Im Artikel liest du, wie man Meditation erlernt, welche Vorteile sie bei regelmäßiger Anwendung bietet und wie jeder Meditation schnell erlernen kann.
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Wir haben eine Sammlung von Begriffen zusammengestellt und setzen hier fort mit K bis M. Unten findest du den Wortschatz für die restlichen Buchstaben des Alphabets.
Inhalt: Wortschatz-Beispiele von K bis M
(hebr. Kabbala, "Die Überlieferung") Zu einem geflügelten Wort wurde es durch das CABAL-Ministerium, das unter Karl II. von England geheime außenpolitische Aktivitäten initiierte. Das Wort setzte sich aus den Anfangsbuchstaben der Beteiligten zusammen (Clifford, Arlington, Buckingham, Ashley, Lauderdal).
Außerdem trug der deutsche Dichter und Dramatiker Johann Christoph Friedrich von Schiller mit dem Trauerspiel "Kabale und Liebe" zur vermehrten Nutzung bei.
Mit "Kabale" bezeichnet man eine geheime Intrige oder ein hinterlistiges Komplott.
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Kairos, der Gott des günstigen Augenblicks, gilt als jüngster Sohn des Zeus und wurde in Olympia kultisch verehrt. Er wird in der griechischen Kunst mit einem kahlen Hinterkopf und einem längeren Haarschopf vorn an der Stirn dargestellt. An jenem Haarschopf konnte man also "Kairos" bzw. "den günstigen Augenblick" gut fassen, worauf auch unsere Redewendung "die Gelegenheit beim Schopf packen" zurückgeht.
Das geflügelte Wort "Kairos" verwenden wir heute, um einen günstigen Augenblick einmalig, schnell und entschlossen zu nutzen.
In der Psychologie bezeichnet man die Angst, Entscheidungen zu fällen, als "Kairophobie".
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(altind., >Tat<), Das 'Karma' ist ein entscheidender Begriff des hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Weltverständnisses. Nach dieser Lehre setzt jede gute oder schlechte Tat einen Wirkungs- bzw. Vergeltungsprozess frei, der (mehr oder weniger) unbeeinflussbar eine Vergeltung in diesem oder einem weiteren Leben bedingt (Seelenwanderung).
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(grch. Mythologie) "Kassandra", Tochter des Priamos von Troja, erhielt von Apollo die Gabe des Blicks in die Zukunft. Da sie aber seine Liebe nicht erwiderte, bewirkte der Gott, dass niemand ihren Weissagungen Glauben schenkte. Sie warnte übrigens auch vor dem Trojanischen Pferd - leider vergeblich!
Deswegen bezeichnet man heute Warnungen, die nicht beachtet werden als "Kassandrarufe".
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"Kastor (lat. Castor) und Polydeikes (lat. Pollux)" waren in der griechischen Sage unzertrennliche Zwillinge.
Eines Tages stirbt Kastor im Kampf und sein unsterblicher Bruder Pollux trauerte fortan um ihn. Er bittet seinen Vater, er möge ihm die Unsterblichkeit nehmen.
Gerührt von so viel Liebe ließ Zeus seinen Sohn wählen, entweder ewig jung zu bleiben und unter den Göttern zu wohnen oder mit Kastor jeweils einen Tag im unterirdischen Reich des Hades (Reich der Toten) und einen Tag im Olymp bei den Göttern zu weilen. Ohne zu überlegen wählt Pollux die zweite Variante und wanderte von da an mit seinem Bruder zwischen den Reichen des Zeus und des Hades.
Noch heute zeugt das Sternbild Zwillinge mit seinen Hauptsternen Kastor und Pollux von der großen Bruderliebe. Das Sprichwort "wie Kastor und Pollux" wird für eine enge (meist Männer-) Freundschaft verwendet. "Sie waren unzertrennlich wie Kastor und Pollux."
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Den Ausdruck >kategorischer Imperativ< prägte der deutsche Philosoph Immanuel Kant (1724 - 1804). Er stellt für Kant den obersten Grundsatz dar, nach dem ein Mensch so handeln sollte, wie er möchte, dass alle handeln sollten. Kants Formulierung lautet: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." Im englischen Sprachraum wird dieses ethische Gesetz als "Golden Rule" bezeichnet. Wir verwenden im Deutschen auch die Bezeichnung "Goldene Regel" oder "Kantscher Imperativ".
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(grch. Reinigung) Im Allgemeinen bedeutet "Katharsis" die Läuterung bzw. das Abreagieren seelischer Konflikte. In der Psychotherapie ist es der angestrebte Effekt, seelische Konflikte durch Abreagieren (z.B. durch Weinen, Worte oder symbolische Mittel) aufzulösen.
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"Zerberus" (Kerberos) ist der Name des schrecklichen Höllenhundes, der den Eingang zur Unterwelt bzw. zum Hades bewacht. Der Sage nach handelt es sich um ein gewaltiges hundeähnliches Geschöpf, das drei Köpfe besitzt.
"Zerberus" verwehrt jedem den Zutritt in die Unterwelt, der dort nicht hingehört und diejenigen, die an diesem Ort verbleiben müssen, lässt er nicht hinaus. Nur wenigen Helden ist es bisher gelungen, "Zerberus" zu besänftigen oder zu überlisten.
Dieser schreckliche Wächter vor dem Reich bzw. Haus der Toten ist zum Synonym für einen grimmigen Türhüter geworden (... und zum Schrecken aller Postboten!).
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Wenn wir heute von >Kind und Kegel< sprechen, sollten wir vorsichtig sein. Das Wort >Kege< ist nämlich abgeleitet vom mittelhochdeutschen Wort "Kekel" und bedeutet "uneheliches Kind".
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Früher machten auf den Märkten Händler durch lautes Lärmen auf sich aufmerksam, um von den Marktbesuchern in der Menge wahrgenommen zu werden.
Heute wird das Sprichwort in übertragener Bedeutung verwendet. Es gilt als Anbieter von Waren, Dienstleistungen etc. auf sich aufmerksam zu machen. Oder wie Henry Ford es einst so schön formulierte: "Enten legen Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Folge? Alle Welt isst Hühnereier."
Lena: "Du haust aber ganz schön auf den Putz mit deinem neuen Projekt!"
Franz: "Ja klar. Klappern gehört zum Handwerk."
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Von Kohärenz spricht man im Zusammenhang mit Wellen, vor allem Lichtwellen endlicher Länge (Wellenzüge). Zwei Wellen sind kohärent, wenn sie die Fähigkeit besitzen, miteinander zu interferieren, d.h., sich gegenseitig zu verstärken (konstruktive Interferenz) oder zu vernichten (destruktive Interferenz). 'Kohärenz' kann eine Analogie für die Beziehung zwischen Menschen sein.
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Am 16. Oktober 1906 marschiert der Schuster Wilhelm Voigt verkleidet als Gardeoffizier mit einer Abteilung Soldaten in das Rathaus von Köpenick. Mit Hilfe einer gefälschten Kabinettsorder lässt er den Bürgermeister und den Stadtrendanten verhaften. Er beschlagnahmt die Stadtkasse und kann fliehen. Er kommt jedoch nicht weit, wird verhaftet und zu vier Jahren verurteilt.
Diese "Köpenickiade" wurde zu einem geflügelten Wort für einen amüsanten Gaunerstreich. Ganz Deutschland lachte über diesen Vorfall, der mit einem verwegenen Gaunerstückchen die Uniform-Gläubigkeit der Zeit ausnutzte und den Untertanengeist in Amtsstuben entlarvte.
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(jiddisch, >rein<), Mit dem Wort 'koscher' bezeichnen die Juden alle Speisen, die nach den Vorschriften der Thora (die zentrale Glaubensurkunde der jüdischen Religion) erlaubt sind. Mit 'koscher' bezeichnen wir heute die Dinge, die >einwandfrei< sind.
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(hebr.) Der Ausdruck "Krethi und Plethi" geht zurück auf das Alte Testament. Die Leibwache des Königs David bestand aus Kretern (aus Kreta) und aus Plethern (d. h. Philister).
Heute bezeichnen wir eine zusammengewürfelte Gesellschaft auch als "Krethi und Plethi". Den Ausdruck begleitet ein hochmütiger Beigeschmack.
Jim: "Was? Da willst du im Sommer hin?"
John: "Ja, wieso?"
Jim: "Ach, du meine Güte, da geht doch Krethi und Plethi hin!"
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Krösus war der letzte König von Lydien (um 550 v. Chr.). Sein Reichtum wurde sprichwörtlich für einen Menschen, der mit Gütern reich gesegnet ist.
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Als lakonisch (griech.) wird eine knappe, aber treffende, trockene und schmucklose Ausdrucksweise bezeichnet. Der Begriff geht zurück auf die Spartiaten, die als wortkarg galten und zudem in ihrer strengen Ausbildung auch in der Debattierkunst unterrichtet wurden. Eine Absicht des Trainings war, möglichst sachlich und kurz zu reden. Noch heute verwenden wird den Ausdruck "lakonische Rede".
Beispiel: Als Philipp II. von Makedonien sich mit seinem Heer der Hauptstadt Sparta näherte, ließ er folgende Drohung den Spartiaten zukommen: "Wenn ich euch besiegt habe, werden eure Häuser brennen, eure Städte in Flammen stehen und eure Frauen zu Witwen werden."
Die Antwort der Spartiaten war: "Wenn!"
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(ital., 'la, re, fa, re.'), "Larifari" bezeichnet einen >harmlosen Unsinn<.
Es entstand aus der italienischen Tonbezeichnung la, re, fa, re. Der Wiener Abraham a Sancta Clara (1644 - 1709) nahm es in einen Reim
auf: "Ein Wax ist die Welt, man truck hinein, was man will, so ists doch nichts als Lari fari und Kinderspiel".
Als "Larifari" bezeichnet man in Wien auch einen >Hanswurst<.
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Mit dem Ausruf "Le roi est mort, vive le roi!" (Der König ist tot, es lebe der König!) wurde in Frankreich durch einen Herold der Tod des Königs verkündet. Es wurde so zum Ausdruck gebracht, dass in einer Erbmonarchie ohne besondere Ernennung der Thronfolger der neue König ist.
Heute sagen wir "Le roi est mort, vive le roi!", um etwas spöttisch zum Ausdruck zu bringen, wenn nach einem Ereignis alles beim Alten bleibt.
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"Vivre comme Dieu en France" ist zwischen 1792 - 1794 in Europa zu einem geflügelten Wort geworden. Nach der französischen Revolution wurde nämlich nicht nur die katholische Kirche in Frankreich entmachtet, sondern auch Gott wurde "abgesetzt". Gott hatte also in Frankreich nichts mehr zu tun bzw. mit den Franzosen keine Arbeit mehr.
Wenn es sich heute jemand bequem macht oder sich dem Müßiggang hingibt, sagen wir auch, er würde "leben wie Gott in Frankreich".
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Die Redensart > Lehrgeld zahlen< (auch geben) geht kulturgeschichtlich auf das Lehrgeld zurück, das früher im Handwerk für die Ausbildung des Lehrlings von dessen Eltern an den Meister bezahlt werden musste. Wenn wir heute >Lehrgeld zahlen<, dann meinen wir, dass wir eine Erfahrung teuer erkaufen bzw. durch Schaden klug werden. Wenn jemand sich sehr ungeschickt anstellt oder wir zum Ausdruck bringen möchten, dass jemand etwas wohl nie lernen wird, dann sagen wir auch >Lass dir dein Lehrgeld zurückgeben< (auch Schulgeld).
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(griech. Sage, Ovid) Der athenische Held Theseus erschlug den Minotaurus, ein Ungeheuer mit menschlichem Körper und Stierkopf, im Labyrinth zu Knossos. Mit Hilfe eines Fadens, den er von einem Knäuel abgewickelt hatte, fand er anschließend wieder in die Freiheit.
Das Knäuel hatte Theseus von der schönen Ariadne bekommen. Auf diesen "Ariadnefaden" geht übrigens unser Wort "Leitfaden" zurück.
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Leviathan ist der Name des Chaos-Drachen in Schlangengestalt im Alten Testament. Im Buch Hiob führt Gott dem leidenden Hiob seine Allmacht vor. Zum Beweis zeigt er ihm die beiden Ungeheuer Leviathan und Behemot (die vermutlich auf Krokodile und Nilpferde verweisen), die trotz ihres gefährlichen Wesens auch von Gott abhängig sind.
Der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588 - 1679) benutzte den Begriff auch literarisch als ein Symbol für den allmächtigen, allgewaltigen Staat.
Der Begriff "Leviathan" wird heute, wenn auch selten, als Symbol für ein bedrohliches Chaos gebraucht.
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(lat.), Die 'Libido' bezeichnet in der Psychoanalyse die sexuelle Energie, die den Menschen zu allen Formen angenehmer sinnlicher Erfahrung treibt. Entwicklungsstufen der 'Libido' sind die orale, anale, phallische und genitale Phase.
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Als Lockvogel bezeichnen wir jemanden, der andere in die Falle lockt bzw. für Dritte bestimmte Handlungen ausführt und deren Interessen vertritt. Dabei täuscht er die Opfer, verschweigt seine wahren Beweggründe und nutzt die Unbedarftheit aus.
Ursprung ist ein bei der Jagd benutzter (heute meist künstlicher) Vogel, der potentielle Beutetiere anlocken soll.
Jim: "Da verteilt wieder einer Gratis-Essensbons."
John: "Ja, den Lockvogel habe ich letzte Woche bereits im Nachbarort gesehen."
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Der römische Feldherr und Konsul Lucius Licinius Lucullus (ca. 117 - 56 v. Chr.) führte nicht nur um 79 v. Chr. den Kirschbaum aus Kleinasien nach Europa ein, sondern selbst auch ein sehr luxuriöses Leben.
"Lukullisch" bedeutet so viel wie "üppig und genussreich" und wird meist im Zusammenhang mit Essen und Trinken benutzt. Man spricht auch von einem "lukullischen Mahl".
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(lat.) "luzid" bedeutet so viel wie "klar" bzw. "einleuchtend". Das Nomen "Luzidität" benennt somit Dinge oder Sachverhalte, die von klarer und einleuchtender Beschaffenheit sind (z.B.: luzide Träume, luzide Aussage).
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Die Redewendung geht zurück auf die Vorstellungen des italienischen Staatsmannes und Schriftstellers Niccolò Machiavelli (1469 - 1527). In seiner politischen Lehre gibt er der Machtpolitik Vorrang vor der Moral. Als er die äußere Schwäche und den inneren Zerfall der italienischen Staatenwelt erlebte, suchte er nach Wegen einer Erneuerung. Der Glaube an den Kreislauf der Geschichte und ein pessimistisches Menschenbild beherrschten dabei sein Denken.
In seinem 1513 entstandenen Werk 'Il Principe' ('Der Fürst') stellt er bis heute umstrittene Verhaltensregeln auf. Danach kann das Handeln des zur Staatsgründung und -erhaltung begabten neuen Fürsten dann im Widerspruch zur überlieferten Ethik stehen, wenn es die politischen Verhältnisse einer feindlich gesonnenen Umwelt erfordern. Wenn jemand "machiavellistisch handelt", dann meinen wir, dass er skrupellos seine Ziele verfolgt.
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Meditation (lat., wortwörtlich: sinnende Betrachtung, so auch über viele Jahrhunderte in Europa gebraucht) bezeichnet heutzutage zumeist verschiedene Arten der Bewusstseinserweiterung bzw. -beruhigung, der Innenschau und der Ausübung der Mystik. Voraussetzung bzw. Anforderung ist zumeist, dass der Verstand, das Gefühl und der Körper völlig zur Ruhe kommen. Durch Messung der Gehirnwellen ließ sich die positive Wirkung der Meditation eindeutig nachweisen.
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"Mein lieber Scholli!" oder auch "Ja mein Scholli!" sagt man zu einem, den man leiden mag, der aber doch eher ein Träumer, vielleicht auch ein Narr ist.
Diesen "Scholli" hat es wirklich gegeben. Es handelt sich um Ferdinand Joly (1765 -1823), den man zu seinen Zeiten den "ausgejagten Studenten von Salzburg" nannte, da er infolge seiner Verwicklung in ein mysteriöses Vorkommnis 1783 von der Salzburger Universität verwiesen wurde. Durch Jahrzehnte führte er ein unstetes Vagantenleben. Singend, dichtend und schauspielernd hinterlässt er kaum sichtbare Spuren in Gehöften, Dörfern, selten nur in größeren Orten. Die wenigen erhaltenen Spiele, verfasst in bildhafter Volkssprache, dazu etliche Lieder, einige saftige "Predigten" und kuriose Gedankensplitter zeugen von einer höchst eigenwüchsigen Begabung.
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In dem Buch "Unsere Hauschronik" erzählt Karl Manfred von Hase von einem Studenten, der im Duell einen Kommilitonen erschossen hat und für seine Flucht sich die Legitimationskarte von seinem Bruder Victor von Hase lieh. Die nach geglückter Flucht weggeworfene Karte wurde gefunden und gab der Justiz Anlass zur Untersuchung. In dieser stellte der junge Jurist Victor von Hase klar: "Mein Name ist Hase, ich verneine alle Generalfragen, ich weiß von nichts."
Noch heute sagen wir etwas kürzer und scherzhaft "Meine Name ist Hase, ich weiß von nichts", wenn wir beteuern nichts zu wissen.
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(grch. Mythologie), >Mentor< war in der griechischen Sage der väterliche Berater des Telemach - dem Sohn des Odysseus und der Penelope. Heute verwenden wir die Bezeichnung >Mentor< für einen weisen Erzieher und/oder Ratgeber.
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(grch, 'metaphora', >die Übertragung<), Die 'Metapher' ist eine rhetorische Figur bildhaften, uneigentlichen Sprechens, bei der die Wörter nicht in der eigentlichen, sondern in übertragener Bedeutung verwendet werden. Zur Benennung neuer Dinge und Phänomene werden stets neue notwendige Metaphern geprägt (z.B. die Glühbirne, die Motorhaube, der Atomkern). Besonders großen Erfindungsreichtum an neuen Metaphern entwickeln immer wieder die Werbefachleute ('Königin der Biere').
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(grch., 'meta ta physika' = >hinter dem Physischen<), Die 'Metaphysik' wird seit dem Mittelalter als zentrale Disziplin der Philosophie angesehen. Sie ist der Teil der Philosophie, die sich mit dem Sein beschäftigt, das als jenseits der sinnlichen Erfahrung liegend angenommen wird. Die Metaphysik wird unterteilt in die Lehre vom Seienden (Ontologie), vom Wesen und der Ordnung der Welt (Kosmologie) sowie in die Lehre von der Existenz und dem Wesen Gottes (Theologie).
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"Methusalem" bezeichnet im Alten Testament den "Urvater". Er soll laut dem Buch Moses 969 Jahre (eigentlich ca. 78 Jahre) alt geworden sein. Der Begriff wurde durch George Bernard Shaws Werk "Back to Methusalah" im internationalen Sprachgebrauch wieder geläufiger.
Heute bezeichnet man auch scherzhaft Personen als "Methusalem", die ein hohes Alter erreichen. Man sagt auch: "Er ist alt wie Methusalem!"
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Die Redensart "einen Metzgersgang machen" hat ihren Ursprung im 18. Jahrhundert. In dieser Zeit gingen die Metzger häufig erfolglos zu den Bauern aufs Land, um Schlachtvieh zu kaufen.
Heute sagen wir "einen Metzgersgang gemacht", wenn jemand vergeblichen einen Gang machte, keinen Erfolg hatte.
"Emil warst du in der Stadt und hast deinen Reisepass verlängert?"
"Ja. Ich war zwar los, habe aber einen Metzgersgang gemacht, das Amt hatte schon geschlossen."
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In einer Fabel erträumt das Milchmädchen, was sie mit dem Geld aus dem Verkauf der Milch machen wird. Vor Freude hüpft sie und verschüttet dabei die ganze Milch.
So ist die "Milchmädchenrechnung" zu einem Sprichwort für Erwartungen geworden, die auf Illusionen, unlogischen Berechnungen oder Trugschlüssen beruhen.
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Mnemosyne ist die griechische Göttin des Gedächtnisses, Tochter des Zeus und Mutter der Musen. Ihr verdanken wir das interessante Wort "Mnemonik", womit Gedächtniskunst gemeint ist.
Mnemotechniken sind Merk- und Lernhilfen, die die Einprägung von Lernstoff fördern. Zum Beispiel: Assoziative Stützen in Form von Merksprüchen, Reimen, Rhythmen, Versen sowie graphischen Darstellungen und Systematisierung des Erlernens und Wiederholens.
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(lat., Art zu leben) Als "Modus vivendi" bezeichnen wir die Verständigung darüber, wie man trotz unvereinbarer Gegensätze nebeneinander bestehen und miteinander auskommen kann.
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Im Matthäusevangelium 23, 24 wirft Jesu den Schriftgelehrten und Pharisäern vor: "Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt!" Noch heute benutzen wir diese Redewendung, wenn es jemand mit den Kleinigkeiten sehr genau nimmt und sich herzlich wenig um die wirklich wichtigen Dinge kümmert.
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(arab.), Ein 'Mufti' ist ein islamischer Rechtsgelehrter, der in Fragen des religiösen Rechts (Scheria) berät.
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Wenn Sie das "mulus mulum" spielen, dann loben Sie, um wieder gelobt zu werden. Dies ist eine veraltete, besonders zu Gotthold Ephraim Lessings Zeiten verbreitete Redensart.
Heute bezeichnet man diese Haltung als "fishing for compliments".
Jim: Wow! Du siehst heute aber wieder gut aus. Du wirst wohl immer jünger.
John: Danke, Jim. Bei solch großartigen Freunden wie Dir ...
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"Mummenschanz" steht für vermummt tanzende Gestalten. Mumman war vom 14. bis zum 16. Jahrhundert ein beliebtes Glücksspiel mit Würfeln - einen Glückswurf nannte man Schanz. Zur Fastnachtszeit gingen herumziehende maskierte Gruppen in die einzelnen Häuser, forderten die Anwesenden stumm zu einem Mummenschanzspiel auf und zogen weiter.
Wenn wir "Mummenschanz treiben", dann steht das auch für "sich amüsieren" bzw. "Unsinn treiben".
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Was sind aus deiner Sicht die Vorteile eines größeren Wortschatzes?
Wir öffnen morgens die Augen und fangen an zu denken, zu schreiben oder zu sprechen. Wenn wir nicht gerade als Tiefseetaucher in der Nordsee arbeiten, kommunizieren wir, bis wir wieder ins Bett gehen und die Augen schließen.
Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.
Ein größerer Wortschatz hat viele weitere Vorteile. Aber was können wir unternehmen, um ihn mit Freude und Spaß zu erweitern? Damit auch für dich etwas dabei ist, zeigen wir 20 verschiedene Möglichkeiten auf. Viel Spaß beim Erweitern deiner Lexik.
Wie groß ist der aktive Wortschatz bei uns Deutschen?
Ach ja! Und tippe mal, wie groß der passive Wortschatz ist. Er enthält die Wörter, die wir kennen, jedoch nicht aktiv in unserer Kommunikation verwenden.
Hier weiterlesen: Aktiver und passiver Wortschatz bei uns Deutschen
„Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.“
Rudyard Kipling (1865 - 1936), englischer Erzähler
„Alles in der Muttersprache ausdrücken zu können, bekundet höchste Geistes- und Seelenbildung.“
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 - 1831), deutscher Philosoph
Hier weiterlesen: Georg Wilhelm Friedrich Hegel Muttersprache | Zitat
-> Mehr Zitate zum Thema "Wortschatz" findest du hier.
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