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Alle Lebewesen senden Botschaften, aus denen auf ihre Befindlichkeit geschlossen werden kann. Dieser biologische Prozess sollte und soll die Artgenossen zur Hilfe auffordern, damit die Art überlebeben kann.

Was bei Pflanzen automatisch und bei Tieren meist instinktiv abläuft, ist bei Menschen komplexer. Menschen können solche Signale mehr oder weniger lang und mehr oder weniger gut verbergen. Probleme (= unlösbare Aufgaben) zu haben, geben viele nicht gerne zu. Lieber unterdrücken sie die Botschaften, "fressen sozusagen das Problem in sich hinein". Gelöst ist es damit nicht! Psychosomatik
meint in diesem Zusammenhang, dass die Probleme der Seele zu Problemen des Körpers werden (können). Dann zeigt er, was der Seele fehlt! Und der Körper ist ein großer Schwätzer. Ausdrucks- und Verhaltensweisen sind Signale, die interessierte, aufmerksame Beobachter wahrnehmen und bei entsprechendem Wissen deuten können.

Solche Signale können z. B. sein: Worte, die nicht sinnvoll zum Satz passen, früher als Füllworte bezeichnete Begriffe, die seelische Spannungen verraten: denn, doch, sicher, eigentlich, sagen wir mal und andere. Gesten und mimische Ausdrücke, wie z. B. nicht zur verbalen Aussage passende Ausdrucksweisen, wegwischende Bewegungen bei verbaler Zustimmung u. a. Die Aufzählung lässt sich fast beliebig verlängern.

Wer solche Signale erkennt und helfen will, sollte das Risiko, aufdringlich zu wirken, auf sich nehmen. Entschuldigen kann er sich schließlich immer noch.

Verhalten wird nur verändert, wenn der Grad der Unzufriedenheit größer ist als der Aufwand der zur Veränderung führen soll und die Wahrscheinlichkeit, dass der Aufwand das entsprechende Ergebnis bringt, gegeben ist.

Wer helfen will spricht an, was ihm aufgefallen ist und überlässt es dem Betroffenen zustimmend oder abwehrend zu reagieren. Da die Reaktion auch von der Art der Ansprache abhängt, ist es hilfreich, Feedbackregeln zu beachten:

  • Feedback mit Frage: "Mir fiel auf ..., weißt Du das von Dir?"
  • Feedback mit Folgerung: "Mir fiel auf ..., das passt irgendwie nicht zu Dir."
  • Feedback mit Gefühl: "Mir fiel auf ..., das macht mir Sorge."

Bei "Feedback mit Frage" entsteht ein gewollter Feedbackdialog. Antwortet der Empfänger bereitwillig, kann nach weiterer Analyse eine Definition des Problems möglich sein. Dann können (idealerweise vom Betroffenen) Lösungsmöglichkeiten gesucht werden.

Die Art der Antwort entscheidet auch bei den beiden anderen Möglichkeiten des Feedbacks darüber, ob das Gespräch weiter geführt werden darf bzw. kann. Verweigert sich der Empfänger, ist es gut das Thema zu wechseln. Aufdringlichkeit und überreden führen meist nur zu verstärkter Abwehr.

Die Motivation des Empfängers, sich anzuvertrauen, basiert wesentlich auf drei Säulen: Den Erfahrungen, die er mit dem Feedbackgeber gemacht hat, dem angesprochenen Thema und seinen aus beiden eventuell resultierenden Ängsten zu viel von sich preiszugeben.

Hilfreiche Gespräche gelingen, neben der Nutzung der richtigen Gesprächswerkzeuge, schließlich nur, wenn der Empfänger dem Feedbackgeber zutraut, dass das Gespräch mit ihm hilfreich sein wird. Erst daraus resultiert das Vertrauen - der absolute Glaube, dass das Anvertraute nicht zu seinem Schaden verwendet wird.

Zum Autor

Horst Rückle ist Berater und Mentor des blueprints Team. Aus seiner über 35-jährigen Erfahrung als Trainer, Coach und Unternehmer steuert er als blueprints Autor Inhalte und Artikel bei.

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