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  • Gut gebrüllt, Löwe | Redewendung

    Junger Löwe auf Tour

    Gut gebrüllt, Löwe | Redewendung aus einem Shakespeare Stück

    Seine Herkunft verdankt die Redewendung einem Stück von William Shakespeares.  In "Ein Sommernachtstraum" (5. Akt, 1. Szene) fällt der Ausspruch "Well roared lion", was übersetzt zu "Gut gebrüllt, Löwe" wurde.

    Bedeutung der heutigen Redewendung

    Heute bekunden wir mit dem Ausspruch "Gut gebrüllt, Löwe" unseren Beifall, wenn jemand etwas treffend und schlagfertig bemerkt bzw. erwidert hat.

    Hier findest du "Gut gebrüllt, Löwe" erläutert ► Heutige Verwendung ► Umfrage ► Synonyme ► Artikel zu Kommunikation ► Videos

  • Den Pelion auf den Ossa türmen – Bedeutung

    Den Pelion auf den Ossa türmen

    Den Pelion auf den Ossa türmen – Bedeutung – wenn Größenwahn schief geht

    Seine Herkunft hat diese Redewendung in der Odysse von Homer (11, 315). Hier türmen die zwei Riesen Otos und Ephialtes den Berg Pelion auf den Ossa, um den Olymp zu erstürmen.

    Das wurde zwar vereitelt, aber noch heute (wenn auch selten) sagen wir "Den Pelion auf den Ossa türmen", wenn man etwas Großes noch überbieten will. 

  • Der letzte Mohikaner Sprichwort

    Der letzte Mohikaner

    Der letzte Mohikaner – das Sprichwort – Bedeutung, Herkunft

    Die Redensart "Der letzte (der) Mohikaner" verdankt seine Herkunft dem 2. Band der Lederstrumpf-Romane des amerikanischen Schriftstellers J. F. Cooper (1789 - 1851), "The Last of the Mohicans".

    Der historische Stoff des Romans sind die Kämpfe zwischen Engländern und Franzosen zur Zeit des 7-jährigen Krieges (1756 - 63). Der Freund des Helden, Lederstrumpf (Natty Bumppo), ist nach dem Tod seines einzigen Sohnes Uncas der Letzte des Delawarenstammes der Mohikaner - sein Name ist Chingachgook.

    Wenn wir heute sagen, jemand sei "der letzte Mohikaner", dann meinen wir jemanden, der von vielen als einziger übrig geblieben ist oder der Letzte, der sich für eine Sache wahrhaft engagiert. 

    Anders ausgedrückt meint das Sprichwort "Der letzte Mohikaner":

    Der letzte verbliebene Vertreter einer Gruppe, der einem Vorhaben oder einer Ansicht (eventuell trotz veränderter Umstände) die Treue hält.

  • Menetekel - Bedeutung, Herkunft

    Sehen wir ein Menetekel?

    Menetekel - Bedeutung und Herkunft des unheilvollen Vorzeichens

    Die Herkunft des Begriffs "Menetekel" verdanken wir dem Alten Testament. Genauer gesagt, dem Buch Daniel, Kapitel 5. Dort findet ein Festmahl des babylonischen Königs Belsazar statt. Plötzlich erscheint eine geisterhafte Hand und schreibt eine Botschaft an die Wand:

    "Mene mene tekel u-parsin"

    Was klingt wie ein mysteriöses Codewort aus einem Fantasy-Roman, ist Aramäisch und bedeutet sinngemäß:

    • Mene = gezählt
    • Tekel = gewogen
    • U-parsin (oder Peres) = geteilt (auch: zerteilt, zerfallen)

    Der Prophet Daniel deutete die Zeichen so: Das Reich des Belsazar ist gezählt, gewogen und als zu leicht befunden worden - sein Ende naht. Noch in derselben Nacht wird Belsazar getötet.

    Heutzutage hat sich "Menetekel" als Begriff für ein unheilvolles Vorzeichen etabliert. Es ist ein warnender Hinweis, dass etwas Schlimmes bevorsteht, wenn keine Konsequenzen gezogen werden. Es ist also kein kleiner Hinweis, sondern eher ein drastischer Alarmruf

  • Ihre Zahl ist Legion – Bedeutung – wahrlich unzählbar

    Tausende Lego-Figuren

    Ihre Zahl ist Legion – Bedeutung und Herkunft

    Herkunft

    Seine Herkunft verdankt das Sprichwort im Neuen Testament, nämlich bei Lukas (8,30) und Markus (5,9). Hier wird von der Heilung der Besessenen durch Jesu berichtet. Als er den "unsauberen Geist" austreibt, fragt Jesu nach dessen Namen und erhält als Antwort: "Legion ist mein Name, denn wir sind viele."

    In der Antike wurde der Begriff "Legion" verwendet, um eine römische Armeeeinheit zu beschreiben. Eine Legion bestand aus 4.200 bis 5.200 Soldaten und war in kleinere Einheiten unterteilt, die Kohorten.

    Bedeutung

    Der Ausdruck wird heute vorwiegend verwendet, um eine große Anzahl von Menschen oder Dingen zu beschreiben, aber auch um zu betonen, dass etwas unzählbar oder unberechenbar ist. 

  • Sisyphusarbeit – Bedeutung

    Sisyphusarbeit – Bedeutung

    Sisyphusarbeit – Bedeutung und Herkunft – die Strafe für den Gewinnsüchtigsten aller Menschen

    Seine Herkunft verdankt das geflügelte Wort Sisyphusarbeit der Hadesstrafe des Sisyphus, von der Homer in der Odyssee berichtet.

    Sisyphus, des Äolus Sohn, war der König von Korinth. Er war verschlagen und schlecht und galt bei Homer als einer der Gewinnsüchtigsten aller Menschen. Zur Strafe für seine Schlechtigkeit musste dieser mit Kopf und Händen ein Felsstück einen hohen Berg hinaufwälzen, von dem es aber immer wieder in die Tiefe rollte, sodass er wieder von vorn beginnen musste.

    Eine Sisyphusarbeit nennen wir heute eine besonders schwere und qualvolle Arbeit, die zur Erfolglosigkeit verdammt scheint und deshalb niemals zu einem Abschluss gebracht werden kann. Es heißt auch "Den Stein des Sisyphus wälzen", wenn übermenschliche Anstrengungen notwendig sind oder sich jemand vergeblich abmüht.

  • Gazette – Bedeutung

    Gazette - Bedeutung

    Gazette – Bedeutung, Herkunft – eine Zeitung für eine venezianische Münze

    Herkunft: "Gazetta di Venezia" war ein italienisches, politisches Flugblatt im 16. Jahrhundert. Der Name "gazzetta" (venezianisch gazeta) ist eigentlich der Name einer venezianische Münze, zu deren Wert im 16. Jahrhundert das örtliche Nachrichtenblatt "Gazetta" verkauft wurde. Die Gazeta war die kleinste Münze in der damaligen Republik Venedig.

    Heutige Bedeutung: Die Gazette ist eine alte und heute eher ironische Bezeichnung für eine Zeitung. Wer für eine Gazette schrieb, wurde als Gazetier bezeichnet.

    Der Begriff Gazette ist in anderen Sprachen noch gebräuchlich und bezeichnet Zeitungen, die periodisch erscheinen, sowie Amtsblätter, also behördliche Mitteilungsblätter für amtliche Bekanntmachungen.

    Hier findest weitere Informationen rund um das Wort "Gazette" ► Gazette - Bedeutung ursprünglich ► Umfrage ► Synonyme zu Gazette ► Artikel und Anregungen zu den Themen "Schreiben" und "Lesen" 

  • Jenseits von Gut und Böse – Bedeutung und Herkunft

    Ein nachdenklicher Philosoph

    Jenseits von Gut und Böse – Bedeutung und Herkunft

    Der Ausdruck "Jenseits von Gut und Böse" verdankt seine Herkunft dem gleichnamigen Werk aus dem Jahr 1886 des Philosophen Friedrich Nietzsche.

    Der deutsche Philosoph, Kulturkritiker und Dichter hinterfragte darin traditionelle Moralvorstellungen. Nietzsche argumentierte, dass die üblichen Konzepte von Gut und Böse oft zu einfach seien und die Komplexität menschlicher Motive und Handlungen nicht angemessen darstellten.

    Heute wird der Ausdruck "Jenseits von Gut und Böse" oft verwendet, um Situationen oder Ideen zu beschreiben, die sich herkömmlichen moralischen Kategorien entziehen. Es geht darum, über die Schwarz-Weiß-Malerei von richtig und falsch hinaus zu denken und die Grauzonen des Lebens zu erkennen.

    Heute wird der Ausspruch in verschiedenen Situationen genutzt, um

    • einen weltfremden Menschen zu bezeichnen
    • etwas zu bezeichnen, was das normale Ausmaß stark über- bzw. unterschreitet
    • zu sagen, dass etwas stark von dem abweicht, was noch hinnehmbar oder gerechtfertigt ist
    • anzudeuten, dass etwas nicht als gut oder schlecht beurteilt werden kann. Es weder "schwarz noch weiß" gibt.  
  • Tu, was du nicht lassen kannst – Herkunft und Bedeutung

    Schwimmen oder nicht?

    Tu, was du nicht lassen kannst – Herkunft und Bedeutung

    Seine Herkunft verdankt die Aussage zum Beispiel einer Streitschrift des Erasmus Alberus aus dem Jahr 1548 auf. Hier ist zu lesen: "Gehe hin, und thu, das du nicht lassen kannst und richte Unglück genug an."

    Heutige Bedeutung: Das Sprichwort "Tu, was du nicht lassen kannst!" ist ein resignierender Kommentar auf die Absichten des Angesprochenen. Der Nutzer der Aussage zeigt, dass er mit der Absicht nicht ganz einverstanden ist oder dass das Ergebnis auf eigene Verantwortung erfolgt. 

  • Schicht im Schacht

    Schicht im Schacht

    Schicht im Schacht – Bedeutung und Herkunft des Bergbaubegriffs

    Die Redewendung "Schicht im Schacht" verdankt ihre Herkunft einer Wendung aus dem Bergbau. Mit Schicht im Schacht" wird hier das Ende einer Arbeitsschicht bezeichnet, nachdem die letzten Bergleute einer Schicht den Schacht verlassen haben.

    Wenn also "Schicht im Schacht" war, sollte auch der letzte Bergmann mit dem Förderkorb nach oben gefahren sein, denn sonst musste er  einen Tag bzw. bis zur nächsten Schicht im Bergwerk bleiben. Außerdem war die Zeit der Personenseilfahrt zeitlich begrenzt, denn die andere Zeit diente der Förderkorb der Materialbeförderung. 

    Heute nutzen wir den Ausspruch "Schicht im Schacht", wenn etwas zu Ende ist oder etwas beendet werden soll.  

    Hier findest du "Schicht im Schacht" erläutert: ► Heutige Verwendung ► Herkunft ► Synonyme ► Artikel zu "Erholung" ► Videos zum Thema

  • Wortschatz erweitern

    Wortschatz erweitern

    Den Wortschatz erweitern – 20 Übungen und Tipps

    Wir öffnen morgens die Augen und fangen an zu denken, zu schreiben oder zu sprechen. Wenn wir nicht gerade als Tiefseetaucher in der Nordsee arbeiten, kommunizieren wir, bis wir wieder ins Bett gehen und die Augen schließen.

    Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.

    Ein größerer Wortschatz hat viele weitere Vorteile. Aber was können wir unternehmen, um ihn mit Freude und Spaß zu erweitern? Damit auch für dich etwas dabei ist, zeigen wir 20 verschiedene Möglichkeiten auf. Viel Spaß beim Erweitern deiner Lexik.

  • Teufel Eichhörnchen

    Der Teufel ist ein Eichhörnchen

    Der Teufel ist ein Eichhörnchen – Vorurteile auch im Wald

    Wenn wir sagen "der Teufel ist ein Eichhörnchen", dann meinen wir, dass das Übel, die Gefahren oder Probleme mitunter in unscheinbarer oder harmloser Form auftauchen. Es ist ein Hinweis für sich selbst oder andere, vorsichtig zu sein. Es kann sich also etwas schnell ändern bzw. im Harmlosen steckt mitunter eine Gefahr.  

    Teufel ist ein Eichhörnchen – Herkunft und Bedeutung

    Das Eichhörnchen galt in früheren Zeiten, wo der Aberglauben noch vorherrschte, wegen seines roten Fells, seiner Haare am Ohr(die an Hörner erinnern) und seiner Gewandtheit als eine sichtbare Gestalt des Teufels. Denn genau diese Merkmale verbinden den Teufel und den kleinen Nager (siehe Bild). 

  • Schnöder Mammon – Bedeutung

    Schnöder Mammon

    Schnöder Mammon – ein Fürst der Hölle oder ein gefallener Engel? Bedeutung, Herkunft

    Seine Herkunft verdankt dieser Begriff den Evangelien des Matthäus und des Lukas, wo Mammon scheinbar personifiziert und Gott in dieser Form gegenübergestellt wird.

    Im späteren Faustbuch von Widmann ist "Mammon" zum Beispiel ein Fürst der Hölle, der die Geldverleiher und Wucherer regiert. Der englischer Dichter John Milton nannte 1667 in seinem Versepos "Das verlorene Paradies" einen gefallenen Engel Mammon. Im Theaterstück "Jedermann" des österreichischen Dichters Hugo von Hofmannsthal tritt der Dämon Mammon auf, der die Menschen zum Geiz verführt.

    Heutzutage nutzen wir dieses Wort noch in der Zusammenstellung "Schnöder Mammon", um verächtlich über Geld bzw. das Streben nach Geld zu sprechen.

    Jim: "Ich muss noch richtig Gas geben, um für dieses Jahr meinen Bonus zu bekommen."
    John: "Ja, ja. Alles dreht sich um den schnöden Mammon." 

  • Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung

    Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter

    Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung, Herkunft

    Wenn wir uns nicht um das "Gekläff" von Kritikern kümmern und unbeirrt unsere Ziele anstreben, sagen wir auch "Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter".

    Es handelt sich um ein international verbreitetes Sprichwort (spanisch, indisch, kurdisch) und wird meist englisch zitiert als: "The dogs bark, but the caravan passes". 

    Die Herkunft der Redensart soll ein arabisches Sprichwort sein. Hunde gelten hier nicht sehr viel und Kamele hingegen werden als weise Tiere betrachtet.

    Wenn die Karawanen durch Asien oder Nordafrika zogen, dann schritten die großen Kamele stolz durch Ortschaften. Hunde, die sie freudig oder argwöhnisch anbellten, beeindruckten die Kamele wenig. Die Hunde bellten und die Karawane zog weiter. 

  • Unter uns Pastorentöchtern – Bedeutung

    Unter uns Pastorentöchtern – Bedeutung

    Unter uns Pastorentöchtern

    Die Redensart "Unter uns Pastorentöchtern" ist am Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommen. Seine Herkunft verdankt die Redensart wohl der Zimperlichkeit von manchen jungen Damen in Bezug auf das offene Aussprechen von derben Aussagen oder intimen Sachverhalten. Besonders den Töchtern von evangelischen Pastoren schrieb man die Eigenschaft zu, besonders fromm und züchtig zu sein, was wohl zu diesem ironischen Ausdruck führte. Eine Steigerung des Ganzen ist der Zusatz "katholische" also "unter uns katholischen Pastorentöchtern", die ja offiziell nicht häufig anzutreffen sind.

    Mit dieser umgangssprachlichen, ironischen Redensart entschuldigt man eine freie Aussprache oder einen derben Ausdruck, in der Hoffnung, dass das Gesagte nicht nach außen dringt.

    Wenn wir heute sagen "unter uns Pastorentöchtern", dann meinen wir "unter uns gesagt", "nur nicht zimperlich sein" bzw. "unter uns Eingeweihten". 

  • Wanderer zwischen zwei Welten – Bedeutung

    Wanderer zwischen zwei Welten – Herkunft und Bedeutung

    Diese Bezeichnung verdankt seine Herkunft dem Titel der Novelle "Der Wanderer zwischen beiden Welten". Sie ist aus der Feder des im Ersten Weltkrieg gefallenen Schriftstellers Walter Flex.

    Das Werk wurde im Jahr 1916 veröffentlicht und war eine Hommage an seinen Freund, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Die Novelle erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der zwischen der brutalen Realität des Krieges und seiner inneren Sehnsucht nach Frieden und Harmonie hin- und hergerissen ist. Die Figur des Wanderers verkörpert die Zerrissenheit und den Konflikt, den viele Soldaten während des Krieges erlebten.

    Heutige Bedeutung: Mit der Wendung "Wanderer zwischen zwei Welten" charakterisieren wir Menschen, die versuchen, in zwei verschiedenen Lebenswelten zu Hause zu sein oder sich in einer Art Zwischenzustand oder Konflikt befinden, in dem sie zwischen verschiedenen Interessen hin- und hergerissen sind. Dies kann auf persönlicher, kultureller, beruflicher oder emotionaler Ebene auftreten. Ein Wanderer zwischen zwei Welten kann sich oft nicht entscheiden, zu welcher Seite er gehört oder wo er hingehört.

  • Judaskuss

    Judaskuss

    Judaskuss – Herkunft – der Kuss des Verrats

    Die Herkunft des sprichwörtlichen Judaskusses verdanken wir der Bibel. Judas Iskariot verriet Jesus, indem er ihn im Garten von Gethsemane küsste. So wussten die hohen Priester durch den Judaskuss, wer gefangen werden sollte (Matthäus 26, 48 f.).

    Deswegen wird heute ein

    geheuchelter Kuss oder eine andere derartige Geste, hinter der sich statt Zuneigung und Freundschaft vielmehr eine böse Absicht verbirgt,

    als "Judaskuss" oder "Todeskuss" bezeichnet.

    Übrigens: Die 30 Silberlinge, die Judas erhielt, brachte er am nächsten Tag zurück und erhängte sich. 

  • Ikarusflug - Bedeutung

    Möwe fliegt über offener See

    Ikarusflug - Bedeutung: das wird böse enden

    Seine Herkunft verdankt der Ausdruck "Ikarusflug" der griechischen Mythologie.

    Hier ist "Ikarus" der Sohn des genialen Erfinders und Baumeisters Dädalus. Aus der Gefangenschaft des Königs Minos fliehen beide aus dem kretischen Labyrinth mithilfe von Flügeln, die aus Federn und Wachs zusammengeklebt waren. "Ikarus" flog zu hoch und kam der Sonne zu nahe. Das Wachs schmolz und er stürzte bei der Insel Samos ins Meer.

    Heutige Bedeutung von "Ikarusflug"

    Als "Ikarus" bezeichnet man jemanden, der scheitern muss, weil er zu hoch hinaus will. Sein Vorhaben bezeichnet man als "Ikarusflug".

  • Prokrustesbett – Bedeutung, Herkunft

    Prokrustesbett

    Prokrustesbett – wer nicht passt, wird passend gemacht – Bedeutung, Herkunft

    Prokrustes war in der griechischen Mythologie ein Riese, der alle, die ihm in die Hände fielen, auf ein normales Bett legte. Waren sie für das Bett zu lang, wurden sie gekürzt. Waren die Gefangenen zu kurz, wurden sie gestreckt. Er machte die Gefangenen passend für das Prokrustesbett, bis er vom König von Athen Theseus getötet wurde.

    Im übertragenen Sinn nennen wir heute ein starres Schema, das schmerzhafte Anpassungen erfordert, ein "Prokrustesbett". 

    Aber auch eine unangenehme Lage, in die jemand hineingezwungen wird, nennen wir "Prokrustesbett". 

  • Gimpel - Bedeutung

    Ein Gimpel - Vogel

    Gimpel: Definition, Bedeutung, Herkunft, Synonyme und Beispiele

    Seine Herkunft führt uns tief zurück ins Althochdeutsche: "Gimpil" nannte man einst einen farbenprächtigen Singvogel mit roter Brust - den wir heute noch als Gimpel oder Dompfaff kennen. Doch mit der Zeit hat der Begriff eine zweite Bedeutung bekommen.

    Heute steht "Gimpel" nicht nur für ein Tier, sondern auch für einen Menschen: jemand, der naiv, leichtgläubig oder ein bisschen tapsig durchs Leben geht.

    Schon Wilhelm Busch spottete:

    „Jung ein Gimpel, alt ein Simpel.“

    Ein Simpel ist im Deutschen eine eher salopp oder leicht abwertend gemeinte Bezeichnung für eine Person, die als naiv, einfältig oder geistig unbeholfen wahrgenommen wird. 

  • Memento mori – Bedeutung

    Memento mori

    Memento mori – der Mahnruf an alle – Bedeutung

    "Memento mori" war ein lateinischer Mahnruf. Er bedeutet so viel wie "Bedenke, dass du sterblich bist!".

    Die Herkunft lässt sich wie folgt erklären. Im antiken Rom gab es das Ritual, dass hinter dem siegreichen Feldherrn beim Triumphzug ein Sklave stand oder ging. Er hielt einen Lorbeerkranz über den Kopf des Siegreichen und mahnte ununterbrochen mit den folgenden Worten:

    "Memento mori." (Bedenke, dass du sterben wirst.)
    "Memento te hominem esse." (Bedenke, dass du ein Mensch bist.)
    "Respice post te, hominem te esse memento." (Sieh dich um und bedenke, dass auch du nur ein Mensch bist.)

    Jim: "Memento mori, sage ich nur."
    John: "Ja, es wäre schön, wenn hinter manchem Politiker jemand stünde und die alten Verse ständig aufsagen würde."

  • Einen Korb geben

    Einen Korb geben

    Einen Korb geben – wie gemein aber manchmal verständlich – Herkunft 

    Seine Herkunft verdankt die Redewendung "einen Korb geben" bzw. "einen Korb bekommen" der Zeit, in der die Frauen ihre Liebhaber zum Teil mit einem Korb zu sich hinaufziehen ließen.

    War der Liebhaber nicht mehr erwünscht, gab man ihm einen Korb mit brüchigem Boden oder ließ ihn in luftiger Höhe einfach hängen, um ihn so dem Gespött der Leute auszusetzen.

    Heutige Bedeutung:

    Heute verwenden wir diese Redewendung, wenn wir eine ablehnende Antwort auf ein Angebot geben.

    Beim Werben um einen Partner wird dieser Ausdruck häufig verwendet - also wenn wir jemandes Liebes- oder Heiratsantrag abweisen. 

  • Der Berg kreißte und gebar eine Maus

    Der Berg kreißte und gebar eine Maus

    Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Bedeutung

    Das Sprichwort "der Berg kreißte und gebar eine Maus" hat seine Herkunft im Werk "Ars poetica" des römischen Dichters Horaz (65 - 8 vor Christus).

    In ihm ist zu lesen: "Es kreißen die Berge, zur Welt kommt nur ein lächerliches Mäuschen". So wurde mit einem Schmunzeln darauf hingewiesen, dass es Menschen gibt, die Großes ankündigen, Großes versprechen und vorbereiten, aber kaum etwas Sichtbares dabei herauskommt. Das veraltete Wort "kreißen" bedeutet übrigens soviel wie "in den Geburtswehen liegen".

    Jim: "Die Politiker wollten doch vor der Wahl die Verwendung aller gesundheitsschädlichen Unkrautvernichtungsmittel verbieten."
    John: "Ja, und herausgekommen ist eine zeitliche Begrenzung bei einigen der vielen Mittel. Wie so oft – der Berg kreißte und gebar eine Maus."

  • Enfant terrible - Bedeutung

    Ein kleines enfant terrible

    Enfant terrible - Bedeutung, Herkunft und Beispiele für "schreckliches Kind"

    "Enfant terrible" - ein Begriff, der im Deutschen genauso gerne verwendet wird wie in seinem Ursprungsland - Frankreich. Wörtlich übersetzt heißt er "schreckliches Kind". Aber hierbei geht es nicht um bockige Dreijährige, die mit dem Löffel in die Suppe hauen. Ein "Enfant terrible" ist jemand, der durch provokantes Verhalten, unkonventionelle Ansichten oder unerwartete Aktionen auffällt - oft zum Leidwesen anderer. Es schwingt manchmal aber auch ein Hauch von Bewunderung mit, dass jemand sich so etwas traut.

    Der Begriff "Enfant terrible" erlangte durch den französischen Zeichner Paul Gavarni (1804 - 1866) besondere Bekanntheit. Zwischen 1838 und 1842 veröffentlichte Gavarni eine Serie humoristischer Lithografien unter dem Titel "Les Enfants Terribles". Diese Bildfolgen stellten Kinder dar, die durch ungezogenes oder provokantes Verhalten auffielen. Durch die Popularität dieser Werke fand der Ausdruck "Enfant terrible" Eingang in die Alltagssprache und wurde fortan verwendet, um Personen zu beschreiben, die durch unkonventionelles oder schockierendes Verhalten auffallen.

    Später wurde der Begriff auf Erwachsene übertragen, die - ähnlich wie Kinder - gesellschaftliche Normen infrage stellen. 

  • Aus dem Schneider sein - Bedeutung und Herkunft

    Skatkarten

    Aus dem Schneider sein - Bedeutung und Herkunft

    Der Ausdruck verdankt seine Herkunft dem Skatspiel, wo "Schneider werden" bedeutet, dass man weniger als 30 bzw. 31 Punkte (Augen) hat. Wer beim Skat "aus dem Schneider ist" hat eine Punktezahl von mehr als 30.

    Früher war es auch eine sehr ungalante Redewendung für eine Dame, die über 30 Jahre alt ist, und so in der Meinung der Gesellschaft kaum noch für eine Heirat infrage kam.

    Es gibt Stimmen, die eine Verbindung zur Schneiderzunft sehen. Schneidern galt früher als einfacher Beruf, der wenig Ansehen genoss. Wer "aus dem Schneider" war, hatte es geschafft, sich sozial oder wirtschaftlich zu verbessern.

    Heutige Bedeutung: Heute gebraucht man diese Redewendung, wenn jemand sich einer Verantwortung entziehen konnte bzw. eine schwierige Situation gemeistert hat. Er ist "aus dem Schneider", weil er nichts mehr damit zu tun hat. Für ihn ist das Kapitel abgeschlossen. 

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