Nürnberger Trichter – Bedeutung, Herkunft und Verwendung
Die Herkunft der Redewendung „Nürnberger Trichter“ liegt in der frühen Neuzeit, genauer im 17. Jahrhundert. Sie geht zurück auf den Nürnberger Dichter und Sprachgelehrten Georg Philipp Harsdörffer (1607–1658). Harsdörffer veröffentlichte 1647 in Nürnberg ein Buch mit dem Titel: „Poetischer Trichter. Die Teutsche Dicht- und Reimkunst / ohne Behuf der lateinischen Sprache / in VI Stunden einzugießen“. Das Werk gilt als eigentliche Herkunftsquelle des Begriffs. Es verstand sich als Lehrbuch, das auch Menschen ohne …
Zum Begriff: Nürnberger Trichter
mondän | Bedeutung und Herkunft der lässigen Weltfrauen und -männer
Als "mondän" bezeichnet man jemanden, der sehr elegant, sowie sehr gewandt ist und dabei trotzdem lässig und überlegen agiert. Man könnte auch sagen: im Stil der großen Welt. Dies kann sich in der Lebensführung, dem Kleidungsstil oder den Umgangsformen zeigen. Herkunft des Begriffs ist das französische Wort "mondaine". Jim: "Was sagst du zu meinen neuen Schuhen, John?" John: "Mannomann! Du machst mal wieder einen mondänen Eindruck. Die neuen Schuhe, passende Krawatte. Fehlt nur noch der Aston Martin."
Zum Begriff: mondän - Bedeutung
Wasser predigen und Wein trinken – des Heuchlers Art – Bedeutung und Ursprung
Das Sprichwort verdankt seine Herkunft dem Gedicht "Ein Wintermärchen" aus Heinrich Heines Versepos "Deutschland". Mit dem geflügelten Wort bringen wir zum Ausdruck, dass jemand sich heuchlerisch verhält, indem er zum Beispiel Verzicht oder Genügsamkeit fordert, aber sich selbst verschwenderisch oder genusssüchtig verhält. Hier der Ursprung des Sprichworts: das Gedicht "Ein Wintermärchen" von Heine. Ein Wintermärchen Sie sang vom irdischen Jammertal, von Freuden, die bald zerronnen, vom Jenseits, wo die Seele …
Zum Begriff: Wasser predigen und Wein trinken – Bedeutung, Ursprung
Von echtem Schrot und Korn – Herkunft aus dem Münzwesen und heutige Bedeutung
Die Wörter Schrot und Korn klingen erst mal nach Landwirtschaft – nach Getreide, Mühle, Acker. Die Herkunft der Redensart liegt aber woanders: im Münzwesen. Früher wurde bei Münzen sehr genau geprüft, ob sie "echt" sind. Schrot stand dabei sinngemäß für das Gesamtgewicht einer Münze (also das, was die Waage zeigt). Korn bezeichnete den Feingehalt bzw. den Anteil des Edelmetalls – also das, worauf es beim Wert wirklich ankam. Eine Münze war nur dann wirklich "gut", wenn Schrot und Korn stimmten: Gewicht und …
Zum Begriff: Von echtem Schrot und Korn
Landgraf, werde hart! – Bedeutung und Herkunft – nur die Harten kommen in den Garten
Herkunft Seine Herkunft verdankt diese Redewendung einer Sage von Johannes Rothe. Er berichtet vom Landgraf Ludwig von Thüringen (1140 - 72), der anfänglich so milde geherrscht haben soll, dass die Mächtigen im Lande übermütig wurden und das Volk ausbeuteten und quälten. Während eines Jagdausfluges verirrte sich jener Landgraf und fand bei einem Schmied im Thüringer Wald Unterkunft. Auch dieser wurde von den Oberen aufgrund der Milde des Landgrafs ausgepresst. Der Schmied, der den Landgraf nicht erkannte, habe …
Zum Begriff: Landgraf, werde hart!
Nichts Neues unter der Sonne – Bedeutung und Herkunft
Diese Redewendung verdankt seine Herkunft dem Buch Kohelet (oder Prediger) im alten Testament. Kohelet ist eine weise und philosophische Abhandlung über das Leben und die Welt, zugeschrieben dem biblischen König Salomo. In Kohelet 1,9 (Lutherbibel) heißt es: „Was gewesen ist, das wird wieder sein; was geschehen ist, das wird wieder geschehen; es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Ursprünglich hatte die Redensart in der Bibel eine tief religiöse und philosophische Bedeutung. Sie betonte die Vorstellung, dass die …
Zum Begriff: Nichts Neues unter der Sonne - Bedeutung und Herkunft