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  • Alle Wohlgerüche Arabiens – Bedeutung

    Orient Markt Vielfalt

    Alle Wohlgerüche Arabiens – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Bekannte, wohlriechende Essenzen wie Weihrauch, Myrrhe, Kasia, Kinamomon, Ledanon oder Jasmin sind nur einige der Düfte aus Arabien, die in Europa schon lange Verwendung finden.

    Herkunft: Zum geflügelten Wort wurden diese Wohlgerüche durch den Ausspruch von Lady Macbeth in Shakespeares "Macbeth" (Act V, Scene 1). Aufgrund schrecklicher Mordtaten langsam dem Wahnsinn verfallend, glaubt sie, dass sie das Blut an ihren Händen nicht mehr abwaschen kann. Lady Macbeth bemerkt:

    „All the perfumes of Arabia will not sweeten this little hand.“

    Übersetzt: "Alle Wohlgerüche Arabiens könnten diese kleine Hand nicht wohlriechend machen."

    Heute wird dieser Ausspruch z. B. ironisch auf Personen angewandt, die sich für unseren Geschmack zu stark parfümiert haben. Allgemein kann damit auch eine große Duftvielfalt oder ein sehr dominanter Geruch beschrieben werden. Beispiele:

    • "Hast du die Frau gerochen, die da gerade an uns vorbeigelaufen ist? Die hat sich scheinbar mit allen Wohlgerüchen Arabiens eingedeckt."
    • "In dieser Straße rieche ich alle Wohlgerüche Arabiens."

    Schon Alexander dem Großen sind die Wohlgerüche bekannt gewesen:

  • Alt wie Methusalem – Bedeutung

    alter Mann vor Sonnenuntergang

    Alt wie Methusalem – Bedeutung, Herkunft und Synonyme

    Wenn heutzutage jemand „Alt wie Methusalem“ wird, drücken wir damit scherzhaft aus, dass er oder sie ein sehr hohes Alter erreicht hat. Manchmal so hoch, dass man die Lebensjahre gar nicht mehr zählen kann oder will. Man kann ihn/sie dann auch schlicht als „Methusalem“ bezeichnen. Doch wie alt ist Methusalem wirklich geworden?

  • Alter Schwede – Bedeutung

    Sonnenuntergang Schweden

    Alter Schwede – Bedeutung, Herkunft und Synonyme

    Die Redewendung "Alter Schwede" kann je nach Kontext und Betonung verschiedene Bedeutungen haben:

    • Wir können damit (scherzhaft) einen Freund/Kumpel begrüßen: "Na, alter Schwede, wie geht es dir?"
    • Viele Menschen drücken damit ihr Erstaunen aus ("Alter Schwede, das Gebäude ist ja riesig!").
    • Auf Personen bezogen wird Empörung ausgedrückt, wobei diese oft nicht ernst gemeint ist ("Alter Schwede, jetzt reicht es aber!").

    Die Herkunft des geflügelten Wortes geht auf Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg zurück.

  • Anapher - Bedeutung

    Anapher – Bedeutung

    Anapher - sie bringt Leben in die Sprache, Bedeutung und Herkunft

    Die Anapher ist ein rhetorisches Stilmittel und bezeichnet die Wiederholung eines Wortes bzw. einer Wortgruppe am Anfang aufeinander folgender Satzteile, Sätze, Strophen oder Verse.

    So dient sie der Strukturierung und Rhythmisierung von Texten. Das Wiederholte wird häufig als besonders bedeutsam hervorgehoben. "Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll..." ist ein Beispiel für eine Anapher.

    Die Anapher zählt zu den ältesten und häufigsten rhetorischen Stilmitteln. Sie begegnet uns besonders häufig in religiöser Sprache. Viele Anaphern verdanken ihre Herkunft der Bibel.

    Spiegelbildliches Gegenstück zur Anapher ist die Epipher. Dieses rhetorische Stilmittel steht für die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Ende aufeinander folgender Sätze oder Verse. Beispiel: "Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit! (Gedicht von Friedrich Nietzsche: Das trunkene Lied) 

  • Bis in die Puppen – Herkunft

    Bis in die Puppen

    Bis in die Puppen – Herkunft & Bedeutung – bis wann willst du feiern?

    Seine Herkunft verdankt die Redewendung "Bis in die Puppen" einer Berliner Redensart.

    Der Baumeister von Knobelsdorff stellte 1741 am großen Stern im Berliner Tiergarten Statuen aus der antiken Mythologie auf. Spöttisch bezeichnete man diese im Volksmund als die "Puppen des Königs".

    Für die Berliner wurde somit der Platz zum Puppenplatz. Da der Weg damals von der Stadt bis zum Platz ziemlich weit war, nutzten die Berliner das Sprichwort "bis in die Puppen" für "wer weiß wie weit" und später dann auch für "wer weiß wie lange".

    Heutige Bedeutung

    "Bis in die Pupen" verwenden wir heute umgangssprachlich, wenn etwas sehr lange oder bis in die (tiefe) Nacht hinein andauert.

    Viele werden dieses Jahr Weihnachten und Silvester wieder "bis in die Puppen" feiern. 

  • Bonmot – Bedeutung

    Bonmot

    Bonmot - Bedeutung und Herkunft der geistigen Finesse

    Seine Herkunft hat das Wort "Bonmot" im Französischen und bedeutet so viel wie "eine geistreiche Wendung" oder "ein geistreicher Ausspruch".

    Diese geistreiche, treffende bzw. witzige Wendung bezieht sich entweder auf einen individuellen Fall oder ist eine allgemeine Lebensweisheit.

    Beispiel: Das "Bonmot" - Geld stinkt nicht - verdanken wir Kaiser Vespasian. Als sein Sohn Titus ihn eines Tages entsetzt fragte, ob es wahr wäre, dass er auf den Urin aus öffentlichen Toiletten eine Steuer erhöbe (Urin wurde zum Gerben und Bleichen verwendet), hielt der Kaiser seinem Sohn eine Münze unter die Nase und fragte, ob er etwas röche. Titus verneinte und Vespasian bemerkte: "Da hast du es, Geld stinkt nicht!" 

  • Diem perdidi

    Ein Kletterer hilft einem anderen

    Diem perdidi – Bedeutung und Herkunft der guten Idee

    Die Herkunft des Begriffs "Diem perdidi" verdanken wir der lateinischen Sprache des antiken Roms. Der Ausdruck wurde berühmt durch den römischen Kaiser Titus (39 - 81).

    Er soll diesen Satz am Ende eines Tages ausgesprochen haben, an dem er nach eigener Einschätzung nichts Gutes getan hatte. Die wörtliche Übersetzung lautet: "Ich habe einen Tag verloren". Überliefert ist dies von Sueton (70 - 140) in dessen Biografie.

    Heutige Bedeutung: Heute wird der Ausdruck oft in einem breiteren Kontext verwendet. Diem perdidi soll das Gefühl beschreiben, Zeit verschwendet zu haben oder eine Gelegenheit verpasst zu haben. 

  • Ei des Kolumbus

    Statue von Christoph Kolumbus

    Ei des Kolumbus – Bedeutung und Herkunft einer trivialen Lösung

    Herkunft

    Seine Herkunft verdankt die Redensart "Ei des Kolumbus" einer Geschichte über Christoph Kolumbus, dem genuesischen Entdecker in spanischen Diensten. Er gilt als der Entdecker Amerikas. Über ihn wird im Buch "Geschichte der Neuen Welt" von Benzoni folgendes sinngemäß berichtet:

    Christoph Kolumbus wird nach seiner Rückkehr aus Amerika auf einem Bankett bei Kardinal Mendoza im Jahr 1493 vorgehalten, es sei ein Leichtes gewesen, die Neue Welt zu entdecken. Das hätte schließlich auch jeder andere vollführen können. Kolumbus blieb ruhig und bat die anwesenden Personen, ein gekochtes Ei auf eine seiner Spitze aufzustellen. 

  • Freudscher Fehler

    Freudscher Fehler

    Freudscher Fehler – Bedeutung – Ooops, das wollte ich doch nur denken

    Die Herkunft des Begriffs geht auf den österreichischen Psychiater Sigmund Freud (* 1856, † 1939) zurück. Er gilt als der Begründer der Psychoanalyse. Freud verglich unsere Seele mit einem Eisberg, der nur zu einem kleinen Teil über der Wasseroberfläche (Bewusstsein) zu sehen ist, der weitaus größere Teil liegt aber unter der Wasseroberfläche (Unterbewusstsein) verborgen.

    So ist auch der Freudsche Fehler (auch Freudsche Fehlleistung oder Lapsus Linguae) zu erklären. Es ist eine Aussage, die bewusst so nicht getroffen werden sollte, aber den wahren (meist verborgenen) Wunsch erkennen lässt.

    Beispiel: Du sagst bei der Begrüßung "Auf Wiedersehen" zu jemandem anstatt "Guten Tag". Ein anderer sagt "Es freut mich, dich nicht zu sehen." 

    Laut neurolinguistischen Untersuchungen existieren verschiedene Störungen des Sprachablaufs. Grund können aber auch Beschädigungen oder Fehlbildungen von Teilen des Sprachzentrums im Gehirn sein. Deswegen muss nicht jeder Versprecher eine Freudsche Fehlleistung sein.

  • Halkyonische Tage

    Zwei Eisvögel sitzen auf einem Ast.

    Halkyonische Tage – Bedeutung und Herkunft der Tage des Glücks und der Ruhe

    Als "Halkyonische Tage", auch Halkyonische Periode, bezeichnen wir glückliche Tage voll Frieden und Ruhe.

    Herkunft

    Seine Herkunft geht zurück auf eine griechische Sage, in der sich die Frau eines Seefahrers namens Halkyone ins Meer stürzt, nachdem sie erfährt, dass ihr Mann auf einer Seefahrt umgekommen ist.

    Gerührt von diesem Liebesbeweis verwandelten die Götter das Paar in Eisvögel, die ihre Brutzeit zur windstillen Zeit der Wintersonnenwende haben. In einer Legende über Eisvögel (auch als Halkyon bezeichnet) beruhigt der Eisvogel das Meer während dieser Zeit, um ungestört seine Eier auszubrüten. 

    Bedeutung

    "Halkyonische Tage" verwenden wir heute metaphorisch, um eine Zeit der Ruhe, Harmonie und Gelassenheit zu beschreiben.

  • Heureka – Herkunft

    Bild von der Archimedes-Statue

    Heureka! Bedeutung und Herkunft des Ausrufs

    Der Ausruf "Heureka" verdankt seine Herkunft einer Anekdote um den griechischen Mathematiker Archimedes, der im 3. Jahrhundert vor Christus in Syrakus lebte.

    Er soll das Prinzip des Auftriebes beim Baden entdeckt haben und anschließend nackt durch Syrakus zum König gelaufen sein und immerfort "Heureka!" gerufen haben, was so viel bedeutet wie "Ich habe es gefunden!"

    Heutige Bedeutung: "Heureka!" ist nach wie vor ein Ausruf der Freude nach Lösung eines schwierigen Problems oder bei einem triumphalen Aha-Moment.

  • Ich wittre Morgenluft – Bedeutung

    Früher Morgen

    Ich wittre Morgenluft – die Chance riechen – heutige Bedeutung

    Seine Herkunft verdankt die Redensart "Ich wittre Morgenluft" einer Schlegel-Tieck-Übersetzung aus Shakespeares Hamlet (I,5).

    Sie geht zurück auf den Ausspruch des Geistes von Hamlets Vater "But soft! Me thinks I scent the morning air" (Doch still, mich dünkt, ich wittre Morgenluft).

    Bei Shakespeare ist der Ausdruck wörtlich gemeint, da der Geist bei Anbruch des Tages verschwinden muss.

    Heutige Bedeutung: Wir verwenden heute den Ausspruch "ich wittere Morgenluft" in übertragener Bedeutung und meinen, dass wir "die eigene Chance wittern" oder "für ein Vorhaben einen günstigen Verlauf voraussehen". 

  • Ins Fettnäpfchen treten – Bedeutung und Beispiele

    Ein Fuß über dem Fettnäpfchen

    Das hinterlässt keine schönen Spuren

    Ins Fettnäpfchen treten – Bedeutung und Beispiele

    Herkunft

    Seine Herkunft hat die Redewendung "Ins Fettnäpfchen treten" auf den Brauch in Bauernhäusern, meist in der Nähe des Ofens, ein Topf mit Stiefelfett aufzustellen. Dieser diente den Eintretenden dazu, sich umgehend die nassen Stiefel einzureiben. Wenn nun versehentlich jemand in den Topf mit dem Fett trat und Flecken auf den Dielen machte, verärgerte er die Frau des Hauses.

    Eine weitere Variante der Erklärung soll der Brauch sein, einen Napf auf den Küchenboden zu stellen, damit das herabtropfende Fett von zum Räuchern aufgehängten Würsten und Schinken aufgefangen wird. Auch hier war der Tritt ins Näpfchen nicht von Vorteil. 

    Heutige Bedeutung

    Wenn wir heute "ins Fettnäpfchen treten", dann haben wir, durch eine ungeschickte Handlung oder durch eine unglückliche Äußerung, jemanden verärgert bzw. seinen Unwillen erregt.

  • Kaiserwetter – Bedeutung

    Kaiserwetter in Tirol

    Kaiserwetter – Bedeutung, Herkunft – Traumwetter für alle

    Die Herkunft dieser Redensart geht zurück auf den deutschen Kaiser und preußischen König, Kaiser Wilhelm II (1859 - 1941).

    Zu jener Zeit benötigte man film- und mediengerechtes Wetter, um in den Massenmedien zu "glänzen". Selbst kurzfristig wurden Termine abgesagt, wenn das "Kaiserwetter" ausblieb.

    Heutige Verwendung: "Kaiserwetter" wird heute sprichwörtlich für strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel verwendet. 

    Der Begriff "Kaiserwetter" wird auch in Verbindung mit bestimmten Regionen genannt, die für ihr besonders sonniges und trockenes Klima bekannt sind, wie zum Beispiel Südtirol. In manchen Gegenden wird der Begriff aber auch für sehr kaltes Wetter verwendet, das aber dennoch sonnig und klar ist. 

  • Landgraf, werde hart!

    Jemand schmiedet Eisen

    Landgraf, werde hart! – Bedeutung und Herkunft – nur die Harten kommen in den Garten

    Herkunft

    Seine Herkunft verdankt diese Redewendung einer Sage von Johannes Rothe. Er berichtet vom Landgraf Ludwig von Thüringen (1140 - 72), der anfänglich so milde geherrscht haben soll, dass die Mächtigen im Lande übermütig wurden und das Volk ausbeuteten und quälten.

    Während eines Jagdausfluges verirrte sich jener Landgraf und fand bei einem Schmied im Thüringer Wald Unterkunft. Auch dieser wurde von den Oberen aufgrund der Milde des Landgrafs ausgepresst. Der Schmied, der den Landgraf nicht erkannte, habe, während er nachts immer wieder auf seinen Amboss schlug, auf die Lässigkeit des Grafen geflucht und mit jeden Schlag gefordert: "Nun werde hart". Immer wieder soll er geklagt haben: "... du böser, unseliger Herr! Was taugst du den armen Leuten zu leben? Siehst du nicht, wie deine Räte das Volk plagen?"

    Aufgrund dieses Erlebnisses soll der Landgraf alsbald für Zucht und Ordnung im Lande gesorgt haben.

    Die heutige Form des Sprichworts "Landgraf, werde hart!" stammt aus Wilhelm Gerhards (1780 - 1858) Gedicht "Der Edelacker".

    Bedeutung

    Heutige Verwendung 1: Die Aufforderung "Landgraf, werde hart!" gilt als Ermahnung an einen allzu milden Vorgesetzten oder an eine Regierung, strenger gegen Unrecht und Missstände vorzugehen.

    Heutige Verwendung 2: Wir nutzen den Ausdruck auch, um Menschen aufzufordern, sich Herausforderungen mit Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen zu stellen. Es geht darum, keine Angst vor Schwierigkeiten zu haben, sondern sich ihnen mutig zu stellen und den eigenen Weg zu gehen. 

  • Löwenanteil Sprichwort

    Löwenanteil Sprichwort

     

    Der Löwenanteil – ein immer noch gültiges Sprichwort aus einer uralten Fabel

    Zurückzuführen ist dieser Ausdruck auf die Fabel "Der Löwe, der Esel und der Fuchs" des griechischen Dichters Aesop.

    Als "Löwenanteil" bezeichnen wir den weitaus größeren Anteil, den jemand erhält. Zumeist, wie in dieser Fabel, ist es der Größte oder Mächtigste, der den Löwenanteil erhält.

    Herkunft des Sprichwortes: Die Fabel von Aesop

    Löwe, Esel und Fuchs schlossen einen Bund und gingen zusammen auf die Jagd. Als sie reichlich Beute gemacht hatten, befahl der Löwe dem Esel, diese unter sich zu verteilen.

    Der Esel teilte die Beute in drei gleich große Teile und forderte den Löwen auf, sich selbst einen davon zu wählen.

    Da wurde der Löwe wild und zerriss den Esel in Stücke. Dann befahl der dem Fuchs zu teilen. Der Fuchs schob fast die ganze Beute dem Löwen zu und behielt nur einen kleinen Teil für sich.

    Der Löwe brummte zufrieden und fragte den Fuchs: "Wer hat dir beigebracht, so weise zu teilen?"

    "Der Esel", antwortete der Fuchs.

  • Morpheus' Arme - Bedeutung

    Eine Frau in Morpheus Armen

    Morpheus' Arme - Bedeutung und Herkunft der Grüße vom Traumgott

    Herkunft

    Der Gott des Schlafes ist eigentlich Hypnos, der Sohn der Nacht. Die Redewendung "Morpheus' Arme" verdankt seine Herkunft dem Sohn von Hypnos namens Morpheus, auch als griechischer Traumgott bekannt.

    Bedeutung

    Wenn du heute Morgen aus "Morpheus' Armen" gerissen wurdest, dann riss man dich aus einem ruhigen Schlaf.

    Morpheus' Arme = seliger Schlaf

    Der Ausdruck ist in verschiedenen Verbindungen zu hören:

    • Wir können in Morpheus' Armen liegen.
    • Wir könnten in Morpheus' Arme sinken.
    • Wir sehnen uns nach Morpheus' Armen.

    Hier findest du "Morpheus' Arme" erläutert ► Beispiele der Verwendung ► Mehr zur Herkunft ► Umfrage zur Verwendung ► Synonyme zu Morpheus' Arme ► Artikel zum Thema Schlaf und Träumen ► Videos zum Thema Schlaf 

  • Nichts Neues unter der Sonne - Bedeutung und Herkunft

    Eine Kapelle bei Sonnenuntergang

    Nichts Neues unter der Sonne – Bedeutung und Herkunft

    Diese Redewendung verdankt seine Herkunft dem Buch Kohelet (oder Prediger) im alten Testament.

    Kohelet ist eine weise und philosophische Abhandlung über das Leben und die Welt, zugeschrieben dem biblischen König Salomo. In Kohelet 1,9 (Lutherbibel) heißt es:

    „Was gewesen ist, das wird wieder sein; was geschehen ist, das wird wieder geschehen; es gibt nichts Neues unter der Sonne.“

    Ursprünglich hatte die Redensart in der Bibel eine tief religiöse und philosophische Bedeutung. Sie betonte die Vorstellung, dass die Welt von Gott geschaffen wurde und dass sich alles, was in der Welt geschieht, im Rahmen eines göttlichen Plans wiederholt. Es war eine Erinnerung an die Endlichkeit menschlicher Bemühungen und den unveränderlichen Lauf der Dinge.

    Heutige Bedeutung: Wenn wir heute diesen Ausspruch nutzen, dann geben wir etwas resigniert der Erkenntnis Ausdruck, dass bestimmte Geschehnisse und Verhaltensmuster immer wiederkehren und uns nicht überraschen bzw. enttäuschen sollten. 

  • Ojemine! – Herkunft

    Ojemine! – Bedeutung

    Ojemine! Herkunft & Bedeutung von O Jesus mein

    Seine Herkunft verdankt der Ausruf "Ojemine" bzw. "O Jemine" kreativen Gläubigen. Als Bekundung des Mitleids, des Entsetzens oder der Überraschung hat es seinen Ursprung in der lateinischen Anrede für "Herr Jesus". 

    Aus "O Jesu Domine" wurde somit der Stoßseufzer "O Jemine!" oder in der Kurzform "Oje!". "O herrje(h)" entstand entsprechend aus "Herr Jesus". 

    Diese entstandenen Verhüllformen wurden damals in der Gesellschaft besser akzeptiert und man bekam weniger Ärger mit Kirchdienern.

    Jim: "Das Meeting dauerte gestern bis 19:15 Uhr."
    John: "Ojemine, da warst du ja erst spät zu Hause." 

  • Penelopearbeit

    Penelopearbeit

     

    Penelopearbeit – Arbeit ohne Ende – Bedeutung, Herkunft

    (griech., aus Homers Odyssee) Penelope war die Frau des tapferen, klugen und verschlagenen Odysseus.

    Seine Herkunft hat der Ausdruck in einer denkwürdigen Handlung von Penelope. Während der Irrfahrten von Odysseus hielt sie die Bewerber um ihre Hand hin. Sie versprach ihnen Gehör, sobald sie für ihren Schwiegervater Laertes ein Totengewand fertiggewebt hätte. Nachts löste sie aber wieder auf, was sie tagsüber geschaffen hatte.

    Penelopearbeit ist zu einem anderen Ausdruck für "Arbeit ohne Ende" geworden.

  • Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige

    Schloss mit Schlossgarten

    Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige | Bedeutung

    Bedeutung: Die Redewendung "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige" gebrauchen wir heute, wenn es zu den Vorzügen eines Vorgesetzten gehört, auch Untergebene nicht warten zu lassen. Pünktlichkeit ist somit eine Möglichkeit sozial hochgestellter Persönlichkeiten, anderen Wertschätzung zu zeigen.

    Im heutigen Sprachgebrauch wird das Sprichwort auch dahingehend verwendet, dass man der Eigenschaft der Pünktlichkeit eine hervorgehobene Bedeutung geben möchte - unabhängig vom Rang der Person, die pünktlich sein sollte.

    Herkunft: Seine Herkunft verdankt das Sprichwort dem französischen König Ludwig XVIII. Dieser wird in den Lebenserinnerungen des Bankiers Jacques Laffitte folgendermaßen zitiert: "L'exactitude est la politesse des rois" also "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige". So wollte er zum Ausdruck bringen, dass Pünktlichkeit selbst von Königen beachtet werden sollte, um so den Respekt vor seinen Mitbürgern auszudrücken. Auch Napoleon sah Zeitdiebe als eine schlimme Sorte von Verbrechern an, deren Missetaten meist ungesühnt blieben.

  • Schuster, bleib bei deinem Leisten – Bedeutung

    Schuster, bleib bei deinem Leisten

    Schuster, bleib bei deinem Leisten – die Mahnung des Apelles – Bedeutung, Herkunft

    Das Sprichwort "Schuster, bleib bei deinem Leisten" hat seine Herkunft in einer Anekdote, die im alten Griechenland erzählt wurde. Nach ihr pflegte der große Maler der Antike Apelles, der zur Regierungszeit Alexanders des Großen seine Gemälde öffentlich ausstellte, sich hinter seinen Bildern zu verstecken, um die Urteile der Betrachter zu hören.

    Als ein Schuhmacher laut bemerkte, dass den Schuhen auf dem Bild eine Öse fehle, fügte Apelles diese nachträglich hinzu. Aber als der Schuhmacher nun auch noch Kritik an den Beinen übte, wurde er von Apelles mit den Worten zurechtgewiesen: "Ne sutor supra crepidam!" oder zu Deutsch: "Was über dem Schuh ist, kann der Schuster nicht beurteilen!"

    Die Mahnung "Schuster, bleib bei deinem Leisten" sagen wir heute zu jemandem, der ohne Sachverstand Kritik übt und sich unberufen in alles einmischt.  

  • Mit fremden Federn schmücken

    Mit fremden Federn schmücken

    Sich mit fremden Federn schmücken – Bedeutung und Herkunft der Redewendung

    Die Herkunft der Redensart geht auf eine Fabel des römischen Dichters Phaedrus (1,3) zurück. Hier schmückt sich eine Krähe mit Pfauenfedern und muss dies büßen.

    Herkunft: Die Fabel "Mit Fremden Federn schmücken"

    Eine Krähe sah auf dem Boden lauter herrliche Pfauenfedern liegen. Sie überlegte nicht lange und beschloss, ihr eigenes fades Gefieder ein bisschen aufzuhübschen. Sie steckte die schönen Pfauenfedern einfach zwischen ihr eigenes Gefieder. Stolz auf ihre neue Federpracht begab sie sich mitten in eine Gruppe von Pfauen, um sie an der neu gewonnen Eleganz Anteil haben zu lassen.

    Aber ach, die fanden das so gar nicht lustig und stürzten sich auf die Krähe und rupften ihr nicht nur die fremden, sondern auch noch ziemlich viele eigene Federn aus. Als die rachsüchtigen Pfaue von der Krähe abließen, stand die Krähe gerupft und wesentlich armseliger als zuvor da. Und die Moral von der Geschichte: Mit fremden Federn schmückt man sich nicht.

    Bedeutung der Redewendung

    Wenn jemand sich die Verdienste anderer zu eigen macht bzw. jemand sich mit den Verdiensten anderer brüstet, dann "schmückt er sich mit fremden Federn".

    Das Problem: Wenn dieses Schmücken mit fremden Federn herauskommt, steht derjenige schlechter da, als hätte er es nicht getan. Häufig haben solche "Lügen" nämlich kurze Beine und werden entdeckt. Die Führungskraft, die die kreative Leistung einer Mitarbeiterin als ihre darstellt, wird stets hoffen müssen, dass dies im Unternehmen nicht im Flurfunk veröffentlicht wird.  

  • Tantalusqualen – Bedeutung

    Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft

    Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft

    Der Begriff Tantalusqualen verdankt seine Herkunft der griechischen Mythologie. Der Sohn der Titanen "Tantalos" und Stammvater des Geschlechts der Tantaliden zog den Zorn der olympischen Götter auf sich, indem er sie betrog.

    Sie verurteilten Tantalos zu ewigen Qualen. Er musste in einem Teich stehen, über dem Birnenbaumzweige hingen. Jedes Mal, wenn Tantalos trinken wollte, senkte sich der Wasserspiegel. Wenn er eine Frucht pflücken wollte, wichen die Äste zurück. Zusätzlich drohte auch noch ein großer Felsbrocken auf ihn herabzufallen.

    Obwohl alles in greifbarer Nähe schien, so war Tantalos doch zu ewigem Durst und Hunger verdammt.

    Als "Tantalusqualen" bezeichnet man demnach die Qual, etwas Unerreichbares beständig nahe vor sich zu sehen. 

  • toi, toi, toi Bedeutung Teufel

    toi toi toi Bedeutung Teufel

    toi, toi, toi! - Schutz vor dem neidischen Teufel - Bedeutung

    Der Ausruf "toi, toi, toi" ist um 1930 durch einen Schlager verbreitet worden und steht mit einem alten Volksglauben in Zusammenhang. Lobende Äußerungen wurden allgemein gefürchtet, weil diese die bösen Geister aufmerksam und neidisch machen konnten.

    Um kommendes Unheil abzuwehren, musste man deshalb dem Lob sofort eine Schutzhandlung hinzufügen. Das wurde z. B. durch dreimaliges Klopfen auf Holz und den Ausruf "toi, toi, toi" vollzogen, der lautmalerisch für dreimaliges Ausspucken steht. Der Speichel galt als unheilbannend.

    Das Ausspucken vor einem Menschen war also ursprünglich ein Abwehrzauber, kein Zeichen der Verachtung wie heute. Auch das zuerst eingenommene Geldstück, das noch mehr Reichtum bringen sollte, der Spielwürfel, der Gewinn garantieren sollte, wurden bespuckt. Am Theater wird der Brauch gepflegt, so den Schauspielern Erfolg für den Auftritt zu wünschen.

    Aber es gibt weitere spannende Ideen zur Herkunft des Ausrufs "toi, toi, toi".

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