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Bessere Beziehungen in unserem Leben: Partner(in), Freund(in) & Kolleg(e/in)
Wusstest du, dass Einsamkeit so schädlich für die Gesundheit ist wie das Rauchen (siehe hier). Dass wohltuende Beziehungen bei den meisten Menschen den größten Glücksfaktor darstellen? Grund genug, einmal näher zu schauen, wie wir besser mit unseren Mitmenschen umgehen können.
Dabei reicht das Themenspektrum der Artikel von dem Gewinnen neuer Kontakte, dem Erhalt der Partner- und Freundschaft bis zum gekonnten Trennen von schädlichen Bekanntschaften.
Was verstehen wir hier unter "Beziehungen"?
Kurz: soziale oder zwischenmenschliche Beziehungen. Das beginnt bei der Liebesbeziehung, führt über Beziehungen in der Familie, Freundinnen und Freunde, Beziehungen am Arbeitsplatz und endet bei den Beziehungen im sonstigen Alltag.
Technisch definiert geht es darum, dass zwischen zwei Menschen oder innerhalb einer Gruppe das Denken, Handeln und/oft Fühlen aufeinander bezogen ist.
Man könnte auch sagen: Wir behandeln hier das gesellschaftliche und persönliche Miteinander.
Die besten Tipps für gute Beziehungen
Die folgenden Empfehlungen sind Quintessenzen aus den unten folgenden Artikeln.
- Wenn du Freundinnen/Freunde gewinnen willst, dann interessiere dich für dein Gegenüber. Frage sie/ihn über das Leben, die Meinungen, Erlebnisse ...
- Wenn dir jemand etwas erzählt, zeige Interesse. Gehe auf die Worte ein.
- Bemühe dich stets, etwas (dein Handeln, eine Meinung, ein Ereignis) aus der Warte oder durch die Brille deiner Mitmenschen zu sehen und zu verstehen.
- Bemühe dich zeitlebens um Empathie - versuche, dich in dein Gegenüber einzufühlen.
- Bemühe dich um Güte bei der Beurteilung der Wesen in deinem sozialen Umfeld.
- Bemühe dich um eigene emotionale Stabilität, so kannst du schlechte Launen deiner Mitmenschen locker abfedern und lässt Situationen seltener zu Streitigkeiten eskalieren.
- In Partnerschaften: Sei dir bewusst, was du erwartest und stehe dafür ein. Gleichzeitig beschränke deine Erwartungen, denn wir neigen dazu, zu viel zu erwarten.
- Bemühe dich in deinem sozialen Umfeld stets, das Gute und Schätzenswerte im Gegenüber zu finden und zu sehen. Das, wofür du dankbar sein kannst. Sei achtsam: Wenn du zum Gegenteil neigst, arbeite aktiv dagegen an. Denn Geringschätzung der Partnerin/des Partners scheint der häufigste Trennungsgrund zu sein.
- Sprich über Gefühle, auch Ängste - das schafft echte Bindung zwischen den Menschen.
- Bemühe dich, das Verhalten der Menschen um dich herum so positiv wie möglich zu interpretieren. Vor allem in der Partnerschaft, wenn du an einer langen Beziehung interessiert bist. Meist bist du mit dieser Interpretation auch der Wahrheit näher, als bei einer skeptischen Haltung.
- Freue dich über Erfolge deiner Mitmenschen, auch im Inneren.
- Übe dich in Zufriedenheit, eigene Zufriedenheit macht alles Miteinander leichter und schöner.
- Bleibe in Konflikten gelassen. Scheue sie nicht und reagiere zunächst möglichst ohne Emotion. Höre genau hin und frage nach, wie etwas gemeint ist.
Ideen zum Verbessern deiner Beziehungen
Gehe in Vorleistung
Bemühe dich hin und wieder in Vorleistung zu gehen. Den ersten Schritt machen, Ihrerseits Freundlichkeit und gute Laune säen. In den meisten Fällen stößt das auf gute Resonanz und hilft, bestehende Dissonanzen aufzulösen. Bei manchen Zeitgenossen mag es etwas länger dauern, bis sie "auftauen".
Schon allein die jeweilige Überlegung "Wie hätte ich hier selbstloser agierend über meinen Schatten springen können?" oder "Wie hätte ich hier helfen können, ohne ausdrücklich gefragt worden zu sein?" trainiert deine Empathiefähigkeit, auch wenn di die Tat (diesmal) gar nicht ausführst.

Das Gute im Schlechten sehen
Wenn wir uns nicht gerade in der ersten Phase der Verliebtheit befinden, wird es bei jedem unserer Mitmenschen etwas geben, das uns stört. Eine Eigenschaft, ein Verhalten, Aussagen ...
Probiere doch mal, dir Ihnen eine "Störung" auffällt, das Gute darin zu sehen. Beispiele:
- Störung: Meine beste Freundin ist immer so kritisch, lässt sich nie für irgendetwas begeistern.
Vorteil: Sie hat mich deswegen schon vor mancher Unbesonnenheit bewahrt. - Störung: Mein Partner ist lange nicht mehr optisch so attraktiv wie am Anfang.
Vorteil: Sie können sich auf andere, eventuell wertvollere Werte konzentrieren. - Störung: Dein Nachbar ist ein Spießer vor dem Herrn.
Vorteil: Dafür achtet er auf Ruhe und Ordnung. - Störung: Du warst zu Essen und Kino verabredet und bist versetzt worden.
Vorteil: Nun kannst du das Geld für einen lang ersehnten Saunabesuch ausgeben.
Nicht immer wird dies reibungslos klappen. Aber schon das Bemühen um eine positive Sicht trainiert ein Umdenken hin zu einer angenehmeren Lebenseinstellung.
Zusatztipp: Versuche, die wahren Gründe für ein Verhalten zu erfahren – das sorgt oft für erhellende Momente.

Hebe einen Menschen in den Himmel
Nutze eine Woche und versuche einmal, so viel Positives wie möglich in einem Menschen deiner Wahl zu sehen. Besonders wirksam ist die Übung, wenn du diese an einem Menschen durchführst, der – ohne dass du es willst – häufig Abwehr, Unbehagen oder gar Abscheu in dir auslöst, ohne dass dieser Mensch dir etwas getan hätte. Du kannst aber auch gerne deinen Partner oder eine(n) Freund(in) als "Versuchsobjekt verwenden". Optimalerweise führst du eine schriftliche Liste.
Am Ende der Woche prüfe bitte:
Was hat sich an deinem Verhältnis zu diesem Menschen geändert?
