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Warum die Reduzierung dieser 8 Angewohnheiten Stress dauerhaft reduziert und uns zufriedener macht

Stellen Sie sich einen Supersportwagen vor … atemberaubende Optik, faszinierende Fahreigenschaften und unverschämt viele Pferdestärken. Sie sehen das Auto vor sich? Nun setzen Sie sich ins Auto. Es riecht nach neuem Leder und der Sitz nimmt Sie in den Arm. Nun starten Sie den Motor. Ein tiefes Grummeln verheißt Fahrspaß und Sie wollen losfahren. Jedoch - nichts geht. Das Auto bewegt sich nicht. Das Problem: Die Karbonbremsen packen fest zu und verhindern die Fahrt.

So ist es auch mitunter im Leben. Es bremst uns etwas, um das zu erreichen, was uns wichtig ist. Es ist nämlich ein Irrglaube, dass wir meist mehr tun müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Es wird uns erzählt, wir müssten nur härter arbeiten, mehr lernen und neue Angewohnheiten entwickeln, damit sich der Erfolg endlich einstellt.

Das ist nicht meine Erfahrung. Die meisten arbeiten nämlich schon hart genug. Häufig ist es eher die Kunst des Weglassens und des Reduzierens, was uns wirklich voranbringt. 

Die folgenden 8 Angewohnheiten sollten wir unbedingt reduzieren, um endlich die Bremsen zu lösen, um die Fahrt zu beginnen. 

 
 

Reduzieren von Entschuldigungen 

Erfolgreiche Menschen tun eines, sie geben nicht immer anderen die Schuld, wenn sie mal scheitern oder einen Mißerfolg erleiden. Schuld sind weder ihre Familie, ihre Freunde, das Umfeld, die Firma, der böse Vorgesetzte … die Liste ist bis ins Unendliche ergänzbar.

Wer seinen Weg gehen will, Ziele erreichen möchte und Vorhaben durchführen will, der sieht bei Misserfolg und Erfolg realistisch den eigenen Anteil und zieht daraus seine Schlüsse.

Wer immer nur Entschuldigungen oder Schuldige sucht, der wird auf Dauer nicht erkennen, wo der größte Hebel für ein glückliches und erfolgreiches Leben zu suchen ist.

Reduzieren wir Entschuldigungen und übernehmen selbst die Verantwortung!

 

Reduzieren des Perfektionismus

Ein weiteres Thema, dem wir uns bereits auf blueprints gewidmet haben, ist die Anregung, den Perfektionsdrang stoppen. Wer alles perfekt machen will, der wird auf Dauer sein Zeit- und Energiekonto extrem belasten. Außerdem wird sie oder er das nicht erhalten, woraus Perfektionismus zumeist entstanden ist, nämlich Anerkennung aus dem eigenen Umfeld zu erhalten.

Reduziere Perfektionismus und versuche die Aufgaben angemessen durchzuführen - manchmal muss es perfekt sein und manchmal nicht.

Reduzieren der Ziele

Die Ungarn sagen: "Wer zwei Hasen jagt, erwischt keinen."

Eine gute Metapher für Ziele oder große Vorhaben. Wir halsen uns manchmal zu viel auf und versuchen zu vieles gleichzeitig zu schaffen. Unsere Zeit wird knapp, Energie geht verloren und wir strapazieren unsere Frustrationstoleranz.

Häufig kommt es in solchen Phasen auch noch zu Konflikten im Umfeld, mit Partner, Kindern und Freunden, weil wir sie zu sehr vernachlässigen. Weiterer Stress … die Spirale dreht sich. Lesen Sie hierzu auch den Artikel: Ziele begrenzen, Erfolge feiern.

Reduziere die Anzahl der Ziele und parallelen Vorhaben, um Konzentration zu ermöglichen, den Stress zu vermindern und Erfolge und Zufriedenheit wahrscheinlicher zu machen.

 

Reduziere Befürchtungen und Ängste

Die Furcht zu scheitern, die Furcht vor Häme und Schadenfreude, die Furcht vor Konflikten … Es gibt vieles, was wir Menschen fürchten, was uns Angst macht.

Es gibt aber auch die Furcht vor der eigenen Größe und vor den eigenen Stärken (siehe der Jonas-Komplex).

Viele sind erzogen worden mit Glaubenssätzen wie: "Man muss immer schön bescheiden bleiben!" oder "Man bleibt auf dem Boden und hebt nicht ab!" So werden Furcht und Angst oft aus Glaubenssätzen genährt. Die Handbremse der Entwicklung ist fest angezogen.

Generell ist es hilfreich, immer wieder eine Reflexion der eigenen Glaubenssätze durchzuführen.

Wenn eines die Erfahrung zeigt, dann dieses: "Angst und Furcht lassen sich nicht wegdiskutieren." Was aber möglich ist, ist die aktive Beschäftigung mit der eigenen Furcht oder Angst und dem Versuch, diese Schritt für Schritt zu verkleinern.

Versuche nicht die Furcht oder Angst wegzureden. Begegne ihr mutig, beschäftige Dich mit ihr und dann traue Dich immer wieder einen Schritt weiter. Reduziere so Ängste und Befürchtungen.

 

Reduzieren vorgefasster Urteile

So mancher glaubt zu wissen, wie und warum die Welt sich dreht. Er (oder sie) muss nicht mehr lernen oder sich verändern. "So bin ich halt und werde mich auch nicht mehr ändern." Zugegeben, ein Extrembeispiel.

Aber auch wir sollten uns immer wieder mal an die eigene Nase fassen, ob unsere Urteile oder Vorurteile richtig sind. Das Problem bei vorgefassten Urteilen ist, dass wir eher wahrnehmen, was unsere Meinung bestätigt als das wahrzunehmen, was unser Urteil verändern könnte.

Sei offen für Neues und bereit, auch die eigenen Meinungen zu hinterfragen. So können wir eher begreifen und reifen, um Erfolg und Zufriedenheit zu ermöglichen.

 

Reduziere das falsche Ja

Vielen Menschen fällt es schwer, eine Bitte abzulehnen oder einfach NEIN zu sagen. Wir sind erzogen worden, hilfsbereit zu sein und irgendwann wird ja auch die Hilfe der anderen wertvoll sein. Das ist richtig. Wer aber so ständig auf die Wünsche seiner Umwelt reagiert, wird schnell sein Zeit- und Energiekonto stark belasten.

Mitunter steckt der Antreiber "Mach es allen recht" dahinter. Wer das für sich annimmt, der sollte die Übung auf blueprints einmal ausprobieren,

Eine weitere Übung zum Thema "Nein sagen" finden Sie im blueprints-Beitrag "Laura lernt das Neinsagen".

Bleibe hilfsbereit, aber reduziere das falsche Ja. Probiere öfter mal ein "jetzt nicht, weil…" oder eine andere Erklärung aus.

 

Reduzieren von Energieräubern

Auf diesem Globus wandeln so einige Bedenkenträger, ewige Nörgler, Miesmacher und ständige Zweifler. Vielleicht nicht in Ihrem Umfeld, vielleicht aber auch doch.

So mancher leidet gar unter der "Freundschaft" zu einem Mitmenschen. Fühlt sich ausgenutzt oder ständig demotiviert. Da Trennen aus vielerlei Gründen nicht einfach ist, suchen wir nach Ausreden, um sich nicht trennen zu müssen. Einen Beitrag zum Trennenlernen finden Sie hier.

Es ist nicht ratsam, nur Ja-Sager und Rosarot-Seher im Umfeld zu haben. Kritik und auch andere Meinungen sind wertvoll und notwendig.

Prüfe, ob es gutmeinende kritische Geister sind oder ewige Energieräuber. Trenne Dich auf Dauer von Letzteren.

 

Reduzieren des Wunsches nach schnellem Erfolg

Die Geschichten werden im Internet überall verbreitet. Erfolge, die über Nacht kommen, kometenhafte Aufstiege und Chartstürmer.

Möglich, dass es so war. Vielleicht vermarktet es sich aber einfach nur besser und keiner will die lange Vorgeschichte lesen, die vor dem Erfolg kam. Die erfolglosen Versuche, die Niederlagen, die tiefen Täler der Demotivation und die dunklen Nächte voller Zweifel und Angst.

Erfolg ist, was irgendwann folgt, aber dazu muss die Vorgeschichte erst einmal gelebt und erlebt werden. Sie kennen wahrscheinlich die Geschichte von Thomas Alva Edison. Er brauchte rund 2.000 Anläufe, bis er den ersten Kohlefaden in einer Lampe zum Leuchten brachte. Ach ja - und seine Lehrer sagten: "Edison ist zu dumm, um irgendetwas zu lernen!"

Reduziere die Hoffnung auf schnellen Erfolg, aber gehe ihm konsequent und mutig entgegen und sei vorbereitet, wenn dann endlich die Chance da ist.

 

Üben wir uns

Üben wir uns in der Kunst des Weglassens und des Reduzierens. Lösen wir die Bremsen, um auf Dauer erfolgreicher und zufriedener zu werden.

 

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