Lebensmut finden durch Weisheiten der Jahrhunderte

 

 

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Kraft geben

Es ist kleiner als ein 52-Kartendeck, hat gerade mal 133 Seiten und weniger Zeilen als eine Urlaubsausgabe der Bild. Quasi ein Büchlein, aber eines der wichtigsten Bücher in meinem Leben.

Es gab Zeiten, da passte nichts, Ängste diktierten mein Leben und Unzufriedenheit durchströmte jede Pore meines Körpers. Wie armselig und klein fühlte ich mich - und ich messe immerhin 1,96 m und wiege 100 kg. Es war eine dunkle und schlaflose Episode meines Lebens. Doch dann erinnerte ich mich an das Werk eines längst verstorbenen Denkers, der mir bereits als Student Kraft gegeben hatte.

Lebensmut

Sein Name ist Epiktet und das Buch heißt "Handbüchlein der Moral".

"Wow, was für ein verstaubter Titel", mag der eine oder andere in Gedanken anmerken. Und ja, der Mann ist bereits lange von uns gegangen. Aber eins nach dem anderen. Lassen Sie mich Ihnen erklären, warum dieser Mann aus meiner Sicht aktuellere Anregungen gibt als so mancher Erfolgsberater und Lebenscoach.

Der Grieche Epiktet wurde in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts als Sklave nach Rom verschleppt. Hier leistete er beim reichen und einflussreichen Epaphroditos seine Dienste, wo er die Gelegenheit erhielt, beim Stoiker Rufus Philosophie zu studieren. Nachdem Epiktet aus Rom vertrieben wurde, gründete er in Nikopolis eine Philosophenschule, an der er bis zu seinem Tod Vorlesungen hielt. Epiktet schrieb selber keine Werke. Die überlieferten Gedanken, Lehrsätze und Empfehlungen verdanken wir seinem Schüler Arrian, der seine Vorlesungen aufzeichnete.

Goethe schreibt über das Buch "Zu den Stoikern hingegen hatte ich schon früher einige Neigung gefasst, und schaffte nun den Epiktet herbei, den ich mit viel Teilnahme studierte."

Zeilen für mehr Lebensmut

Epiktets Zeilen haben etwas Urspüngliches und Aufrüttelndes, das gerade in schweren Phasen den Leser aufrichtet und Leben einhaucht. Ein Sklave mit mancherlei Gebrechen entwickelte die Schule der Stoa zu einer kraftvollen Lebensphilosophie weiter. Die Zeilen haben den Menschen von heute viel zu geben. Aber lesen Sie selbst und lassen Sie sich inspirieren und stärken.

Mein blueprints Kollege Peter Bödeker und ich, Michael Behn, haben die Empfehlungen von Epiktet kommentiert.

Dabei stellten wir uns folgende Fragen

  • Was sagen die großen Denker über Lebensmut?
  • Welche Lebensphilosophie empfahlen sie?
  • Passt es in die heutige Zeit?
  • Wo stimmen wir zu und wo nicht?

Ihre Gedanken zum Thema

Vielleicht haben Sie ja Lust mitzumachen. Schreiben Sie Ihre Interpretation, Beispiele und Ergänzungen hinzu? Nutzen Sie dafür einfach die Kommentarfunktion unter jedem Artikel.

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- Anregung für die kommende Woche -

altes buch

 

Gehen Sie diese Woche in Ihre Bibliothek und leihen Sie sich ein Philosophiebuch Ihrer Wahl aus. Die Philosophie führt oft zu mehr Gelassenheit und Zufriedenheit. Sie dürfen natürlich alternativ ein Buch kaufen. Idee: Lesen Sie einen der alten Philosophen direkt, keine Zusammenfassung von anderen.

Es ist erstaunlich, welche Lebensweisheiten "die Alten" schon erkannt hatten und die doch heutzutage als neueste Erkenntnis gepriesen werden.

Brauchen Sie Anregungen?


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eule weisheit 564

Probieren Sie in der folgenden Woche, sich einmal pro Tag ein wenig weise zu verhalten. Was damit genau gemeint ist? Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Beispiele wären:

  • Die Beweggründe eines Andersdenken nachvollziehen.
  • Im Stau oder in einer langen Warteschlange gelassen bleiben (obwohl es nebenan flinker vorangeht).
  • Sich fünf Minuten Bedenkzeit vor einer Antwort nehmen.
  • Eine Streitsituation schlichten.
  • Einen lange aufgeschobenen Entschluss treffen.
  • Einer Realität ins Auge blicken, die Sie bisher verdrängt haben.

 


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Epiktet

 

 

Tod, Verbannung und alles andere,

was als furchtbar gilt,

halte dir täglich vor Augen,

besonders aber den Tod,

und du wirst niemals kleinliche Gedanken haben

oder etwas übermäßig begehren.

Epiktet, griechischer Philosoph 

 

Gilt dieser Rat uneingeschränkt oder kann er sogar negative Folgen nach sich ziehen? Wie kann ich die Empfehlung konkret umsetzen? Lesen Sie hierzu die Kommentare von Michael und Peter.


 
 
 

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