Man merkt die Absicht und man ist verstimmt | Bedeutung & Herkunft
Wo kommt dieses geflügelte Wort her und wann benutzt man es?
Der Ausspruch "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt" hat seine Herkunft im Schauspiel "Torquato Tasso" von Johann Wolfgang von Goethe (II,1). Hier bemerkt der Titelheld: "... und wenn sie auch die Absicht hat, den Freunden wohlzutun, so fühlt man Absicht, und man ist verstimmt."
Heute verwenden wir das Zitat "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt", wenn wir ein allzu durchsichtiges Tun kommentieren, in dem man sehr deutlich persönliche Interessen erkennt.
Beispiele für die heutige Verwendung von "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt"
Beispiele für die heutige Verwendung:
- "Lockvogelangebote: Man merkt die Absicht und ist verstimmt." (gefunden auf vorsprung-online.de)
- "Man merkt die Absicht und ist verstimmt! Deshalb: JA zur Verfassungsänderung für eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur." (gefunden auf: svp-zuerich.ch)
- "Die Deutsche Post AG und Verdi haben sich danach auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Dabei spürt man die Absicht, den Wettbewerb im Briefdienst zu stoppen, und ist verstimmt." (bild.de)
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Vielen Dank für jedes Beispiel!
Originalzitat aus "Torquato Tasso II,1"
Tasso:
Ich weiß nicht wie es ist, konnt' ich nur selten
Mit ihr ganz offen seyn, und wenn sie auch
Die Absicht hat, den Freunden wohlzuthun,
So fühlt man Absicht und man ist verstimmt.
Was bedeutet "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt" auf Englisch und in anderen Sprachen?
- Englisch: You notice the intention and you are upset.
- Französisch: Vous remarquez l'intention et vous êtes bouleversé.
- Italienisch: Noti l'intenzione e sei sconvolto
- Spanisch: Te das cuenta de la intención y te enfadas.
- Türkisch: Niyeti fark ettin ve üzüldün.
- Chinesisch: Nǐ zhùyì dàole yìtú, nǐ hěn jǔsàng.
- Esperanto: Vi rimarkas la intencon kaj vi ĉagreniĝas.
Synonyme für "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt"
- Nachtigall ich hör dir trapsen (Berlinerisch)
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Video zu "Torquato Tasso"
Video: Torquato Tasso to go (Goethe in 8,5 Minuten)
Länge: 8:38 Minuten
Bücher über "Torquato Tasso"
Mehr zu Johann Wolfgang von Goethe
Goethe und Schiller
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Quelle: Johann Wolfgang von Goethe,
Gespräche mit Friedrich Soret, 25. Januar 1830
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Dokumentation zu Goethes Schaffen
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Noch ein kniffliges Wort gefällig?
Alma Mater (lat. alma "nährend, gütig" und mater "Mutter") ist eine im europäischen und nordamerikanischen Raum gebrauchte Bezeichnung für Universitäten bzw. Hochschulen. Da die Studenten dort im übertragenen Sinne mit Bildung und Wissen genährt werden, entstand das Bild der Universität als "nährende/gütige Mutter".
Zurück geht der Begriff auf das Römische Reich. Dort war die alma mater eine nährende, segenspendende Göttermutter und hieß deswegen oft auch Magna Mater ("große Mutter").
Im Mittelalter wurde der Ausdruck dann häufig für die Gottesmutter Maria gebraucht.
Im bildungssprachlichen Kontext taucht der Begriff dann erstmals im 12. Jahrhundert auf. Die im Jahr 1135 gegründete Universität in Bologna, die älteste Europas, entwickelte damals das Motto "Alma mater studiorum". Davon inspiriert findet sich der Ausdruck Alma Mater noch heute in vielen Universitäten im deutschsprachigen Raum, z. B. bei der Alma Mater Lipsiensis (Universität Leipzig).
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Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.
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Bücher zum Erweitern des eigenen Wortschatzes
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