Einstellung und Verhalten: Zusammenhang, Psychologie, Tipps und Übungen
Von Zeit zu Zeit kann es wertvoll sein, das eigene Denken, die eigene Einstellung und sein Verhalten auf den Prüfstand zu stellen. Vorurteile, Glaubenssätze und Denkmuster helfen uns oder hemmen uns auf unseren Wegen. Hier findest du viele Anregungen, Tipps und Hintergründe, um deinen Einstellung und deinem Verhalten auf die Spur zu kommen und vielleicht auch auf die Sprünge zu helfen.
Einführung
Eine Einführung in das Thema Einstellung und Verhalten gehört typischerweise zur Psychologie und Sozialwissenschaft. Dabei geht es darum zu verstehen, wie Menschen denken (Einstellungen) und wie sie handeln (Verhalten) – und vor allem, wie beides zusammenhängt.
Was sind Einstellungen?
Einstellungen sind relativ stabile innere Bewertungen gegenüber Objekten, Personen, Situationen oder Ideen. Sie beantworten im Grunde die Frage: „Wie stehe ich zu etwas?“
Man unterscheidet meist drei Komponenten:
- Kognitive Komponente → Gedanken, Überzeugungen
(„Rauchen ist ungesund.“) - Affektive Komponente → Gefühle
(„Ich finde Rauchen unangenehm.“) - Verhaltensbezogene Komponente → Handlungsbereitschaft
(„Ich vermeide Raucherbereiche.“)
👉 Einstellungen sind also nicht direkt sichtbar, sondern „im Kopf“ vorhanden.
Was ist Verhalten?
Verhalten bezeichnet alle beobachtbaren Handlungen eines Menschen:
- bewusst oder unbewusst
- verbal (z. B. sprechen) oder nonverbal (z. B. Mimik)
- aktiv (etwas tun) oder passiv (etwas unterlassen)
👉 Verhalten ist das, was andere tatsächlich sehen können.
Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten
Intuitiv würde man erwarten: Einstellung → bestimmt Verhalten
In der Praxis ist dieser Zusammenhang jedoch nicht immer eindeutig.
Warum?
Mehrere Faktoren beeinflussen, ob Einstellungen tatsächlich zu Verhalten führen:
- Soziale Normen (Was erwarten andere?)
- Situationsbedingungen (Zeitdruck, Regeln, Kontext)
- Kontrolle / Möglichkeiten (Kann ich überhaupt so handeln?)
- Gewohnheiten (automatisiertes Verhalten)
👉 Beispiel: Jemand hat eine negative Einstellung zum Fliegen (Angst), fliegt aber trotzdem beruflich regelmäßig.
Wichtige Modelle
a) Theorie des geplanten Verhaltens
Diese besagt, dass Verhalten vor allem von drei Faktoren abhängt:
- Einstellung zum Verhalten
- subjektive Norm (soziale Erwartungen)
- wahrgenommene Verhaltenskontrolle
👉 Daraus entsteht eine Verhaltensintention, die Verhalten beeinflusst.
b) Kognitive Dissonanz
Wenn Einstellung und Verhalten nicht übereinstimmen, entsteht ein innerer Spannungszustand.
👉 Beispiel:
„Ich weiß, Rauchen ist schädlich“ + „Ich rauche“
→ Dissonanz
Menschen versuchen dann, diese Spannung zu reduzieren, z. B. durch:
- Änderung des Verhaltens
- Anpassung der Einstellung
- Rechtfertigungen („So schlimm ist es nicht“)
Warum ist das Thema wichtig?
Das Verständnis von Einstellung und Verhalten ist zentral für:
- Marketing (Kaufentscheidungen beeinflussen)
- Politik (Meinungsbildung)
- Gesundheitspsychologie (z. B. Verhaltensänderung)
- Alltag (Selbstreflexion, soziale Interaktion)
Kurz zusammengefasst
- Einstellungen = innere Bewertungen (unsichtbar)
- Verhalten = beobachtbare Handlungen
- Zusammenhang ist komplex und wird von vielen Faktoren beeinflusst
- Modelle helfen, diesen Zusammenhang systematisch zu erklären
Kurzanregungen, Übungen und Alltags-Hacks zum Thema Einstellung und Verhalten

Mein Wille zu staunen
"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen."
Albert Einstein
Aus Staunen entsteht Wertschätzung. Die Welt ist eine Fülle an Staunenswertem: dass ich lebe, dass überhaupt etwas ist – alles ganz erstaunlich.
Doch wir Menschen verlernen im Laufe unseres Lebens das Staunen.
Goethe meinte: "Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen." Unsere Anregung lautet somit: Lerne das Staunen neu. Greife gleich zu Stift und Zettel und notiere alles, was um dich herum – nach kurzer Überlegung – staunenswert ist.
Eventuell trägst du diese Liste im Laufe der Woche bei dir und ergänzt wenn dir wieder etwas Erstaunliches begegnet.

Der Blick zurück
Ein älteres Ehepaar sitzt am Heiligen Abend gemeinsam am Mittagstisch. Der Mann blickt auf das vergangene Jahr zurück und ärgert sich über dieses und jenes. Irgendwann bemerkt er, dass seine Frau gar nicht mehr isst. Sie schaut in Richtung des Weihnachtsbaumes, an dem sie alle Kerzen vor dem Essen angezündet hatte. Ihr Blick scheint wie in weite Ferne gerichtet.
Irritiert sagt ihr Mann: "Der Baum leuchtet dieses Jahr besonders schön. Das brauchen wir auch, bei diesem Mistwetter."
Seine Frau verharrt noch eine Weile regungslos. Dann antwortet sie ihrem Mann: "Schau mal genau hin. Zwei Lichter sind ausgegangen. Ich glaube, dass du so auf dein Jahr zurückblickst. Überall hat es geleuchtet, und du regst dich nur über die erloschenen Kerzen auf."

Bewusst Tempo raus!
Folgendes stammt aus der Feder von Albert Memmi:
„Die Schnellen brauchen ihr Leben schneller auf. Außerdem hat man keine Freude an den Dingen, denn man nimmt sich keine Zeit für sie. Langsamkeit bedeutet Körperbeherrschung, die zur Beherrschung des Geistes führt - und umgekehrt. Langsamkeit ist kein sich treibenlassen, sondern ein anderes Zeitbewusstsein, ist Klugheit im Umgang mit der eigenen Kraft."
Vorschlag: Überlege dir kommende Woche bitte immer wieder, ob du bewusst dein Tempo bei einer Tätigkeit oder Aufgabe verlangsamen könntest. Wenn du es dann tust, beobachte, wie sich deine Wahrnehmung des Tuns verändert und sich dieses verlangsamte Tun generell anfühlt.
Über den Autor
Albert Memmi ist ein französischer Schriftsteller tunesischer Herkunft. In seinen Büchern geht es um Rassismus, Emigration, Entfremdung und Entwurzelung.
Noch ein Gedanke aus seinen Büchern:
"Tatsächlich ist Zufriedenheit der Schlüssel zu allem; wer mit sich selbst in Frieden lebt, lebt mit der ganzen Welt in Frieden."
Mein frischer Blick oder Zitronen sind gar nicht so sauer
Ziel des ursprünglichen Yogas ist das Zur-Ruhe-Kommen der Bewegungen im Geist, weil diese uns eine klare Sicht auf die Wirklichkeit versperren. Wie ein Schleier sollen diese Filter wirken.
Zu diesen Schleiern unseres Geistes werden unsere Glaubenssätze gezählt. Man könnte diese auch als Vorurteile über das Leben ansehen. Dieser Schleier-Vorurteile sind wir uns normalerweise nicht gewahr. Eigentlich nie.
Unsere Anregung: Versuche zum Beispiel für den Zeitraum der kommenden Woche deine Vorurteile aufzudecken und probiere dann, diese nach deren Entdeckung fallen zu lassen. Gehe hierfür in die jeweils passende Situation möglichst unvoreingenommen hinein.
Was könnte passieren?
- Vielleicht schmeckt dir etwas, bei dem du – voreingenommen – zuvor mit Ekel herangegangen bist.
- Die kalte Dusche am Morgen tut auf einmal viel weniger weh.
- Ein Mensch, der so gar nicht deine Weltsicht teilt, den du bisher kaum ertragen hast, erscheint auf einmal gar nicht mehr so unterträglich.
Jeder hat seine persönlichen Vorurteile. Es erfordert von uns Radikalität, diese überhaupt zu erkennen, uns selbst gegenüber ehrlich zu sein. Das "Seinlassen" ist eventuell sogar nur die kleinere Hürde.
Unterhaltung versus Bildung
Hand aufs Herz – wie viel Zeit und Geld investierst du in Unterhaltung und wie viel in deine Aus- und Weiterbildung? Wir möchten dich zu einem kleinen Experiment einladen.
Bitte stelle einmal für die letzten drei Monate auf, wie in diesen beiden Bereichen deine Investitionen aussahen. Bitte überschlage nur grob und mache keine große Rechnung daraus.
| Unterhaltung (Zeit/Geld) | Aus- und Weiterbildung (Zeit/Geld) |
| Kino Fernsehen Zeitschrift Bücher Gespräche Essen gehen |
Vorträge/Seminar |
Sollte auf der Seite "Unterhaltung" der Betrag wesentlich höher sein, dann bist du in guter Gesellschaft.
Die überwiegende Mehrheit investiert wesentlich weniger Zeit und Geld in den Bereich "Bildung" als in den Bereich "Unterhaltung". Trotzdem wollen die meisten aus dieser Mehrheit erfolgreich werden.
Idee für die nächsten drei Monate: Nehme 10 % aus dem Budget, das du in Unterhaltung investierst und investiere dieses Geld in deine Weiterbildung.
- Besuche einen interessanten Vortrag.
- Kaufe gute Bücher.
- Buche ein Seminar.
- Lese eine gute Zeitschrift.
- Gehe in ein Museum.
- Besuche eine Galerie.
- Schauen in der Fernsehzeitung bewusst nach "wertvollen" Sendungen.
- etc.
Stocke nur drei Monate dein Weiterbildungsbudget auf und ziehe dann ein Fazit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du viel Neues gelernt hast, es motivierend war und du das Experiment ausweiten wirst.
Lehrmeister Zorn
„Nichts richtet so viel Schaden an wie Zorn, nichts bringt mehr Nutzen als Geduld.“
(Chinesisches Sprichwort)
Zorn wird als „heftiger Unwille“ oder „aufwallender Ärger“ beschrieben.
Du kennst dieses Gefühl sicher. Und wahrscheinlich kennst du auch die oft unangenehmen oder sogar fatalen Folgen dessen, was du im Zorn sagst oder tust. Nicht umsonst heißt es: „Wenn die Emotion kommt, geht der Verstand.“ In solchen Momenten verlierst du leicht die Kontrolle über dein Handeln – dein sogenanntes „Reptilienhirn“ übernimmt das Kommando.
Der römische Philosoph Seneca formulierte es treffend:
„Das beste Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub.“
Auch wenn es oft schwerfällt – genau dieses Gegenmittel kannst du immer wieder bewusst einsetzen. Denn im Zorn passiert Folgendes:
- Du verlierst die Kontrolle über die Situation
- Du bestrafst dich selbst für die Fehler anderer
- Du sagst oder tust Dinge, die du später bereust – und nicht mehr zurücknehmen kannst
- Du gießt Öl ins Feuer und verschärfst die Situation weiter
Es geht dabei nicht darum, Unrecht einfach hinzunehmen. Es geht um Selbstkontrolle. Denn mit einem ruhigen, klaren Kopf kannst du Konflikte deutlich besser lösen.
Versuche beim nächsten Mal, deinem Zorn anders zu begegnen:
- Sprich nicht sofort – schweige zunächst
- Bitte um Zeit, um nachzudenken
- Reflektiere deinen Zorn und lerne etwas über dich selbst
- Frage dich: „Was sagt mein Zorn über mich aus? Warum reagiere ich so?“
- Drehe dich um und verlasse die Situation
- Schlaf eine Nacht darüber
Je nach Situation und Intensität deines Zorns können dir diese Strategien enorm helfen. Probier es aus – und betrachte deinen Zorn als einen Lehrmeister, von dem du etwas lernen kannst.
Dabei wünsche ich dir viel Erfolg.
Michael Behn

Grauer Arbeitsalltag – das geht auch anders
Kennst du das auch?
- Jeden Morgen die gleiche Routine.
- Jeden Morgen derselbe eintönige Weg zur Arbeit.
- Jeden Morgen die gleichen Gesichter im Bus oder in der Bahn – alle Plätze belegt.
- Jeden Morgen der Stau an derselben Ecke. Diese Baustelle scheint einfach nie fertig zu werden.
- Jeden Morgen die gleichen Dinge, über die du dich ärgerst (schon wieder die Monatskarte vergessen?).
- Jede Ampel ist rot. Und jetzt auch noch der Müllwagen direkt vor dir.
- Jeden Morgen die gleiche Hektik, weil du nicht schon wieder zu spät kommen willst.
Routine gibt dir Sicherheit und macht vieles einfacher. Aber sie kann auch zu Langeweile, Abstumpfung und Frust führen. Und sie erhöht sogar die Unfallgefahr, weil deine Gedanken oft ganz woanders sind.
Wie wäre es, wenn du dich einmal auf ein kleines Abenteuer einlässt?
Auf geht’s!
Steh doch einmal eine halbe Stunde früher auf als sonst. (Ja, wirklich – das geht!) Diese Zeit gehört nur dir. Deine persönliche Abenteuer-Zeit.
Und so kannst du sie nutzen:
- Entdecke deinen Arbeitsweg neu – so neugierig wie früher deinen Schulweg als Kind
- Nimm einen früheren Bus oder steig eine Station vorher aus
- Geh bewusst einen anderen Weg – zu Fuß oder mit dem Auto, vielleicht durch einen Park oder ein Viertel, das du noch nicht kennst
- Vielleicht entdeckst du sogar eine Abkürzung, die dir täglich Zeit spart
Und wenn du ein Stück zu Fuß gehst:
Schau nicht nur auf den Boden – heb den Kopf und nimm deine Umgebung bewusst wahr:
- Den Balkon mit den üppigen Blumen
- Den alten, schönen Giebel, an dem du schon so oft vorbeigelaufen bist
- Die Firma, bei der du dich vielleicht einmal bewerben wolltest
- Die Schaufenster: das neue Handy, die reduzierte Bluse, die dir gefallen hat
- Den neuen Buchladen – vielleicht schaust du heute Nachmittag mal hinein
Und dann sind da die kleinen, lebendigen Momente:
- Die Katze im Fenster
- Der kleine Hund, der stolz die Zeitung trägt
- Das Mädchen, das unbedingt allein laufen will, auch wenn es noch etwas wackelig ist
Vielleicht hilfst du einer älteren Dame über die Straße – ihr Lächeln wird dich begleiten. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du dabei sogar etwas Neues, das dir sonst nie aufgefallen wäre.
Du wirst anderen Menschen begegnen. Schau sie bewusst an. Versuch es mit einem Lächeln – vielleicht entsteht daraus eine besondere Begegnung.
Und wenn du plötzlich zehn Minuten zu früh am Arbeitsplatz bist?
Dann stürz dich nicht sofort in die Arbeit. Räum ein wenig auf, kümmere dich um die Pflanzen oder koche einfach den ersten Kaffee für alle.
Und genieße dieses gute Gefühl, wenn deine Kollegen hereinkommen und du sagen kannst:
„Ich bin schon da.“
Lass dich auf dieses kleine Abenteuer ein.
Und wenn du dabei etwas Neues entdeckst, freuen wir uns, davon zu hören.
Viel Spaß dabei!
Peter Milz
Hast du heute schon gelächelt?
„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“
(Charlie Chaplin)
Als du heute Morgen dein Auto in einer Nebenstraße parkst, siehst du auf dem Gehweg eine freundliche ältere Dame. Sie scheint aus dem nahegelegenen Altersheim zu kommen. Genüsslich hält sie ihr Gesicht in die Morgensonne und macht dabei vorsichtig ein paar leichte gymnastische Übungen.
Du lächelst sie an und wünschst ihr einen guten Morgen. Sie lächelt zurück und fragt dich, ob du auch ein wenig Sport machen möchtest – ihr steht gerade am Eingang zu einem Park. Du erklärst ihr, dass du zur Bibliothek musst. Und plötzlich seid ihr in ein Gespräch vertieft. Die Dame freut sich sichtlich darüber, ein paar Worte wechseln zu können.
Da du es jedoch eilig hast, verabschiedest du dich bald wieder, wünschst ihr einen schönen Tag – und lächelst sie noch einmal freundlich an. Sie bedankt sich herzlich und wünscht dir ebenfalls alles Gute.
Als du etwa eine Stunde später zurückkommst und wieder wegfährst, steht sie noch immer am Straßenrand – und winkt dir fröhlich zu.
Auf dem Heimweg denkst du: Wie wenig es doch braucht, um einem Menschen eine Freude zu machen. Ein Lächeln und ein paar freundliche Worte genügen oft schon.
„Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen.“
(Victor Borge)
Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Lächeln und Lachen:
- Lächeln: ein freundliches Angebot an dein Gegenüber – in der Hoffnung auf ein warmes Echo
- Lachen: befreiend und fröhlich, aber weniger fein. Du kannst jemanden an- oder sogar auslachen. Aber du kannst niemanden „auslächeln“
Probier es doch einmal bewusst aus:
- An der Supermarktkasse stößt dir jemand den Einkaufswagen in die Beine – dreh dich um und sag lächelnd:
„Ich habe den Eindruck, du hast es eilig. Möchtest du vor?“ - Lass im Straßenverkehr jemanden mit einem Lächeln vor, auch wenn du eigentlich Vorfahrt hast
- Begegne einem mürrischen Beamten mit einem Lächeln und sag:
„Du hast sicher auch einen stressigen Tag.“ - Lächle ein Kind an – und auch die Eltern, die das bemerken
- Wirf einem Straßenmusiker mit einem freundlichen Lächeln ein paar Münzen in den Hut
- Begrüße deinen Partner am Morgen mit einem Lächeln – selbst wenn die Nacht kurz war und der Tag grau beginnt
- Lächle eine neue Nachbarin oder einen neuen Nachbarn an und biete Hilfe an
- Begegne Autoritäten – ob Lehrer, Prüfer oder Polizist – mit einem offenen Lächeln (und vielleicht einem kleinen Hauch von Nachsicht mit dir selbst)
- Biete im Bus oder in der Bahn mit einem Lächeln deinen Sitzplatz an
- Und selbst wenn dein Chef seine schlechte Laune an dir auslässt – versuch, mit einem Lächeln darüber hinwegzugehen
Du wirst schnell merken: Es gibt unzählige Gelegenheiten, mit einem Lächeln ein wenig mehr Licht in den Alltag zu bringen.
„Mit einem Lächeln kannst du jederzeit ein Licht einschalten – ganz ohne Energieverbrauch.“
(Peter Milz)
Wenn du magst, halte im Alltag einmal bewusst Ausschau nach solchen Momenten. Vielleicht sammelst du sogar deine eigenen Lieblingszitate zum Thema Lächeln.
Und wenn dir ein besonders schöner Moment begegnet: Teile ihn gern.
Dein
Peter Milz
blueprints Team
Die kleinen Dinge
Ein Asket saß in einer Höhle und meditierte.
Da huschte eine kleine Maus in die Höhle hinein und knabberte an der Sandale des Asketen.
Der Asket öffnete verärgert die Augen und sprach: "Warum störst du mich in meiner Andacht!"
"Ich habe Hunger", piepste die Maus.
"Geh weg, törichte Maus", schrie der Asket. "Ich suche die Einheit mit Gott, wie kannst du mich dabei stören!"
"Wie willst du dich mit Gott vereinigen", fragte da die Maus "wenn du nicht einmal mit mir einig werden kannst?"
(Autor unbekannt)
Von Fallen und Schatten – den kann ich nicht leiden
Es gibt Menschen, mit denen du einfach nicht klarkommst. Menschen, die du nicht magst – und schon der bloße Gedanke an sie löst in dir negative Gefühle aus.
Oft kannst du diesen Personen nicht einfach aus dem Weg gehen, weil sie Teil deines Umfelds sind. Genau deshalb kann es sehr hilfreich sein, deine eigene Einstellung einmal auf den Prüfstand zu stellen – um diese kraftraubenden Gedanken zu reduzieren.
Es geht dabei nicht darum, jeden Menschen zu mögen oder zu lieben. Es geht darum, deine Haltung zu hinterfragen, vielleicht zu verändern – und dabei auch etwas über dich selbst zu lernen. Und solche Chancen solltest du nicht ungenutzt lassen, auch wenn es manchmal unangenehm ist.
1. Andersartigkeit akzeptieren
Mach dir beim nächsten Treffen bewusst: Jeder Mensch hat das Recht, anders zu sein – nicht nur du.
2. Den ganzen Menschen sehen
Die Eigenschaft, die dich stört, ist nur ein Teil dieser Person. Es gibt mit Sicherheit auch positive Seiten, die du bisher übersehen hast. Versuche, sie bewusst wahrzunehmen.
3. Der „Bumerang-Effekt“
Überlege dir: So streng, wie du andere beurteilst, wirst auch du beurteilt. Vielleicht lohnt es sich, diesen inneren Bumerang gar nicht erst zu werfen.
4. Fokus auf dich selbst
Richte deine Energie lieber auf deine eigenen Ziele und Aufgaben – statt auf Menschen, die du vermutlich nicht ändern kannst. Deine Sichtweise hingegen schon.
5. Der eigene „Schatten“
Oft erkennst du in anderen genau die Eigenschaften, die du dir selbst nicht eingestehen willst. Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung nannte das den „Schatten“.
Damit meint er die Anteile deiner Persönlichkeit, die vorhanden sind, aber verdrängt werden – weil sie unangenehm sind oder nicht zu deinem Selbstbild passen.
6. Deine Wahrnehmungsfilter
Du nimmst die Welt nie objektiv wahr. Deine Erfahrungen, Überzeugungen und Erwartungen wirken wie ein Filter. Mit der Zeit verstärkt sich das: Du siehst vor allem das, was deine Meinung bestätigt.
Genau das kann zur Falle werden.
Versuch bewusst, deine eigene Sichtweise zu hinterfragen. Das ist nicht leicht – aber möglich. Nicht umsonst sagte Albert Einstein einmal:
„Es ist leichter, ein Atom zu spalten als ein Vorurteil.“
7. Geh einen Schritt auf andere zu
Reich anderen die Hand – oft bist du selbst froh, wenn dir jemand entgegenkommt.
Du erlebst Menschen immer nur in bestimmten Rollen und Ausschnitten. Das ist nie das ganze Bild.
Vielleicht steckt gerade in der Person, die du schwierig findest, ein hilfsbereiter, interessanter Mensch. Vielleicht hatte sie bisher einfach noch keine Gelegenheit, dir das zu zeigen.
Gib ihr diese Chance. Denn eines ist sicher: Gute Bekanntschaften und echte Freunde kannst du immer gebrauchen.
Verhalten braucht Vorbilder
Nur in der Wechselwirkung von Anlagen, Begabungen und Talenten mit der Umwelt, den kulturellen und moralischen Regeln und insbesondere den Vor- und Leitbildern entwickelt sich der Mensch zur Person.
Weil aber kaum eindeutig verbindliche und klare Regeln bestehen und gelten, muss der heutige Mensch aus Beobachtungen lernen, was jeweils richtig oder falsch, gewollt oder nicht gewollt ist.
Die Antwort eines 9-jährigen Mädchens in einer Radiosendung hat mir erneut bestätigt, wie schwer sich schon Kinder tun, Sicherheit bietende und Erfolg stabilisierende Ordnung zu lernen. Auf die Frage der Moderatorin, welche Vorbilder sie habe, antwortete das Mädchen: "Keine". Eine erneute, helfende Nachfrage, in der die Moderatorin als Beispiele Sportler, Sänger und Schauspieler nannte, kam ein erneutes "Nein". Ein letzter Versuch der Moderatorin war: "Und Dein Vater, ist das kein Vorbild?" "Nein", antwortete das Mädchen "der fährt in der Stadt immer 70!"
Wie sollen Kinder gewolltes Verhalten lernen, Mitarbeiter gewollte Verhaltensweisen entwickeln und praktizieren, wenn sie von ihren Eltern bzw. Führungskräften Verhaltensweisen vorgelebt bekommen, die die Worte Lügen strafen?
Wenn Politiker lügen, ehrenwörtliche Falschaussagen machen, Unternehmer und Führungskräfte ihre Kunden und Mitarbeiter täuschen, wenn dann Eltern statt ihrer Verantwortung nachzukommen, über die Gesellschaft, die Politiker, die Schulen, die Unternehmer schimpfen, wenn Führungskräfte über die Geschäftsleitung, die Gewerkschaften, die Wettbewerber negative und abwertende Aussagen produzieren, kann wohl kaum eine hilfreiche Vorbildwirkung entstehen.
Unworte sind die ersten Schritte zu Untaten!
Das muss jedem zu denken geben, der von einer "Verkaufsfront" spricht, von "den Idioten", von "den Bullen", von "Gesprächseinstieg", von "Einwänden", von "niedermachen", von "rauskegeln" von Kunden-Bindung, um nur einige Beispiele zu nennen.
Dass Menschen Ordnung und klare Regeln brauchen und suchen, wird nicht zuletzt daran deutlich, dass die Wohngebiete, die Vereine, die Unternehmen größten Zulauf haben, in denen klare Regeln Sicherheit vermitteln.
Beobachtungen zeigen, dass die Unternehmen, die klare Werte formulierten und diese ernst nehmen, mehr als notwendig Blindbewerbungen bekommen. Dies ist ein Indiz für eine weitere Beobachtung, wonach immer mehr junge Menschen nicht (nur) wegen des Geldes – das ist seit Herzberg ohnehin (nur) ein Hygienefaktor –, sondern wegen der Unternehmenskultur und der Begeisterung für "ihr" Unternehmen mehr leisten und sagen, dass ihnen dies Spaß mache. Dabei verstehen sie unter Spaß nicht das Gleiche wie frühere Generationen. Sie meinen damit das Aufgehen in der Aufgabe, wie es nur bei der Übereinstimmung eigener Werte mit den Unternehmenswerten und den Aufgaben entsprechendem Können möglich ist.
Wer als Eltern spätere Achtung erfahren oder als Unternehmer Leistungsbereitschaft und -fähigkeit in sein Unternehmen integrieren will, muss als Vorbild akzeptiert werden können. Mit entsprechender Authentizität statt Taktik, Begeisterung statt Überzeugung, Gesprächsbereitschaft statt Überredung und Wertschätzung statt Durchsetzungsvermögen wird dies erreichbar.
Horst Rückle (Unternehmensberater, Coach und Trainer)
Elternhaus und späteres Verhalten
Wir übernehmen Verhaltensweisen, die uns hilfreich erscheinen - auch negative! Menschen tun nicht was richtig ist, sondern was ihnen nutzt.
Nützlich kann es sein, sich mit dem Aggressor zu identifizieren. Wenn ich bin wie er, lässt er mich in Ruhe! Allerdings führt solche Identifikation in vielen Fällen zu späterem aggressivem Führungsverhalten. Aber auch die, die sich sagten so arg war es nicht, wiederholen Statistiken zufolge erlebte Verhaltensweisen im späteren (Führungs-)Verhalten. Nur wer sich von negativ erlebten Verhaltensweisen distanziert, tut später nicht das Gleiche.
Untersuchungen der Universität Tübingen zeigen, dass Kinder ihre Eltern in Gruppen einordnen können. Die Verteilung der Elterngruppen war unabhängig von sozialen Schichten, gesellschaftlichem Rahmen, Bildung, Großstadt oder Provinz oder Bundesländern.
Die befragten Kinder erleben ihre Familien als: Konflikteltern mit wenig harmonischem Familienklima und wenig gemeinsamen Werten, als Partnereltern mit überdurchschnittlich harmonischem, wertebestimmtem Klima – beide Eltern sind einfühlsam, als lockere Eltern die weniger Wert auf Schulergebnisse und viel Wert auf gemeinsame Aktivitäten legen und Kontrolleltern, die streng, aber aufmerksam sind.
Kinder von Partnereltern erfuhren Wertschätzung und Achtung. Solche Kinder waren in Entscheidungsprozesse einbezogen. Sie finden in Werten Halt und Stetigkeit. Begleituntersuchungen zeigen, dass Kinder von Partnereltern die besten Erfolgschancen im späteren Leben haben.
Konflikteltern neigen zur Durchsetzung und Machtausübung. Solche Eltern setzen sich über die Wünsche der Kinder hinweg.
Partnereltern bieten einen hohen Schutzfaktor für das aufwachsende Kind.
Bei lockeren und Kontroll-Eltern ist dieser Faktor nur durchschnittlich ausgeprägt. Bei Konflikteltern ergaben sich hohe Risikofaktoren.
Es wäre nun falsch zu sagen, dass nur Eltern die Kinder beeinflussen. Wie bereits am Beginn ausgeführt, beeinflussen die Kinder mit ihrem Reaktionsverhalten auch die Eltern. So verstärkt sich das System wechselseitig und hält sich ohne willentliche Eingriffe aufrecht.
Partnereltern erfahren Belohnung indem ihre Kinder sich anvertrauen und über Probleme und Konflikte sprechen. Solches Verhalten erleben Konflikteltern weniger. Jeder lebt in seiner Welt und erfährt am Verhalten der anderen die Bestätigung für die Richtigkeit seines Verhaltens: "Man kann ja mit dem sowieso nicht reden…". Kein Wunder, dass Kinder von Konflikteltern häufiger depressiv verstimmt sind und häufiger rauchen als Kinder anderer Familien.
Unbearbeitet wiederholt sich das Schicksal der Eltern in den Kindern (Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!). Bei Kindern von Konflikteltern kommt es doppelt so häufig zu späterem Stehlen und Schwarzfahren als bei Kinder von Partnereltern.
Nun wissen wir aus der Zwillingsforschung, dass sowohl Veranlagungen als auch Umwelteinflüsse das spätere Verhalten bewirken. Insofern mag das Kind viele Jahre nur darauf ausgerichtet sein, problemlos zu überleben und, um dies zu erreichen, die dafür nützlichen Verhaltensweisen zu lernen. So scheint alles unveränderbares Schicksal zu sein.
Lebenspläne aber kann man umschreiben. Man kann sich aus ihnen befreien indem auch neurologisch eine andere Bahn im Hirn gebahnt wird. Dies beweist die neuere neurologische Forschung eindeutig.
Die vorherrschende neurale Bahn wurde im Hirn angelegt, indem bei aufrüttelnden frühkindlichen Problemen Lösungsstrategien von der Familie, dem Wohnviertel, von Freunden, vom Vorbild, von der Kultur übernommen werden. Je schlechter wir einander Vorbild sind, desto weniger Gutes gibt es zu lernen!
Dank der Verunsicherung werden im Gehirn Botenstoffe ausgeschüttet und diese führen dazu, dass das, was das Kind zur Problemlösung tut, "eingebrannt" wird. So wird der Mensch von der eingefahrenen Strategie abhängig.
Oft werden derartige Bahnen erst in einer schweren Krise geändert. Ein schwerer emotionaler Aktivierungszustand – Leid – kann das Programm verändern, aber auch bewusstes Erarbeiten neuer Programme in praxisnahen und qualifiziert gestalteten Trainingsseminaren können Verhaltensmuster verändern.
Zum Verfestigen müssen Botenstoffe, die im täglichen Leben nicht ausgeschüttet werden, entstehen und zum "Einbrennen" des neuen Weges führen. Danach hat man mehr Strategien zur Verfügung als vorher, kann anders mit Situationen umgehen und seinen weiteren Lebensweg freier und erfolgreich gestalten.
Autor: Horst Rückle (Unternehmensberater, Coach und Trainer)
Einstellungen zum Geld oder über den Mammon
(syrisch Mamuno, Geld bzw. Vermögen) Der Name "Mammon" stammt aus den Evangelien des Matthäus und des Lukas, wo er scheinbar personifiziert und Gott in dieser Form gegenübergestellt wird. Im späteren Faustbuch von Widmann ist "Mammon" zum Beispiel ein Fürst der Hölle, der die Geldverleiher und Wucherer regiert.
Heutzutage nutzen wir dieses Wort noch in der Zusammenstellung "Schnöder Mammon", um verächtlich über "Geld bzw. das Streben nach Geld" zu sprechen.
Seit es so etwas wie Geld gibt, bewegt dieses Thema den Menschen stark. Große Dichter und Denker genauso wie das "Milchmädchen" hat das Geld inspiriert zu nachdenkenswerten, widersprüchlichen und humorigen Aussagen. Hier ein paar Beispiele:
„Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.“
Unbekannter Autor
„Wer gut wirtschaften will, sollte nur die Hälfte seiner Einnahmen ausgeben, wenn er reich werden will, sogar nur ein Drittel.“
Francis Bacon (1561 - 1626), englischer Philosoph
„Geizhälse sind die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entzücken ihrer Erben.“
Theodor Fontane (1819 - 1898), deutscher Dichter
„Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.“
Platon (427 - 347 v. Chr.), griechischer Philosoph
„Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.“
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph
„Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann nur noch lächeln über die kostbaren Fußböden der Reichen.“
Lucius Annaeus Seneca (etwa 4 v. Chr. bis 65 n. Chr. ), römischer Philosoph
„Ein Kind mit liebevollen Eltern und ein Haus voller Bücher kann nie arm sein.“
Unbekannter Autor
„In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen.“
Voltaire (1694 - 1778), französischer Philosoph und Schriftsteller,
eigentlich François-Marie Arouet
Seesterne retten
Eines Nachts kam ein furchtbarer Sturm am Meer auf. Der Sturm tobte stundenlang und meterhohe Wellen des Meers brachen sich gewaltig am Strand.
Bis zum Morgen ließ das Unwetter langsam nach und der Himmel klarte sich wieder auf. Am weiten Strand lagen jedoch unzählige Seesterne, die vom Sturm an den Strand geworfen waren.
Ein kleiner Junge lief am Strand entlang und nahm sehr behutsam Seestern für Seestern in seine Hand. Vorsichtig warf er sie wieder ins Meer zurück.
Da kam ein alter Mann am Strand entlang. Er sah den Jungen an und sprach: "Ach, lass das doch, du kannst ja doch nicht alle retten."
Der kleine Junge schaute den alten Mann an und sagte: "Vielleicht kann ich nicht alle retten. Aber für den einen verändert sich die ganze Welt!" und warf den nächsten Seestern behutsam zurück ins Wasser.
(aus "Entdecke dein Gehirn", Porter)
Geschichten rund um das Thema Einstellung und Verhalten
Miss Rose: Der Kampf von Licht und Dunkel

In ihrer Afrika-Zeit lebte Miss Rose auch bei einer Müllsammlerin namens Tabaka in Kapstadt. Merkwürdige Geschicke, für deren Erzählung hier nicht der Raum ist, hatten sie in das Armen-Ghetto der Riesenstadt am Südatlantik geführt.
Miss Rose spürte sofort ein Gefühl der Verbundenheit bei ihrer Ankunft in Tabakas Blechhütte. Die alte Katze nahm es stets als ein gutes Zeichen, wenn ihr sofort eine Schale Milch hingestellt wurde. Miss Rose erkannte auch: Tabaka würde nicht mehr allzu lange leben.
Eines Abends saß Tabaka mit ihrer Enkelin am Feuer. Beide trennten alte Kleidungsreste auf und sammelten verwertbare Stoffreste auf einem Haufen zwischen sich. Ein Schneider kaufte Tabaka diese Kleidungsreste ab und verwendete sie als Flicken.
Miss Rose hatte es sich auf dem Stoffhaufen bequem gemacht und lauschte dem Gespräch zwischen Oma und Enkeltochter.
"Weißt du Safira, in jedem von uns Menschen ...
Hier weiterlesen: Miss Rose: Der Kampf von Licht und Dunkel
Die Legende vom Tempel der tausend Spiegel
In Indien gab es den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig.
Eines Tages erklomm ein riesiger, dunkler Hund den Berg. Er rannte die Stufen hinauf und ging in den Tempel und machte eine unheimliche Erfahrung.
Hier weiterlesen: Die Legende vom Tempel der tausend Spiegel
Fun Facts zu den Themen Einstellung und Verhalten
- Menschen rechtfertigen widersprüchliches Verhalten oft kreativ
👉 Raucher glauben häufiger, sie hätten „genetische Resistenz“. - Einstellungen können sich durch Verhalten ändern – nicht nur umgekehrt
👉 „Fake it till you make it“ hat tatsächlich psychologische Grundlage. - Menschen unterschätzen massiv den Einfluss sozialer Normen
👉 Gruppendruck beeinflusst Entscheidungen stärker als eigene Überzeugung. - 90 % unserer Entscheidungen laufen unbewusst ab
👉 Verhalten ist oft automatisiert – nicht rational gesteuert. - Lächeln kann tatsächlich die Stimmung verbessern
👉 Selbst erzwungenes Lächeln beeinflusst Emotionen. - Menschen ändern eher ihre Einstellung als ihr Verhalten
👉 Verhalten ist oft stabiler als Überzeugungen. - Wir handeln moralischer, wenn wir beobachtet werden
👉 Schon ein Bild von Augen erhöht ehrliches Verhalten. - Gewohnheiten schlagen Einstellungen fast immer
👉 Besonders bei Alltagsentscheidungen (z. B. Ernährung).
Ergänzungen und Fragen von Leser:innen
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Unsere Artikel zu den Themen Einstellung und Verhalten
Die Geschichte mit dem Hammer (mit Interpretation, Umfrage und Hintergrund)
Unser Geist denkt manchmal auf Wegen, die uns ohne äußeren Anlass in leidvolle Gefühlslagen und ebensolche Emotionen hineinschleudern. Ein berühmtes Beispiel hierfür bietet die "Geschichte mit dem Hammer". Sie lautet:
Die Fabel von den beiden Fröschen – Aesop | eine Motivationsgeschichte
Zwei Frösche gingen auf Wanderschaft, denn die heiße Sommersonne hatte ihren Tümpel ausgetrocknet. Gegen Abend erreichten sie einen Bauernhof, wo eine große Schüssel Milch zum Abrahmen aufgestellt worden war. Sogleich hüpften sie hinein und ließen es sich schmecken. Was keine gute Idee war.
Das Ideal von Kurt Tucholsky plus Gedanken und Beiträge zum Thema des Gedichts
Kurt Tucholsky (9. Januar 1890 in Berlin; † 21. Dezember 1935 in Göteborg) verstand sich selbst als linker Demokrat. Er hat in seiner Rolle als Gesellschaftskritiker in der Tradition Heinrich Heines ein satirisches Gedicht verfasst, in dem er die Raffgier, das Nie-Zufriedensein und das menschliche Streben nach Perfektion aufs Korn nimmt.
Das Gedicht: Das Ideal |Tucholsky (1927)
Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße:
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:
Fabel "Wolf und Lamm" von Jean de La Fontaine und Aesop
Die Fabel "Lamm und der Wolf" wird ursprünglich dem altgriechischen Fabeldichter Äsop zugeschrieben. Der römische Dichter Phaedrus hat sie in Versform umgedichtet. Der französische Schriftsteller Jean de La Fontaine hat die Fabel dann in seiner Erzählung Der "Wolf und das Lamm“ leicht umgeschrieben.
"Der Wolf und das Lamm" in der Fassung von Jean de La Fontaine
Der Starke hat immer recht. Das werden wir sogleich sehen ...
Ein Lamm löschte seinen Durst in einem klaren Bache. Dabei wurde es von einem hungrigen Wolf überrascht.
"Wie kannst du es wagen", rief er wütend, "mir meinen Trank zu trüben? Für diese Frechheit musst du bestraft werden!"
Der Löwe und die Mücke von Aesop
Eine Mücke forderte mit den übermütigsten Worten einen Löwen zum Zweikampf heraus: "Ich fürchte dich nicht, du großes Ungeheuer", rief sie ihm zu, "weil du gar keine Vorzüge vor mir hast; oder nenne sie mir, wenn du solche zu haben glaubst; etwa die, dass du deinen Raub mit Krallen zerreißest und mit Zähnen zermalmest? Jedes andere feige Tier, wenn es mit einem Tapferen kämpft, tut dasselbe, es beißt und kratzt. Du sollst aber empfinden, dass ich stärker bin als du!"
Eine Geschichte über Geben und Nehmen – der weise Mann und der Junge
Es war einmal ein großer, weiser Mann. Der holte eines Tages einen kleinen Jungen zu sich, denn er wollte ihm das schönste Spiel beibringen, das er kannte.
Der weise Mann wusste aber, dass das Spiel nicht ungefährlich ist. Aber der Wert dieses Spiels ist immens und er liebte diesen Jungen. So ging er das Risiko ein.
Die Insel der Gefühle
Vor langer Zeit existierte einmal eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen zu Hause: Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort.
Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.
Der Fisch und das Meer - mutiger leben und die Kunst des Loslassens
Stell dir vor, du könntest auf einmal nicht mehr richtig gehen. Von jetzt auf gleich.
Warum? Einfach nur, weil du darüber nachgedacht hast, was du alles gleichzeitig machen musst, wenn du wie automatisch gehst.
Warum das möglich ist und wie ein verzweifelter Fisch ein ähnliches Problem löste, liest du hier.
Die Fabel vom Frosch – ein Rat für das Leben
Es war einmal ein Wettlauf der Frösche. Ziel war es, den höchsten Punkt eines großen Turms zu erklimmen.
Viele Frösche versammelten sich, um dem Wettstreit zuzusehen und ihre Artgenossen anzufeuern.
Der Wettlauf begann und keiner der Zuschauer glaubte wirklich daran, dass ein Teilnehmer auf die Spitze des Turmes gelangen könnte.
Alles, was man hörte, waren Sätze wie: "Die Armen, sie werden es nie schaffen!"
Die Fabel vom Affen
In einer Küstenstadt, wo das Meer und der Mensch seit Äonen im Einklang leben, begegnete ein neugieriger Affe dem Treiben am Meeresrand.
Er beobachtete einen alten Fischer, der mit der Geschicklichkeit ein Netz voller Fische aus dem Meer zog. Der Fischer breitete nach getaner Arbeit seine Netze zum Trocknen aus, bevor er sich auf den Heimweg machte.
Der Affe war neugierig und schlich sich zum Boot.
Neid sinnvoll nutzen: Achtsamkeit und praktische Übungen
Neid – kaum ein Gefühl hat so einen schlechten Ruf und gleichzeitig so viel Sprengkraft. Wir scheuen ihn, schämen uns für ihn, doch er sitzt längst mit am Tisch, wenn wir vergleichen, bewerten, träumen. Wer sich traut, genauer hinzusehen, entdeckt darin kein Gift, sondern einen Hinweisgeber: Neid erzählt von dem, was uns fehlt, was wir uns wünschen, was wir verändern könnten. Dieser Text zeigt, wie man das unbequeme Gefühl nicht wegdrückt, sondern in eine Kraftquelle verwandelt – und dabei lernt, sich selbst ehrlicher zu begegnen.
Klug genutzt, beflügeln Neidgefühle uns auf dem Pfad der Selbsterkenntnis. Unser kleiner Neid-Workshop in 2 Schritten hilft, dem Neid auf die Spur zu kommen.
Einst sprach ein Vater zu seinem Sohn: "Komm, lieber Sohn, ich will dir die Torheit der Welt zeigen."
Er zog den Esel aus dem Stall und sie führten ihn an der Hand in das nächste Dorf. Da liefen die Bauern zusammen und riefen: "Seht doch, welche Narren da kommen. Führen den Esel an der Hand und keiner sitzt drauf." Nun machten sie sich auf in das zweite von fünf Dörfern, um die Torheit der Welt zu erkennen.
Das Haselhuhn und die Schildkröte | eine afrikanische Fabel
"Ich bin besser daran, als du", sagte das Haselhuhn zur Schildkröte. "Ich kann rasch gehen und noch mehr - ich kann fliegen."
"Du Glückliche", antwortete die Schildkröte, "ich schleppe mich fort, und, so gut es geht, wickle ich meine Geschäfte ab."
Jedoch ...
Das tote Pferd - die Angst vor dem Scheitern
Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab.“
Das Sprichwort "ein totes Pferd reiten" wird oft verwendet, um eine Situation zu beschreiben, in der jemand an einem aussichtslosen oder erfolglosen Vorhaben festhält, ohne die Sinnlosigkeit seines Handelns zu erkennen. Es veranschaulicht die Nutzlosigkeit des weiteren Einsatzes von Ressourcen oder Mühen in eine Angelegenheit, die offensichtlich zum Scheitern verurteilt ist.
Doch so mancher versucht oft andere Strategien, nach denen sie oder er in dieser Situation handelt.
- Sie besorgen sich eine stärkere Peitsche.
- Sie besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
- Sie sagen: "So haben wir das Pferd doch immer geritten."
- Sie gründen einen Arbeitskreis, um das tote Pferd zu analysieren.
- Sie wechseln den Reiter aus.
Der schwerhörige Würstchenverkäufer
Ein Würstchenverkäufer lebte in seinem Verkaufsmobil am Straßenrand. Er war schwerhörig, deshalb hatte er kein Radio. Er sah schlecht, deshalb las er keine Zeitung. Aber er verkaufte köstliche, heiße Würstchen.
Das sprach sich herum und die Nachfrage stieg täglich. Der Würstchenverkäufer investierte in einen größeren Stand, einen besseren Herd und musste immer mehr Wurst und Brötchen einkaufen. Er holte seinen Sohn nach dessen Studium an der Uni zu sich, damit er ihn unterstützte. Sein Sohn hatte auch gleich eine Idee, die alles verändern sollte.
Marks List gegen seinen Schweinehund
Dies ist die Geschichte von Mark, der fest entschlossen war, endlich etwas zu ändern. Er wollte Sport treiben und sich besser ernähren. An seinen Kühlschrank heftete er einen roten Zettel, auf dem zu lesen war: "Ich werde täglich 30 Minuten laufen und nur noch Obst und Gemüse essen!"
Er wusste um die Stärke seines Schweinehundes, aber diesmal hatte Mark eine List.
Geschichte
Miss Rose und das Wesen der Menschen
Wir schreiben das Jahr 55 nach Christi Geburt. Miss Rose, die unsterbliche Katze, lag zu dieser Zeit tagsüber gerne bei einer alten Weberin, die ihr Handwerk am Rande einer viel begangenen Straße ausübte. Diese führte direkt in eine große Stadt. Wie die Stadt hieß, weiß Miss Rose leider nicht mehr.
Ein Wanderer kam des Weges. Er fragte die alte Weberin: "Seid gegrüßt, ehrenwerte Frau. Sagt: Wie sind die Menschen in der Stadt? Sind es freundliche Zeitgenossen oder muss ich einen schroffen Empfang fürchten?"
"Wie waren sie denn dort, von wo du herkommst?", wollte die Alte wissen.
Weiterlesen: Geschichte: Miss Rose und das Wesen der Menschen
Habgier: Zitate und Gedanken über gierige Menschen
Habgier entfacht seit Jahrhunderten Diskussionen über Ethik, Moral und menschliches Verhalten.
Hier sind einige Zitate und Gedanken zum Thema Habgier von großen Persönlichkeiten und lass uns einen Blick in die Seele derer versuchen, die das Konstrukt "Es ist genug" scheinbar nicht kennen.
Weiterlesen: Habgier- Zitate und Gedanken über gierige Menschen
... ohne (zunächst) etwas im Außen zu verändern!
Manchmal muss man die Betrachtungsweise auf den Kopf stellen.
Bei vielen Ereignissen in unserem Leben sehen wir uns als getrieben, als gesteuert und/oder als weisungsgebunden an. Das reicht von Zwängen im Job, Pflichten als Eltern, körperlichen Zwangsbedürfnissen bis hin zu Gesetzesauflagen.
Vor allem bei Veränderungen äußerer Umstände erleben wir uns leicht als gequetscht in den Mühlrädern der Gesellschaft oder unserer Firma. Derlei Dinge lösen ein Gefühl unzureichender Selbstwirksamkeit aus. Führen zu Frust und Stress.
Was kann ich tun? Bevor Sie nun das belastende Thema im Außen angehen (was manchmal gar nicht möglich ist), entdecken Sie unseren Tipp für einen inneren Wandel.
Weiterlesen: Wie Sie durch eine umkrempelnde Sichtweise Ihren Opfer-Stress abbauen
"Mach deinen Becher leer" – die Zen-Geschichte, die zeigt, warum Erfahrung Lernen blockieren kann
Ein junger Mann hatte alle Bücher über Zen gelesen, die er finden konnte. Eines Tages hörte er von einem großen Zen-Meister in einer Nachbarstadt.
Er besuchte den Zen-Meister und bat ihn um ein Gespräch, um sich von ihm unterweisen zu lassen. Nachdem sie sich gesetzt hatten, begann der junge Mann dem Meister all das vorzutragen, was er aufgrund seiner Lektüre verstanden hatte, und sagte, beim Zen gehe es um dies und jenes, und so redete er immer weiter.
Nach geraumer Zeit schlug ihm der Meister vor, Tee zu trinken. Er führte die traditionelle Teezeremonie durch, während der Schüler sie aufmerksam verfolgte und sich stumm verneigte, als er bedient wurde.
Der Meister begann, Tee in den Becher seines Schülers zu gießen. Er goss Tee hinein, bis der Becher voll war, und goss immer weiter. Der Tee floss über den Rand des Bechers auf den Tisch. Der Meister goss weiter, während der Tee vom Tisch hinunter auf den Fußboden lief. Schließlich konnte der Schüler nicht länger an sich halten. Er rief: "Stopp! Hören Sie auf zu gießen! Der Becher ist voll – es passt nichts mehr hinein."
Da hielt der Meister inne und erwiderte: "Genau wie dieser Becher ist dein Geist angefüllt von deinen Ansichten und Vorurteilen. Wie kannst du da etwas lernen, solange du deinen Becher nicht leer machst?"
Zen-Parabel, überliefert u. a. in Zen Flesh, Zen Bones
„Konfuzius sprach: "Der Edle kommt mit allen in seiner Umgebung gut aus - der gemeine Mensch neigt dagegen zu Kumpanei und Vetternwirtschaft."
Konfuzius sprach: "Ein edler Mensch schämt sich, wenn seine Worte ständig großartiger sind als seine Taten."
Konfuzius sprach: "Kann man wirklich von Liebe sprechen, wenn man jemanden immer vor allen Mühen bewahren will? Kann man wirklich von Loyalität sprechen, wenn man jemanden nie auch einmal ermahnt?“
Konfuzius (551 - 479 v. Chr. ), chinesischer Philosoph

Ein Sprichwort sagt: "Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen." Falls Sie mal wieder so eine Ansammlung von guten Tagen haben, dann empfehlen wir Ihnen die folgenden 10 Strategien, um Ihr Glück zu beenden. Es klappt immer, wenn man sich unglücklich machen möchte.
Garantiert!
