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Körpersprache im Alltag: 9 Tricks, die uns sympathisch machen

Wenn wir uns mit einem Menschen unterhalten oder in einer Gruppe kommunizieren, achten wir fast ausschließlich darauf, WAS wir sagen. Die meisten beschränken ihre Achtsamkeit darauf, was aus ihren Mündern strömt. Dabei senden wir auf vielen Wegen, auch in der Stille, pausenlos Signale an unsere Umwelt: mit unserem Körper. Leicht boykottieren wir uns dadurch selbst.

Die folgenden 9 Körpersprache-Tricks sind Empfehlungen, die uns bewährterweise sympathischer wirken lassen. Es wäre ungerecht, sie als psychologische Tricks zu verurteilen, nur weil wir damit Menschen manipulieren könnten. Vielmehr sollten wir sie als Unterstützung von positiven Anliegen verstehen (und auch nur dafür einsetzen).

 
 

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Tipp 1: Eine zugewandte geistige Einstellung

Oft hören wir Fragen wie: Wo wird Körpersprache eingesetzt? Wie lerne ich Körpersprache? Oder: Wie kann ich meine Körpersprache verbessern? Unsere grundlegende Empfehlung lautet dann stets: Arbeiten Sie an Ihrer geistigen Einstellung gegenüber Ihrem Gesprächspartner. Wenn diese zugewendet, entspannt und freundlich ausgerichtet ist, wird – tendenziell – auch Ihr Körper entsprechende Signale aussenden.

Alternativ könnte man empfehlen: Haben Sie einfach gute Gedanken über Ihren Gesprächspartner.

Vielleicht gelingt es Ihnen, im Gegenüber erst einmal - bis zum Beweis des Gegenteils - eine wohlwollende Gesinnung vorauszusetzen. Sie wünschen dies doch auch für sich von Ihren Mitmenschen, also gehen Sie ruhig mit gutem Beispiel voran.

"Wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus."

Volksmund 

Fragen Sie sich im Kontakt: Was kann ich für den anderen tun? Eventuell schenken Sie dem anderen liebevolle und aufmunternde Gedanken - ohne sofort eine Gegenleistung zu erwarten. Dies wird Sie sympathischer erscheinen lassen und Sie werden ohnehin vermutlich auf direktem oder indirektem Weg durch diese Geistesfreundlichkeit belohnt. Sie können (außer in Gefahrensituationen) nur gewinnen, werden durch die freundliche Geisteszuwendung nichts verlieren.

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Tipp 2: Arbeiten Sie an dem ersten Eindruck, den andere Menschen von Ihnen wahrnehmen

Wir beurteilen einen Menschen in Sekundenbruchteilen, wenn wir ihn das erste Mal sehen. Ist dieser Mensch eine Bedrohung? Ist sie/er attraktiv? Ist er/sie nützlich für mich?

Sie sollten diese Blitzeinschätzung bei sich selbst achtsam wahrnehmen, aber Ihre Einschätzung des Gegenübers erst nach einem näheren Kennenlernen vornehmen.

Was können Sie also tun, um im Alltag bei Ihrem Gegenüber einen sympathischen ersten Eindruck zu erwecken?

Grundsätzlich gilt:

Wenn Sie sich wohl und sicher fühlen, wirken Sie auf andere sympathischer.

Folgende Dinge unterstützen bei den meisten Menschen das Wohlfühlen in neuer Umgebung:

  • Ziehen Sie sich gut und dem Anlass entsprechend an. Achten Sie auf eine gepflegte Erscheinung.

"Kleider machen Leute"

Volksmund

  • Tun Sie etwas dafür, dass Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen. Sport und gute Ernährung unterstützen die Zufriedenheit mit uns selbst, in erster Linie ist Selbstzuneigung aber eine geistige Einstellung. Werden Sie sich selbst zu einem guten Freund, lernen Sie sich selbst mögen. Wer diese wertvolle Geisteshaltung erlangt, wird dies auch beim ersten Eindruck ausstrahlen.

Dazu ein Buchtipp:

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Tipp 3: Üben Sie ein freundliches Gesicht

Lächeln Sie!

Genauer: Trainieren Sie, dass Ihr Gesicht im Ruhemodus entspannt und leicht lächelnd ausschaut. Das ist gar nicht so schwer, sondern oft nur reine Übungssache. Zur Orientierung: Machen Sie stets ein Gesicht, als ob Sie etwas ganz leicht amüsiert.

Allerdings gilt ebenso Nietzsches Ausspruch:

"Man lügt wohl mit dem Munde; aber mit dem Maule, das man dabei macht, sagt man doch noch die Wahrheit.“

Etwas weiter gedacht ergibt sich daraus die Schlussfolgerung, dass eine zugewandte Geisteshaltung ohne böse Absicht die beste Voraussetzung schafft, um ein sympathisch wirkendes Gesicht zu machen. Beim sogenannten "Duchenne-Lächeln" sind nur die Lippen beteiligt, es fehlen die Falten um das Auge herum.

Am "besten" lächeln Sie, wenn Sie auf etwas blicken, was Ihnen wirklich gefällt. Anders ausgedrückt: Ein authentisches Lächeln erstrahlt, wenn wir inneres Glück fühlen und dieses über unser Gesicht zum Ausdruck bringen.

Gesichtssprache am Beispiel Emoji

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Tipp 4: Halten Sie Augenkontakt

Wenn wir fremden Menschen in einer Gruppe begegnen, neigen wir dazu, schnell die Augen abzuwenden, wenn unser Blick auf fremde Augen trifft. Halten Sie stattdessen den Augenkontakt und lächeln Sie dem anderen sogar zu. Lassen Sie sich Zeit dabei, hetzen Sie nicht mit den Augen. Dies zeigt Ihre Offenheit und eine vertrauensvolle, freundliche Haltung.

Welche Arten von Körpersprache gibt es?

Zu den am häufigsten besprochenen Ausdrucksmöglichkeiten über die Körpersprache gehören

  • Gesichtsausdruck,
  • Gesten,
  • Körperhaltung und -bewegung,
  • Stimmlage,
  • Berührungen,
  • Geruch,
  • Art und Zustand von Körper (Frisur, Fingernägel ...) und Kleidung,
  • Augenkontakt
  • sowie die Position zum Gegenüber.

Alle Punkte können im Alltag einen sympathischen Eindruck unterstützen oder konterkarieren. 

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Tipp 5: Achten Sie auf eine zugewandte Körperhaltung, die Selbstvertrauen ausstrahlt

Die Haltung unseres Körpers ist ebenfalls von großer Wirkung für unsere Sympathiewirkung. Verhaltensexperimente haben gezeigt, dass die Beurteilung des Gesichtsausdrucks durch den wahrgenommenen körperlichen Ausdruck beeinflusst wird. Unser Gehirn verarbeitet also die Gesichts- und Körperausdrücke des anderen gleichzeitig.

Ihre Körperhaltung wirkt auf zwei Ebenen:

  • Sie beeinflusst Ihre eigenen Emotionen
  • Sie beeinflusst, wie Sie bei anderen wirken.

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Aufrechte versus schlaffe Haltung

Die folgenden Empfehlungen bringen Sympathiepunkte:

  • Stehen Sie aufrecht, aber nicht militärisch, sondern entspannt.
  • Die Außenkante Ihrer Füße schließt mit der Ihrer Hüfte ab.
  • Ziehen Sie die Spitze Ihres Schädels leicht nach oben. Dadurch richten Sie sich auf.
  • Entspannen Sie dabei Ihre Schultern und Ihren Nacken.
  • Die Schultern können Sie zusätzlich ganz leicht nach hinten ziehen.
  • Neigen Sie sich während einer Konversation Ihrem Gegenüber leicht zu. Dies steht für Zuhören, Sympathie und Akzeptanz.
  • Probieren Sie in einer Vis-a-vis Konversation aus, ob eine leicht schräge Haltung zu Ihrem Gegenüber für Sie (und Ihr Gegenüber) weniger konfrontativ wirkt.

Ganz generell ist für eine sympathische Körperhaltung zu empfehlen, möglichst viel im Körper zu entspannen, aber dabei dennoch eine gewisse Grundspannung für die aufrechte Haltung beizubehalten.

Sitzempfehlungen

Obige Tipps können analog auf das Sitzen angewandt werden. Wenn Sie in einer Runde aufrecht sitzen, werden Sie bemerken, wie hoch Sie auf einmal wirken. Die meisten Menschen sitzen in sich zusammengesunken. Auch für das Sitzen gilt: Übertreiben Sie nicht in Richtung militärischer Steifheit.

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Tipp 6: Üben Sie ein sympathisches Eintreten

Regelmäßig werden wir im Alltag einen Raum oder Platz mit fremden Menschen betreten. In diesem Moment urteilen die anderen über Sie. Seien Sie also vorbereitet.

Wie übe ich ein sympathisches Ein- bzw. Auftreten? Im Grunde genommen gelten hierfür alle bisher genannten Empfehlungen:

  • Achten Sie auf eine zugewandte geistige Haltung: Hier treffe ich Freunde, keine Feinde.
  • Schreiten Sie aufrecht und offen.
  • Lächeln Sie, halten Sie für einen Moment den Augenkontakt, wenn sich Ihr Blick mit dem eines anderen trifft.
  • Neu: Wenn Sie jemanden in der Runde erkennen: Winken Sie ihm/ihr zu. Gerne können Sie leise ein "Ich komme gleich zu dir" murmeln. Sie werden so selbstsicherer und verströmen einen "dieser Mensch hat Freunde"-Eindruck. Dieser Trick funktioniert übrigens durchaus auch mit rein "imaginären" Freunden in einer Menge und wird von professionellen Rednern gerne genutzt.

Interessante Dokumentationen über die Körpersprache

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Tipp 7: Begrüßen Sie sympathisch

In vielen - aber nicht allen - Kulturen ist ein Handschlag die übliche Geste bei der Begrüßung. Achten Sie darauf, dass Ihr Händedruck dabei fest aber sanft ausfällt. Fassen Sie ungefähr mit dem Maß an Kraft, mit dem Sie eine große Bratpfanne mit der Hand festhalten würden.

Halten Sie den Augenkontakt während des Händedrucks. Lächeln Sie Ihrem Gegenüber zu.

Tipp

Lächeln Sie so, als ob Sie in den Augen Ihres Gegenübers etwas erkennen, das Sie erfreut.

"Ein guter Diplomat muss mit den Ohren sehen und mit den Augen schweigen können."

Lawrence Durrell, britischer Schriftsteller und Diplomat

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Tipp 8: Positionieren Sie sich offen

Die Positionierung findet immer in Kombination mit der Körperhaltung statt. Generell gilt als Sympathie-Empfehlung:

Positionieren Sie sich offen.

Man könnte sagen: Auf eine verletzliche Weise. Die Brust wird nicht von den Armen geschützt, der Körper ist auf mein Gegenüber ausgerichtet (maximal leicht schräg, siehe oben). Signalisieren Sie: Ich bin dir zugewandt, ich höre zu.

Unterstützend wirken kleine "Öffnungen" wie das Hemd am Hals aufgeknöpft lassen oder eine umgehängte Tasche an der Seite statt vor dem Bauch herunterhängen lassen.

Nicht anlehnen

Es wirkt sympathischer, wenn Sie sich bei einem Gespräch nicht anlehnen oder aufstützen. Sie signalisieren ansonsten Passivität, eventuell sogar Unsicherheit. Sympathischer und zugewandter wirkt die oben beschriebene aufrechte und entspannte Körperhaltung.

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Wohin mit den Händen?

Die Wirkung der Hände ist nicht zu unterschätzen. Das Zeigen der Handflächen wird oft als ein Signal der Offenheit und Friedfertigkeit gewertet. "Ich habe nichts zu verbergen, bin unbewaffnet." Hinter dem Rücken verschränkte Arme bieten zwar eine offene Körperfront, wirken in der Gesamtheit aber tendenziell zurückhaltend bis skeptisch.

Gilt auch im Sitzen

Achten Sie auch beim Sitzen auf eine offene Haltung. Meiden Sie gekreuzte Beine oder verschränkte Arme. Neigen Sie sich leicht nach vorne (zugewandt, ich höre dir zu) und zeigen Sie Ihre Hände.

Fingersprache: "Gute Leistung" oder "Sex"?

Achten Sie bei Ihren Gesten auf deren kulturelle Unterschiede in der Bedeutung. Das "OK-Zeichen" beispielsweise (der Ring aus Daumen und Zeigefinger, die übrige Finger sind gestreckt) steht in den USA und Deutschland für "Gut gemacht". In Japan bedeutet dieses Zeichen "Geld", in Frankreich "Null", in Mexiko "Sex" und in Äthiopien "Homosexualität".

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Tipp 9: Spiegeln Sie Ihr Gegenüber

Was bedeutet "spiegeln"? Beispiele:

  • Wenn Ihr Gesprächspartner die Arme verschränkt, tun Sie dies ebenfalls.
  • Hält die andere ein Getränk? Nehmen Sie sich ebenfalls eines.
  • Der andere lächelt? Lächeln Sie ebenfalls.
  • Ihr Gesprächspartner kommt näher? Rücken Sie ebenfalls vor.
  • Ihr Gegenüber belastet nur das rechte Bein? Tun Sie es ihm gleich.

Spiegeln meint also, Gesten, Haltungen und Handlungen des Gegenübers nachzuahmen. Dies ist eine gut erforschte Technik der Körpersprache. Menschen fühlen sich mit ihrem Gegenüber wohler (und empfinden mehr Sympathie), wenn dieser so agiert wie sie selbst. Wir spiegeln übrigens schon instinktiv, imitieren ganz automatisch während eines Gespräches unser Gegenüber. Aber nur, wenn wir das Gespräch als angenehm erleben.

Sie sollten das Spiegeln nie übertreiben, es darf dem Gegenüber nie auffallen. Sie sollten das Spiegeln dennoch durchaus häufig, aber halt unauffällig anwenden.

Bücher zur Körpersprache

Weitere Artikel auf blueprints

Körpersprache im Alltag
9 Tricks der Körpersprache, die uns sympathisch machen
Wenn wir uns mit einem Menschen unterhalten oder in einer Gruppe kommunizieren, achten wir fast ausschließlich darauf, was wir sagen. Die meisten beschränken ihre Achtsamkeit darauf, was aus Ihren Mündern strömt. Dabei senden wir auf vielen Wegen, auch in der Stille, pausenlos Signale an unsere Umwelt. Mit unserem Körper. Leicht boykottieren wir uns dadurch selbst.
Die folgenden 9 Körpersprache-Tricks sind Empfehlungen, die uns bewährterweise sympathischer wirken lassen. Es wäre ungerecht, sie als psychologische Tricks zu verurteilen, nur weil wir damit Menschen manipulieren könnten. Vielmehr sollten wir sie als Unterstützung von positiven Anliegen verstehen (und auch nur dafür einsetzen).
Tipp 1: Eine zugewandte geistige Einstellung
Oft hören wir Fragen wie: Wo wird Körpersprache eingesetzt? Wie lerne ich Körpersprache? Oder: Wie kann ich meine Körpersprache verbessern? Unsere grundlegende Empfehlung lautet dann stets: Arbeiten Sie an Ihrer geistigen Einstellung gegenüber Ihrem Gesprächspartner. Wenn diese zugewendet, entspannt und freundlich ausgerichtet ist, wird sich auch Ihr Körper entsprechend verhalten.
Alternativ könnte man empfehlen: Haben Sie einfach gute Absichten.
Vielleicht gelingt es Ihnen, im Gegenüber erst einmal – bis zum Beweis des Gegenteils – eine wohlwollende Gesinnung vorauszusetzen. Sie wünschen dies doch auch für sich von Ihren Mitmenschen, also gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
"Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus."
Sprichwort
Fragen Sie sich im Kontakt: Was kann ich für den anderen tun? Eventuell schenken Sie dem anderen liebevolle und aufmunternde Gedanken – ohne Gegenleistung. Dies wird Sie sympathischer erscheinen lassen und Sie werden vermutlich auf direktem oder indirektem Weg durch diese Geistesfreundlichkeit belohnt. Sie können (außer in Gefahrensituationen) nur gewinnen, werden dabei aber nichts verlieren.
Zur psychologischen Theorie unserer Einstellungen andern gegenüber siehe diesen Beitrag auf Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Einstellung_(Psychologie)
Tipp 2: Arbeiten Sie an dem ersten Eindruck, den andere Menschen von Ihnen wahrnehmen
Wir beurteilen einen Menschen in den Sekundenbruchteilen, nachdem wir ihn das erste Mal sehen. Ist dieser Mensch eine Bedrohung? Ist sie/er attraktiv? Ist er/sie für mich nützlich? 
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Sie sollten dies bei sich selbst achtsam wahrnehmen, aber ihre Einordnung des Anderen erst nach einem näheren Kennenlernen vornehmen.
Was können Sie tun, um im Alltag bei Ihrem Gegenüber einen sympathischen ersten Eindruck zu erwecken?
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie sich wohl und sicher fühlen, wirken Sie auf andere sympathischer. Folgende Dinge unterstützen Ihr Wohlfühlen:
Ziehen Sie sich gut und dem Anlass entsprechend an. Achten Sie auf eine gepflegte Erscheinung.
"Kleider machen Leute"
Sprichwort
Tun Sie etwas dafür, dass Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen. Sport und gute Ernährung unterstützen die Zufriedenheit mit sich selbst, in erster Linie ist Selbstzuneigung aber eine geistige Einstellung. Werden Sie sich selbst zu einem guten Freund, lernen Sie sich selbst mögen. https://www.blueprints.de/akzeptanz/mich-selbst-moegen.html
Tipp 3: Üben Sie ein freundliches Gesicht
Lächeln Sie!
Genauer: Trainieren Sie, dass Ihr Gesicht im Ruhemodus entspannt und leicht lächelnd ausschaut. Das ist gar nicht so schwer, sondern oft nur reine Übungssache. Zur Orientierung: Machen Sie stets ein Gesicht, als ob Sie etwas ganz leicht amüsiert.
Allerdings gilt ebenso Nietzsches Ausspruch: 
'"Man lügt wohl mit dem Munde; aber mit dem Maule, das man dabei macht, sagt man doch noch die Wahrheit.“
Das meint, dass eine zugewandte Geisteshaltung ohne böse Absicht die beste Voraussetzung schafft, um ein sympathisch wirkendes Gesicht zu machen. Beim sogenannten "Duchenne-Lächeln" sind nur die Lippen beteiligt, es fehlen die Falten um das Auge herum. Am "besten" lächeln Sie, wenn Sie auf etwas blicken, was Ihnen wirklich gefällt. Anders ausgedrückt: Ein authentisches Lächeln erstrahlt, wenn wir inneres Glück fühlen und diese über unser Gesicht zum Ausdruck bringen.
Emojis als Zeichen
Tipp 4: Halten Sie Augenkontakt
Wenn wir fremden Menschen in einer Gruppe begegnen, neigen wir dazu, schnell die Augen abzuwenden, wenn unser Blick auf fremde Augen trifft. Halten Sie stattdessen den Augenkontakt und lächeln Sie dem anderen zu. Lassen Sie sich Zeit, hetzen Sie nicht mit den Augen. Dies zeigt Ihre Offenheit und eine vertrauensvolle, freundliche Haltung.
Kasten
Welche Arten von Körpersprache gibt es?
Zu den am häufigsten besprochenen Ausdrucksmöglichkeiten über die Körpersprache gehören 
Gesichtsausdruck, 
Gesten, 
Körperhaltung und -bewegung, 
Stimmlage, 
Berührungen, 
Geruch, 
Art und Zustand von Körper (Frisur, Fingernägel ...) und Kleidung, 
Blickkontakt 
sowie die Position zum Gegenüber
gezählt.
Tipp 5: Achten Sie auf eine zugewandte Haltung, die Selbstvertrauen ausstrahlt
Die Haltung unseres Körpers ist ebenfalls von großer Wirkung für unsere Sympathiewirkung. Verhaltensexperimente haben gezeigt, dass die Beurteilung des Gesichtsausdrucks durch den wahrgenommenen körperlichen Ausdruck beeinflusst wird. Unser Gehirn verarbeitet also die Gesichts- und Körperausdrücke des anderen gleichzeitig.
Ihre Körperhaltung wirkt auf zwei Ebenen https://en.wikipedia.org/wiki/Posture_(psychology)#Communication_expressed_posture 
Sie beeinflusst Ihre eigenen Emotionen
Sie beeinflusst, wie Sie bei anderen wirken.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gutehaltung_desKorbersSchlechteHaltung_desKorpers.gif#globalusage
Die folgenden Empfehlungen bringen Sympathiepunkte:
Stehen Sie aufrecht, aber nicht militärisch, sondern entspannt.
Die Außenkante Ihrer Füße schließt mit der Ihrer Hüfte ab.
Ziehen Sie die Spitze Ihres Schädels leicht nach oben.
Entspannen Sie dabei Ihre Schultern und Ihren Nacken.
Die Schultern können Sie zusätzlich ganz leicht zurückziehen.
Neigen Sie sich während einer Konversation Ihrem Gegenüber leicht zu. Dies steht für Zuhören, Sympathie und Akzeptanz.
Probieren Sie in einer Vis-a-vis Konversation aus, ob eine leicht schräge Haltung zu Ihrem Gegenüber für Sie (und Ihrem Gegenüber) weniger konfrontativ wirkt.
Ganz generell ist zu empfehlen, möglichst viel im Körper zu entspannen, aber dabei dennoch eine gewisse Grundspannung für die aufrechte Haltung beizubehalten.
Sitzempfehlungen
Obige Tipps können analog auf das Sitzen angewandt werden. Wenn Sie in einer Runde aufrecht sitzen, werden Sie bemerken, wie hoch Sie auf einmal wirken. Die meisten Menschen sitzen in sich zusammengesunken. Auch hier gilt: Übertreiben Sie nicht in Richtung militärischer Steifheit.
Tipp 6: Üben Sie ein sympathisches Eintreten
Regelmäßig werden wir im Alltag einen Raum oder Platz mit fremden Menschen betreten. In diesem Moment urteilen die anderen über Sie. Seien Sie also vorbereitet. 
Wie übe ich ein sympathisches Auftreten? Im Grunde genommen gelten hierfür alle bisher genannten Empfehlungen:
Achten Sie auf eine zugewandte geistige Haltung: Hier treffe ich Freunde, keine Feinde.
Schreiten Sie aufrecht und offen.
Lächeln Sie, halten Sie für einen Moment den Augenkontakt, wenn sich Ihr Blick mit dem eines anderen trifft.
Wenn Sie jemanden in der Runde erkennen: Winken Sie ihm/ihr zu. Gerne können Sie leise ein "Ich komme gleich zu dir" murmeln. Sie werden so selbst sicherer und verströmen einen "dieser Mensch hat Freunde"-Eindruck. Dieser Trick funktioniert übrigens durchaus auch mit rein "imaginären" Freunden in einer Menge und wird von manchen professionellen Rednern gerne genutzt.
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Tipp 7: Begrüßen Sie sympathisch
In vielen – aber nicht allen – Kulturen ist ein Handschlag die übliche Geste bei der Begrüßung. Achten Sie darauf, dass Ihr Händedruck dabei fest aber sanft ausfällt. Fassen Sie ungefähr mit dem Maß an Kraft, mit dem Sie eine große Bratpfanne mit der Hand festhalten würden. 
Halten Sie den Augenkontakt während des Händedrucks.
Lächeln Sie Ihrem Gegenüber zu. Tipp: Lächeln Sie so, als ob Sie in den Augen Ihres Gegenübers etwas erkennen, das Sie erfreut. 
"Ein guter Diplomat muss mit den Ohren sehen und mit den Augen schweigen können."
Lawrence Durrell
Tipp 8: Positionieren Sie sich offen
Die Positionierung findet immer in Kombination mit der Körperhaltung statt. Generell gilt: Positionieren Sie sich offen. Man könnte sagen: Auf eine verletzliche Weise. Die Brust wird nicht von den Armen geschützt, der Körper ist auf mein Gegenüber ausgerichtet (maximal leicht schräg, siehe oben). Signalisieren Sie: Ich bin dir zugewandt, ich höre zu.
Unterstützend wirken kleine "Öffnungen" wie das Hemd am Hals aufgeknöpft lassen oder eine umgehängte Tasche an der Seite statt vor dem Bauch herunterhängen lassen.
Nicht anlehnen
Es wirkt sympathischer, wenn Sie sich bei einem Gespräch nicht anlehnen oder aufstützen. Sie signalisieren ansonsten Passivität, eventuell sogar Unsicherheit. Sympathischer und zugewandter wirkt die oben beschriebenen gerade aber entspannte Körperhaltung.
Wohin mit den Händen?
Die Wirkung der Hände ist nicht zu unterschätzen. Das Zeigen der Handflächen wird oft als ein Signal der Offenheit und Friedfertigkeit gewertet. Hinter dem Rücken verschränkte Arme bieten zwar eine offene Körperfront, wirken in der Gesamtheit aber tendenziell zurückhaltend bis skeptisch.
Gilt auch im Sitzen
Achten Sie auch beim Sitzen auf eine offene Haltung. Meiden Sie gekreuzte Beine oder verschränkte Arme. Neigen Sie sich leicht nach vorne (zugewandt, ich höre dir zu) und zeigen Sie Ihre Hände (ich habe nichts zu verbergen).
Kasten
Fingersprache: "Gute Leistung" oder "Sex"?
Achten Sie bei Ihren Gesten auf deren kulturelle Unterschiede in der Bedeutung. Das „OK-Zeichen“ beispielsweise (der Ring aus Daumen und Zeigefinger, die übrige Finger sind gestreckt) steht in den USA und Deutschland für "Gut gemacht". In Japan bedeutet dieses Zeichen „Geld“, in Frankreich „Null“, in Mexiko „Sex“ und in Äthiopien „Homosexualität“. 
Tipp 9: Spiegeln Sie Ihr Gegenüber
Was meint "spiegeln"? Zum Beispiel:
Wenn Ihr Gesprächspartner die Arme verschränkt, tun Sie dies ebenfalls.
Hält die andere ein Getränk? Nehmen Sie sich ebenfalls eines.
Der andere lächelt? Lächeln Sie ebenfalls.
Ihr Gesprächspartner kommt näher? Rücken Sie ebenfalls vor.
Ihr Gegenüber belastet nur das rechte Bein? Tun Sie es Ihm gleich.
Spiegeln meint also, Gesten, Haltungen und Handlungen des Gegenübers nachzuahmen. Dies ist eine gut erforschte Technik der Körpersprache. Menschen fühlen sich einfach mit ihrem Gegenüber wohler (und empfinden mehr Sympathie), wenn dieser so agiert wie man selbst. Wir spiegeln übrigens instinktiv, imitieren ganz automatisch während eines Gespräches unser Gegenüber. Aber nur, wenn wir das Gespräch als angenehm erleben.
Sie sollten das Spiegeln nie übertreiben, es darf dem Gegenüber nie auffallen. Sie sollten das Spiegeln dennoch durchaus häufig, aber halt unauffällig anwenden.
Bücher Körpersprache
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https://www.blueprints.de/download/kommunikation/koerpersprache.html
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