Selbstmanagement lernen: Ziele, Fokus und Alltag besser steuern
Selbstmanagement umfasst unsere Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden, die Zielfindung, Planung und unser entsprechendes Handeln.
Selbstmanagement sollte kein Vorhaben sein, mit dem sich ein ohnehin voller Tag noch enger packen lässt. Es ist eher die Kunst, im Lärm von Aufgaben, Erwartungen, Nachrichten und eigenen Ansprüchen wieder eine erkennbare Linie zu finden. Dieser Artikel zeigt, wie sich Ziele klären, Prioritäten setzen, Ablenkungen begrenzen und tragfähige Routinen entwickeln lassen – ohne daraus ein starres Optimierungsprogramm zu machen. Denn gutes Selbstmanagement bedeutet nicht, ständig produktiv zu wirken, sondern bewusster zu entscheiden, wofür Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit eingesetzt werden.
Im Selbstmanagement geht es auch um die Beantwortung der Frage: "Wie gehen wir mit uns und anderen um, und wie streben wir an, was wir erreichen wollen?"
Wichtig sind hier unter anderem unsere Glaubenssätze, Stärken/Schwächen und Werte (Selbstbewusstsein), unsere Fähigkeiten zur Selbstüberwindung (Motive, Motivation, Ziele, Vision) und unser Selbstwertgefühl (Erfolge bewusst machen, bewusst belohnen).
Kurz zusammengefasst
- Selbstmanagement
Selbstmanagement bedeutet, das eigene Denken, Handeln, die verfügbare Zeit, Energie und Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Im Kern geht es nicht darum, noch mehr Aufgaben in den Tag zu pressen, sondern das Richtige zur richtigen Zeit mit ausreichender Klarheit zu tun. - Zielklarheit
Gutes Selbstmanagement beginnt mit der Frage, was wirklich wichtig ist. Ohne klare Ziele und Prioritäten bestimmen schnell fremde Erwartungen, Termine, Nachrichten und Routinen den Alltag. - Prioritäten statt Dauerbeschäftigung
Nicht jede dringende Aufgabe ist auch wichtig. Ein zentraler Punkt ist, zwischen Dringlichkeit und Bedeutung zu unterscheiden und die eigene Energie nicht nur auf laute, sondern auf wirksame Aufgaben zu richten. - Aufmerksamkeit als Engpass
Zeit allein reicht nicht aus. Entscheidend ist auch, wie konzentriert gearbeitet wird, wie häufig Unterbrechungen auftreten und ob für anspruchsvolle Aufgaben ausreichend Fokuszeit vorhanden ist. - Gewohnheiten statt Willenskraft
Dauerhafte Veränderung entsteht weniger durch Disziplinparolen als durch tragfähige Routinen, klare Auslöser und eine Umgebung, die erwünschtes Verhalten erleichtert. Gute Systeme reduzieren tägliche Entscheidungslast. - Realistische Planung
Selbstmanagement scheitert oft an übervollen Tagesplänen. Wer Puffer einplant, Aufgaben begrenzt und regelmäßig reflektiert, arbeitet meist verlässlicher als jemand, der jeden Tag idealisiert durchplant. - Stolperfallen
Risiken liegen in übertriebener Selbstoptimierung, zu komplexen Tools, Perfektionismus, fehlender Erholung und dem Versuch, zu viele Ziele gleichzeitig zu verfolgen. Selbstmanagement sollte entlasten, nicht zusätzlichen Druck erzeugen. - Praktische Umsetzung
Sinnvoll ist ein einfacher Einstieg: täglich die drei wichtigsten Aufgaben bestimmen, Ablenkungen beobachten und einmal pro Woche reflektieren, was funktioniert hat und was angepasst werden muss.
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.
Worum geht es beim Selbstmanagement?
Selbstmanagement bedeutet, das eigene Denken, Handeln, die Zeit, Energie und Aufmerksamkeit bewusst zu steuern, statt überwiegend reaktiv durch Alltag, Erwartungen, Termine oder digitale Ablenkungen bestimmt zu werden.
Es geht nicht nur um „mehr schaffen“, sondern um die Frage:
Wie organisiere ich mich so, dass ich das Richtige tue, meine Ziele verfolge und dabei langfristig leistungsfähig und gesund bleibe?
Selbstmanagement umfasst typischerweise:
- Zielklärung: Was ist mir wichtig? Was will ich erreichen?
- Priorisierung: Was ist wirklich relevant, was nur dringend?
- Zeitmanagement: Wie plane ich realistisch?
- Aufmerksamkeitssteuerung: Wie schütze ich Fokus vor Ablenkung?
- Emotions- und Stressregulation: Wie gehe ich mit Druck, Frust und Überforderung um?
- Gewohnheiten: Wie entwickle ich Routinen, die mich tragen?
- Reflexion: Was funktioniert, was nicht, was muss ich anpassen?
Die wichtigsten Thesen und Erkenntnisse
Selbstmanagement beginnt nicht mit Tools, sondern mit Klarheit
Viele starten mit Apps, Kalendern, To-do-Listen oder Methoden. Das kann helfen, löst aber nicht das Grundproblem, wenn unklar ist, was eigentlich wichtig ist.
Eine zentrale Erkenntnis lautet:
Wer seine Prioritäten nicht selbst bestimmt, wird von fremden Prioritäten gesteuert.
Deshalb steht am Anfang nicht die perfekte Planung, sondern die Klärung:
- Was ist wirklich wichtig?
- Was zahlt auf meine Ziele ein?
- Was mache ich nur aus Gewohnheit, Druck oder Pflichtgefühl?
- Was kann ich weglassen?
Alles hat seine Zeit
Die Antworten auf die obigen Fragen können (und werden) sich im Laufe deines Lebens ändern. Mache dir das jeweils bewusst. Vor allem dann, wenn du an überholten Idealen oder Vorstellungen anhängst, du dich vielleicht aus Unsicherheit oder Angst nicht wandeln magst. Auch wenn die neue Antwort dir Erleichterung oder andere Vorteile verschaffen würde.
Zeit ist nicht der einzige Engpass – Energie und Aufmerksamkeit sind genauso wichtig
Klassisches Zeitmanagement fragt: „Wie nutze ich meine Zeit besser?“
Modernes Selbstmanagement fragt zusätzlich:
- Wann bin ich konzentriert?
- Was raubt mir Energie?
- Welche Aufgaben brauchen Tiefenfokus?
- Wann brauche ich Pausen?
- Welche Umgebung macht gutes Arbeiten wahrscheinlicher?
Man kann acht Stunden „beschäftigt“ sein und trotzdem wenig Wesentliches erreichen. Entscheidend ist nicht nur die verfügbare Zeit, sondern die Qualität der Aufmerksamkeit.
Zeitmanagement - 5 Prinzipien der Zeit Zeit ist ein zentrales Thema. Das merken wir daran, dass es eines der am häufigsten gebrauchten Wörter ist. So ist es kaum verwunderlich, dass das Zitat von Benjamin Franklin "Zeit ist Geld" zu einem geflügelten Wort wurde. Zeit ist jedoch wesentlich wertvoller als Geld. Verlieren wir Geld, können wir es zurückgewinnen. Verlieren wir Zeit, ist sie für immer verloren. Aber wie gehen wir am besten mit der knappen Ressource um? Hinweis zum heutigen Sprachgebrauch: Der Begriff "Zeitmanagement" ist eigentlich irreführend, denn Zeit lässt sich nicht managen. Wir können lediglich uns managen, also unseren Umgang mit der Zeit verbessern.Beitrag: Zeitmanagement - 5 Prinzipien der Zeit

Wertvoller als Geld

Priorisierung ist wichtiger als Beschleunigung
Selbstmanagement heißt nicht, alles schneller zu erledigen. Es heißt oft, weniger zu tun, aber bewusster.
Eine wichtige Unterscheidung:
- Effizienz bedeutet: Dinge richtig tun.
- Effektivität bedeutet: die richtigen Dinge tun.
Viele Menschen optimieren kleine Aufgaben, beantworten E-Mails schneller, sortieren Listen besser und perfektionieren Abläufe, ohne die wichtigste Frage zu stellen:
Muss diese Aufgabe überhaupt getan werden?
Nein sagen ist nicht immer leicht, denn manchmal fehlt der Mut, manchmal die passende Erklärung für das Nein oder wir lassen uns schlicht überreden. Wenn dann noch der Glaubenssatz "Mach es allen recht" stark ausgeprägt ist, wird es nicht einfacher, ein "Ja, okay" in ein "Nein, im Moment nicht" zu verwandeln. Aber lese selbst über die Ursachen, die Möglichkeiten und Übungen. Lese hier auch die Geschichte von Laura, die nicht nein sagen konnte und wie sie es endlich lernte. Beitrag: NEIN sagen lernen
NEIN sagen lernen – Tipps und die Geschichte von Laura
Gewohnheiten schlagen Willenskraft
Willenskraft ist begrenzt. Wer sich jeden Tag neu überwinden muss, scheitert oft irgendwann. Erfolgreiches Selbstmanagement baut deshalb auf Routinen, Umgebungen und klaren Auslösern.
Beispiel:
Nicht: „Ich sollte öfter Sport machen.“
Sondern: „Montag, Mittwoch und Freitag ziehe ich direkt nach dem Aufstehen meine Sportsachen an und mache 20 Minuten Training.“
Gute Gewohnheiten reduzieren Entscheidungsmüdigkeit.
Gewohnheiten ändern: die drei Schritte Manche von ihnen sind hilfreich und manche weniger. Gewohnheiten entstehen, weil sie uns helfen, Energie zu sparen, uns Halt geben oder Entspannung bringen. Wenn wir Gewohnheiten ändern wollen, sollten wir uns etwas genauer mit dem Thema beschäftigen. Sich nur vorzunehmen die Tüte Chips wegzulassen oder sich das Ziel zu setzen, anstatt nach der Arbeit auf dem Sofa mit dem Handy zu relaxen durch Läufe durch den Wald zu ersetzen, reicht nicht. Wahrscheinlich hast auch du das bereits erfahren dürfen. Gewohnheiten haben für uns wichtige Funktionen, die wir kennen sollten, wenn wir sie verändern wollen. Vielleicht hast du eine Gewohnheit, die du ändern möchtest. So könntest du die Methode testen. Dann hättest du einen doppelten Nutzen, weil du so das Thema noch besser nachvollziehen kannst und eine ungeliebte Gewohnheit veränderst. Wenn du magst, dann lass uns starten. Beitrag: Gewohnheiten ändern: die drei Schritte
Gewohnheiten ändern – so änderst du unliebsame Verhaltensweisen in drei Schritten
Planung muss realistisch sein, nicht idealistisch
Viele Selbstmanagement-Systeme scheitern, weil Menschen ihre Tage zu voll planen. Sie unterschätzen Unterbrechungen, Erschöpfung, Abstimmungen und unerwartete Aufgaben.
Eine gute Planung enthält daher immer Puffer.
Eine brauchbare Faustregel:
Plane maximal 60–70 % deines Tages aktiv. Der Rest ist Puffer für Realität.
„Gut vorbedacht ist schon halb gemacht“ – das klingt einleuchtend. Aber wie sollst du planen, wenn ständig etwas dazwischenkommt? Der Kunde meldet sich, der Chef braucht sofort etwas, Kollegen haben Rückfragen oder das nächste kurzfristige Teammeeting steht im Kalender. Da liegt der Gedanke nahe: Dann plane ich meinen Tag oder meine Woche lieber gar nicht. Sonst ärgere ich mich nur darüber, dass ich mich ohnehin nicht an meinen Plan halten kann. Doch genau hier liegt ein Missverständnis: Ein guter Plan ist kein starres Korsett. Er ist eine Orientierung. Er hilft dir, den Überblick zu behalten, Prioritäten zu setzen und bewusster mit deiner Arbeitszeit umzugehen – auch dann, wenn nicht alles nach Plan läuft. In diesem Beitrag findest du sieben Anregungen, die dir helfen können, deinen Tag oder deine Woche besser zu planen. Wichtig dabei: Du musst die Ideen an deine Arbeit, deinen Rhythmus und deine Rahmenbedingungen anpassen. Probiere aus, beobachte, was funktioniert, und gib dir etwas Zeit, um deine eigene Planungsroutine zu entwickeln.Beitrag: Gut geplant ist halb gemacht
Gut geplant ist halb gemacht – aber wie planst du sinnvoll?
Was kann man durch Selbstmanagement erreichen?
Gutes Selbstmanagement kann helfen, mehrere Dinge gleichzeitig zu verbessern:
- mehr Klarheit über Ziele und Prioritäten
- weniger Stress durch bessere Übersicht
- bessere Konzentration
- weniger Aufschieben
- realistischere Planung
- mehr Verlässlichkeit gegenüber anderen
- bessere Abgrenzung
- mehr Zeit für wichtige, aber nicht dringende Aufgaben
- mehr Zufriedenheit, weil das eigene Handeln stärker zu den eigenen Werten passt
Der größte Nutzen liegt oft nicht darin, „mehr“ zu schaffen, sondern darin, weniger Zerstreuung und mehr Selbstwirksamkeit zu erleben.

Womit startet man am besten?
Am besten startet man nicht mit einem komplexen System, sondern mit drei einfachen Fragen:
Was ist gerade wirklich wichtig?
Notiere drei bis fünf Lebens- oder Arbeitsbereiche, die aktuell zentral sind, zum Beispiel:
- Gesundheit
- Beruf
- Familie
- Finanzen
- Lernen
- ein bestimmtes Projekt
- Erholung
Dann frage dich:
Welcher Bereich braucht gerade bewusst mehr Aufmerksamkeit?
Welche wiederkehrenden Probleme habe ich?
Typische Muster sind:
- zu viele Aufgaben gleichzeitig
- ständiges Aufschieben
- schlechte Priorisierung
- zu viele Unterbrechungen
- keine Pausen
- unklare Ziele
- zu viele Zusagen
- digitale Ablenkung
- abends das Gefühl, viel getan, aber wenig Wichtiges geschafft zu haben
Selbstmanagement sollte dort ansetzen, wo der größte Reibungsverlust entsteht.
Was fällt dir im Alltag beim Selbstmanagement am schwersten?
Was ist eine kleine, konkrete Veränderung für die nächsten sieben Tage?
Nicht gleich das ganze Leben neu organisieren.
Besser:
- jeden Morgen die drei wichtigsten Aufgaben notieren
- Benachrichtigungen für zwei Stunden ausschalten
- eine feste Wochenplanung am Sonntag machen
- jeden Arbeitstag mit einer kurzen Reflexion beenden
- eine Aufgabe pro Tag bewusst nicht tun oder delegieren
Der Einstieg sollte so klein sein, dass er realistisch durchhaltbar ist.

Typische Stolperfallen und Gefahren
Selbstoptimierungsdruck
Selbstmanagement kann kippen, wenn daraus ein ständiger Zwang zur Leistungssteigerung wird.
Gefährlich wird es, wenn jede Minute produktiv sein soll und Pausen als Schwäche gelten. Dann wird Selbstmanagement nicht befreiend, sondern kontrollierend.
Gutes Selbstmanagement schützt auch Erholung.
Perfektionismus überwinden – 12 Empfehlungen Die Verwendung des Wortes Perfektionismus ist nicht ungefährlich, denn zu leicht wollen wir damit verteufeln, verurteilen und kritisieren. Doch, wo wären wir ohne ihn. Es gab und gibt Menschen, deren Motor dreht mit dem Turbolader "Perfektion". Das ist für das Umfeld nicht immer angenehm, aber manchmal entstehen eben auch großartige Erfindungen und Produkte. Deswegen möchte ich dich einladen in die Welt der Gefahren und Chancen des Perfektionismus. Wo ist er hilfreich und wo kann er gefährlich werden? Was kannst du tun, um ihn zu nutzen? Was solltest du vermeiden, um dich vor den Gefahren zu schützen? Außerdem begleitet dich in diesem Artikel Mirco mit seiner persönlichen Geschichte zum Thema. Er hatte ein massives Perfektionsproblem und arbeitet nach einigen unschönen Erlebnissen im Alltag an diesem Thema. Hier weiterlesen: Perfektionismus überwinden – 12 Empfehlungen Es ist wie mit dem Durst, wenn er kommt, ist es eigentlich zu spät. Wir sollten vorher trinken, aber dazu gehört Selbstorganisation. Genauso verhält es sich auch mit dem Einlegen von kurzen Pausen. Lege möglichst dann eine Pause ein, wenn du noch nicht erschöpft bist. Leichter gesagt als getan, aber extrem hilfreich, wenn du deine Energie- und Entspannungsspender gefunden hast und regelmäßig nutzt. Hier nun 30 Klassiker, Neuheiten und Verrücktes – lass dich überraschen. Beitrag: Perfektionismus überwinden – 12 Empfehlungen
Perfektionismus überwinden – 12 Empfehlungen und wirksame Werkzeuge
Beitrag: Pausen einlegen
Pausen einlegen – die 30 besten Wege, um Kraft zu tanken
Zu komplexe Systeme
Viele verlieren sich in Tools, Farben, Kategorien, Apps und Methoden. Dann wird das Organisationssystem selbst zur Aufgabe.
Ein gutes System ist einfach genug, dass man es auch an stressigen Tagen nutzt.
Merksatz:
Das beste System ist nicht das perfekteste, sondern das, das du tatsächlich verwendest.
Planung ohne Umsetzung
Planen kann sich produktiv anfühlen, ersetzt aber keine Handlung.
Wer ständig Listen schreibt, Ziele formuliert und Methoden testet, aber nicht ins Tun kommt, betreibt oft eine elegante Form des Aufschiebens.
Deshalb sollte jede Planung in eine konkrete nächste Handlung münden.
Zu viele Ziele gleichzeitig
Viele Vorhaben scheitern nicht, weil sie unwichtig sind, sondern weil sie miteinander konkurrieren.
Wer gleichzeitig fitter werden, ein Buch schreiben, beruflich aufsteigen, die Wohnung renovieren, meditieren, sparen und mehr Zeit mit Freunden verbringen will, überfordert sein System.
Besser: wenige Ziele, klarer Fokus, schrittweise Umsetzung.
Fokussierung auf das Wesentliche – begrenze deine Ziele In einer Welt, die von ständigem Wandel und einer Flut an Möglichkeiten geprägt ist, stellt die Kunst der Zielsetzung und Fokussierung einen entscheidenden Schlüssel zum Erfolg dar. Sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich ist die Fähigkeit, klare Ziele zu setzen und den Fokus darauf zu richten, ein hilfreicher Wegweiser durch die Herausforderungen des Alltags. Was macht das Setzen von Zielen so essenziell, und weshalb sollten wir die Anzahl der Ziele bewusst begrenzen? Weshalb das wichtig ist und wieso die Ungarn recht haben mit ihrem Sprichwort: "Wer zwei Hasen jagt, erwischt keinen", liest du hier. Hier weiterlesen: Fokussierung auf das Wesentliche – begrenze deine ZieleBeitrag: Fokussierung auf das Wesentliche – begrenze deine Ziele
Fokussierung auf das Wesentliche – begrenze deine Ziele
Fehlende emotionale Komponente
Selbstmanagement ist nicht nur rational. Menschen schieben Aufgaben oft nicht auf, weil sie faul sind, sondern weil Aufgaben unangenehme Gefühle auslösen:
- Angst vor Scheitern
- Überforderung
- Unsicherheit
- Perfektionismus
- Langeweile
- Widerstand gegen Fremdbestimmung
Deshalb reicht eine To-do-Liste oft nicht. Man muss auch verstehen, warum man bestimmte Dinge vermeidet.
2–3 konkrete Übungen zur Umsetzung
Übung 1: Die 3-Wichtigsten-Aufgaben-Methode
Ziel: Fokus statt Aufgabenflut.
Nimm dir morgens oder am Vorabend fünf Minuten Zeit und beantworte:
Welche drei Aufgaben machen diesen Tag wirklich erfolgreich?
Schreibe nur drei Aufgaben auf. Nicht zehn.
Beispiel:
- Angebot fertigstellen
- 30 Minuten Sport
- schwieriges Telefonat führen
Wichtig: Diese Aufgaben sollten möglichst vor kleineren Routineaufgaben erledigt werden.
Zusatzfrage:
Wenn ich heute nur eine Sache schaffen würde: Welche wäre am wichtigsten?
Diese Aufgabe kommt zuerst.
Übung 2: Wochenrückblick mit vier Fragen
Ziel: Lernen aus Erfahrung statt nur weitermachen.
Einmal pro Woche, zum Beispiel freitags oder sonntags, beantwortest du schriftlich:
- Was lief diese Woche gut?
- Was hat mich unnötig Zeit oder Energie gekostet?
- Was habe ich vermieden oder aufgeschoben?
- Was ändere ich nächste Woche konkret?
Wichtig ist die letzte Frage. Sie sollte zu einer kleinen Handlung führen.
Beispiel:
Nicht: „Ich muss fokussierter arbeiten.“
Sondern: „Ich arbeite nächste Woche Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr ohne E-Mail und Handy.“
Übung 3: Ablenkungsprotokoll
Ziel: Die eigenen Störquellen erkennen.
Wähle einen typischen Arbeitstag oder halben Tag. Jedes Mal, wenn du abgelenkt wirst oder selbst abschweifst, notierst du kurz:
- Uhrzeit
- Auslöser
- Art der Ablenkung
- Dauer
- Ursache
Beispiel:
| Uhrzeit | Ablenkung | Ursache |
|---|---|---|
| 9:40 | WhatsApp geprüft | Benachrichtigung |
| 10:15 | E-Mail statt Projektarbeit | Unsicherheit bei Aufgabe |
| 11:00 | Nachricht eines Kollegen | keine Fokuszeit blockiert |
Am Ende suchst du Muster:
- Kommen Ablenkungen vor allem von außen?
- Oder lenkst du dich selbst ab?
- Passiert es besonders bei schwierigen Aufgaben?
- Fehlt eine klare nächste Handlung?
Dann leitest du eine konkrete Gegenmaßnahme ab:
- Benachrichtigungen aus
- feste E-Mail-Zeiten
- Fokusblock im Kalender
- Aufgabe in kleinere Schritte zerlegen
- Handy außer Sichtweite
Welche Selbstmanagement-Übungen würdest du in den nächsten sieben Tagen testen?

Ein sinnvoller Startplan für 7 Tage
Für den Anfang reicht ein sehr einfaches System:
- Jeden Morgen:
Drei wichtigste Aufgaben notieren. - Während des Tages:
Eine Aufgabe nach der anderen bearbeiten, möglichst nicht parallel. - Am Abend:
Kurz prüfen: Was erledigt? Was war zu viel? Was ist morgen wichtig? - Am Ende der Woche:
Wochenrückblick mit den vier Fragen machen.
Damit entsteht bereits ein funktionierender Regelkreis:
Planen → Handeln → Beobachten → Anpassen
Genau darin liegt der Kern von Selbstmanagement. Es geht nicht darum, einmal das perfekte System zu finden, sondern darum, das eigene Verhalten bewusst zu steuern und regelmäßig nachzujustieren.
Ergänzungen und Fragen von Leser:innen
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Seltene, interessante oder humorvolle Fakten zum Thema Selbstmanagement
- Die Pomodoro-Technik heißt wirklich nach einer Tomate
Der Name Pomodoro kommt vom italienischen Wort für Tomate. Francesco Cirillo nutzte in den 1980er-Jahren einen tomatenförmigen Küchenwecker; daraus entstand eine der bekanntesten Methoden für konzentriertes Arbeiten in festen Zeitblöcken. - Unterbrechungen bleiben im Kopf kleben
Der sogenannte Zeigarnik-Effekt beschreibt, dass Menschen sich an unterbrochene oder unerledigte Aufgaben oft besser erinnern als an abgeschlossene. Für Selbstmanagement ist das ambivalent: Offene Aufgaben können motivieren, aber auch mentalen Druck erzeugen. - Multitasking ist kein Parallelbetrieb, sondern schnelles Umschalten
Viele Menschen glauben, sie erledigten mehrere geistig anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig. Die psychologische Forschung spricht eher von Task Switching: Das Gehirn springt zwischen Aufgaben hin und her, was Effizienz kostet und Fehler wahrscheinlicher macht. - Die berühmte Eisenhower-Matrix beruht auf einem zugeschriebenen Satz, den Eisenhower selbst nur zitierte
Die bekannte Unterscheidung zwischen wichtig und dringend wird häufig Dwight D. Eisenhower zugeschrieben. Der früheste belegte Hinweis zeigt jedoch: Eisenhower zitierte 1954 offenbar einen früheren College-Präsidenten und beanspruchte die Formulierung nicht als eigene. - Fokuszeit wird in modernen Arbeitsumgebungen massiv zerhackt
Microsoft berichtete 2025, dass Microsoft-365-Nutzer im Durchschnitt alle zwei Minuten durch Meeting, E-Mail oder Benachrichtigung unterbrochen werden. Selbst freie Kalenderstellen können also trügen, wenn digitale Signale ständig Aufmerksamkeit abziehen. - Der späte Abend ist für viele wieder Arbeitszeit geworden
Microsoft beschreibt den Trend zum Triple Peak Day: Nach Morgen und Nachmittag entsteht bei vielen ein dritter Aktivitätsgipfel am Abend. Laut Microsoft waren Meetings nach 20 Uhr im untersuchten Zeitraum um 16 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. - Wenn-dann-Pläne sind mehr als Kalendersprüche
In der Psychologie heißen konkrete Wenn-dann-Pläne Implementation Intentions. Forschung zeigt, dass solche Pläne Zielerreichung verbessern können, weil sie Verhalten an klare Auslöser koppeln: „Wenn Situation X eintritt, dann tue ich Y.“ - Schlafmangel trifft genau die Fähigkeiten, die Selbstmanagement braucht
Schlafentzug beeinträchtigt unter anderem Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Entscheidungsfähigkeit. Wer sein Selbstmanagement verbessern will, sollte Schlaf daher nicht als Restposten behandeln. - Zu viele Entscheidungen können Selbstkontrolle schwächen
Eine vielzitierte Studie untersuchte, ob zahlreiche Entscheidungen die spätere Selbstkontrolle beeinträchtigen. Für den Alltag ist das relevant, weil feste Routinen und Standards helfen können, Entscheidungslast zu senken.
Kurze Impulse zum Selbstmanagement
Zeit ist nicht Geld
Dass Zeit heute ein zentrales Thema ist, merken wir schon daran, wie häufig wir über sie sprechen: Wir „haben keine Zeit“, „verlieren Zeit“, „sparen Zeit“ oder „nehmen uns Zeit“. Kein Wunder also, dass Benjamin Franklins Satz „Zeit ist Geld“ zu einem geflügelten Wort geworden ist.
Ich glaube jedoch: Zeit ist viel wertvoller als Geld.
Denn wenn du Geld verlierst, kannst du es unter Umständen zurückgewinnen – durch neue Projekte, neue Kunden, neue Einnahmen oder klügere Entscheidungen. Wenn du aber Zeit verlierst, ist sie unwiederbringlich vorbei.
Lebenszeit ist nicht verrechenbar.
Lebenszeit ist nicht übertragbar.
Lebenszeit ist nicht lagerbar.
Zeit ist eine der knappsten Ressourcen, die du besitzt. Deshalb lohnt es sich, bewusst mit ihr umzugehen – nicht hektisch, nicht zwanghaft effizient, sondern klarer und achtsamer.
Denn gutes Zeitmanagement bedeutet nicht, noch mehr in den Tag hineinzupressen. Es bedeutet vor allem, deine Lebenszeit mit dem zu füllen, was dir wirklich wichtig ist.
Kleine Übung
Betrachte bitte die letzten drei Tage und beantworte für dich ehrlich diese Fragen:
- Wo bist du verschwenderisch mit deiner Zeit umgegangen?
- Welche wichtige Sache hast du wieder verschoben, weil du angeblich keine Zeit hattest?
- Was hättest du anders machen können?
Zum Beispiel: Nein sagen, etwas schneller erledigen, es weniger perfekt machen, früher anfangen oder bewusst weglassen.
Eine zusätzliche Frage kann besonders hilfreich sein:
Wofür möchtest du in Zukunft bewusst mehr Zeit reservieren?
Denn irgendwann läuft unsere Zeit ab. Dann stellt sich vielleicht die Frage:
Was hättest du in deinem Leben anders gemacht – bezogen auf die Zeit, die dir gegeben war?
Was werden die meisten Menschen dann wohl antworten?
Wahrscheinlich nicht:
mehr arbeiten, mehr fernsehen, das Auto gründlicher waschen.
Sondern eher:
mehr Zeit mit meiner Mutter, meinem Vater, meinem Bruder, meiner Tochter oder meinem Sohn.
Mehr Zeit für Freundschaften.
Mehr Zeit für die Malerei, Musik, Natur, Stille, Reisen oder das, was mich wirklich lebendig gemacht hätte.
Zeit ist wertvoller als Geld.
Prüfe deshalb genau, wem du deine Zeit schenkst, mit wem du sie teilst und in welche Aktivitäten du deine Lebenszeit investierst.
Viel Erfolg dabei, viel gute Zeit und viele klare Entscheidungen wünsche ich dir.
Michael Behn
Meisterschaft durch Übung
Okubo Doko bemerkte einst: „Die Menschen sagen, diese korrupte Zeit könne keine Meisterhand hervorbringen. Ich stimme nicht zu, denn dieser Tage sind ausnahmslos edlere und schönere Päonien, Azaleen, Kamelien und ähnliches gezüchtet worden.
Das scheint zu belegen, dass die Schönheit der Dinge von der liebevollen Aufmerksamkeit der Menschen abhängt. Wenn also meisterliche Leistungen hochgeschätzt werden, müssen auch in diesen Tagen Meister auftauchen. Es ist traurig, dass die Menschen dieses Zeitalter als degeneriert betrachten und sich nicht bemühen. Die Zeit ist nicht schuld, sondern der Mangel an stetiger Übung“.
(aus dem Buch "Hagakure - Der Weg des Samurai" von Tsunetomo Yamamoto)
Übung: Loslassen
Gegenstände, Gedanken, Ideen, „Geschäftspartner“, „Freunde“ und viele andere „Dinge“ begleiten uns durch unser Leben, obwohl sie
- eigentlich „Ballast“ sind,
- uns häufig im Wege stehen,
- uns in unserer Entwicklung behindern,
- unsere Eitelkeit zur Schau stellen,
- nicht mehr in unseren Lebensabschnitt passen,
- andere besser gebrauchen könnten,
- unseren Lebensraum „verstopfen“ und
- uns die „Luft“ zur Bewegung nehmen
- etc.
Aus verschiedenen Gründen ist aber das Loslassen schwer, denn
- das könnte ich doch irgendwann noch brauchen.
- das werfe ich erst beim nächsten Mal weg.
- das könnte mal viel wert sein.
- das hat mir meine Oma geschenkt.
- das war mal teuer.
- vielleicht ist die Zeit für die Idee noch nicht da.
- eigentlich ist sie/er doch früher ganz nett gewesen.
- sich trennen ist schwer
- er/sie hat ja auch gute Seiten.
- etc.
Trenne dich von allem, was du nicht mehr brauchst oder was dir im Weg steht. Es bindet Energie und schränkt dich ein – in deinem Denken, in deiner Beweglichkeit und in dem, was du tun oder lassen möchtest.
An etwas festhalten zu wollen, kann auch ein Zeichen dafür sein, dass dir gerade Vertrauen fehlt: Vertrauen in das Leben, in Veränderung und in das, was neu entstehen darf.
Mach anderen eine Freude mit Dingen, die du selbst nicht mehr brauchst. Schaffe Platz – für neue Ideen, mehr Beweglichkeit und wertvolle Menschen in deinem Leben.
Visualisierung
Visualisierung ist eine wirkungsvolle Technik, die unter anderem in der Medizin, in der Raumfahrt, in der Pilotenausbildung und im Leistungssport eingesetzt wird. Sie kann dir helfen, innere Energiereserven zu aktivieren, deine Konzentration auf ein Ziel zu erhöhen und kreativer nach passenden Maßnahmen, Wegen und Lösungen zu suchen.
Beim Visualisieren stellst du dir das gewünschte Ergebnis – also dein erreichtes Ziel – möglichst konkret vor deinem inneren Auge vor. Du entwickelst ein klares Bild davon, wie es aussieht, wenn du dein Ziel erreicht hast. Anschließend gehst du gedanklich den Weg dorthin zurück: vom Ziel bis zum heutigen Ausgangspunkt – und wieder nach vorn.
So entsteht nicht nur Motivation, sondern oft auch ein besseres Gespür dafür, welche Schritte notwendig sind.
Mögliche Vorgehensweise bei der Visualisierung
Nimm dir einen ruhigen Moment und stelle dir dein gewünschtes Ergebnis so lebendig wie möglich vor.
Frage dich:
Wie sieht die Situation aus, wenn du dein Ziel erreicht hast?
Welche Farben, Formen, Menschen oder Gegenstände nimmst du wahr?
Was hörst du?
Was riechst du?
Wie fühlt sich dieser Moment körperlich und emotional an?
Woran merkst du ganz konkret, dass du angekommen bist?
Lass daraus eine Art inneren Tagtraum entstehen. Je detailreicher das Bild wird, desto stärker wird deine Vorstellungskraft aktiviert.
Anschließend gehst du in Gedanken den Weg zu diesem Ziel. Frage dich:
Was ist auf dem Weg dorthin passiert?
Welche Schritte hast du unternommen?
Welche Hindernisse sind aufgetaucht?
Wie bist du mit ihnen umgegangen?
Wer oder was hat dich unterstützt?
Welche Entscheidung war besonders wichtig?
Gehe diesen Weg ruhig mehrmals gedanklich vor und zurück. Verweile an den Stellen, die dir wichtig erscheinen. Achte auf Einzelheiten, Gefühle, Bilder und spontane Einfälle. Oft zeigen sich dabei Hinweise, die im normalen Nachdenken verborgen bleiben.
Wenn du wieder bei deinem ursprünglichen Zielbild angekommen bist, komm bewusst ins Hier und Jetzt zurück.
Nun beginnt der praktische Teil: Notiere alle Ideen, Maßnahmen, nächsten Schritte und möglichen Lösungen, die während der Visualisierung entstanden sind. Dabei kannst du auch andere Kreativitätstechniken nutzen, zum Beispiel Brainstorming, Mindmapping oder eine einfache Maßnahmenliste.
Hilfreich ist zum Abschluss diese Frage:
Was ist der kleinste konkrete Schritt, den du heute oder morgen in Richtung deines Zieles gehen kannst?
So bleibt Visualisierung nicht nur ein schönes inneres Bild, sondern wird zu einem Ausgangspunkt für tatsächliches Handeln.
Mens sana in corpore sano!
„Mens sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Es ist bewundernswwert, wie konsequent manche Menschen in ihrer Freizeit trainieren, um ihre sportlichen Ziele zu erreichen. Mit welcher Ausdauer, Disziplin und Ernsthaftigkeit sie an sich arbeiten, ist beeindruckend.
Da gibt es Trainingspläne, feste Trainingszeiten, Ernährungsprogramme, neue Sportausrüstung, bessere Kleidung, Messwerte, Zwischenziele und regelmäßige Fortschrittskontrollen. All das hilft ihnen, ihre sportlichen Ziele zu erreichen – oder ihnen zumindest mit großen Schritten näherzukommen.
Im beruflichen Umfeld sieht man ein solches Vorgehen oft deutlich seltener.
Natürlich wird mal ein Seminar besucht, ein Fachbuch gelesen oder ein internes Weiterbildungsangebot genutzt. Doch häufig wirkt berufliche Entwicklung weniger zielorientiert, weniger systematisch und weniger kraftvoll als das Training im Sport.
Dabei wäre genau diese Haltung auch im Beruf hilfreich.
Ein gesunder und kräftiger Körper ist wichtig. Sport kann dir helfen, Grenzen zu erkennen, Ausdauer aufzubauen, Disziplin zu entwickeln und dich selbst besser kennenzulernen. Doch manchmal wird fehlende Zufriedenheit oder mangelnde Wirksamkeit im Beruf durch besonders ehrgeizige sportliche Ziele ausgeglichen.
Das ist verständlich – aber vielleicht lohnt sich die Frage:
Was wäre, wenn du deine berufliche Entwicklung genauso ernst nehmen würdest wie dein sportliches Training?
Viele Prinzipien aus dem Sport lassen sich gut auf den Beruf übertragen:
Du brauchst ein Ziel.
Du brauchst regelmäßiges Training.
Du brauchst passende Übungen.
Du brauchst Pausen und Erholung.
Du brauchst Rückmeldung.
Du brauchst Geduld.
Und du brauchst den Mut, dich Schritt für Schritt zu verbessern.
Fragen für dein berufliches Training
Beantworte die folgenden Fragen möglichst spontan:
- Was möchtest du in deinem Beruf erreichen?
Geht es dir um mehr Fachwissen, mehr Verantwortung, bessere Kommunikation, mehr Gelassenheit, mehr Einkommen, eine neue Position oder mehr Sinn in deiner Arbeit? - Welche Fähigkeiten brauchst du dafür?
Vielleicht musst du besser präsentieren, klarer priorisieren, sicherer verhandeln, souveräner führen oder technisches Wissen aufbauen. - Wie sieht dein beruflicher Trainingsplan aus?
Welche kleinen, regelmäßigen Einheiten kannst du einbauen? Zum Beispiel jede Woche ein Fachartikel, ein Feedbackgespräch, eine Übung in freier Rede oder eine bewusste Reflexion deiner Arbeitsweise. - Welche Übungen wirst du machen?
Ein Sportler trainiert nicht nur im Wettkampf. Auch beruflich brauchst du Übungsfelder: Gespräche vorbereiten, Präsentationen proben, schwierige Situationen reflektieren, neue Methoden testen, Routinen verbessern. - Wer könnte dein Trainer oder Sparringspartner sein?
Das kann eine Kollegin, ein Mentor, eine Führungskraft, ein Coach oder auch jemand aus deinem privaten Umfeld sein, der dir ehrliche Rückmeldung gibt. - Brauchst du eine andere Berufsausrüstung?
Vielleicht brauchst du bessere Werkzeuge, eine klarere Aufgabenübersicht, ein gutes Notizsystem, Fachliteratur, neue Software, mehr Ruhezeiten oder einen Arbeitsplatz, der konzentriertes Arbeiten ermöglicht. - Wie misst du deinen Fortschritt?
Im Sport zählen Zeiten, Wiederholungen, Gewichte oder Ergebnisse. Im Beruf können es abgeschlossene Projekte, bessere Gespräche, weniger Stress, mehr Klarheit, positives Feedback oder erreichte Zwischenziele sein. - Wann gönnst du dir Erholung?
Auch im Beruf gilt: Ohne Regeneration kein Wachstum. Wer dauerhaft nur leistet, wird nicht automatisch besser, sondern irgendwann müde, unkonzentriert oder zynisch.
Berufliche Entwicklung braucht Training
Du musst nicht von heute auf morgen alles verändern. Aber du kannst anfangen, deine berufliche Entwicklung bewusster zu gestalten.
Nicht zufällig.
Nicht nur dann, wenn gerade ein Seminar angeboten wird.
Nicht erst, wenn der Leidensdruck groß ist.
Sondern regelmäßig, zielgerichtet und mit gesundem Ehrgeiz.
Mens sana in corpore sano bedeutet nicht nur, den Körper zu trainieren. Es erinnert auch daran, dass geistige, berufliche und persönliche Entwicklung Pflege brauchen.
Trainiere also nicht nur deine Muskeln, sondern auch deine Fähigkeiten, deine Haltung, deine Klarheit und deine Selbstwirksamkeit.
Viel Erfolg bei deinem beruflichen Training.
Ich habe keine Zeit!
Wie oft hast du diesen Satz in den letzten drei Tagen gehört oder selbst gesagt?
„Ich habe keine Zeit“ klingt zunächst wie eine einfache Feststellung. Doch dahinter können viele Gründe stecken: zu viel Arbeit, Kunden, die alles sofort wollen, Kollegen, die Aufgaben bei dir abladen, private Verpflichtungen, hohe Erwartungen – und vielleicht auch ein Chef, über den wir lieber nicht weiter sprechen.
Schnell entsteht das Gefühl:
Du bist überarbeitet.
Du bist fremdbestimmt.
Du funktionierst nur noch.
Und irgendwann bleibt kaum noch Zeit für das, was dir Freude macht: für eigene Projekte, Ziele, Wünsche, Erholung, Kreativität, Familie, Freundschaften oder einfach für dich selbst.
Doch Zeit zu haben oder keine Zeit zu haben, ist oft auch eine Frage der Schwerpunkte, die du setzt.
Dein Tag hat 24 Stunden. Du kannst nicht alles kontrollieren, was in diesen 24 Stunden geschieht. Aber du kannst immer wieder prüfen, wohin deine Zeit fließt – und ob das noch zu dem Leben passt, das du eigentlich führen möchtest.
Natürlich gibt es Zwänge, Verpflichtungen, Bindungen, Partnerschaften, Familie, Beruf und Verantwortung. Du kannst nicht einfach allem entfliehen. Und das sollst du auch nicht.
Aber du kannst dich fragen:
Gestalte ich mein Leben auf Dauer eher selbstbestimmt – oder lasse ich es überwiegend von anderen bestimmen?
Eine unbequeme, aber hilfreiche Frage lautet:
Bin ich in Bezug auf meine Zeit eher Gestalter oder Getriebener?
Wer zum Beispiel nicht Nein sagen kann, gerät leicht in die Rolle des Getriebenen. Wer es allen recht machen möchte, wer Angst hat, andere zu enttäuschen oder sein Image als hilfsbereiter Mensch zu verlieren, bezahlt oft mit der eigenen Lebenszeit.
Dann hast du zwar Zeit für die Erwartungen anderer – aber keine Zeit mehr für das, was dir wichtig ist und dir guttut.
Kleine Selbstprüfung
Schau dir einmal ehrlich an, wo du im Alltag eher fremdbestimmt handelst:
| Bereich | Eher getrieben | Eher selbstbestimmt |
|---|---|---|
| Arbeit | Ich reagiere nur noch auf Aufgaben anderer. | Ich setze Prioritäten und kläre Erwartungen. |
| Termine | Mein Kalender wird von anderen gefüllt. | Ich blocke bewusst Zeit für Wichtiges. |
| Kommunikation | Ich antworte sofort auf alles. | Ich entscheide, wann ich erreichbar bin. |
| Hilfsbereitschaft | Ich sage Ja, obwohl ich Nein meine. | Ich helfe bewusst – aber nicht auf Kosten meiner eigenen Grenzen. |
| Freizeit | Ich lasse mich berieseln, obwohl ich etwas anderes brauche. | Ich plane Erholung, Bewegung oder kreative Zeit aktiv ein. |
| Ziele | Ich verschiebe meine Vorhaben immer wieder. | Ich reserviere konkrete Zeitfenster für meine Ziele. |
Vielleicht merkst du beim Lesen schon, wo du ansetzen kannst.
Frage dich:
In welchen Bereichen möchtest du künftig weniger getrieben sein?
Wo möchtest du klarer entscheiden?
Wem oder was gibst du aktuell zu viel Raum?
Welche Grenze wäre jetzt wichtig?
Wo wäre ein freundliches, aber klares Nein sinnvoll?
Es geht dabei nicht darum, rücksichtslos zu werden. Es geht darum, Verantwortung für deine Zeit zu übernehmen.
Denn deine Zeit ist nicht nur ein Organisationsproblem. Sie ist ein Ausdruck deiner Entscheidungen, deiner Werte und deiner Grenzen.
Denen, die daran arbeiten möchten, wünsche ich Mut, Ausdauer, Fingerspitzengefühl – und viel Erfolg dabei.
Michael Behn
Ein Zettel für alles Kleine
Outlook auf dem Notebook, Smartphone-Kalender und andere elektronische Organizer sind großartige Möglichkeiten, um Termine, Aufgaben und Kontakte zu verwalten.
Wie bei allen Werkzeugen gilt aber: Der Einsatz muss geübt werden und zum jeweiligen Zweck passen. Du schlägst ja auch keine Reißzwecke mit dem Hammer in die Wand.
Beispiele für solche „Reißzwecken“:
- Dich beschäftigt ein Problem und beim Zähneputzen fällt dir plötzlich eine mögliche Lösung ein. Du willst sie später in dein Organisationssystem übertragen.
- Herrn Müller musst du nach der Mittagspause unbedingt noch anrufen. Das möchtest du aber nicht extra in Outlook eintragen.
- Der Wagen muss zum TÜV. Du schreibst es schnell auf ein Post-it und klebst es an den Bildschirm.
- In einem Telefonat notierst du eine Telefonnummer. Die willst du später in deine Adressverwaltung übertragen.
Leider ist das mit dem Behalten von Informationen, Ideen und Aufgaben so eine Sache. Nach dem Zähneputzen beschäftigt dich schon wieder etwas ganz anderes. Nach dem Mittag ruft Herr Meier an und braucht sofort die fertigen Unterlagen für seine Präsentation. Das Post-it liegt inzwischen hinter dem Rechner, weil es beim Lüften weggeweht wurde. Und den Zettel mit der Telefonnummer hast du auf einem Umschlag der heutigen Post notiert – der Umschlag liegt inzwischen im Altpapier.
Zugegeben: Das sind alles Kleinigkeiten. Aber die Summe entscheidet.
Tipp: Nutze einen einzigen Zettel oder Block
Nutze einen und wirklich nur einen Zettel oder Block.
Darauf notierst du alles, was dir zu klein, zu spontan oder zu umständlich erscheint, um es sofort in dein großes Organisationssystem einzutragen.
Wichtig ist: Alles wird sofort dort notiert.
Zum Beispiel:
- Telefonnummern
- kleine Aufgaben
- kurzfristige Termine
- Ideen und Gedanken
- Erinnerungen
- Gesprächsnotizen
- spontane Einfälle
Wenn du später Zeit hast, arbeitest du diese Punkte einzeln ab und streichst sie durch. Nimm zum Durchstreichen am besten eine andere Farbe. So siehst du auf einen Blick, was bereits erledigt ist.
Beispiele:
- Du überträgst die Telefonnummer in deine Adressverwaltung.
→ Nummer auf dem Zettel durchstreichen. - Du überträgst die Idee vom Zähneputzen in deine Präsentation oder Ideensammlung.
→ Idee auf dem Zettel durchstreichen. - Du rufst beim TÜV an und machst einen Termin. Den Termin trägst du in Outlook oder deinen Kalender ein.
→ TÜV-Notiz auf dem Zettel durchstreichen. - Du bist gerade im Kalender und notierst direkt, dass du Herrn Mül ler um 13.00 Uhr anrufen willst.
→ Notiz auf dem Zettel durchstreichen.
„Ordnung, Präzision, Geschwindigkeit sind Eigenschaften, von denen ich täglich etwas zu erwerben suche.“
Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben
Welches Organisationsinstrument du auch nutzt: Probiere diese einfache Ergänzung einmal aus. Ein zentraler Sammelzettel kann dir viele vergessene Termine, zu späte Anrufe, verlorene Telefonnummern und gute, aber verschwundene Ideen ersparen.
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Die Kunst der kleinen Schritte von Saint-Exupéry
Der französische Schriftsteller und Pilot Antoine de Saint-Exupéry wurde 1900 in Lyon geboren und starb 1944 in der Nähe von Marseille. Er wurde zum Kultautor der Nachkriegsjahrzehnte, obwohl er sich selbst eher als einen nebenher Schriftsteller ansah.
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Aufschieberitis besiegen: Zehn Ursachen und wie wir diese überwinden
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Ordnung im Rechner: Effektive E-Mail- und Dateiorganisation sowie digitale Aufräum- und Wartungstipps
Die Arbeit am Rechner bzw. am PC nimmt bei vielen einen sehr großen Platz im privaten und beruflichen Umfeld ein. E-Mails werden versandt, Artikel verwaltet, Bilder archiviert, Datenbanken genutzt, im Internet recherchiert usw.
Denjenigen, die viel Zeit und Energie in die Arbeit am Rechner investieren, möchten wir bewährte Vorgehensweisen erläutern, die Zeit und Nerven sparen und die Arbeit am Rechner effizienter und kreativer zu gestalten helfen.
Füllwörter vermeiden – besser reden ohne Ähm, Äääh & Co.
Fast jeder von uns hat solche Lieblingswörter. Sie gehören zu unserem persönlichen Sprachstil - und das ist völlig okay. Problematisch wird es nur dort, wo zu viele "äääh", "ehm", "ok", "oder?", "ja, also" oder "halt" anfangen zu nerven und Zuhörende beginnen mitzuzählen.
Ob im Gespräch oder beim Vortrag: Füllwörter wirken. Und manchmal wirken sie eben nicht positiv.
Wenn du viel redest, andere führst oder beruflich Wirkung erzeugen musst, lohnt sich ein bewusster Blick auf deine Füllwörter. Und noch viel mehr lohnt sich ein Blick auf etwas, das oft übersehen wird: die Wirkung der Stille.
Was bedeutet Erfolg wirklich? Die wahre Definition und Wege zum Erfolg
Erfolg. Ein kurzes Wort mit einem großen Hall. Für die einen ist es ein prall gefülltes Bankkonto, für die anderen ein glückliches Familienleben. Manche sehen ihn im beruflichen Aufstieg, andere in der Freiheit, tun und lassen zu können, was sie wollen. Aber wieso übt Erfolg eine solche Faszination auf uns aus und welche "Definition" gibt es?
Egal, wo man hinschaut – Erfolg ist überall präsent. In den sozialen Medien posieren Menschen mit ihren neuesten Errungenschaften, sei es ein luxuriöser Urlaub, ein sportlicher Meilenstein oder eine Beförderung. In Filmen und Serien feiern wir die Helden, die sich von ganz unten nach ganz oben gekämpft haben. Und in Ratgebern wird uns immer wieder erklärt, wie wir unser volles Potenzial entfalten und endlich "erfolgreich" sein können.
Erfolg steht oft für Anerkennung, Erfüllung und Bestätigung. Er ist der Beweis, dass wir etwas erreicht haben, dass wir gut genug sind, dass wir es geschafft haben. Doch gleichzeitig kann er auch zu einem immensen Druck werden: Was, wenn wir nicht erfolgreich sind? Was, wenn unser Erfolg nicht ausreicht oder nicht anerkannt wird?
Hier beginnt die eigentliche Auseinandersetzung mit der Frage: Was bedeutet Erfolg wirklich – und wer entscheidet darüber?
Eisenhower-Methode einfach erklärt
Wenn es um effektives Zeitmanagement und das Thema "Prioritäten setzen" geht, stößt man schnell auf die Eisenhower-Methode. Was steckt hinter dieser reifen Technik, und warum ist sie auch heute noch so relevant und hilfreich?
Im folgenden Beitrag erfährst du alles Wichtige über die Eisenhower-Methode, ihren Ursprung und wie du sie für dein Zeitmanagement nutzen kannst.
Weniger tun, mehr erreichen – prüfe folgende zehn Gewohnheiten
Es wird uns immer wieder erzählt, wir müssten nur härter arbeiten, mehr lernen und neue Angewohnheiten entwickeln, damit sich der Erfolg endlich einstellt.
Das ist jedoch nicht unbedingt so. Die meisten arbeiten schon hart genug. Die meisten tun nicht zu wenig, um Erfolg zu haben, sondern sie tun zu viel. Manche wiederum wollen zu viel oder lassen zu viele Energieräuber ihr Leben belagern.
Häufig ist es eher die Kunst des Weglassens und des "Weniger-Tuns", was uns wirklich voranbringt. Die folgenden acht Angewohnheiten sollten wir unbedingt reduzieren, um unserem Erfolg eine Chance zu geben.
Reduziere diese zehn Angewohnheiten und erreiche mehr ► Übungen und Tipps ► Pareto-Tipp ► Merkkarte als Download ► Buchempfehlung ► Alles Wichtige lese hier
Der Platz der Arbeit
Tipps für einen effizienten und (immer) aufgeräumten Schreibtisch
In der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt ist ein effizient organisierter Schreibtisch mehr als nur ein Zeichen von Professionalität; er ist ein Schlüssel zu gesteigerter Produktivität und Kreativität. Außerdem hat der Arbeitsplatz eine Außenwirkung, die wir nicht unterschätzen sollten. Dieser umfassende Leitfaden enthüllt, wie du deinen Arbeitsplatz in eine Oase der Ordnung und Effizienz verwandeln kannst, ohne dabei die Inspiration zu verlieren. Von bewährten Methoden der Schreibtischorganisation über spezielle Tipps für verschiedene Berufsgruppen bis hin zu seltenen, interessanten Fakten rund um das Thema – nutze die folgenden Tipps, um Zeit zu sparen und mit mehr Freude zu arbeiten.
Weiterlesen: Tipps für einen effizienten und aufgeräumten Schreibtisch
Beeil dich nicht, beeil dich langsam – der Antreiber und der Erlauber
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Ein gehetzter Geist kann nicht nur stressig, sondern auch gefährlich sein – insbesondere im Straßenverkehr oder auf der Treppe. Aber warum treiben wir uns selbst so an? Und wie können wir diesem ständigen Druck begegnen? Die Transaktionsanalyse liefert mit dem Konzept der Antreiber und Erlauber eine spannende Perspektive.
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Der Pfau und die Dohle
Ein Pfau und eine Dohle stritten sich um die Vorzüge ihrer Eigenschaften. Der Pfau brüstete sich mit dem Glanz, der Farbe und der Größe seiner Federn.
Die Dohle gab all dieses zu und bemerkte nur, dass alle diese Schönheiten zur Hauptsache nicht taugten - zum Fliegen. Sie flog auf, und beschämt blieb der Pfau zurück.
Aesop, um 550 v. Chr., griechischer Sklave und Fabeldichter
Rubikon Methode - eine Anwendungsanleitung für zielorientiertes Handeln mit vielen Beispielen
Die Rubikon-Methode ist ein Konzept in der Psychologie, das sich mit dem Prozess der Entscheidungsfindung beschäftigt und wie wir dann Ziele bestmöglich erreichen.
Der Begriff stammt aus der antiken Geschichte, als Julius Caesar im Jahr 49 v. Chr. den Fluss Rubikon überschritt und damit einen unumkehrbaren Entschluss traf, der den Lauf der römischen Geschichte veränderte. Diese historische Anekdote dient als Metapher für den psychologischen Moment, in dem eine Person eine endgültige Entscheidung trifft und sich auf eine bestimmte Handlung festlegt.
Lass uns gemeinsam entdecken, wie du mit der Rubikon-Methode deine Ziele mit mehr Klarheit und Entschlossenheit erreichen kannst!
21 Tage Regel – bitte ergänze "mindestens"
So mancher möchte sein Verhalten ändern oder eine neue Gewohnheit etablieren? Du eventuell auch? Dann teste unbedingt die 21 Tage Regel. Aber lass dich nicht in die Irre führen, denn häufig kommt die Regel ohne das Wörtchen "mindestens" daher. Das kann den Erfolg gefährden und zu Frust führen. Teste die Regel unbedingt, du solltest aber einige Punkte beachten, damit der Erfolg dir sicher ist.
Die Methode Getting Things Done (GTD) erklärt: beruflich und privat stressfrei organisiert
Organisation ist eine feine Sache – bis man merkt, dass man sich darin verlieren kann. Dieser Artikel hilft, den Überblick zurückzugewinnen: nüchtern, ohne Heilsversprechen, aber mit dem festen Willen, Dinge ohne Stress erledigt zu bekommen. Wer genug hat von To-do-Listen, die nie enden, und digitalen Tools, die mehr Arbeit machen als abnehmen, findet hier einen neutralen, praxisnahen Leitfaden zu Getting Things Done (GTD) – einer Methode, die sich über Jahre bewährt hat und trotzdem Raum für Kritik und Anpassung lässt. Keine Magie, kein Coaching-Geschwurbel, sondern eine Einladung, den Kopf frei zu bekommen und Aufgaben souverän zu steuern.
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Rituale im Alltag – Beispiele, Wirkungsweise und Tipps für mehr Achtsamkeit
Der Zauber der Wiederholung
Mal ehrlich – manchmal rauscht der Alltag wie ein Schnellzug an uns vorbei, ohne dass wir so richtig mitbekommen, wo wir eigentlich gerade sind. Rituale sind da wie stille Haltestellen im Strom des Tages: Sie helfen, innezuhalten, durchzuatmen und sich selbst wieder zu verankern. Wer morgens den ersten Tee ganz bewusst trinkt, abends die Gedanken zu Papier bringt oder mit der Familie ein kleines Gute-Nacht-Ritual pflegt, schafft nicht nur Struktur, sondern oft auch ein kleines Stück Glück. In einer Welt, die oft zu laut, zu schnell und zu voll ist, können kleine Zeremonien ein echtes Gegengewicht bilden – und dieser Artikel zeigt, wie das funktioniert, warum es wirkt und wie man es auf persönliche Weise umsetzen kann.
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Der mit Salz beladene Esel – Bedeutung, Moral und was die Fabel uns heute noch sagt
Ein Esel, schwer beladen mit Säcken voll Salz, wurde eines Tages durch einen Fluss getrieben. Das Wasser ging ihm bis an den Bauch hinauf, der Grund war glitschig, und die Strömung zog an seinen Beinen.
Da geschah es: Der Esel rutschte aus und fiel der Länge nach ins Wasser. Einen Moment blieb er reglos in der kühlen Flut liegen.
Als er sich schließlich mühsam wieder aufrichtete, merkte er zu seiner Verwunderung: Die Last drückte nicht mehr so schwer. Denn das Salz schmolz im Wasser dahin, und die Säcke wurden leichter.
"Das ist ja ein Vorteil", dachte der Esel. "Wenn ich falle, wird meine Last leichter."
Am nächsten Tag musste er wieder denselben Fluss durchqueren. Diesmal aber trug er keine Salzsäcke, sondern Schwämme. Er erinnerte sich an den gestrigen Zufall – und machte daraus eine vermeintlich kluge List.
Sobald er im Wasser war, ließ er sich absichtlich fallen. Er blieb liegen, zufrieden mit seiner Idee, und wartete auf die Erleichterung.
Doch als er aufstehen wollte, gelang es ihm nicht. Die Schwämme hatten sich vollgesogen. Sie waren schwer wie Steine und zogen ihn tiefer und tiefer.
Er rang mit der Bürde – aber die Bürde gewann. Und so erlag er seiner Last.
Aesop, um 550 v. Chr., griechischer Sklave und Fabeldichter
Moral: Nicht jedes Mittel taugt für jeden Fall. Was einmal nützt, kann beim nächsten Mal verderben.
Poka Yoke im Alltag anwenden: Mit System Fehler vermeiden
Fehler passieren – im Unternehmen ebenso wie im eigenen Zuhause. Mal ist es die falsch montierte Komponente, mal die vergessene Rechnung oder der Schlüssel, der wieder einmal nicht dort liegt, wo er liegen sollte. Poka Yoke setzt genau hier an: nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit kluger Gestaltung von Abläufen. Das Prinzip der strukturellen Fehlervermeidung zeigt, wie Prozesse – ob in Produktion, Büro oder Privatleben – so gestaltet werden können, dass typische Missgeschicke gar nicht erst entstehen oder sofort auffallen. Wer weniger korrigieren und mehr zuverlässig erledigen möchte, findet in Poka Yoke kein theoretisches Konzept, sondern ein erstaunlich alltagstaugliches Werkzeug.
Unzufriedenheit als Motor deiner eigenen Entwicklung
Es gibt Tage und Wochen, da scheint einfach nichts zu laufen. Du hast das Gefühl, das Unglück geradezu anzuziehen. Du bist unzufrieden, haderst mit deinem Schicksal, ärgerst dich über andere, über dich selbst oder über die Umstände.
Manchmal sucht sich diese Unzufriedenheit dann ein Ventil: Du wirst gereizt, unfair, ungeduldig oder ziehst dich zurück. Das ist menschlich. Doch nur wenige nutzen genau diese Kraft produktiv für die eigene Weiterentwicklung.
Dabei steckt in Unzufriedenheit oft eine wichtige Botschaft.
Der deutsche Dichter Christian Friedrich Hebbel schrieb einmal:
„Und der ich bin, grüßt traurig den, der ich könnte sein!“
Genau an diesem Punkt stehen wir manchmal: Wir spüren den Abstand zwischen dem, was gerade ist, und dem, was möglich wäre. Zwischen dem Menschen, der wir im Moment sind, und dem Menschen, der wir sein könnten.
Der Ärger, die Ohnmacht oder die Enttäuschung, die du empfindest, haben deshalb nicht nur mit den äußeren Umständen zu tun. Sie zeigen dir auch etwas über deine Wünsche, Werte, Grenzen und ungelebten Möglichkeiten.
Die entscheidende Frage lautet:
Nutzt du diese Unzufriedenheit als Antrieb – oder bleibst du in ihr stecken?
Du kannst dich deinem Schicksal ergeben. Du kannst klagen, abwarten und anderen die Schuld geben. Oder du kannst deine Unzufriedenheit als Signal verstehen: Hier stimmt etwas nicht. Hier will etwas gesehen, verändert oder gelernt werden.
Weiterlesen: Unzufriedenheit als Motor der eigenen Entwicklung
Gut geplant ist halb gemacht – aber wie planst du sinnvoll?
„Gut vorbedacht ist schon halb gemacht“ – das klingt einleuchtend. Aber wie sollst du planen, wenn ständig etwas dazwischenkommt? Der Kunde meldet sich, der Chef braucht sofort etwas, Kollegen haben Rückfragen oder das nächste kurzfristige Teammeeting steht im Kalender.
Da liegt der Gedanke nahe: Dann plane ich meinen Tag oder meine Woche lieber gar nicht. Sonst ärgere ich mich nur darüber, dass ich mich ohnehin nicht an meinen Plan halten kann.
Doch genau hier liegt ein Missverständnis: Ein guter Plan ist kein starres Korsett. Er ist eine Orientierung. Er hilft dir, den Überblick zu behalten, Prioritäten zu setzen und bewusster mit deiner Arbeitszeit umzugehen – auch dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.
In diesem Beitrag findest du sieben Anregungen, die dir helfen können, deinen Tag oder deine Woche besser zu planen. Wichtig dabei: Du musst die Ideen an deine Arbeit, deinen Rhythmus und deine Rahmenbedingungen anpassen. Probiere aus, beobachte, was funktioniert, und gib dir etwas Zeit, um deine eigene Planungsroutine zu entwickeln.
