Wortschatz von Ganymed bis Jahrmarkt der Eitelkeiten

 
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Der "Canossa-Gang" oder "Gang nach Canossa" geht zurück auf Kaiser Heinrich den IV. Auf der Felsenburg Canossa in der italienischen Provinz Reggio (Emilia) ließ er sich 1077 vor Papst Gregor VII. drei Tage demütigen, um von einem Bann losgesprochen zu werden.

Auch wenn man heute von einem Sieg Heinrich des IV. redet, so bewirkte der "Gang nach Canossa" in der damaligen Zeit einen großen Ansehensverlust für das Kaisertum. Heute bezeichnen wir so auch ein erniedrigendes und entwürdigendes Nachgeben bzw. eine Unterwerfung.


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Das "Gängelband" ist im Deutschen seit 1716 lexikalisch vertreten. Es bezeichnet das Band, an dem Kinder beim Laufen lernen festgehalten werden. Es ist benannt nach dem seit Luther bezeugten Verb "gängeln" (ein Kind laufen lehren), was aber ebenfalls im übertragenen Sinne angewendet wurde bzw. wird.

Wenn Sie jemand "am Gängelband führt", dann leitet er Sie nach seinem Willen wie ein Kind, das noch nicht allein gehen kann. Man sagt auch "am Gängelband gehen", wenn man sich von fremdem Willen leiten lässt.


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(grch. Ganymedes) Nach der griechischen Mythologie ließ Zeus den schönen Jüngling "Ganymed" entführen und machte ihn zu seinem Geliebten und Mundschenk im Olymp.

Heute wird die Bezeichnung "Ganymed" auch als Bezeichnung für einen Kellner verwendet.

(NL 27.07.2009)


Bewertung: 5 / 5

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Die Gazette ist eine alte und heute eher ironische Bezeichnung für eine Zeitung. Der Name kommt aus dem Italienischen (gazzetta, venezianisch gazeta). Eigentlich ist es der Name einer Münze, zu deren Wert im 16. Jahrhundert ein Nachrichtenblatt verkauft wurde.

John: Warum hat blueprints den Namen Gazette gewählt?
Jim: Weil dem Team das Wort gefällt und es in der Gazette auch um Weisheiten von Dichtern und Philosophen geht sowie um Geflügelte Worte und Beiträge aus früheren Tagen.
John: Mir gefällt der Name. Klingt gut: blueprints Guten-Morgen-Gazette! ;-)


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Diese Auspruch geht zurück auf den Ritter von der traurigen Gestalt Don Quijote. Er hält Windmühlen für Riesen und rennt mit angelegter Lanze gegen sie an, was natürlich übel ausgeht. Don Quijote ist eine der bedeutendsten Figuren des abendländischen Romans. Die Metapher >Gegen Windmühlen kämpfen< verwenden wir heute, wenn jemand aussichtslos gegen etwas Übermächtiges kämpft, das jedoch nur in der Einbildung vorhanden bzw. ein Feind ist.
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Diese Redensart nahm ihren Ursprung zu jener Zeit, als der Seeweg nach Indien entdeckt wurde. Mit dieser Entdeckung wurden allerlei Gewürze, wie z.B. der Pfeffer, Handelsobjekt.

Wenn man also eine unangenehme Person dahin wünscht, "wo der Pfeffer wächst", will man sie nach dem entlegensten Ort in der Welt schicken und Indien als Ursprungsland des Pfeffers ist da doch ein idealer Ort.

Übrigens: Nach der beißenden Wirkung des Pfeffers spricht man auch von "Pfeffern" ("Hineinpfeffern", "Draufpfeffern"), wenn man heftig auf etwas einwirkt, z.B. durch Schlagen, Schießen und Ähnliches.


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In der römischen Mythologie wurde mit "genius loci" ein Schutzgeist betitelt, der häufig in Form einer Schlange dargestellt wurde. Der Ausdruck bezeichnete in der Antike religiöse Orte wie Tempel und Kultplätze, aber auch profane Bereiche wie Provinzen, Städte, Plätze oder Bauwerke.

Gemeint ist mit "genius loci" die geistige Atmosphäre eines Ortes, die durch den Geist der Menschen geprägt ist, die sich dort aufgehalten haben oder dort aufhalten.


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1958 erschien Heinrich Bölls (1917 - 1985) Satire "Gesammeltes Schweigen". Die Titelfigur ist ein Redakteur beim Hörfunk, der herausgeschnittene Tonbandabschnitte sammelt auf denen nichts zu hören ist. Diese Pausen gefallen dem Redakteur so gut, weil er ist des vielen leeren Geschwätzes überdrüssig.

Heute noch sagen wir etwas scherzhaft "Gesammeltes Schweigen", wenn sich jemand nicht an einer Diskussion beteiligt, zu einem Thema keine Stellung bezieht oder uns eine Antwort schuldig bleibt.


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Als "Gimpel" wird umgangssprachlich eine einfältige, unerfahrene bzw. unbeholfene Person bezeichnet.

Der heimische Gimpel gehört zur Familie der Finken und wird auch als Dompfaff oder Blutfink bezeichnet.

Jim: "Der Gimpel glaubt tatsächlich, dass er damit durch kommt."
John: "Ja, der ist in der Tat etwas einfältig!"


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv (grch., >Erkenntnis<), Als 'Gnosis' bezeichnet man in der Philosophie die in der Schau Gottes oder des Kosmos erfahrene Einsicht und Erkenntnis in die Weltzusammenhänge. Die Gnostiker suchen die Antworten auf elementare Fragen der Welt und des Menschseins. Als Quelle des Gnostizismus wird heute Ägypten, Indien, Iran oder auch das frühe Christentum angesehen. Zentraler Gedanke der Gnosis ist die Erlösung vom Irdischen.
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(griech.: Erkenne dich selbst!) "Gnothi seauton" lautete eine Inschrift am Apollontempel in Delphi und wird dem Weisen Chilon zugeschrieben. Sokrates hat aus diesem Spruch das Prinzip der Selbsterkenntnis im Zusammenhang mit der Tugendlehre entwickelt. Danach ist Selbsterkenntnis die Vorbedingung der philosophischen Erkenntnis und Weisheit.


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Diese Redensart geht zurück auf einen Bericht von den Taten Alexanders des Großen.

Ein besonders kunstvoll verschlungener und für unentwirrbar gehaltener Knoten lag im Jupitertempel der Stadt Gordium in Phrygien. Wer diesen Knoten löste, sollte nach dem Orakel Beherrscher Asiens werden. Alexander der Große durchschlug ihn 333 v. Chr. kurzerhand mit seinem Schwert und "löste so den gordischen Knoten".

Wenn wir heute sagen: "Den (gordischen) Knoten durchhauen bzw. lösen", dann beseitigen wir eine Schwierigkeit bzw. ein Hindernis durch eine energische Handlung oder lösen ein Problem - mit einem Schlag - auf gewaltsame Weise.


Bewertung: 5 / 5

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Der Arzt und Philosoph Sextus Empiricus schrieb im 2. Jahrhundert n. Chr. in 'Adversus mathematicos': "Lange zwar mahlen die Mühlen der Götter, doch mahlen sie Feinmehl."

In vielen Varianten finden wir den Ausspruch bei europäischen Autoren. In Deutschland zum Beispiel im Epigramm "Strafe" von Friedrich von Logaus:

"Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein. / Ob aus Langmut er sich säumet, bringt mit Schärf' er alles ein."

Der Ausspruch weißt darauf hin, dass auch vorerst unentdeckte und ungestrafte Taten, irgendwann doch gesühnt werden.


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Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Die Töchter des Zeus Aglaia, Euphrosyne und Thalia (die Grazien) sind die griechischen Göttinnen der jugendlichen Anmut und Lebensfreude. Von den Grazien leitet sich der Begriff 'Grazie' gleichbedeutend für >Anmut und Liebreiz< ab.
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In Goethes Tragödie Faust fragt Gretchen Faust: "Nun sag, wie hast du's mit der Religion?".

Somit ist die "Gretchenfrage" sprichwörtlich für eine peinliche Frage geworden, die das Gewissen betrifft bzw. eine heikle Frage, die für eine Entscheidung wichtig ist.


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Früher wurden große, offizielle Empfänge für Staatsoberhäupter und Regierungschefs, aber auch für berühmte Künstler und erfolgreiche Sportler am Bahnhof abgehalten.

Heute spricht man von "großer Bahnhof", wenn großes Aufhebens um eine Person veranstaltet wird.

(NL 05.02.2008) 


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In Shakespeares Stück "Ein Sommernachtstraum" (5. Akt, 1. Szene) fällt der Ausspruch "Well roared lion", was übersetzt zu "Gut gebrüllt Löwe" wurde.

Heute bekunden wir mit dem Ausspruch "Gut gebrüllt Löwe" unseren Beifall, wenn jemand etwas treffend und schlagfertig bemerkt bzw. erwidert hat.


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Als "Halkyonische Tage" bezeichnen wir glückliche Tage voll Frieden und Ruhe.

Es geht zurück auf eine griechische Sage, in der sich die Frau eines Seefahrers namens Halkyone ins Meer stürzt, nachdem sie erfährt, dass ihr Mann auf einer Seefahrt umgekommen ist.

Gerührt von diesem Liebesbeweis verwandelten die Götter das Paar in Eisvögel, die ihre Brutzeit zur windstillen Zeit der Wintersonnenwende haben.

(NL 16. April 2007)


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Der "Halo-Effekt" bezeichnet in der Psychologie eine Urteilverzerrung bzw. einen Wahrnehmungseffekt.

Einzelne Eigenschaften einer Person erzeugen einen Gesamteindruck, der die weitere Wahrnehmung der Person überstrahlt. Beispiele für den Halo-Effekt sind zum Beispiel die Einschätzung von Übergewichtigen als "gutmütig" und Brillenträgern als "intelligent".

Bewertung: 5 / 5

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Der Ausspruch stammt aus dem Schwank von den Sieben Schwaben, der seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts bekannt ist. Angesichts eines furchterregenden unbekannten Tieres, das aber in Wirklichkeit ein gewöhnlicher Hase ist, wird der eine der Sieben Schwaben aufgefordert: Hannemann, geh du voran! Du hast die größten Stiefel an, dass dich das Tier nicht beißen kann.

"Hannemann, geh du voran!" verwenden wir heute als eine Aufforderung zum Vorangehen bzw. bei etwas Unangenehmen den Anfang zu machen.

(NL 15.10.2008)


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv >Hans Huckebein< (der Unglücksrabe) ist der Held einer Bildergeschichte von Wilhelm Busch und zum Symbol für alle Pechvögel geworden.
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv (grch. Mythologie), >Hebe< war als Personifikation der Schönheit und der Jugend die Tochter des Zeus und der Hera oder auch nur der Hera allein. Sie war die Göttin, die den Göttern den Nektar einschenkte. Deswegen nennt man gelegentlich eine Kellnerin auch >Hebe<.
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Die Redensart geht zurück auf den deutschen Historiker Heinrich Leo (1799 – 1878), der in einem Aufsatz den französischen Kaiser Napoleon III. so nannte.

Wenn wir heute jemanden als einen "Hecht im Karpfenteich" bezeichnen, dann meinen wir, dass jemand in einer ruhigen oder langweiligen Umgebung für Unruhe sorgt.

(NL 21.09.2009)


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Mit dem Begriff "Heilige Drei Könige" bezeichnet die christliche Tradition die Weisen aus dem Morgenland, die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden.

Die katholische Kirche feiert am 6. Januar den Dreikönigstag (auch Dreikönig genannt).


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Die Redewendung "Herkules am Scheidewege" weist auf einen Gewissenskonflikt hin, den zu lösen jemandem schwer fällt.

In einer von Xenophons Erinnerungen an Sokrates lässt Sokrates eine Geschichte des Sophisten Prodikos von Keos (um 430 v. Chr.) erzählen. Es wird berichtet, wie Herkules als Jüngling in der Einöde an einem Scheideweg zwei Frauen begegnete, der "Lust" und der "Tugend". Beide Frauen schilderten die eigenen Vorzüge und die Fehler der anderen. Lange schwankte Herkules, welchen Weg er einschlagen sollte und entschied sich für die Tugend.

Wenn wir heute sagen "Herkules am Scheidewege", dann meinen wir, dass jemand auf seinem Lebensweg an eine Gabelung kommt, die ihm zwei entgegengesetzte Wege eröffnet, und eine schwere Entscheidung zu treffen hat.


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(grch. "Hermeneutike", auslegen, erklären) ist die Kunst und Theorie der Auslegung von Texten.

Der Begriff leitet sich ab aus der griechischen Mythologie, in der der Götterbote Hermes zwischen den Göttern und Menschen vermittelte und die göttlichen Botschaften für die Menschen auslegte.

Vor allem in der klassischen Philologie wurde die Hermeneutik als die Methode zur Auswertung alter Literaturen entwickelt.

(NL 02.07.2008)


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv (grch. Ich habe es gefunden!) Der Ausruf "Heureka!" geht zurück auf den griechischen Mathematiker und Physiker Archimedes (287 - 212 v. Chr.). Er soll das Prinzip des Auftriebes beim Baden entdeckt haben und anschließend nackt durch Syrakus zum König gelaufen sein und immerfort "Heureka" gerufen haben.

"Heureka" ist so zu einem Ausruf der Freude nach Lösung eines schwierigen Problems geworden.

(NL 05.10.2009)
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Im Mittelalter waren zwei häufige Vornamen "Hinz und Kunz". Somit wurde es zu einer Redensart für "alle möglichen Leute" bzw. "jedermann".
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(Bibel: Ijob/Hiob 2,10) In einer Wette zwischen Gott und Satan, der in dieser Erzählung dem Hofstaat Gottes angehört, wettet Satan, dass der fromme Hiob Gott verfluchen wird, wenn er nur genug Leid erfährt. Satan stellt Hiob auf die Probe, indem er ihm nacheinander seinem Hab und Gut sowie seiner Kinder beraubt. Zusätzlich straft er ihn auch noch mit einer tückischen Krankheit. Doch Hiob weigert sich, Gott zu verfluchen. Er wird wieder gesund und um einiges reicher als vorher.

Die schlechten Nachrichten, die Hiob nacheinander erfährt, sind der Ursprung für die Redewendung der "Hiobsbotschaft".

(NL 06.05.2010)


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(lat., facies hippocratica) Der Urvater der Medizin Hippokrates beschrieb in seinem Buch Prognostikon genau die Anzeichen des herannahenden Todes.

So wurde der Ausdruck "Hippokratische Züge" zu einer Umschreibung für jene Anzeichen.


Bewertung: 5 / 5

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Die "Höhle des Löwen" ist ein Ausdruck, der auf eine Fabel des griechischen Dichters Aesop zurückgeht (Der Fuchs und der alte Löwe).

In dieser Fabel fragt der alte Löwe den Fuchs, warum er nicht in die Höhle komme, um ihn zu besuchen. Darauf antwortet der Fuchs: "Weil ich viele Spuren hineinführen aber wenige herauskommen sehe."

"Die Höhle des Löwe" ist ein Ort, wo wir uns in Gefahr wähnen bzw. in Gefahr sind.


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Der Kuckuck und sein Ruf sind beliebt, weil er den Winter auslacht und den Sommer ankündigt. Anderseits scheint sein Ruf auch zu spotten und er selber ist ein Nestschmarotzer.

Wenn wir sagen "Hols der Kuckuck", dann stammt diese Bezeichnung aus dem 16. Jahrhundert und der Kuckuck wird zum Synonym für den Teufel.

Da der Kuckuck die eigenen Eier in fremde Nester legt und stets nur den eigenen Namen ruft, bedachte man Personen mit dem Schimpfwort "Kuckuck", um sie als eine undankbare und eitle Person zu bezeichnen.

Kennen Sie so einen "Kuckuck"?


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv 'Homogramme' (auch Homograph) sind Worte, die die gleiche Schreibweise haben, aber anders ausgesprochen werden und eine andere Bedeutung haben. Im Deutschen sind Homogramme sehr selten. Beispiel: Weg - weg
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Homonyme sind gleich lautende Wörter von unterschiedlicher Bedeutung.

Beispiele:

  • Bauer (Landwirt, aber auch Vogelkäfig)
  • Kluft (Kleidung, aber auch Abgrund)
  • Strauß (Laufvogel, aber auch Blumengebinde)
  • Hahn (der Hahn - männliches Huhn -, aber auch Wasserhahn)

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv 'Homophone' sind gleich lautende Wörter mit verschiedener Schreibweise und von unterschiedlicher Bedeutung. Beispiele: Waise - Weise, Lärche - Lerche
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Die Redensart "bei ihm ist Hopfen und Malz verloren" erklärt sich daraus, dass früher die Bierbrauerei kein selbstständiges Gewerbe war, sondern jede Hausfrau für den Bedarf ihres Hauses selbst braute. Wenn der Trank trotz aller Mühe nicht gelang, dann war wirklich "Hopfen und Malz verloren".

Wenn wir heute sagen: "Bei ihm ist Hopfen und Malz verloren", dann bringen wir so zum Ausdruck, dass jemand unverbesserlich ist bzw. bei ihm alle Mühe vergeblich ist.

(NL 07.06.2010)


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Das "Hornberger Schießen" ist sprichwörtlich für eine sinnlose Bemühung.

Die Herkunft ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Zurückgeführt wird es zum Beispiel auf eine Schlacht im Jahre 1519 zwischen Hornberg und Villingen (Baden-Württemberg). Die Hornberger ergaben sich, nachdem sie hundert Schuss ohne Wirkung abgefeuert hatten.

Wenn also etwas wie das "Hornberger Schießen" ausgeht, dann ist gemeint, dass trotz großer Bemühungen das Ziel nicht erreicht wurde.


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Als "Humbug" bezeichnen wir einen Schwindel, eine unsinnige Äußerung oder Handlung. Aber auch etwas, was sich bedeutsam gibt, aber eigentlich ein Schwindel ist. Das Wort kommt aus dem englischen Slang, wobei seine genaue Herkunft unklar ist.

Jim: "Unser Marketingleiter will nun mehr als 50 % des Budgets in Aktivitäten bei den soziale Netzen investieren."
John: "Das ist doch Humbug. Warum muss er immer gleich so Extremes vorschlagen und dann doch nur die Hälfte realisieren?"


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(griech. Mythologie) Die Hydra ist eine neunköpfige Wasserschlange aus dem Sumpf von Lerna. Herakles (auch Herkules) hatte die Aufgabe, die Lernäische Schlange zu töten, was besonders schwer war, weil aus jedem abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen.

Mit "Hydra" bezeichnet oder umschreibt man heute ein wucherndes Übel, das kaum auszurotten ist.

Den gleichen Namen hat heute noch eine Art der Süßwasserpolypen (auch Krake bzw. Octopus, Kopffüßer mit 8 Fangarmen).


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Am 28. August 1963 marschierten 200.000 Schwarze und Weiße gemeinsam in die Bundeshauptstadt Washington ein, um vor dem Lincoln Memorial zu demonstrieren. Der amerikanische Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King (1929 - 1968) begann seine Rede über seine Vision einer freien Gesellschaft ohne Rassenhass mit den Worten: "I have a dream".

Diese Worte wurden in seiner Rede immer und immer wiederholt, so dass sie zum geflügelten Wort für diese Art von Kampf wurden. In seiner Rede heißt es z. B.: "Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird".


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"Ich wittre Morgenluft" ist eine durch die Schlegel-Tieck-Übersetzung aus Shakespeares Hamlet (I,5) geläufig gewordene Redensart.

Sie geht zurück auf den Ausspruch des Geistes von Hamlets Vater "But soft! Me thinks I scent the morning air" (Doch still, mich dünkt, ich wittre Morgenluft).

Bei Shakespeare ist der Ausdruck wörtlich gemeint, da der Geist bei Anbruch des Tages verschwinden muss. Wir verwenden heute den Ausspruch "ich wittre Morgenluft" in übertragener Bedeutung und meinen, dass wir "die eigene Chance wittern" bzw. "für ein Vorhaben einen günstigen Verlauf voraussehen".


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Als Idealismus bezeichnet man alle philosophischen Systeme, die das Bewusstsein gegenüber der materialen Wirklichkeit betonen. Es wird davon ausgegangen, dass das Denken oder eben das Bewusstsein die Wirklichkeit bestimmt. Der Idealismus ist insofern die dem Materialismus entgegengesetzte Position. Die bedeutenden Vertreter des 'Idealismus' sind Platon, Hegel, Berkeley und Kants. Heute bezeichnet man als 'Idealismus' auch eine von hohen Idealen (z.B.: Wunschbilder und Vorbilder) geprägte Grundhaltung bzw. das Einsetzen für eine Sache ohne materielle Interessen.


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Das Sprichwort hat seinen Ursprung im Neuen Testament, nämlich bei Lukas (8,30) und Markus (5,9). Hier wird von der Heilung der Bessesenen durch Jesu berichtet. Als er den "unsauberen Geist" austreibt, fragt Jesu nach dessen Namen und erhält als Antwort: "Legion heiße ich, denn unser ist viel."

Mit dem Namen "Legion" soll in Anlehnung an die Stärke der römischen Legion von weit über 6.000 Mann eine sehr große Zahl ausgedrückt werden. In diesem Sinne wird noch heute (wenn auch selten) dieses Sprichwort verwendet.

Beispiel: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist Legion.


Bewertung: 3 / 5

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In der griechischen Mythologie ist "Ikarus" der Sohn des genialen Erfinders und Baumeisters Dädalus. Aus der Gefangenschaft des Königs Minos fliehen beide aus dem kretischen Labyrinth mit Hilfe von Flügeln, die aus Federn und Wachs zusammengeklebt waren. "Ikarus" flog zu hoch und kam der Sonne zu nahe und stürzte bei der Insel Samos ins Meer.

Als "Ikarus" bezeichnet man deshalb jemanden, der scheitern muss, weil er zu hoch hinaus will. Sein Vorhaben bezeichnet man als "Ikarusflug".


Bewertung: 5 / 5

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Prinz Hamlet von Dänemark ist der Titel und die Hauptfigur in einer Tragödie von William Shakespeare. Der Ausspruch von Hamlet: "Weil Kürze denn des Witzes Seele ist, ... fass ich mich kurz" ist der Ursprung des Sprichwortes "In der Kürze liegt die Würze".

Wie wahr - denn meist ist doch eine knappe Darstellung wesentlich treffender als eine ausführliche.


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv (lat., >auf frischer Tat<), Dieser Auspruch geht zurück auf den byzantinische Kaiser Justinian, der in seinem CORPUS IUTIS in einer kaiserlichen Verordnung schrieb: '...bei noch brennendem Verbrechen Ertappte...'.
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Die Redewendung "in nuce" (lateinisch, "in einer Nuss") verwenden wir für "kurz und bündig".

Der römische Gelehrte Plinius der Ältere berichtet, dass laut Cicero eine Kurzfassung der Ilias in einer Nussschale Platz gehabt haben soll. Statt "kurz und bündig" wurde die Ilias ein Epos, das 24 Bücher bzw. Gesänge umfasst.

Sabine: "Wie hat dir der Vortrag gefallen?"
Bernd: "Mir hat gefallen, dass er 'in nuce' war. Das können die wenigsten."


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Die Wortverbindung "Sack und Asche" kommt zuerst im Buch Esther (4,1) bei der Schilderung eines Trauerbrauches vor. Hier heißt es: "Da Mardochai alles erfuhr, was geschehen war, zerriss er seine Kleider und legte einen Sack an und Asche und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut und kläglich".

Noch heute sagen wir jemand "geht in Sack und Asche", wenn jemand Buße tut bzw. trauert . Eher scherzhaft sagen wir für den gleichen Sachverhalt auch: "Ich streue mir Asche aufs Haupt".

(NL 27.11.2008)


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Im Mittelalter gab es den Volksglauben, dass der Teufel (grch., 'diabolos', >Verwirrer<) eine Küche habe. In dieser Küche brauten Zauberer und Hexen (deswegen auch 'Hexenküche') ihre Zaubertränke. Ein wahrlich ungastlicher Ort. Wenn heute jemand in eine schwere Lage gerät sagen wir auch: 'Er kommt in Teufels Küche'.
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(lat., "im Wein liegt Wahrheit") Schon im 7. Jahrhundert vor Christus führt der Lyriker Alkaios das Sprichwort "in vino veritas" an. Aber auch viele andere antike Autoren (Plutarch, Platon, Theokrit etc.) bewegte dieses interessante Thema.

Gemeint ist das "Lösen der Zunge" durch den Wein, das den wahren Charakter eines Menschen erkennen lässt und die Wahrheit ans Licht bringt.


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Der Schweinehund ist ein Begriff aus der Jägersprache (Saujagd) und war im 19. Jh. ein Schimpfwort in der Studentensprache.

Heute bezeichnen wir mit dem "inneren Schweinehund" die uns manchmal innewohnende Willensschwäche. Wenn wir an einem Vorhaben nicht dranbleiben oder unangenehmen Tätigkeiten aus dem Weg gehen, dann erklären wir das gerne mit dem "inneren Schweinehund". Klingt ja auch besser als "Willensschwäche" oder "Disziplinlosigkeit" ;-)

Jim: Wolltest Du nicht 2-3-mal die Woche Laufen gehen.
John: Eigentlich schon, aber mein innerer Schweinehund war zu groß und kräftig.


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Die Redensart tauchte erstmals um 1500 im >Narrenschiff< von Sebastian Brant (1457 - 1521) auf.

Wenn wir heute jemanden "ins Bockshorn jagen", dann wollen wir ihn in die Enge treiben oder einschüchtern. "Nein mein Freund, du kannst mich nicht ins Bockshorn jagen!"

(NL 10.10.2010)


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Die Wendung nimmt darauf Bezug, dass früher in Bauernhäusern, meist in der Nähe des Ofens, ein Topf mit Stiefelfett stand. Dieser diente den Eintretenden dazu, sich umgehend die nassen Stiefel einzureiben.

Wenn nun versehentlich jemand in den Topf mit dem Fett trat und Flecken auf den Dielen machte, verärgerte er die Frau des Hauses.

Wenn wir heute "ins Fettnäpfchen treten", dann haben wir es uns durch Ungeschicklichkeit oder durch eine unbedachtsame Äußerung mit jemandem verdorben bzw. seinen Unwillen erregt.

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Der französische Dichter und Schriftsteller Émile Zola schreibt im Januar 1898 einen offenen Brief an den Präsidenten der Republik mit der Überschrift -J'accuse- (Ich klage an). Der in der Zeitung Aurore veröffentlichte Brief bestürzte die Allgemeinheit in ganz Europa, noch mehr als der vorausgegangene Justizskandal um die Degradierung des jüdischen Offiziers Alfred Dreyfus, für dessen Unschuld Zola kämpfte. Zola beschuldigte das Kriegsgericht ein Fehlurteil aufgrund von Vorurteilen gefällt zu haben. Heute verwendet man, wenn auch selten, das geflügelte Wort -J'accuse-, um einer Kritik oder dem Anprangern von Missständen ein größeres Gewicht zu verleihen.

(NL 29.10.2007) 


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Der englische Schriftsteller William Makepeace Thackeray (* 1811, † 1863) beschreibt in seinem Hauptwerk "Vanity Fair, or, a Novel without a Hero" (1848) bzw. zu deutsch "Jahrmarkt der Eitelkeit" ein Buch ohne Helden - die englische Gesellschaft der Napoleonzeit.

Noch heute etikettieren wir gesellschaftliche Anlässe, bei denen sich Menschen zur Schau stellen und es heißt, sehen und gesehen werden, als "Jahrmarkt der Eitelkeit".


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In William Shakespeares Werk "King Lear" (IV, 6) fragt der Graf von Gloster den langsam wahnsinnig werdenden König: "Ist's nicht der König?" und König Lear antwortet darauf voller Ironie und Bitterkeit: "Ja, jeder Zoll ein König." (Ay, every inch a king.)

Wenn auch unüblich, so bezeichnen wir nach diesem Ausspruch auch heute noch Menschen. "Jeder Zoll ein Kavalier/eine Dame/ein Freund/eine Freundin!"

(NL 30.06.2010)


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"Grün" ist der Inbegriff des Lebens bzw. der sprießenden Natur. Unsere "grüne Seite" ist die linke Seite, denn dort sitzt unser Herz. Es ist die lebendige, bejahende und fröhliche Seite.

Wenn wir "jemandem nicht grün sind", ist es ein höflicher Ausdruck für den Umstand, dass wir jemandem nicht gewogen sind. Wenn wir jemanden mögen, dann sind wir ihm also grün. 

(NL 22.08.2008)


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Das Sprichwort "Jemanden an die Kandare nehmen" bedeutet, jemanden zurechtweisen, disziplinieren oder streng behandeln bzw. beaufsichtigen. 

Die Kandare ist eine Gebissstange im Maul des Pferdes. Es gehört zu einer Form des Zaumzeugs, mit dem das Pferd geführt und gelenkt wird.

Jim: Du wolltest Dich doch auf Deine Prüfung vorbereiten.
John: Ja, aber ich komm nicht so richtig in Gang.
Jim: Ich sollte mal mit Deiner Freundin reden. Die soll Dich an die Kandare nehmen.


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Wenn mit dem lichtechten blauen Farbstoff der Indigofera-Pflanzen, dem Indigo, gefärbt wurde, kommen die Stoffe Grün aus der Färberlauge. Der nun an der Luft oxidierende Farbstoff wird langsam Blau.

Um diesen Prozess zu beschleunigen, schlug man früher mit Holzlatten auf den Stoff ein, dadurch kam mehr Sauerstoff in das Gewebe. Man schlug den Stoff Grün und Blau.


Bewertung: 5 / 5

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Das Sprichwort "Jenseits von Gut und Böse" geht zurück auf den Titel einer Schrift des Philosophen Friedrich Nietzsche. Im Buch "Jenseits von Gut und Böse" geht es darum, dass Gut und Böse lediglich vom Menschen geschaffene Begriffe sind.

Heute wird der Ausspruch verwendet, um weltfremde Menschen zu bezeichnen.

Jim: "Hast Du den Beitrag von unserem neuen Vertriebsleiter gelesen?"
John: "Ja. Ich glaube, der ist Jenseits von Gut und Böse. Seine Ideen sind so naiv."


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Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv In seiner Schrift >Über das höchste Gut und Übel< schreibt der römische Politiker und Schriftsteller Marcus Tullius Cicero -Jucundi acti labores- bzw. -Angenehm sind die getanen Arbeiten-. Das deutsche Sprichwort zu diesem Thema dürfte lauten: >Nach getaner Arbeit ist gut ruhn<.
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Judas Iskariot war einer der Jünger Jesu. Dem Neuen Testament zufolge verriet er Jesus an die hohen Priester für 30 Silberlinge. Am nächsten Tag brachte er jedoch das Geld zurück und erhängte sich. So wurde 'Judas' zu einer Bezeichnung für einen >Verräter<.
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Judas Iskariot verriet Jesus, indem er ihn im Garten von Gethsemane küsste. So wussten die hohen Priester durch den Judaskuss wer gefangen werden sollte.

Die 30 Silberlinge, die Judas erhielt brachte er am nächsten Tag zurück und erhängte sich.

Unter einem "Judaskuss" verstehen wir heute eine "geheuchelte Freundschaftsbezeugung".


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv Judas verriet Jesus an die hohen Priester für 30 Silberlinge. Am nächsten Tag brachte der von Reue geplagte Judas das Geld zurück und erhängte sich. 'Judaslohn' ist nicht nur die Bezeichnung für die Bezahlung des Verrates, sondern auch für den Tribut, den der Verräter selbst zahlt (Reue, schlechtes Gewissen etc.).

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"Just my two cents" ist eine Redewendung, die meist als Abschlussformel verwendet wird und so viel bedeutet wie: "Nur meine unbedeutende Meinung".

Ursprünglich stammt die Redewendung wohl aus der Bibel, wo von einer armen Witwe berichtet wird, die "zwei Scherflein" (Luther) also "zwei kleine Münzen" in den Opferkasten geworfen haben soll und damit fast alles, was sie hat (Bibel: Markus 12, 42).

So ist auch die übertragene Bedeutung der Redewendung. "Ich habe alles gegeben, was ich habe, auch wenn es nur zwei Cent sind."

Jim: "Danke John, dass Du mir das erklärt hast.

John: "Gerne, Jim. Just my two cents."


 
 

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