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KörperspracheAutor: Horst Rückle, hr-know-how-pool

Erkennen, Deuten der Körpersprache und entsprechend reagieren sind die wichtigsten Rüstzeuge für den Erfolg in Gespräch und Verhandlungen - gleichgültig, ob im Beruf oder im Privatleben.

Körpersprache drückt die Einstellungen und auch die Konflikte des Agierenden aus. Das heißt im wörtlichen Sinn: Die eingenommene Stellung zeigt die "Einstellung".

Der Volksmund sagt nicht umsonst: "Mich bewegt etwas", und meint damit, dass sich seelisch-energetische Prinzipien in bestimmten Bewegungen ausdrücken. Etwas Faszinierendes geschieht: Eine Instanz in uns weiß genau, welche Haltungen und Bewegungen geeignet sind, jeweilige seelische Erlebnisse in die Wirklichkeit zu bringen.

Die Körpersprache kann zum Beispiel den wörtlichen Aussagen widersprechen, sie kann den Sinn der Aussagen verdeutlichen. Sie kann sogar für solche Aussagen Ersatz sein. Körpersprache zeigt sich in der Aktion und in der Reaktion. Der "Sender" braucht nur die Reaktion des Empfängers zu beobachten und zu deuten, um zu "wissen", ob und wie er verstanden wurde. Anhand der Art und Weise, wie der Empfänger zum Beispiel den Kopf hält, ihn neigt oder wiegt, ob er nickt oder den Kopf schüttelt oder wie er seine Hände oder Finger hält, wie sich sein Körper, die Beine und Füße bewegen u.a., kann der Sender erkennen, wie der Empfänger seine Ausführungen aufnimmt.

 
 

Training der Körpersprache

Eine Instanz in uns weiß genau, welche Haltungen und Bewegungen geeignet sind, jeweilige seelische Erlebnisse in die Wirklichkeit zu bringen.
Die Fähigkeit, Körpersprache zu deuten, versetzt den Sender beispielsweise auch in die Lage, zum richtigen Zeitpunkt in der Ausführung fortzufahren oder aber auf einzelne Aspekte genauer einzugehen. Gerade dies ist in Gesprächen mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden sehr wichtig. Das heißt für denjenigen, der sich mit Körpersprache beschäftigt, gleichzeitig zwei Kommunikationskanäle zu berücksichtigen. Während er spricht, beobachtet er den Gesprächspartner und deutet dessen Reaktionen und nutzt seine Erkenntnisse für die weiteren Aktionen. Dies zu erlernen, ist möglich. Der Umgang mit und die richtige Deutung von körpersprachlichen Symbolen erfordern eine genaue Beobachtungsgabe, die richtige Interpretation und die Fähigkeit, auf körpersprachliche Botschaften entsprechend zu reagieren. Das ist mit entsprechendem Training erreichbar.

 
 

Körpersprache ist als Mittel der Erkenntnis über jeweilige individuelle Befindlichkeiten im Verhaltenstraining leider noch nicht allgemein üblich. Leider werden immer noch vorgedachte Verhaltensstrukturen herangezogen und leider häufig dem Übenden etwas oktroyiert, was er selbst nicht verkörpert. Er wird dressiert!

Ein Gespräch, auch eine Übungssituation, lebt aus der zwischen zwei Menschen bestehenden Beziehung. Also nicht nur aus dem Denken des Senders einerseits und dem Denken des Empfängers andererseits, sondern aus dem komplexen Geschehen, das zwischen den Partnern abläuft und in der Folge das Gespräch bestimmt. So ist Körpersprache ein Indiz, das Aufschluss geben kann, wie der Gesprächspartner eine Botschaft verarbeitet. Er selber wird sich dessen häufig nicht einmal bewusst.

Im Ausdrucksverhalten verwirklichen sich Symbole. Diese Tatsache macht verständlich, dass es keinen Sinn macht, Körpersprache nur im wissenschaftlichen Sinne zu analysieren. Erst die Deutung bringt entsprechende Erkenntnisse. Um Körpersprache deuten zu können, bedarf es nicht des Denkprinzips der Logik, sondern des der Analogie. Gerade Körpersprache ist geeignet, rechtshirnhälftiges Denken zu erschließen und so zusätzlich zum linkshirnhälftigen, logischen Denken die Prinzipien der Analogie zu entwickeln.

Das Sprechen in Symbolen

Aus der Gehirnforschung lässt sich ableiten, dass an der Ausgestaltung seelischer Regungen in korrespondierender Körpersprache die rechte Gehirnhälfte, als Symbolherberge arbeitet.

So nutzen wir zum Beispiel das Symbol einer Schale - eine Schale ist dazu hilfreich, etwas aufzunehmen oder etwas zu überreichen - um Darzulegendes, zu Überreichendes mit nach oben gerichteten Handflächen auszudrücken. Eine andere Schale zeigt sich in der lächelnden Mundstellung.

Menschen, die aus eigenem Erleben und dem Erleben anderer lernen, die zuhören und beobachten, die sprachliche und körpersprachliche Botschaften des Partners bewusst aufnehmen, schaffen Beziehung im Gespräch.

Es entsteht Echtheit und eine Qualität von Erfolg, die beide Partner zufriedenstellt - den Sender und den Empfänger

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