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  • ImageDu musst nur wollen!
  • Du musst das positiv sehen!
  • Sorge dich nicht, lebe!
  • Du kannst alles schaffen!
  • Alles ist erreichbar!

Mit solchen Sätzen werden diejenigen eingefangen, die suchen. Sie wollen etwas erreichen, sind aber (noch) nicht in der Lage, den für sie richtigen Weg zu erahnen. So sind diese wertvollen Menschen oft Opfer von Sekten und Verführern.

... ein wenig Show, gutes Marketing und Musik aus Rocky I. So werden Massenphänomene ausgelöst, bei denen der Einzelne seine „gute Erziehung“ vergisst und seine Grenzen überschreitet. Was an sich hilfreich sein kann, findet Probleme dort, wo solche Schritte unvorbereitet gegangen werden und im späteren Alltag nicht – auch nicht in Analogien - wiederholbar sind. Dass der Prozess nutzlos war, ist dann das kleinere Übel. Größer ist das Problem, wenn aus jetzt entstandenen Selbstzweifeln Verzweiflung wird oder im „Man muss nur wollen-Wahn“ die eigenen (wirtschaftlichen) Möglichkeiten überzogen werden. Wer dann gewünschte Ergebnisse nicht erreicht und keinen Erfolg hat, der hat nur nicht genug oder richtig geglaubt…

Diese Form des Denkens ist aus unserer Sicht gefährlich und kann zu erheblichen Problemen führen. Studien legen nahe: Positives Denken kann krank machen.

Es ist richtig, dass unser Denken Einfluss auf unser Sein hat. Es ist unbestritten, dass unsere Glaubenssätze uns einschränken oder hilfreich sind. Aber wer “positiv denkt“ er könne in Mathe eine Eins schreiben, wenn er nicht genügend begabt ist, braucht entweder viel Glück oder dumme Lehrer.

Wir wissen, dass angeblich der Glaube Berge versetzen kann. Erstens ist Glaube etwas anderes als Wollen und zweitens geht dies, wenn überhaupt nur mit jahrelangem intensiven Üben und Trainieren – wie uns Shaolin- und Zen-Mönche zeigen.

Wer etwas erreichen will braucht den Blick für das Machbare. Daraus leitet er ein Ziel ab und diesem folgt das zielgerichtete Handeln. Üben, Trainieren, Lesen, Lernen und harte Arbeit machen dann Erfolge möglich. Mit entsprechenden Aktivitäten erreicht man, dass aus Wünschen über messbare Ziele und qualifizierte, passende Handlungen Ergebnisse erreicht werden, die idealerweise dem Ziel entsprechen oder es ein wenig übertreffen.

Vor den Erfolg haben die Götter (die Begabung und) den Schweiß gesetzt und das ist gut so, denn sonst liefen nur Nummer 1(sen) herum.

Das heißt nun aber nicht, dass Sie in Pessimismus versinken sollen. Der wäre der Gegenpol von Optimismus. Die Vereinigung beider Pole hat der Realist gefunden. Er kann sowohl die Vor- als auch die Nachteile einer Situation, einer Sache annehmen und sich dem daraus möglichen Konflikt stellen. So ist er in der Lage auf Grund von Zahlen, Daten und Fakten zu entscheiden und entsprechend zu handeln. Er bringt die Zeitqualität in seine Überlegungen ein und wartet ab wo andere schon rennen oder rennt, wo andere noch warten.

Seien Sie Realist. Streben Sie nach dem Machbaren. Sehen Sie beide Seiten der Realität mit den Chancen und den Gefahren, die das Leben bereithält.

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