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Tipps und Anregungen zum Kommunikationstraining
Das Wort Kommunikation kommt vom lateinischen Wort "communicare" und bedeutet soviel wie "teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen".
Er findet eine Verständigung durch die Verwendung von Zeichen und Sprache bzw. der Austausch von Information statt. Hierbei kann es sich um eine absichtliche oder unbeabsichtigte Mitteilung im weitesten Sinne des Wortes handeln. ("alles Verhalten in interpersonalen Situationen einer kommunikativen Situation hat Mitteilungscharakter").
Die wichtigsten Strukturelemente einer kommunikativen Situation sind folgende:
Ein Kommunikator (= Quelle und Sender; z. B. Person A) sendet über einen Kanal (z.B. Sprache) eine Nachricht (z. B. Inhalt des Gesprochenen) an einen Kommunikanten (= Empfänger + Ziel; z. B. Person B), die Nachricht löst beim Empfänger eine bestimmte Wirkung aus, über die eine Rückmeldung zum Sender gelangt, der darauf mit Fortsetzung, Beendigung oder Änderung seiner "Sendung" reagiert. Beendigung einer Sendung ist dabei nur möglich, wenn der Sender aus dem Wahrnehmungsbereich des Empfängers tritt, da auch z. B. Schweigen kommunikativ ist. (über nichtsprachliche Kanäle, wie z. B. Gestik, Mimik u.a.)
Kommunikationstraining ist eine Maßnahme zur Entwicklung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Lernprozess ist mit dem Lebenslauf und dem eigenen Selbstbild verknüpft. Trainingsprogramme müssen am individuell Lernenden ansetzen. (Kierkegaard: Hol den Menschen nicht da, wo du ihn vermutest, sondern dort, wo er steht.)
Trainingsmaßnahmen können firmenspezifisch, d. h. orientiert an den Firmenwerten (Leitbild), firmenintern (orientiert an der Aufgabe) oder als offene Seminare (zugänglich für jeweilige Bedarfsträger) verwirklicht werden.
Mögliche Trainingsinhalte beim Kommunikationstraining:
- Sprechen und Sprache - Aktives und selektives Zuhören - Deuten von körpersprachlichen Signalen - Führen von Konfliktgesprächen - Ziel- und partnerbezogene Kommunikation - Argumentieren von Nutzen - Führen von Verhandlungen
Artikel zum Thema Kommunikationstraining
- Vorsicht vor Killerphrasen - Du-Depp-Aussagen - Präsentationen vorbereiten und erfolgreich durchführen - Das kleine Wörtchen man - Ein Plädoyer für den Wortschatz - Nutzen Sie Ich-Botschaften - Kritik als Chance - Was die Signale des Körpers verraten - Feedback geben - Zuhören ist Gold - Die Macht der Stimme
Zitate zum Thema Kommunikation
Achte nicht nur auf das, was die Leute dir sagen, sondern auch darauf, wie sie es sagen. Wenn du einigen Scharfsinn hast, wirst du mehr Wahrheit durch die Augen entdecken als durch die Ohren. Die Leute können sagen was sie wollen, können sich aber nicht genau eine Miene nach ihrem Willen geben.
(Lord Philip Dormer Stanhope Chesterfield, englischer Politiker und Schriftsteller, 1694 - 1773) Wer will, dass ihm die anderen sagen, was sie wissen, der muss ihnen sagen, was er selbst weiß. Das beste Mittel, Informationen zu erhalten, ist, Informationen zu geben.
(Niccolo Machiavelli, italienischer Staatsmann und Schriftsteller, 1469 - 1527)
Das große Geheimnis des Erfolgs bei Gesprächen ist, wenig zu bewundern, viel zu hören; immer dem eigenen Verstand misstrauen und manchmal auch dem unserer Freunde; niemals vorgeben, besonders gewitzt zu sein, aber so gewitzt wie möglich erscheinen lassen; genau hinhören, was gesagt wurde, und auf das antworten, was gemeint wurde.
(Benjamin Franklin, amerikanischer Philosoph und Staatsmann, 1706 - 1790) Wer klug ist, wird im Gespräch weniger an das denken, worüber er spricht, als an den, mit dem er spricht.
(Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, 1788 - 1860)
Buchtipp zum Thema Kommunikationstraining
Anleitung zum Unglücklichsein /Vom Schlechten des Guten Paul Watzlawick
ISBN-10: 3492244416
Paul Watzlawicks kleiner Band Anleitung zum Unglücklichsein bricht rigoros mit der Vorstellung, Ziel des Menschen sei das Streben nach Glück. In Form von Metaphern, Aphorismen, Anekdoten und hintergründigen Geschichten beschreibt Watzlawick in amüsanter und ironischer Art die vielfältigen Möglichkeiten, den eigenen Alltag unerträglich zu gestalten und trivialen Ereignissen eine außergewöhnliche Bedeutung beizumessen.
Sieben Goldene Rede-Regeln von Rolf Breitenstein
1. Man kann über alles reden, aber nicht über 45 Minuten. 2. Das Publikum ist wichtiger als das Manuskript. 3. Nicht jede Rede muss bei Adam und Eva beginnen. 4. Wer verstanden werden will, muss verständlich sprechen. 5. Auch wenn alles falsch ist, müssen die Namen stimmen. 6. Witz ist gut, selbst gute Witze sind nicht immer angebracht. 7. Wer keine Frage offen lässt, hat die Diskussion abgewürgt.
Rolf Breitenstein war im Planungsstab des Auswärtigen Amtes in Bonn und Redenschreiber von Helmut Schmidt.
Links zum Thema Kommunikationstraining
Weitere Inhalte auf Behn & Friends
Profil von Michael Behn, Kommunikations- und Verhaltenstrainer
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