Frau scherzhaft als >Walküre<.

 
Warten auf Godot Drucken E-Mail
1953 wurde in Paris Samuel Becketts (1906 - 1989) Schauspiel "En attendant Godot" bzw. "Warten auf Godot" zum ersten Mal aufgeführt.

In seinem Endzeitszenario zeigt Beckett die absurden Auswirkungen eines starren Hoffnungs- und Fortschrittsglaubens auf.

Heute noch bringen wir unsere Ungeduld zum Ausdruck, wenn wir lange oder vergeblich auf jemanden oder etwas warten und dann sagen: "Warten auf Godot". (NL 12. Februar 2007)

 
Weihnachten Drucken E-Mail

"Ze den wihen nahten" hieß auf Mittelhochdeutsch "zu den Heiligen Nächten". Daraus entstand unsere Bezeichnung "Weihnachten" für eines der Hauptfeste der christlichen Kirche am 25. Dezember.

(NL 17.12.2008)


 
Weißer Rabe Drucken E-Mail

In seinem Lehrgedicht "Der Renner" schreibt Hugo von Trimberg: "Selten wir gesehen haben swarze swanen und wize raben." Auf Grund dieses Satzes ist "der weiße Rabe" zu einem geflügelten Wort für einen Menschen geworden, der unter seinesgleichen eine Ausnahmestellung einnimmt und von der Allgemeinheit abweichende Ansichten hat und äußert.

Kennen Sie jemanden, den Sie als "weißen Raben" bezeichnen würden?

(18.02.2009)


 
Well roared lion Drucken E-Mail
In Shakespeares Stück >Ein Sommernachtstraum< (5 Akt, 1 Szene) fällt der Ausspruch "Well roared lion", was übersetzt zu "Gut gebrüllt Löwe" wurde. Heute bekunden wir mit diesem Ausspruch unseren Beifall, wenn jemand etwas treffend und schlagfertig bemerkt bzw. erwidert hat.

 
Wendehals Drucken E-Mail

Der "Wendehals" ist eine Spechtart (Jynx torquilla). Er ist ein vom Aussterben bedrohter Vogel, der in Höhlen von Obstbäumen nistet. Sein Name beruht auf seiner Fähigkeit, seinen Hals schlangenförmig drehen zu können, um Feinde abzuschrecken.

Seit der Wende 1989 in der ehemaligen DDR dient "Wendehals" zur spottenden Bezeichnung ehemaliger Machthaber und Mitläufer, die sich in Einstellung und Politik dem Wandel angepasst haben.

"Wendehälse" gibt es auch heute noch und nicht nur in der Politik!

(NL 07.05.2008)


 
Wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen Drucken E-Mail

Der Ausspruch "etwas ist so, als ob Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen" verwenden wir, wenn wir etwas erleben, dass höchst überraschend ist, ein besonderes Geschenk darstellt oder wir eine übergroße Freude empfinden.

Die Redensart dient der Verstärkung und ist keine "Niemalsformel".

(NL 05.04.2009)


 
Wie Kastor und Pollux Drucken E-Mail
"Kastor (lat. Castor) und Polydeikes (lat. Pollux)" waren in der griechischen Sage unzertrennliche Zwillinge.

Eines Tages stirbt Kastor im Kampf und sein unsterblicher Bruder Pollux trauerte fortan um ihn. Er bittet seinen Vater, er möge ihm die Unsterblichkeit nehmen.

Gerührt von so viel Liebe ließ Zeus seinen Sohn wählen, entweder ewig jung zu bleiben und unter den Göttern zu wohnen oder mit Kastor jeweils einen Tag im unterirdischen Reich des Hades (Reich der Toten) und einen Tag im Olymp bei den Göttern zu weilen. Ohne zu überlegen wählt Pollux die zweite Variante und wanderte von da an mit seinem Bruder zwischen den Reichen des Zeus und des Hades.

Noch heute zeugt das Sternbild Zwillinge mit seinen Hauptsternen Kastor und Pollux von der großen Bruderliebe. Das Sprichwort "wie Kastor und Pollux" wird für eine enge (meist Männer-) Freundschaft verwendet. "Sie waren unzertrennlich wie Kastor und Pollux."


(NL 13. Oktober 2006)

 
Wie Phönix aus der Asche Drucken E-Mail
Der Phönix ist ein mythischer Vogel, dessen Sage im Orient entstanden ist. Er verbrennt sich selber alle 500 Jahre und geht verjüngt aus seiner Asche hervor. So ist der Phönix zum Symbol der Unsterblichkeit geworden. Von ihm leitet sich auch die Metapher "wie ein Phönix aus der Asche" ab. Wenn jemand nach einer scheinbaren völligen Vernichtung oder nach einem schwerem Zusammenbruch wieder frisch ersteht, dann sagt man auch >er erhebt sich wie ein Phönix aus der Asche<.

 
Wolkenkuckucksheim Drucken E-Mail

Der griechische Schriftsteller Aristophanes (445 - 388 v. Chr.) schreibt in seiner Komödie 'Die Vögel' von einer Stadt, die von den Vögel in die Luft gebaut wird. 'Wolkenkuckucksheim' ist eine Traumstadt bzw. ein Phantasiegebilde.

Wenn wir sagen: "Jemand lebt in Wolkenkuckucksheim", dann meinen wir, dass er in einer realitätsfernen Vorstellung befangen ist.

(NL 04.09.2007) 

 


 
Wortschatz Drucken E-Mail
'Wortschatz ist der Gesamtbestand an Wörtern in einem Sprachsystem. Beim Individuum ist es die Gesamtheit der nur verstandenen Wörter (passiver Wortschatz) oder die Gesamtheit der spontan verfügbaren Wörter (aktiver Wortschatz).

 
Wortspiel Drucken E-Mail

Ein "Wortspiel" ist eine geistreiche, auf witzigen Effekt abzielende Ausschöpfung sprachlicher Möglichkeiten. Dieser wird entweder durch die Doppeldeutigkeit eines Begriffes oder durch den gleichen bzw. ähnlichen Klang verschiedener Wörter erzielt.

Beispiel: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. (J. W. von Goethe)

(NL 12.03.2008) 


 
Xanthippe Drucken E-Mail
(grch., "blondes Pferd"), >Xanthippe< war die Frau des griechischen Philosophen Sokrates (469 - 399 v. Chr.). Sie wurde auf Grund der Verleumdungen der frauenfeindlichen Kyniker zum Inbegriff der Zanksucht. Somit ist heute fälschlicherweise >Xanthippe< das Synonym für eine zank- und launenhafte Frau bzw. Eheweib.

 
Yin und Yang Drucken E-Mail

(chin. "dunkel-hell") sind Urbegriffe der chinesischen Philosophie. Sie symbolisieren das grundlegende kosmische Prinzip der Dualität. Yin, das passive und Yang, das aktive Prinzip sind stets in jedem Menschen vorhanden. Die Gegensätze von heller und von dunkler Geistigkeit kommen zum Beispiel in den Paaren von "weiblich und männlich" oder "Himmel und Erde" zum Ausdruck. Als Gegensatzpaare, die sich einerseits voraussetzen und andererseits ergänzen, symbolisieren sie die vollkommene Harmonie.


 
Zahn abschrauben Drucken E-Mail
Zahn bedeutet in der Teenagersprache der Gegenwart soviel wie Mädchen, Freundin, Braut usw.. Die Redensarten "Jemandem einen Zahn abschrauben" bedeutet >jemandem die Freundin abspenstig machen<. Also: Vorsicht!

 
Zahn zulegen Drucken E-Mail
Die Redewendung "einen Zahn zulegen" geht auf eine Technik des Kochens im Mittelalter zurück. In Burgküchen hingen die großen Töpfe an einer gezackten, einem Sägeblatt ähnlichen Eisenschiene, mit der man die Höhe der Töpfe über dem Feuer regulierte. Wenn man früher "einen Zahn zulegte", hängte man den Topf näher ans Feuer, um die Speisen schneller zu garen. Heute nutzen wir die Redewendung, wenn wir meinen >etwas schneller tun<.

 
Zankapfel Drucken E-Mail

In der griechischen Mythologie ist Eris die Göttin des Streits und der Zwietracht.

Auf einer Hochzeit wirft sie einen Apfel mit der Aufschrift "der Schönsten" unter die Hochzeitsgäste und entfacht so einen Streit unter den anwesenden Göttinnen. Der trojanische Königssohn Paris sollte die Entscheidung treffen. Er erklärte die Liebesgöttin Aphrodite vor Athene und Hera für die schönste Göttin (das Parisurteil), was zum Trojanischen Krieg führte.

"Zankapfel" sagen wir heute zum Anlass eines Streites bzw. zum Gegenstand einer Auseinandersetzung.

(auch Apfel der Eris, Erisapfel, Apfel der Zwietracht)

(NL 3/2006) 


 
Zen Drucken E-Mail
(jap., >Selbstversenkung<), Der 'Zen' bezeichnet die in Japan vorherrschende Form des Buddhismus. Durch Meditationsübungen wird im 'Zen' die Erleuchtung gesucht. Eine der wichtigsten Methoden ist das Zazen, das Sitzen in der Versenkung. Aber auch durch andere Methoden (z.B.: Bogenschießen, Teezeremonien, Zeichnen, Ikebana - die Kunst des Blumensteckens) wird in meditativer Haltung versucht sich diesem Ziel zu nähern.

 
Zerberus Drucken E-Mail
>Zerberus< (Kerberos) ist der Name des schrecklichen Höllenhundes, der den Eingang zur Unterwelt bzw. zum Hades bewacht. Der Sage nach handelt es sich um ein gewaltiges hundeähnliches Geschöpf, das drei Köpfe besitzt. >Zerberus< verwehrt jedem den Zutritt in die Unterwelt, der dort nicht hingehört und diejenigen, die an diesem Ort verbleiben müssen, lässt er nicht hinaus. Nur wenigen Helden ist es bisher gelungen, >Zerberus< zu besänftigen oder zu überlisten. Dieser schreckliche Wächter vor dem Reich bzw. Haus der Toten ist zum Synonym für einen grimmigen Türhüter geworden (... und zum Schrecken aller Postboten!).

 
Zionismus Drucken E-Mail
(nach dem Jerusalemer historischen Tempelberg >Zion<), "Zionismus" bezeichnet die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes. Sie stellt die moderne Verkörperung des 1.900 Jahre alten Traumes von der Wiederherstellung Israels dar, nachdem Rom der jüdischen Unabhängigkeit im Land Israel ein Ende bereitet hatte. "Zionismus" ist die Überzeugung, dass das jüdische Volk das Recht auf Freiheit und politische Unabhängigkeit in seinem Heimatland besitzt. Es ist die Bestrebung, die nationale Existenz des jüdischen Volkes im Land Israel mit politischen Mitteln zu entwickeln und zu gewährleisten.

 
Zitat Drucken E-Mail
( lat., >Das Aufgerufene<), Ein 'Zitat' ist eine wörtlich genau wiedergegebene Stelle aus einer Schrift oder Rede.

 
Zwischen Skylla und Charybdis Drucken E-Mail
Skylla und Charybdis sind Ungeheuer aus Homers Werk Odyssee. Skylla hatte zwölf Füße sowie sechs Köpfe mit schrecklichen Gebissen und hauste in einer Felshöhle an einer Meerenge. Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge lebte das Ungetüm Charybdis. Charybdis sog dreimal am Tage das Wasser ein und stieß es brüllend aus. Sie lauerten vorbeikommenden Seefahrer auf, um sie mit Haut und Haar zu verschlingen bzw. zu töten. Wenn wir heute davon sprechen, dass wir "zwischen Skylla und Charybdis" wählen müssen, dann befinden wir uns in einer Situation, in der wir zwischen zwei Übeln wählen müssen.

 
Zyniker Drucken E-Mail
(grch.), Der Begriff >Zyniker< geht zurück auf die Kyniker, Angehörige der von dem athenischen Philosophen Antisthenes begründete Schule. Die Kyniker sahen das Ideal in völliger Bedürfnislosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber bürgerlicher Moral. Erst später bekam >zynisch< die Bedeutung von "Bitternis und des Nichtglaubens an Ideale". Heute bezeichnet man als >Zyniker< einen bissigen Spötter.

 
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