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Unter Erfolg verstehen wir das positive Ergebnis zweckvollen Handelns.

Der jeweilige Erfolg wird am Erreichungsgrad des jeweiligen Ziels gemessen. Ziele dienen der Planung. Am Ergebnis wird gemessen. Differenzen machen erfolglos oder erfolgreich. Das subjektive Erfolgserlebnis hängt davon ab, ob der Betroffene das Ziel selbst bestimmt oder beeinflusst hat, den Weg zum Ziel bestimmen oder beeinflussen konnte, der jeweiligen Abweichung und anderen Faktoren.

Erfolgserlebnisse sind Wohlgefühle. Kein Wunder, dass jeder Mensch Erfolgserlebnisse braucht und anstrebt. Dort wo Erfolgserlebnisse möglich sind, wird Leistung erbracht. Dabei muss die notwendige Leistung fordern. Sie darf aber nicht überfordern. Erreicht jemand Erfolg, ohne dafür "genügend" getan zu haben, begründet er diesen mit Glück oder Zufall. Erleidet jemand Misserfolg obwohl er hart für den Erfolg gearbeitet hat, redet er sich mit Pech heraus. Nur wenn das erreichte Ergebnis nahe beim angestrebten Ziel liegt, entstehen keine Konflikte und das Erfolgserlebnis stellt sich ein.

Nun gibt es zum jeweiligen Erfolgserlebnis viele Wege. Es führen ja bekanntlich viele Wege zum Ziel. Ein Wolft jagt anders (im Rudel), als eine Schlange (allein). Helmut Kohl wurde wegen anderer Verhaltensweisen Bundeskanzler als Konrad Adenauer, Helmut Schmitt und andere.

Trotzdem könnte jeder Erfolgreiche SEINE Verhaltensweisen als Erfolgsfaktoren vermarkten - was ja auch hinlänglich mit Titeln wie "Mein Erfolgssystem", "... Schritte zum Erfolg" und anderen Werken getan wird.

Wer Patentrezepte (oder eigene Rezepte) anbietet, vergisst, dass jeder Mensch nur aus seinen eigenen Begabungen heraus und im dazu passenden Umfeld erfolgreich sein kann. Clayderman und Horowitz (?) und Paul Kuhn unterschieden sich am gleichen Instrument und trotzdem war jeder auf SEINE Art erfolgreich. Feinkost Käfer propagiert und lebt eine andere Philosophie als ALDI. Gerade an ALDI wird deutlich, dass Erfolg keine oft propagierten Positivbegriffe braucht. Zu Beginn meiner Trainerlaufahn vor 25 Jahren wurde noch gelehrt, dass man "billig" nicht sagen dürfe, weil es ein Negativbegriff sei. "Preiswert" müsse man sagen. Nun hat gerade ALDI den Beweis erbracht, dass selbst "negative" Begriffe hervorragene Erfolgsfaktoren sein können, wenn man sie nur ernst genug nimmt.

"Total Quality Management" kann genauso gefährlich werden wie "Lean", wenn Zielgruppen und innere Systeme nicht berücksichtigt werden. Wir haben in Unternehmen nachzubessern, wenn andere "TQM" eingeführt haben, die Qualität der Fertigprodukte anstieg und der Ersatzteilverkauf zwangläufig stagniert oder zurückgeht. Problematisch, wenn das Unternehmen gerade im Ersatzteilgeschäft seine wichtigsten Deckungsbeiträge erwirtschaftete. Im Bestreben "lean" zu sein, specken manche Unternehmen so ab, dass auch qualifiziertes Personal geht, weil entweder die Art des Abspreckens oder der dahinter liegende Sinn fragwürdig war.

Wer erfolgreich sein will, braucht realisitische Vorstellungen über die von ihm angestrebte Situation. Er braucht eine realistische Selbsteinschätzung (keine Traumtänzerei!) und die notwendigen Sach- und Hilfsmittel. Er muss sich überlegen, in welchem Umfeld und bei welcher Zielgruppe sein Erfolg wahrscheinlich ist. Schließlich muss er seine Maßnahmen und seine Vorgehensweise planen und realisieren.

Jedes Ereignis auf dem Weg zum Ziel gibt Informationen über die Richtigkeit des Weges. "Wer Ohren hat zu hören und Augen zu sehen ..." beobachtet die Signale und deutet sie richtig. Wer weder sieht noch hört (... muss fühlen!) erfährt im Leid die Differenz seines Weges zu seinen Möglichkeiten.

Durchhalteparolen helfen wenig, wenn die Begabungen fehlen, der Weg oder die Zielgruppe nicht stimmen. "Man muss nur wollen", "Andere schaffen's ja auch" und andere "dumme" Sprüche vergrößern das Leid. Nur wenn die jeweiligen Ziele und Zielgruppen mit den eigenen Werten und Möglichkeiten in Harmonie sind, ist dauerhafter Erfolg möglich.

Zum Autor

Horst Rückle ist Berater und Mentor des blueprints Team. Aus seiner über 35-jährigen Erfahrung als Trainer, Coach und Unternehmer steuert er als blueprints Autor Inhalte und Artikel bei.

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