Goethes Empfehlung über das tägliche Lernen

„Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832 ), deutscher Dichter 

Jeden Tag

Umfrage zu Goethes Empfehlung

Stimmst du Goethes Empfehlung zu?

Bitte auswählen:

Die Umfrage wird vorbereitet …

Ideen zu Goethes Empfehlung

Ein Gemälde sehen?

Wenn du jeden Tag kostenfrei ein treffliches Gemälde sehen möchtest, dann findest du über 10.000 Gemälde von Directmedia hier. Starte den Tag und schaue jeden Tag eins und mehr der Gemälde von berühmten Maler*innen aller Epochen an.

Ein Gedicht lesen?

Gedichte findest du auf blueprints. Hier eine Auswahl:

Beitrag: Gedichte auf blueprints

Ich bin so knallvergnügt erwacht - Bedeutung und Funfacts zum Ringelnatz-Gedicht Morgenwonne

Ich bin so knallvergnügt erwacht - das Gedicht für den Start in den Tag von Joachim Ringelnatz (Morgenwonne)

Ich bin so knallvergnügt erwacht.
Ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
Es dürstet mich nach Lüften.

Ein schmuckes Laken macht einen Knicks
Und gratuliert mir zum Baden.
Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs
Betiteln mich "Euer Gnaden".

Aus meiner tiefsten Seele zieht
Mit Nasenflügelbeben
Ein ungeheurer Appetit
Nach Frühstück und nach Leben. 

Hier weiterlesen: Ich bin so knallvergnügt erwacht - Bedeutung und Funfacts zum Ringelnatz-Gedicht Morgenwonne

Blätterfall Gedicht

Blätterfall - das traurig-schöne Gedicht von Christian Morgenstern

Der Herbstwald raschelt um mich her.
Ein unabsehbar Blättermeer
Entperlt dem Netz der Zweige.
Du aber, dessen schweres Herz
Mitklagen will den großen Schmerz:
Sei stark, sei stark und schweige!

Du lerne lächeln, wenn das Laub
Dem leichten Wind ein leichter Raub
Hinabschwankt und verschwindet.
Du weißt, dass just Vergänglichkeit
Das Schwert, womit der Geist der Zeit
Sich selber überwindet.

Christian Morgenstern (1871 - 1914)deutscher Schriftsteller 

Hier weiterlesen: Blätterfall Gedicht

Rilke über Mut, Tat und die Möglichkeiten des Lebens

mut anschub elefant 564

bp 1

Aus dem Brief an Franz Xaver Kappus vom 12. August 1904

Hinweis: Die Zwischenüberschriften sind von uns eingefügt.

... Wir müssen unser Dasein, soweit als es irgend geht, annehmen; alles, auch das Unerhörte, muss darin möglich sein. Das ist im Grunde der einzige Mut, den man von uns verlangt: mutig zu sein zu dem Seltsamsten, Wunderlichsten und Unaufklärbarsten, das uns begegnen kann.

Hier weiterlesen: Rilke über Mut, Tat und die Möglichkeiten des Lebens

Rilke über Geduld

Rainer Maria Rilke über die Geduld

Im Strom der Zeit scheint die Geduld oft unterzugehen wie eine leise Note in einem Orchester aus lauten Stimmen. Doch gerade die Werke Rainer Maria Rilkes werfen ein warmes Licht auf diese fast vergessene Tugend. Wenn wir uns in die Tiefe seiner Zeilen begeben, entdecken wir, dass Geduld mehr ist als nur das Warten – sie ist ein Schlüssel zur Tiefe des Lebens und des kreativen Geistes. Der Lyriker Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn; † 29. Dezember 1926 im Valmont bei Montreux, Schweiz) hat in verschiedenen Lebensphasen eindringlich zur Geduld ermahnt. Seine Worte können auch heute noch Orientierung in unserer schnelllebigen Zeit bieten.

Hier weiterlesen: Rilke über Geduld

Ein kleines Lied hören?

Idee: Stöbere bei Spotify und erkunde neue Musikrichtungen und Musik.

Einige vernünftige Worte sprechen?

Idee: Lese den Beitrag "Besser kommunizieren" oder lerne jeden Tag ein neues Wort aus den geflügelten Wörtern bei blueprints.

Hier das erste Wort für heute:

Zettels Traum: Bedeutung und Herkunft der Redewendung

Zettels Traum: Bedeutung und Herkunft der Redewendung

Das geflügelte Wort "Zettels Traum" geht auf den Roman Zettels Traum von Arno Schmidt zurück und hat sich im Deutschen zu einer festen Anspielung mit spezifischer Bedeutungsnuance entwickelt.

Herkunft

Arno Schmidts Werk (1970) ist berühmt-berüchtigt für seine extreme Form: über 1.300 Seiten im Großformat, typografisch komplex, voller Wortspiele, Assoziationsketten und literaturwissenschaftlicher Exkurse – insbesondere zu Edgar Allan Poe. Inhaltlich wie formal sprengt es konventionelle Lesegewohnheiten. Es gilt als eines der schwierigsten literarischen Werke in deutscher Sprache und baut auf umfangreiche Zettelkästen Schmidts auf.

Bedeutung als geflügeltes Wort

Im übertragenen Sinn bezeichnet "Zettels Traum" heute meist:

  • ein übermäßig ambitioniertes, oft kaum realisierbares Projekt,
  • einen intellektuell überfrachteten Gedankengang,
  • oder eine eigenwillige Vision, die mehr dem Kopf ihres Urhebers als praktischen Realitäten entspringt.

Die Wendung schwingt häufig zwischen Bewunderung und Ironie: Sie anerkennt schöpferische Kühnheit, deutet aber zugleich auf mangelnde Zugänglichkeit oder Umsetzbarkeit hin.

Folgendermaßen wird das geflügelte Wort typischerweise gebraucht: 

Hier weiterlesen: Zettels Traum: Bedeutung und Herkunft der Redewendung

Potemkinsche Dörfer – Bedeutung und Herkunft

Potemkinsche Dörfer – Bedeutung und Herkunft einer wahren Geschichte? 

Im Jahr 1787 plante Katharina eine Inspektionsreise auf die Krim, die damals frisch erobert worden war. Potemkin war verantwortlich für die Verwaltung dieser Region. Natürlich wollte er seiner Kaiserin zeigen, dass alles bestens läuft, die neuen Gebiete blühen und gedeihen.

Und hier beginnt die Legende:

  • Potemkin soll entlang der Reiseroute hübsche Kulissendörfer errichtet haben - bemalte Holzfassaden, in denen Statisten als glückliche Bauern herumstanden.
  • Sobald Katharinas Schiff weiterzog, wurden die Kulissen abgebaut und ein Stück weiter flussabwärts wieder aufgebaut.
  • So sollte die Zarin glauben, dass das Land viel reicher und besser entwickelt sei, als es in Wirklichkeit war.

Fakt oder böswilliges Gerücht?

Historiker sind sich nicht einig, ob das wirklich so passiert ist.

  • Manche Quellen sagen, es war Propaganda von Potemkins Feinden, die ihn lächerlich machen wollten.
  • Andere behaupten, er habe tatsächlich Scheinwelten gebaut, um die Kaiserin zu beeindrucken.
  • Sicher ist nur: Potemkin war ein Meister der Inszenierung - und er wollte auf jeden Fall glänzen.

So oder so, die Geschichte war so bildhaft, dass sie überlebt hat. Und bis heute steht der Ausdruck "Potemkinsche Dörfer" für eine perfekte Täuschung, eine schöne Fassade, hinter der nichts als Leere steckt.

Heutige Bedeutung: Potemkinsche Dörfer ist heute eine Bezeichnung für "Blendwerk bzw. Vorspiegelung falscher Tatsachen". Es geht also um jede Art von Scheinwelt, die etwas vorgaukelt, das in Wirklichkeit gar nicht existiert. 

Hier weiterlesen: Potemkinsche Dörfer – Bedeutung und Herkunft

Judaskuss

Judaskuss – Herkunft – der Kuss des Verrats

Die Herkunft des sprichwörtlichen Judaskusses verdanken wir der Bibel. Judas Iskariot verriet Jesus, indem er ihn im Garten von Gethsemane küsste. So wussten die hohen Priester durch den Judaskuss, wer gefangen werden sollte (Matthäus 26, 48 f.).

Deswegen wird heute ein

geheuchelter Kuss oder eine andere derartige Geste, hinter der sich statt Zuneigung und Freundschaft vielmehr eine böse Absicht verbirgt,

als "Judaskuss" oder "Todeskuss" bezeichnet.

Übrigens: Die 30 Silberlinge, die Judas erhielt, brachte er am nächsten Tag zurück und erhängte sich. 

Hier weiterlesen: Judaskuss

Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung

Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung, Herkunft

Wenn wir uns nicht um das "Gekläff" von Kritikern kümmern und unbeirrt unsere Ziele anstreben, sagen wir auch "Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter".

Es handelt sich um ein international verbreitetes Sprichwort (spanisch, indisch, kurdisch) und wird meist englisch zitiert als: "The dogs bark, but the caravan passes". 

Die Herkunft der Redensart soll ein arabisches Sprichwort sein. Hunde gelten hier nicht sehr viel und Kamele hingegen werden als weise Tiere betrachtet.

Wenn die Karawanen durch Asien oder Nordafrika zogen, dann schritten die großen Kamele stolz durch Ortschaften. Hunde, die sie freudig oder argwöhnisch anbellten, beeindruckten die Kamele wenig. Die Hunde bellten und die Karawane zog weiter. 

Hier weiterlesen: Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung

Eine Schlange am Busen nähren – Bedeutung und Herkunft

Eine Schlange am Busen nähren – keine gute Idee! (Bedeutung und Herkunft der Redensart)

Herkunft

Die Redensart war bereits im Altertum bekannt und verdankt seine Herkunft Äsops Fabel vom Wanderer und der Schlange, wo es heißt: "Er hatte Mitleid mit der erstarrten Schlange und barg sie an seinem Busen, um sie zu erwärmen". Die Fabel findet sich unten.

Bedeutung

"Eine Schlange am Busen nähren" bzw. wärmen oder erziehen bedeutet so viel wie:

Jemandem Gutes tun, den man für seinen Freund hält, der sich aber später als undankbar und verräterisch erweist. 

Hier findest du "Eine Schlange am Busen nähren" weiter erläutert ► Beispiele für die heutige Verwendung ► Herkunft ► Umfrage zur Redensart ► Synonyme ► Artikel zum Thema Freunde ► mehr über Aesop

Hier weiterlesen: Eine Schlange am Busen nähren – Bedeutung und Herkunft

Beitrag: Kommunikation verbessern die Top 11 Tipps für erfolgreiche Kommunikation
Kommunikation

Kommunikation verbessern

Kommunikation verbessern – die Top 11 Tipps für erfolgreiche Kommunikation

Kommunikation ist ein extrem wichtiger Aspekt unseres Lebens. Ob privat oder beruflich, wie kommunizieren mit anderen? Je besser wir dies tun, umso eher erreichen wir gemeinsam Lösungen, können relevante Informationen weiter geben oder vermeiden bzw. lösen Konflikte.

Ob in der beruflichen Rolle, in der Partnerschaft, im Gespräch mit Freunden oder mit unseren Kindern, unsere Kommunikation wirkt. Manchmal aber anders als wir es wollen. Deswegen möchten wir dich einladen zu einem Ausflug in die spannende Welt der Kommunikation und der Kommunikationstechniken, der dir sicher gute Dienste erweisen wird. 

Hier weiterlesen: Kommunikation verbessern

Passende Artikel zum Thema auf blueprints

Hier findest du weitere Ideen zum Thema "Täglich etwas Neues lernen":

Lernen und Wissen

Jeden Tag etwas Neues lernen

Jeden Tag etwas Neues lernen: Ideen, Anregungen, Quellen

In der Abwechslung liegt der Schlüssel zum erfolgreichen Gehirntraining. Jung bleibst du im Kopf, wenn dein Denken die Richtung ändern kann. Nutze die breite Vielfalt der Angebote, um vergnügliche und interessante Trainingseinheiten für dein Gehirn zu finden.

Wir haben ein Potpourri an Ideen für das Motto "Jeden Tag etwas Neues lernen" gesammelt. Die meisten Vorschläge sind kurz und kostenlos. Schon fünf Minuten täglich bringen dich weiter.

Folgende Möglichkeiten für das tägliche Gehirn-Abenteuer mit Trainingseffekt möchten wir dir empfehlen: ► Websites und Apps (meist kostenlos) mit täglich neuer Wissensanregung ► kurze und mittellange Gehirnherausforderungen ► Ideen für längerfristige Lernprojekte ► Lerneinheiten aus deinem Alltag

Hier weiterlesen: Jeden Tag etwas Neues lernen

Wortschatz Beispiele

Wortschatz erweitern

Den Wortschatz erweitern – 20 Übungen und Tipps

Wir öffnen morgens die Augen und fangen an zu denken, zu schreiben oder zu sprechen. Wenn wir nicht gerade als Tiefseetaucher in der Nordsee arbeiten, kommunizieren wir, bis wir wieder ins Bett gehen und die Augen schließen.

Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.

Ein größerer Wortschatz hat viele weitere Vorteile. Aber was können wir unternehmen, um ihn mit Freude und Spaß zu erweitern? Damit auch für dich etwas dabei ist, zeigen wir 20 verschiedene Möglichkeiten auf. Viel Spaß beim Erweitern deiner Lexik.

Hier weiterlesen: Wortschatz erweitern

Mehr zu Johann Wolfgang von Goethe

philos goethe schillerGoethe und Schiller

Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main, † 22. März 1832 in Weimar), war ein deutscher Schriftsteller, Dichter und Wissenschaftler. Er gilt als einer der bedeutendsten Literaten der deutschen Geschichte.

Zitate von Goethe auf blueprints

Das Universalgenie Goethe hat noch einiges mehr gesagt. Hier findest du einige interessante und nachdenkenswerte Zitate:

Weitere Zitate von Goethe auf blueprints
Zitate Lernen

Goethe über das Lesen

„Die guten Leutchen wissen nicht, was es einem an Zeit und Mühe kostet, um lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dafür gebraucht und kann auch jetzt nicht sagen, dass ich am Ziel wäre.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter

Quelle: Johann Wolfgang von Goethe,
Gespräche mit Friedrich Soret, 25. Januar 1830 

Hier weiterlesen: Goethe über das Lesen

Dokumentation zu Goethes Schaffen

Länge: 59 Minuten

YouTube: YouTube-Video
YouTube

Erst nach deiner Zustimmung wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Kennst du ein passendes Zitat?

Kennst du ein weiteres, passendes Zitat zu diesem Thema?

Dann lass uns bitte teilhaben und trage es mit Verfasser hier ein.

Die Umfrage wird vorbereitet …

Geschrieben von

Michael Behn

Michael Behn

Berufsfeld

Michael arbeitet als Trainer und Coach im Bereich Kommunikationstraining und Selbstmanagement. Er ist Gründer von blueprints.de, was seit dem Jahr 2000 eine Leidenschaft von ihm ist. 

Tätigkeitsgebiet

Er arbeitet bundesweit für kleine und mittelständische Unternehmen. Schwerpunkt sind Führungstrainings, Verkaufstrainings und das Thema Zeit- und Selbstmanagement. 

Schlagworte zum Artikel

* Was das Sternchen neben einigen Verlinkungen bedeutet:

Die Inhalte auf blueprints.de sind kostenlos im Internet verfügbar und das soll auch so bleiben. Unsere redaktionelle Arbeit finanzieren wir über Werbung- und Kurseinnahmen. Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, können bei Kauf/Abschluss auf der jeweiligen Website hinter dem Link zu einer Provision an uns führen, weil wir für den Link ein sogenanntes Affiliate-Programm nutzen. Hierfür wären wir natürlich dankbar.