Potemkinsche Dörfer – Bedeutung und Herkunft einer wahren Geschichte?
Im Jahr 1787 plante Katharina eine Inspektionsreise auf die Krim, die damals frisch erobert worden war. Potemkin war verantwortlich für die Verwaltung dieser Region. Natürlich wollte er seiner Kaiserin zeigen, dass alles bestens läuft, die neuen Gebiete blühen und gedeihen. Und hier beginnt die Legende: Potemkin soll entlang der Reiseroute hübsche Kulissendörfer errichtet haben - bemalte Holzfassaden, in denen Statisten als glückliche Bauern herumstanden. Sobald Katharinas Schiff weiterzog, wurden die Kulissen …
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Nürnberger Trichter – Bedeutung, Herkunft und Verwendung
Die Herkunft der Redewendung „Nürnberger Trichter“ liegt in der frühen Neuzeit, genauer im 17. Jahrhundert. Sie geht zurück auf den Nürnberger Dichter und Sprachgelehrten Georg Philipp Harsdörffer (1607–1658). Harsdörffer veröffentlichte 1647 in Nürnberg ein Buch mit dem Titel: „Poetischer Trichter. Die Teutsche Dicht- und Reimkunst / ohne Behuf der lateinischen Sprache / in VI Stunden einzugießen“. Das Werk gilt als eigentliche Herkunftsquelle des Begriffs. Es verstand sich als Lehrbuch, das auch Menschen ohne …
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Gazette – Bedeutung, Herkunft – eine Zeitung für eine venezianische Münze
Herkunft: "Gazetta di Venezia" war ein italienisches, politisches Flugblatt im 16. Jahrhundert. Der Name "gazzetta" (venezianisch gazeta) ist eigentlich der Name einer venezianische Münze, zu deren Wert im 16. Jahrhundert das örtliche Nachrichtenblatt "Gazetta" verkauft wurde. Die Gazeta war die kleinste Münze in der damaligen Republik Venedig. Heutige Bedeutung: Die Gazette ist eine alte und heute eher ironische Bezeichnung für eine Zeitung. Wer für eine Gazette schrieb, wurde als Gazetier bezeichnet. Der Begriff …
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Wasser predigen und Wein trinken – des Heuchlers Art – Bedeutung und Ursprung
Das Sprichwort verdankt seine Herkunft dem Gedicht "Ein Wintermärchen" aus Heinrich Heines Versepos "Deutschland". Mit dem geflügelten Wort bringen wir zum Ausdruck, dass jemand sich heuchlerisch verhält, indem er zum Beispiel Verzicht oder Genügsamkeit fordert, aber sich selbst verschwenderisch oder genusssüchtig verhält. Hier der Ursprung des Sprichworts: das Gedicht "Ein Wintermärchen" von Heine. Ein Wintermärchen Sie sang vom irdischen Jammertal, von Freuden, die bald zerronnen, vom Jenseits, wo die Seele …
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Gesammeltes Schweigen – Bedeutung, Herkunft und Verwendung
Seine Herkunft verdankt das Sprichwort der 1958 erschienenen Satire "Gesammeltes Schweigen" von Heinrich Böll (1917 - 1985). Die Titelfigur ist ein Redakteur beim Hörfunk, der herausgeschnittene Tonbandabschnitte sammelt, auf denen nichts zu hören ist. Diese Pausen gefallen dem Redakteur so gut, weil er des vielen leeren Geschwätzes überdrüssig ist. Bedeutung: Heute noch sagen wir etwas scherzhaft "gesammeltes Schweigen", wenn sich jemand nicht an einer Diskussion beteiligt, zu einem Thema keine Stellung bezieht …
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Kakophonie – Bedeutung – das klingt nicht gut, das ist nicht gut
Der Begriff Kakophonie kommt vom altgriechischen "kakós = schlecht" und "phōné = Laut, Ton, Stimme". Kakophonie = etwas ist/klingt disharmonisch oder schlecht Das Gegenteil zu Kakophonie ist die Euphonie. Seine Herkunft verdankt der Begriff "Kakophonie" oder "Kakofonie" dem Bereich der Musik und der Literatur. Hier werden Laute oder Geräusche, die besonders hart, unangenehm oder unästhetisch klingen, als kakophon bezeichnet. Was gestern in der Musik noch als Kakophonie galt, ist kurze Zeit später häufig zum …
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