Rätsel

 


Bewertung: 5 / 5

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Um Mann und Weib zu zieren,
gab erste die Natur,
jedoch die letzten führen
gewöhnlich Weiber nur.
Das ganze brauchen jedenfalls
die Weiber nur allein,
und stecken's in die erste
befestigend hinein.

Graf Platen, deutscher Dichter, 1796 - 1835


Bewertung: 4 / 5

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Was bewegt man, um Fische zu fangen
und um in die Stube zu gelangen?

Friedrich Rückert


Bewertung: 5 / 5

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Vers bin ich zur Hälfte, zur anderen nur Tand;
errätst du mein Ganzes, so hast du Verstand.

Johann Christoph Friedrich Haug, Lyriker und Epigrammist, 1761 - 1829


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Ich habe Flügel, rate Kind,
Doch flieg ich nur im Kreise,
Und singen tu ich, wenn der Wind
Mir vorpfeift, laut und leise;
Was ihr den Feldern abgewinnt,
Kau ich auf meine Weise,
Doch - was mir durch die Kehle rinnt,
Das mundet euch als Speise.

Paula Dehmel, deutsche Schriftstellerin, 1862 - 1918


Bewertung: 3 / 5

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Da steht sie und du zielst nach ihr;
doch wenn sie ihren Kopf verliert,
so steht ein Nadelbaum vor dir,
in den sie flugs verwandelt wird.

Welche zwei Begriffe suchen wir?

Otto Sutermeister, Schweizer Pädagoge, 1832 - 1901


Bewertung: 5 / 5

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Zwei Mütter und zwei Töchter treffen sich zum Backen. Jede backt einen Kuchen. Zusammen haben sie aber nur drei Kuchen gebacken. Wie ist das möglich?


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Sie läuft die langen Straßen aus,
Schleicht unverschämt in jedes Haus,
Verratet Alles, was sie kann,
Lügt Alle, die ihr glauben, an,
Und ziert sich noch mit Fürstenschmuck die Stirne;
Wie heißt die freche Gassendirne?

Johann Peter Hebel (1760 - 1826), deutschsprachiger Dichter
aus dem alemannischen Sprachraum Südbadens, 
evangelischer Theologe und Pädagoge 


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Er wird gedreht, verknüpft, entwirrt,
kohlschwarz und weiß wie Schnee,
doch wenn es Kopf und Schwanz verliert,
dann freilich heißt's ade!

Otto Sutermeister, Schweizer Pädagoge, * 1832, † 1901


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Wer auf dem Lebensweg in allen Dingen
weiß mit der ersten gut zu schalten,
und auch die zweite stets zu halten,
der wird das Trefflichste vollbringen.

Das Ganze nimmt der Dichter wahr,
die zweite aber nimmt der Schneider.
Mehr mach ich heut nicht offenbar,
mit fehlt es an der ersten, leider!

Jean Dufresne, deutscher Schachmeister, * 1829, † 1893

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Die erste Silb, ein Gott, beherrscht des Landes Auen,
die zweite und dritte ist ein Name, oft belacht;
das schwache Ganze wird in der Gewalt der Frauen
der Donnerkeil des Zeus und spottet aller Macht.

(Theodor Körner)


Der Pantoffel

(NL 20.01.2010)


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Eine Mutter, die man benennt
nicht anders als ihre Söhne;
in einfacher Zahl: ein Instrument,
und in vielfacher: Töne.

Friedrich Rückert


Die Laute

(NL 26.10.2009)


Bewertung: 5 / 5

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Rund und klein
Fünf Schwesterlein
Im engen Haus,
Sie müssen heraus
In Wassers Flut:
Gesotten
Schmecken sie gut.

Was schmeckt da so gut?


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Der arme Tropf hat keinen Kopf;
das arme Weib hat keinen Leib,
die arme Kleine hat keine Beine.
Sie ist ein langer Darm,
doch schlingt sie einen Arm
bedächtig in den anderen ein.

Was mag das für ein Weiblein sein?

Johann Peter Hebel, deutscher Schriftsteller, Theologe und Pädagoge, * 1760, † 1826


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Man ist ihm gern ein milder Wirt,
indessen auf die Dauer kaum;
und wenn er selbst den Kopf verliert,
so hängt er schon am nächsten Baum.

(Otto Sutermeister)


Gast - Ast


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Mein Gesicht ist geschmückt mit fremden Licht.
Schmückt mich nicht das fremde Licht,
siehst du auch nicht mein Angesicht.


Der Mond


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Steh' ich als Riese auf dem Dach,
So ist es wohnlich drinnen;
Steig' ich herab in dein Gemach,
So treib' ich dich von hinnen.

Was ist gesucht?

Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph, * 1801, † 1887  

 


Bewertung: 5 / 5

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Die besten Freunde, die wir haben,
sie kommen nur mit Schmerzen an,
und was sie uns für Weh getan,
ist fast so groß als ihre Gaben.
Und wenn sie wieder Abschied nehmen,
muss man zu Schmerzen sich bequemen.

Johann Wolfgang von Goethe 


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Arabien ist mein Vaterland,
In Deutschland werd ich braun gebrannt,
In einer Mühle klein gemahlen,
Dann fühl ich heiße Wasserqualen,
Zuletzt gießt man noch Milch mir zu,
Trinkt mich, und raucht Tabak dazu.

Johann Peter Hebel


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Ein Schlüssel ist s zu jedem Herz.
Oft erscheint s bei einem Scherz.
Niemals sollst du es verlieren.
Dein Gesicht soll es verzieren.

Was ist gemeint?


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Nudeldicke Dirn!
Schädel ohne Hirn!
Dreimal dreien Junggesellen
bietend deine Stirn,
wirst du Stand und Stolz zerschellen!

Friedrich Wagner-Poltrock


Der Kegel

(NL 19.11.2008)


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Die Morgensonne bringt's ans Licht,
Doch lange hält es sich dann nicht.
Verworren ist es so manches Mal
Und hilft dann doch mal übers Tal.


Der Tau

(NL 05.11.2008)


Bewertung: 3 / 5

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Er ist an jedem Berg zu sehen,
es trägt uns selbst den Berg hinan,
bestimmt uns der Berge Höhe,
gibt uns des Abgrunds Tiefe an.

Wer ist gemeint?


Bewertung: 5 / 5

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Es geht eine Brücke über den Bach.
Sie ward gemacht in einer Nacht,
Kein König hatte sie erdacht.
Es kommen zwei, die Brücke zu brechen,
Man hört sie dabei kein Wörtchen sprechen.
Den einen sieht man, doch hört ihn nicht,
Den anderen hört man, doch sieht kein Gesicht.

Wer sind die beiden?


Bewertung: 4 / 5

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Es führt dich meilenweit von dannen
Und bleibt doch stets an seinem Ort.
Es hat nicht Flügel auszuspannen
Und trägt dich durch die Lüfte fort.
Es ist die allerschnellste Fähre,
Die jemals einen Wandrer trug,
Und durch das größte aller Meere
Trägt es dich mit Gedankenflug;
Ihm ist ein Augenblick genug.

 

Was ist gesucht?

Friedrich von Schiller, * 1759, † 1805  


Bewertung: 1 / 5

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Mit "u" macht es die Pferde toll,
Mit "a" ist es reich an Woll',
Mit "i" ist es sternenvoll.
Was ist das?


Hummel - Hammel - Himmel

(NL 24.09.2008)


Bewertung: 4 / 5

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Am Morgen ist es lang,
Am Mittag kurz und klein,
Am Abend ist es am längsten
Und des Nachts ist es gar nicht da -
Was kann das sein?


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Es tut der Mond, es tut die Sonne,
Der Teig und auch das Herz voll Wonne,
Die Tür, die Blume und die Naht,
Die Knospe und stets auch die Saat.

Was tun alle?


Bewertung: 5 / 5

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Alle Tage geh ich aus,
Bleibe dennoch stets zu Haus.

Wer wird gesucht?


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Im Feld steht ein Mädchen,
hat ein orangefarbenes Röckchen
und ein grünes Häubchen.

Was ist gesucht?


Bewertung: 4 / 5

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Erst weiß wie Schnee,
Dann grün wie Klee,
Dann rot wie Blut
Und schmeckt allen gut.

Was ist das?


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Ihr alle habt mich, auch der Berg,
Bald höckerig, bald schlicht,
Ich gehe euch allen immer nach,
Ihr aber seht mich nicht.

Wer bin ich?


Bewertung: 4 / 5

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Wer hat sechs Beine
Und geht nur auf vier?
Was ich damit meine,
Das sage mir.


Der Reiter

(NL 16.07.2008)


Bewertung: 5 / 5

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Vorn wie eine Gabel,
in der Mitte wie ein Fass,
hinten wie ein Besen.

Was ist das?


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Die Erste heißt lateinisch hinten,
Doch deutsch bewegt sie sich nach vorn;
Die andre ist stets vorn zu finden,
Als Schmuck und Waffe für den Zorn;
Das Ganze ist bald vorn, bald hinten,
Schweigt hinten und spektakelt vorn.

(Gustav Theodor Fechner)


Posthorn

(NL 25.06.2008)


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In ihm versank so mancher Blick
und auch so mancher Mann.
An ihm liegt jedes Bündel Glück,
auch nährt man Schlangen dran.


Der Busen

(NL 27.05.2008) 


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Die Erste ist das in trocknem Zustande,
Was frisch als die andre wächst in dem Lande.
Weh! wem das Ganze nur steht zu Gebot,
Sich d’ran zu halten, kommt er in Not.

(Gustav Theodor Fechner)

(NL 14.05.2008)


Strohhalm


Bewertung: 5 / 5

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Die beiden Ersten sind mehr als gut:
Mit der Dritten wehrt sich die Gassenbrut.
Das Ganze ist die adlige Klasse
Unter einer sonst sehr gemeinen Rasse.

Gustav Theodor Fechner, deutscher Psychologe, Physiker, Naturphilosoph, * 1801, † 1887


Bewertung: 5 / 5

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Bin ich Wasser, bin ich Luft,
Bin ich Geist, bin ich Duft? 
Etwas von dem allen;
Fahr' hinaus mit Gebraus,
Und zu Saus und zu Braus
Lass ich's auch noch knallen.

Gustav Theodor Fechner


Bewertung: 2 / 5

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Das erste Paar freut sich am Flug;
Das zweite Paar freut sich am Pflug;
Das Ganze ist des ersten Fluch.

Was ist gemeint?

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Muss Tag und Nacht auf Wache steh'n,
hat keine Füße und muss doch geh'n,
Hat keine Hände und muss doch schlagen.
Wer kann mir dieses Rätsel sagen?


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Wer rät,
wie das Letzte im Glas,
ein Schrei
und eine Soldatenportion dabei
ein Ort zum Essen und Trinken sei?

Welches "veraltete Wort" wird gesucht?

Franz Brentano, deutscher Philosoph und Psychologe, * 1838, † 1917


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Die ersten Silben sind von Holz,
Ein Tier die dritte kühn und stolz.
Das ganze ist der Jugend Freude,
Doch führen's auch erwachsne Leute.

(Theodor Körner) 

(NL 26.03.2008) 



Das Steckenpferd 


Bewertung: 4 / 5

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Ein jeder hat's.
Im Grabe ruht's.
Der Herr befiehlt's.
Der Kutscher tut's.

Friedrich Schleiermacher (1768 - 1834), deutscher Philosoph


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Auf weißem Feld
Sind zweie gesellt;
Das Eine zerspält,
Was das andre hält;
Wozu sie bestellt,
D’rum dreht sich die Welt.

(Gustav Theodor Fechner)

(NL 12.03.2008) 



Messer und Gabel 

 


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Mit M umschließt es manchen Garten,
mit D trotzt es der Zeiten Lauf,
mit B muss es den Acker warten,
mit L steh'n Jäger oft darauf.


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Welcher Vogel ist es, den, so laut er girrt,
doch ein Gleichgenannter schwerlich hören wird?

Friedrich Rückert (1788 - 1866), deutscher Dichter


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Ein Vater steht mit seinem Sohn am Rande einer Lichtung. Auf der Lichtung wächst ein runder Pilz, dessen Kopf einen Durchmesser von 12 cm hat.

Der Vater stellt seinem Sohn nun folgende Aufgabe: Wenn der Pilz seine Größe jeden Tag verdoppelt, füllt er nach 13 Tagen die ganze Lichtung aus. An welchem Tag füllt der Pilz die halbe Lichtung?


Bewertung: 5 / 5

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Was wurde mir gegeben, gehört mir, ich leihe es nicht aus und es wird aber von allen Menschen benutzt, die mich kennen?


Bewertung: 4 / 5

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Es ist wie ein Fluss,
auf dem man fahren muss.
Es ist wie ein Kahn,
zieht ständig seine Bahn.

Was wird gesucht?


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Der ist überall willkommen
darf zur sprödsten Schönen kommen.
Die kann durch ein leises Drücken
zarte Liebe hoch beglücken.
Das zu finden ist oft schwer,
mancher trifft's von ungefähr.

(Friedrich E. D. Schleiermacher)

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Zuweilen ist sie angenehm,
zuweilen auch fatal.
Jedoch wenn Du sie umgedreht,
dann bleibt sie stets fatal.

Tipp: Es handelt sich um ein Palindrom!


 Lage / egal


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Die Erste ist leicht verdaulich, für Kinder gut zu essen,
Indes an Älteren oft die andre frisst und zehrt.
Als wollte es selber sich und dazu andre fressen,
Sieht stets das Ganze aus, drum lasst es ungestört.

(Gustav Theodor Fechner)


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Es ist ein kleines Wickelkind,
Liegt da erst kalt und starr und blind,
Dann ist ein kurzes Leben
Auf einmal ihm gegeben.

Da wird es warm, da blickt es hell,
Fängt an zu atmen, wird ein Quell
Von Lust, ein kleiner Segen
Für den, der sein will pflegen.

Doch lange bringt's ihm nicht Gewinn,
Denn statt zu wachsen, schwindet's hin;
Der Geist entweicht nach oben,
Der Leib ist bald zerstoben.

Gustav Theodor Fechner

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Zwei Eimer sieht man ab und auf
in einem Brunnen steigen.
Und schwebt der eine voll herauf,
muss sich der andre neigen.
Sie wandern rastlos hin und her,
abwechselnd voll und wieder leer.
Und bringst du diesen an den Mund,
hängt jener in dem tiefsten Grund;
nie können sie mit ihren Gaben
im gleichen Augenblick dich laben.

Was ist gesucht?

Die Turandot Rätsel, Friedrich von Schiller, * 1759, † 1805


Bewertung: 5 / 5

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Was ist kalt und was ist heiß,
was ist hart und was ist weich,
was ist eng und was ist weit,
was ist rot und was ist Fleisch?


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Mein erstes ist das zweite,
Mein zweites ist das erste,
Das Ganze ist jeder Teil,
Jeder Teil ist das Ganze.

Franz Grillparzer, österreichischer Erzähler, * 1791, † 1872


Bewertung: 5 / 5

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Ich mache hart, ich mache weich.
Ich mache arm, ich mache reich.
Man liebt mich, doch nicht allzu nah.
Zu nah wird alles aufgezehrt.
Doch stirbt der, der mich ganz entbehrt.

Was ist gesucht?


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Die Erste ist von großer Macht,
Besiegt den Sieger nach der Schlacht,
und alle Menschen fallen nieder,
So oft die Mächt’ge kehret wieder.

Das Paar der andern übersteigt
Die Höhe, die der Mensch erreicht,
Doch oft sieht man sie niedersteigen,
Vor ihresgleichen sich zu neigen.

Das Ganze strebt nach keinen Höh’n,
Lässt alles wie es geh’n will geh’n,
Und ging’ es stets aus seinem Ton,
Nie gäb’ es Revolution.

(Gustav Theodor Fechner, 1801 - 1887)

(NL 18.12.2007) 


Schlafmütze


Bewertung: 5 / 5

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Es eilt und läuft,
Niemand sieht es laufen,
Mann kann es nicht halten,
Kann es nicht kaufen,
Macht weder Schritt noch Sprünge,
Lehrt viel verborgene Dinge.

Was ist gesucht?


Rätsel - Die beiden ersten machen es den Weibern oft nach

Bewertung: 5 / 5

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Rätsel - Die beiden ersten machen es den Weibern oft nach

Die beiden Ersten machen
Den Weibern oft es nach,
Jetzt sieht man sie noch lachen
Und weinen gleich danach.

Ein Sultan ist die Dritte,
Geht stets gespornt einher
Mit stolzem Herrschertritte,
Doch niemals reitet er.

Das Ganze ist beweglich
Zwar, wenn es still steht, stumm,
Doch schreit's mitunter kläglich,
Sobald sich's dreht herum.

(Gustav Theodor Fechner) 


Bewertung: 5 / 5

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Weiß wie Kreide,
Leicht wie Flaum,
Weich wie Seide,
Feucht wie Schaum.

(NL 19.11.2007)


Schnee 


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Wer es besitzt, hat Grund sich zu beklagen,
und wem es fehlt, der ist gesund.
Wer es verschweigt, vermag uns viel zu sagen,
und wer es sagt, der hält stets reinen Mund.
Der Geizige vermag es fortzuschenken;
der üppige Verschwender knappt sich's ab.
Wer niemals denkt, wird immer daran denken,
und jeder nimmt es mit sich in das Grab.

(NL 01.10.2007)


Nichts


Bewertung: 5 / 5

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Wohnt im Wasser,
ist aber kein Fisch;
kommt schwarz in die Küche
und rot auf den Tisch.

Was ist das?


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Rat, wenn du kannst!
Es nennen einen Wanst
fünf Zeichen dir
und auch die letzten vier.

(Franz Brentano)


B + auch = Bauch

(NL 23.01.2011)


Bewertung: 5 / 5

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Es ist größer als das Universum.
Es ist kleiner als ein Elektron.
Die Toten essen es.
Wenn wir Lebenden es essen würden,
müssten wir sterben.

 


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Zwei Schwestern kenn ich,
kannst du es fassen?
Die ganz zusammen passen,
jed' Werk gemeinsam tun
und nachts zusammen ruhn;
Doch gilts in kleinsten Fragen
Ja oder Nein zu sagen,
wirst jedes Mal du sehn,
dass die zwei Schwestern auseinandergehn.

Franz Brentano (1838 - 1917), deutscher Philosoph

 

 


Bewertung: 5 / 5

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Wer es macht, der sagt es nicht,
Wer es nimmt, der weiß es nicht,
Wer es kennt, der nimmt es nicht.

 

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Raetsel Bild auf zartem Grunde 564

Kennst du das Bild auf zartem Grunde?
Es gibt sich selber Licht und Glanz.
Ein andres ist's zu jeder Stunde,
und immer ist es frisch und ganz.
Im engsten Raum ist's ausgeführet,
der kleinste Rahmen fasst es ein;
doch alle Größe, die dich rühret,
kennst du durch dieses Bild allein.
Und kannst du den Kristall mir nennen?
Ihm gleicht an Wert kein Edelstein;
er leuchtet, ohne je zu brennen,
das ganze Weltall saugt er ein.
Der Himmel selbst ist abgemalet
in seinem wundervollen Ring;
und doch ist, was er von sich strahlet,
noch schöner, als was er empfing.

Was ist gesucht?

Friedrich von Schiller (1759 - 1805)


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Es ist mehr als Veralten
und soviel als Verwalten;
es erhält uns die Güter
und zerstört die Gestalten.

(Friedrich Rückert)

(NL 15.10.2007)


verwesen


 
 

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