Empfehlungen großer Denker

Wer ist weise? Wer von jedermann lernt.

Aus dem Talmud

Gemäß dem Motto des Eingangszitats sammeln wir hier lebenspraktische Empfehlungen großer Denker der Menschheitsgeschichte.


Sei nicht stolz auf einen Vorzug, der nicht dein eigen ist. Wenn ein Pferd in stolzer Selbsterhebung sagen würde: "Ich bin schön", so wäre dies erträglich; wenn du aber mit Stolz sprächest: "Ich habe ein schönes Pferd", so bist du stolz auf des Pferdes Vorzug. Was gehört dir dabei?


video ricard 564

John Kabat-Zinn hat für sein MBSR-Programm viele Anregungen aus dem Buddhismus entnommen. Von daher wundert es nicht, dass der bekannte Buddhist Matthieu Ricard dessen Programm der Achtsamkeit für gut und hilfreich hält.

Allerdings kann ein Mensch auch ein achtsamer Massenmörder sein. Ricard betont, dass die Lehre des Buddhismus - wie alle großen Religionen - eine weitere Verhaltensweise als notwendig erachtet, um wahres Glück zu erleben.

Sehen Sie hierzu das 57-minütige Interview mit Matthieu Ricard im Rahmen der Sendereihe "Sternstunden der Philosophie".


goldener HügelEr gilt als Erfinder des Begriffs "Philosophie", der Liebe zur Wahrheit. Zwei Jahrtausende vor der Erdumrundung von Francis Drake (Start: 1577) postulierte er als Zeitgenosse Buddhas die Kugelform unserer Welt. Seine Reisen führten ihn von Ägypten bis in keltische Gebiete. Heraklit - ebenfalls im gleichen Zeitraum lebend - schrieb, er habe mehr Studien betrieben als irgendein anderer Mensch zuvor. Damit nicht genug: Aristoteles sah ihn als Begründer der modernen Mathematik, noch heute lernt jeder/e Schulgänger/in seinen berühmten Satz zum Thema ebene rechtwinklige Dreiecke. Arzt soll er auch noch gewesen sein. Da wundert es nicht, dass seine Anhänger ihn irgendwo zwischen Erdenkind und Gott ansiedelten. 

Wir sprechen von Pythagoras.

Und dieser Pythagoras war nun überzeugt davon, dass die Seele des Menschen unsterblich sei ...

Was folgerte er daraus? Das wird erkennbar an den berühmten goldenen Versen:


 

„Wenn andere Deine Liebe nicht mit Liebe erwidern, überprüfe Deine eigene Güte; wenn andere Deinen Versuch, sie zu führen, nicht mit Ordnung beantworten, überprüfe Deine eigene Weisheit. Wenn andere Deine Höflichkeit nicht erwidern, überprüfe Deine eigene Rücksicht. Mit anderen Worten, prüfe Dich selbst, wenn immer Du Dein Ziel nicht erreichst.“

Konfuzius (551 - 479 v. Chr. ), chinesischer Philosoph


"Nun Biene", sprach die träge Henne,
"Dies muss ich in der Tat gestehn:
So lange Zeit, als ich dich kenne,
So seh' ich dich auch müßiggehn.
Du sinnst auf nichts als dein Vergnügen;
Im Garten auf die Blumen fliegen
Und ihren Blüten Saft entziehn,
Mag eben nicht so sehr bemühn.
Bleib immer auf der Nelke sitzen,
Dann fliege zu dem Rosenstrauch.
Wär' ich wie du, ich tät' es auch.
Was brauchst du andern viel zu nützen?
Genug, dass wir so manchen Morgen
Mit Eiern unser Haus versorgen."


Wer die Einsicht besitzt, ist auch maßvoll;
wer maßvoll ist, auch gleichmütig;
wer gleichmütig ist, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen;


ImageWir sägten Holz, griffen dabei nach einem Ulmenbalken und schrieen auf.
Seit im vorigen Jahr der Stamm gefällt wurde,
war er vom Traktor geschleppt und in Teile zersägt worden,
man hatte ihn auf Schlepper und Lastwagen geworfen,
zu Stapeln gerollt, auf die Erde geworfen -


Im Grenzenlosen sich zu finden,
Wird gern der einzelne verschwinden,
Da löst sich aller Überdruss;
Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,
Statt läst'gem Fordern, strengem Sollen,
Sich aufzugeben ist Genuss.


"Unverschämter! Stiehlst du nicht Kirschen am hellen lichten Tage, vor den Augen aller? O! schreckliche Frechheit!" So rief eine Eule einem Sperling zu, der sich auf einem Kirschbaum gütlich tat.

taube apix

An einem heißen Sommertag flog eine durstige Taube an einen kleinen, rieselnden Bach. Sie girrte vor Verlangen, neigte ihren Kopf und tauchte den Schnabel in das klare Wasser. Hastig saugte sie den kühlen Trunk. Doch plötzlich hielt sie inne. Sie sah, wie eine Ameise heftig mit ihren winzigen Beinchen strampelte und sich verzweifelt bemühte, wieder an Land zu paddeln.


Die beiden Brüder

Die beiden Brüder

Zwei Brüder gingen zusammen auf Wanderschaft. Eines Mittags legten sie sich im Wald nieder und ruhten aus. Als sie erwachten, bemerkten sie, dass neben ihnen ein Stein lag, auf dem etwas geschrieben war. Zusammen buchstabierten sie und lasen:

"Wer diesen Stein findet, der gehe in den Wald hinein gegen Sonnenaufgang. Im Wald wird ein Fluss kommen: Er schwimme durch diesen Fluss auf die andere Seite. Dann wird er eine Bärin mit ihren Jungen sehen. Er nehme der Bärin die Jungen weg und laufe, ohne sich umzusehen, gerade den Berg hinauf. Auf dem Berg wird er ein Haus sehen - und in diesem Haus wird er das Glück finden."

Die Brüder lasen, was da geschrieben stand, und der jüngere sagte: "Komm, gehen wir zusammen. Vielleicht durchschwimmen wir diesen Fluss, tragen die Bärenjungen in das Haus und finden zusammen das Glück."

Doch der ältere Bruder sagte: 


1. Sokrates und der Schwätzer

Ein Schwätzer wünschte von Sokrates die Kunst der Rede zu lernen. Der Philosoph verlangte von ihm doppelt so viel Honorar wie von anderen.

"Was ist der Grund dafür?", fragte der Schwätzer.

Sokrates antwortete: "Weil ich dir sowohl das Sprechen als auch das Schweigen beibringen muss!"

Denk an! Das Büblein ist einmal
Spazieren gegangen im Wiesental;
Da wurd's müd' gar sehr
Und sagt': "Ich kann nicht mehr;
Wenn nur was käme
Und mich mitnähme!"


Ihr seid so jung wie euer Glaube, so alt wie eure Zweifel, so jung wie euer Selbstvertrauen, so jung wie eure Hoffnung, so alt wie eure Niedergeschlagenheit.

Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann. Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: "Und dann?" Wer die Ereignisse des Lebens herausfordert und sich freut am Spiel des Lebens. Ihr werdet jung bleiben, solange Ihr aufnahmebereit bleibt, empfänglich für das Schöne, das Gute, das Große.


Ein verfolgter Fuchs rettete sich auf eine Mauer. Um auf der anderen Seite gut herabzukommen, ergriff er einen nahen Dornstrauch. Er ließ sich auch glücklich daran nieder, nur dass ihn die Dornen schmerzlich verwundeten.


Die Erde sagt es den Lerchen an,
Dass der Frühling gekommen sei,
Da schwingen sie sich himmelan
Und singen es laut und frei.


schatzgraeber apix

Ein Winzer, der am Tode lag,
rief seine Kinder an und sprach:
"In unserm Weinberg liegt ein Schatz,
grabt nur danach!" - "An welchem Platz?"
schrie alles laut den Vater an. -
"Grabt nur!" - O weh! Da starb der Mann.


Um das Leben eines Menschen zu begreifen, ist es notwendig, nicht nur zu wissen, was er tut, sondern auch, was er in voller Absicht ungetan lässt.

Hamster und Ameise

Fabel: Hamster und Ameise

"Ihr armseligen Ameisen", sagte ein Hamster, "verlohnt es sich der Mühe, dass ihr den ganzen Sommer arbeitet, um ein so weniges einzusammeln?  Wenn ihr meinen Vorrat sehen solltet!"


Wie können Menschen sagen, die eine Haut sei farbig, wenn jede Haut ihre eigene Farbe hat?! 


unsere pflicht apix

Goethe über das Göttliche in uns!

Ich glaube, dass wir einen Funken jenes ewigen Lichts in uns tragen, das im Grunde des Seins leuchten muss und welches unsere schwachen Sinne nur von Ferne ahnen können.


Konfuzius sprach zu seinem Jünger Yan Yuan: "Zu handeln, wenn man  gebraucht wird und sich zu verbergen, wenn man nicht gebraucht wird, das verstehen nur wir."

Sein Jünger Zi Lu fragte daraufhin: "Wen würde der Meister mitnehmen, wenn er drei Armeen führen soll?"

 

Der Meister sprach: "Leute, die ohne Reue in den Tod gehen, die mit bloßen Händen einem Tiger entgegentreten oder zu Fuß den Gelben Fluss überqueren wollen, würde ich nicht mitnehmen.

Nur wer in Gefahren auch Furcht empfinden kann, wird nach sorgfältiger Planung zu Erfolgen kommen."

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), chinesischer Philosoph


grashalme

Gesang von der Landstraße

Der US-amerikanische Dichter Walter Whitman ist einer der einflussreichsten amerikanischen Lyriker des 19. Jahrhunderts, dessen Werk auch heute noch von großer literarischer Bedeutung ist.

Sein berühmtestes Werk ist sein Lebenswerk Grashalme (Leaves of Grass). Es ist eine für die meisten von uns ungewohnte Art von Texten. Wenn Sie die Zeilen mehrmals lesen, werden Sie merken, welche Kraft und Lebendigkeit in den Zeilen stecken. Lassen Sie sich inspirieren


philosophie apix

Die Philosophen haben sich schon immer mit dem Thema "Wie sollten wir leben?" beschäftigt. Sie gaben konkrete Anregungen wie wir glücklich werden können, wie wir unser Leben gestalten sollten. Eine Passage aus einem  Brief von Epikur von Samos an Menoikeus ist mir dabei in Erinnerung geblieben. Philosophie ist seiner Meinung nach die Schule des Glücks und hilft uns, die eigene Seele gesund zu erhalten.


(von O. Henry)

Ein Dollar und siebenundachtzig Cent. Das war alles. Und sechzig Cent davon ja Pennies. Stück für Stück ersparte Pennies, wenn man hin und wieder den Kaufmann, Gemüsemann oder Fleischer beschwatzt hatte, bis einem die Wangen brannten im stillen Vorwurf der Knauserei, die solch ein Herumfeilschen mit sich brachte. Dreimal zählte Della nach. Ein Dollar und siebenundachtzig Cent. Und morgen war Weihnachten. Da blieb einem nichts anderes, als sich auf die schäbige kleine Chaise zu werfen und zu heulen. Das tat Della. Was zu der moralischen Betrachtung reizt, das Leben bestehe aus Schluchzen, Schniefen und Lächeln, vor allem aus Schniefen.

In der Christnacht

Ein Bettelkind schleicht durch die Gassen -
Der Markt lässt seine Wunder seh`n:
Lichtbäumchen, Spielzeug, bunte Massen.
Das Kind blieb traumverloren steh`n.

Aufseufzt die Brust, die leidgepresste,
Die Wimpern sinken tränenschwer.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste -
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.


Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. -
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?


Miyamoto Musashi

Die Zehn Gebote des Miyamoto Musashi

  1. Habe nie arglistige Gedanken.
  2. Übe dich unablässig darin, deinem Weg zu folgen.
  3. Mache dich vertraut mit allen Techniken und Künsten.
  4. Studiere die Wege und Tätigkeiten vieler Berufe.
  5. Lerne in allen Dingen Gewinn und Verlust zu unterscheiden.

Die Wortwahl des Edlen von Konfuzius

Die Wortwahl des Edlen von Konfuzius

Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeihen Moral und Kunst nicht; gedeihen Moral und Kunst nicht, so treffen die Strafen nicht; treffen die Strafen nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen.

Darum sorge der Edle, dass er seine Begriffe unter allen Umständen zu Worte bringen kann und seine Worte unter allen Umständen zu Taten machen kann. Der Edle duldet nicht, dass in seinen Worten irgendetwas in Unordnung ist. Das ist es, worauf alles ankommt.

Konfuzius, chinesischer Philosoph, etwa 551 - 479 v. Chr.


Sprich langsam, aber denke schnell

Dalai Lama: 44 Empfehlungen für das Leben

Die folgenden Empfehlungen sprach der Dalai Lama während eines buddhistischen Treffens in New York aus.

Seine 44 kurzen Empfehlungen sind klar und einfach. Sie lassen mehr den devoten, bescheidenen und großen Führer Tibets erkennen, der im Exil lebt, als das Oberhaupt eines Landes.

Lass dich inspirieren und berühren


 wasser das leben

Wasser - Du selbst bist das Leben

Wasser - es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: Du selbst bist das Leben. 

Du durchdringst uns als Labsal, dessen Köstlichkeit keiner unserer Sinne auszudrücken fähig ist. 

Durch dich kehren uns alle Kräfte zurück, die wir schon verloren gaben.


Über das leben

Kraftvolle Worte über das Leben

Das Leben ist eine Chance - nutze sie.
Das Leben ist Schönheit - bewundere sie. 
Das Leben ist Seligkeit - genieße sie.
Das Leben ist ein Traum - mach daraus Wirklichkeit. 
Das Leben ist eine Herausforderung - stelle dich ihr.


ImageNenn dich niemals einen Philosophen und sprich mit den Leuten auch möglichst nicht über philosophische Überzeugungen, sondern handle danach. Ebenso sag während eines Gastmahls nicht, wie man essen muss, sondern iss, wie es sich gehört.


Selbstgenügsamkeit

Wir leben in Deutschland zumeist im Überfluss. Viele klagen auf hohem Niveau und häufig ist höher, weiter und schneller angesagt. Viele spüren aber auch, dass sie diesem Druck etwas entgegensetzen sollten. Eine Idee dazu formulierte vor über 2000 Jahren ein griechischer Philosoph. Nimm dir 2 Minuten Lesezeit und reflektiere anschließend die Idee.


Gnomen der Sieben Weisen

Gnomen der Sieben Weisen

In der griechischen Antike zählten Staatsmänner, Philosophen und andere Denker zu den Sieben Weisen (Septem sapientes). Ihnen sagte man besondere Lebensweisheit nach. Unter anderem werden Thales von Milet, Solon von Athen, Bias von Priene, Pittakos von Mytilene, Epimenides und Pythagoras zu der Gruppe der "Sieben Weisen" gezählt.

Die Gnome  sind Meinungen und Aussprüche in präzisierter Form. Die Sinnsprüche (Gnomen) der Sieben Weisen boten in kurzer, prägnanter Form praktische Lebensweisheiten dar. Hier nun teils heute noch geläufige Gnomen aus der Antike der Sieben Weisen. Bitte machen Sie auch bei der kurzen Umfrage mit, welche der Gnome schätzen Sie heute noch als besonders wichtig ein.

 


 
 

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