• Anapher - Bedeutung

    Anapher – Bedeutung

    Anapher - sie bringt Leben in die Sprache, Bedeutung und Herkunft

    Die Anapher ist ein rhetorisches Stilmittel und bezeichnet die Wiederholung eines Wortes bzw. einer Wortgruppe am Anfang aufeinander folgender Satzteile, Sätze, Strophen oder Verse.

    So dient sie der Strukturierung und Rhythmisierung von Texten. Das Wiederholte wird häufig als besonders bedeutsam hervorgehoben. "Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll..." ist ein Beispiel für eine Anapher.

    Die Anapher zählt zu den ältesten und häufigsten rhetorischen Stilmitteln. Sie begegnet uns besonders häufig in religiöser Sprache. Viele Anaphern verdanken ihre Herkunft der Bibel.

    Spiegelbildliches Gegenstück zur Anapher ist die Epipher. Dieses rhetorische Stilmittel steht für die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Ende aufeinander folgender Sätze oder Verse. Beispiel: "Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit! (Gedicht von Friedrich Nietzsche: Das trunkene Lied) 

  • Bis in die Puppen – Herkunft

    Bis in die Puppen

    Bis in die Puppen – Herkunft & Bedeutung – bis wann willst du feiern?

    Seine Herkunft verdankt die Redewendung "Bis in die Puppen" einer Berliner Redensart.

    Der Baumeister von Knobelsdorff stellte 1741 am großen Stern im Berliner Tiergarten Statuen aus der antiken Mythologie auf. Spöttisch bezeichnete man diese im Volksmund als die "Puppen des Königs".

    Für die Berliner wurde somit der Platz zum Puppenplatz. Da der Weg damals von der Stadt bis zum Platz ziemlich weit war, nutzten die Berliner das Sprichwort "bis in die Puppen" für "wer weiß wie weit" und später dann auch für "wer weiß wie lange".

    Heutige Bedeutung

    "Bis in die Pupen" verwenden wir heute umgangssprachlich, wenn etwas sehr lange oder bis in die (tiefe) Nacht hinein andauert.

    Viele werden dieses Jahr Weihnachten und Silvester wieder "bis in die Puppen" feiern. 

  • Bonmot – Bedeutung

    Bonmot

    Bonmot - Bedeutung und Herkunft der geistigen Finesse

    Seine Herkunft hat das Wort "Bonmot" im Französischen und bedeutet so viel wie "eine geistreiche Wendung" oder "ein geistreicher Ausspruch".

    Diese geistreiche, treffende bzw. witzige Wendung bezieht sich entweder auf einen individuellen Fall oder ist eine allgemeine Lebensweisheit.

    Beispiel: Das "Bonmot" - Geld stinkt nicht - verdanken wir Kaiser Vespasian. Als sein Sohn Titus ihn eines Tages entsetzt fragte, ob es wahr wäre, dass er auf den Urin aus öffentlichen Toiletten eine Steuer erhöbe (Urin wurde zum Gerben und Bleichen verwendet), hielt der Kaiser seinem Sohn eine Münze unter die Nase und fragte, ob er etwas röche. Titus verneinte und Vespasian bemerkte: "Da hast du es, Geld stinkt nicht!" 

  • Freudscher Fehler

    Freudscher Fehler

    Freudscher Fehler – Bedeutung – Ooops, das wollte ich doch nur denken

    Die Herkunft des Begriffs geht auf den österreichischen Psychiater Sigmund Freud (* 1856, † 1939) zurück. Er gilt als der Begründer der Psychoanalyse. Freud verglich unsere Seele mit einem Eisberg, der nur zu einem kleinen Teil über der Wasseroberfläche (Bewusstsein) zu sehen ist, der weitaus größere Teil liegt aber unter der Wasseroberfläche (Unterbewusstsein) verborgen.

    So ist auch der Freudsche Fehler (auch Freudsche Fehlleistung oder Lapsus Linguae) zu erklären. Es ist eine Aussage, die bewusst so nicht getroffen werden sollte, aber den wahren (meist verborgenen) Wunsch erkennen lässt.

    Beispiel: Du sagst bei der Begrüßung "Auf Wiedersehen" zu jemandem anstatt "Guten Tag". Ein anderer sagt "Es freut mich, dich nicht zu sehen." 

    Laut neurolinguistischen Untersuchungen existieren verschiedene Störungen des Sprachablaufs. Grund können aber auch Beschädigungen oder Fehlbildungen von Teilen des Sprachzentrums im Gehirn sein. Deswegen muss nicht jeder Versprecher eine Freudsche Fehlleistung sein.

  • Löwenanteil Sprichwort

    Löwenanteil Sprichwort

     

    Der Löwenanteil – ein immer noch gültiges Sprichwort aus einer uralten Fabel

    Zurückzuführen ist dieser Ausdruck auf die Fabel "Der Löwe, der Esel und der Fuchs" des griechischen Dichters Aesop.

    Als "Löwenanteil" bezeichnen wir den weitaus größeren Anteil, den jemand erhält. Zumeist, wie in dieser Fabel, ist es der Größte oder Mächtigste, der den Löwenanteil erhält.

    Herkunft des Sprichwortes: Die Fabel von Aesop

    Löwe, Esel und Fuchs schlossen einen Bund und gingen zusammen auf die Jagd. Als sie reichlich Beute gemacht hatten, befahl der Löwe dem Esel, diese unter sich zu verteilen.

    Der Esel teilte die Beute in drei gleich große Teile und forderte den Löwen auf, sich selbst einen davon zu wählen.

    Da wurde der Löwe wild und zerriss den Esel in Stücke. Dann befahl der dem Fuchs zu teilen. Der Fuchs schob fast die ganze Beute dem Löwen zu und behielt nur einen kleinen Teil für sich.

    Der Löwe brummte zufrieden und fragte den Fuchs: "Wer hat dir beigebracht, so weise zu teilen?"

    "Der Esel", antwortete der Fuchs.

  • Ojemine! – Herkunft

    Ojemine! – Bedeutung

    Ojemine! Herkunft & Bedeutung von O Jesus mein

    Seine Herkunft verdankt der Ausruf "Ojemine" bzw. "O Jemine" kreativen Gläubigen. Als Bekundung des Mitleids, des Entsetzens oder der Überraschung hat es seinen Ursprung in der lateinischen Anrede für "Herr Jesus". 

    Aus "O Jesu Domine" wurde somit der Stoßseufzer "O Jemine!" oder in der Kurzform "Oje!". "O herrje(h)" entstand entsprechend aus "Herr Jesus". 

    Diese entstandenen Verhüllformen wurden damals in der Gesellschaft besser akzeptiert und man bekam weniger Ärger mit Kirchdienern.

    Jim: Das Meeting dauerte gestern bis 19:15 Uhr.
    John: Ojemine, da warst du ja erst spät zu Hause. 

  • Penelopearbeit

    Penelopearbeit

     

    Penelopearbeit – Arbeit ohne Ende – Bedeutung, Herkunft

    (griech., aus Homers Odyssee) Penelope war die Frau des tapferen, klugen und verschlagenen Odysseus.

    Seine Herkunft hat der Ausdruck in einer denkwürdigen Handlung von Penelope. Während der Irrfahrten von Odysseus hielt sie die Bewerber um ihre Hand hin. Sie versprach ihnen Gehör, sobald sie für ihren Schwiegervater Laertes ein Totengewand fertiggewebt hätte. Nachts löste sie aber wieder auf, was sie tagsüber geschaffen hatte.

    Penelopearbeit ist zu einem anderen Ausdruck für "Arbeit ohne Ende" geworden.

  • Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige

    Schloss mit Schlossgarten

    Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige | Bedeutung

    Bedeutung: Die Redewendung "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige" gebrauchen wir heute, wenn es zu den Vorzügen eines Vorgesetzten gehört, auch Untergebene nicht warten zu lassen. Pünktlichkeit ist somit eine Möglichkeit, sozial hochgestellter Persönlichkeiten anderen Wertschätzung zu zeigen.

    Im heutigen Sprachgebrauch wird das Sprichwort auch dahingehend verwendet, dass man der Eigenschaft der Pünktlichkeit eine hervorgehobene Bedeutung geben möchte – unabhängig vom Rang der Person, die pünktlich sein sollte.

    Herkunft: Seine Herkunft verdient das Sprichwort dem französischen König Ludwig XVIII. Dieser wird in den Lebenserinnerungen des Bankiers Jacques Laffitte folgendermaßen zitiert: "L’exactitude est la politesse des rois" also "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige". So wollte er zum Ausdruck bringen, dass Pünktlichkeit selbst von Königen beachtet werden sollte, umso den Respekt vor seinen Mitbürgern auszudrücken. Auch Napoleon sah Zeitdiebe als eine schlimme Sorte von Verbrechern an, deren Missetaten meist ungesühnt blieben.

  • Mit fremden Federn schmücken

    Mit fremden Federn schmücken

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    Sich mit fremden Federn schmücken – Bedeutung und Herkunft der Redewendung

    Die Herkunft der Redensart geht auf eine Fabel des römischen Dichters Phaedrus (1,3) zurück. Hier schmückt sich eine Krähe mit Pfauenfedern und muss dies büßen.

    Herkunft: Die Fabel "Mit Fremden Federn schmücken"

    Eine Krähe sah auf dem Boden lauter herrliche Pfauenfedern liegen. Sie überlegte nicht lange und beschloss, ihr eigenes fades Gefieder ein bisschen aufzuhübschen. Sie steckte die schönen Pfauenfedern einfach zwischen ihr eigenes Gefieder. Stolz auf ihre neue Federpracht begab sie sich mitten in eine Gruppe von Pfauen, um sie an der neu gewonnen Eleganz Anteil haben zu lassen.

    Aber ach, die fanden das so gar nicht lustig und stürzten sich auf die Krähe und rupften ihr nicht nur die fremden, sondern auch noch ziemlich viele eigene Federn aus. Als die rachsüchtigen Pfaue von der Krähe abließen, stand die Krähe gerupft und wesentlich armseliger als zuvor da. Und die Moral von der Geschichte: Mit fremden Federn schmückt man sich nicht.

    Bedeutung der Redewendung

    Wenn jemand sich die Verdienste anderer zu eigen macht bzw. jemand sich mit den Verdiensten anderer brüstet, dann "schmückt er sich mit fremden Federn".

    Das Problem: Wenn dieses Schmücken mit fremden Federn herauskommt, steht derjenige schlechter da, als hätte er es nicht getan. Häufig haben solche "Lügen" nämlich kurze Beine und werden entdeckt. Die Führungskraft, die die kreative Leistung einer Mitarbeiterin als ihre darstellt, wird stets hoffen müssen, dass dies im Unternehmen nicht im Flurfunk veröffentlicht wird.  

  • Tantalusqualen – Bedeutung

    Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft

    Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft

    Der Begriff Tantalusqualen verdankt seine Herkunft der griechischen Mythologie. Der Sohn der Titanen "Tantalos" und Stammvater des Geschlechts der Tantaliden zog den Zorn der olympischen Götter auf sich, indem er sie betrog.

    Sie verurteilten Tantalos zu ewigen Qualen. Er musste in einem Teich stehen, über dem Birnenbaumzweige hingen. Jedes Mal, wenn Tantalos trinken wollte, senkte sich der Wasserspiegel. Wenn er eine Frucht pflücken wollte, wichen die Äste zurück. Zusätzlich drohte auch noch ein großer Felsbrocken auf ihn herabzufallen.

    Obwohl alles in greifbarer Nähe schien, so war Tantalos doch zu ewigem Durst und Hunger verdammt.

    Als "Tantalusqualen" bezeichnet man demnach die Qual, etwas Unerreichbares beständig nahe vor sich zu sehen. 

  • toi, toi, toi Bedeutung Teufel

    toi toi toi Bedeutung Teufel

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    toi, toi, toi! - Schutz vor dem neidischen Teufel - Bedeutung

    Der Ausruf "toi, toi, toi" ist um 1930 durch einen Schlager verbreitet worden und steht mit einem alten Volksglauben in Zusammenhang. Lobende Äußerungen wurden allgemein gefürchtet, weil diese die bösen Geister aufmerksam und neidisch machen konnten.

    Um kommendes Unheil abzuwehren, musste man deshalb dem Lob sofort eine Schutzhandlung hinzufügen. Das wurde z. B. durch dreimaliges Klopfen auf Holz und den Ausruf "toi, toi, toi" vollzogen, der lautmalerisch für dreimaliges Ausspucken steht. Der Speichel galt als unheilbannend.

    Das Ausspucken vor einem Menschen war also ursprünglich ein Abwehrzauber, kein Zeichen der Verachtung wie heute. Auch das zuerst eingenommene Geldstück, das noch mehr Reichtum bringen sollte, der Spielwürfel, der Gewinn garantieren sollte, wurden bespuckt. Am Theater wird der Brauch gepflegt, so den Schauspielern Erfolg für den Auftritt zu wünschen.

    Aber es gibt weitere spannende Ideen zur Herkunft des Ausrufs "toi, toi, toi".

  • Alle Wohlgerüche Arabiens – Bedeutung

    Orient Markt Vielfalt

    Alle Wohlgerüche Arabiens – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Bekannte, wohlriechende Essenzen wie Weihrauch, Myrrhe, Kasia, Kinamomon, Ledanon oder Jasmin sind nur einige der Düfte aus Arabien, die in Europa schon lange Verwendung finden.

    Herkunft: Zum geflügelten Wort wurden diese Wohlgerüche durch den Ausspruch von Lady Macbeth in Shakespeares "Macbeth" (Act V, Scene 1). Aufgrund schrecklicher Mordtaten langsam dem Wahnsinn verfallend, glaubt sie, dass sie das Blut an ihren Händen nicht mehr abwaschen kann. Lady Macbeth bemerkt:

    „All the perfumes of Arabia will not sweeten this little hand.“

    Übersetzt: "Alle Wohlgerüche Arabiens könnten diese kleine Hand nicht wohlriechend machen."

    Heute wird dieser Ausspruch z. B. ironisch auf Personen angewandt, die sich für unseren Geschmack zu stark parfümiert haben. Allgemein kann damit auch eine große Duftvielfalt oder ein sehr dominanter Geruch beschrieben werden. Beispiele:

    • "Hast du die Frau gerochen, die da gerade an uns vorbeigelaufen ist? Die hat sich scheinbar mit allen Wohlgerüchen Arabiens eingedeckt."
    • "In dieser Straße rieche ich alle Wohlgerüche Arabiens."

    Schon Alexander dem Großen sind die Wohlgerüche bekannt gewesen:

  • Schuster, bleib bei deinem Leisten – Bedeutung

    Schuster, bleib bei deinem Leisten

    Schuster, bleib bei deinem Leisten – die Mahnung des Apelles – Bedeutung, Herkunft

    Das Sprichwort "Schuster, bleib bei deinem Leisten" hat seine Herkunft in einer Anekdote, die im alten Griechenland erzählt wurde. Nach ihr pflegte der große Maler der Antike Apelles, der zur Regierungszeit Alexanders des Großen seine Gemälde öffentlich ausstellte, sich hinter seinen Bildern zu verstecken, um die Urteile der Betrachter zu hören.

    Als ein Schuhmacher laut bemerkte, dass den Schuhen auf dem Bild eine Öse fehle, fügte Apelles diese nachträglich hinzu. Aber als der Schuhmacher nun auch noch Kritik an den Beinen übte, wurde er von Apelles mit den Worten zurechtgewiesen: "Ne sutor supra crepidam!" oder zu deutsch: "Was über dem Schuh ist, kann der Schuster nicht beurteilen!"

    Die Mahnung "Schuster, bleib bei deinem Leisten" sagen wir heute zu jemandem, der ohne Sachverstand Kritik übt und sich unberufen in alles einmischt.  

  • Alt wie Methusalem – Bedeutung

    alter Mann vor Sonnenuntergang

    Alt wie Methusalem – Bedeutung, Herkunft und Synonyme

    Wenn heutzutage jemand „Alt wie Methusalem“ wird, drücken wir damit scherzhaft aus, dass er oder sie ein sehr hohes Alter erreicht hat. Manchmal so hoch, dass man die Lebensjahre gar nicht mehr zählen kann oder will. Man kann ihn/sie dann auch schlicht als „Methusalem“ bezeichnen. Doch wie alt ist Methusalem wirklich geworden?

  • Alter Schwede – Bedeutung

    Sonnenuntergang Schweden

    Alter Schwede – Bedeutung, Herkunft und Synonyme

    Die Redewendung "Alter Schwede" kann je nach Kontext und Betonung verschiedene Bedeutungen haben:

    • Wir können damit (scherzhaft) einen Freund/Kumpel begrüßen: "Na, alter Schwede, wie geht es dir?"
    • Viele Menschen drücken damit ihr Erstaunen aus ("Alter Schwede, das Gebäude ist ja riesig!").
    • Auf Personen bezogen wird Empörung ausgedrückt, wobei diese oft nicht ernst gemeint ist ("Alter Schwede, jetzt reicht es aber!").

    Die Herkunft des geflügelten Wortes geht auf Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg zurück.

  • Morgenstund hat Gold im Mund – Bedeutung

    Morgenstund hat Gold im Mund

    Morgenstund hat Gold im Mund – Bedeutung, Erklärung

    "Morgenstund hat Gold im Mund" verdankt seine Herkunft der genauen Übersetzung des lateinischen Lehrbuchsatzes "aurora habet aurum in ore". Das lateinische Sprichwort bezieht sich auf die personifizierte Morgenröte (lat.: aurora), die Gold im Mund und im Haar trägt.

    Das Sprichwort bringt zum Ausdruck, dass sich frühes Aufstehen lohnt, weil man am Morgen gut arbeiten kann und der Frühaufsteher mehr erreichen würden.

    "Morgenstund hat Gold im Mund" wurde zuerst in einem Brief des Erasmus von Rotterdam an seinen Schüler Christian Northoff nachgewiesen. Er nutzte jedoch das lateinische Sprichwort "aurora musis amica" (die Morgenstunde ist die Freundin der Musen).

    Außerdem trägt ein großartiges Gedicht des deutschen Lyriker, Erzähler und Maler Joachim Ringelnatz diesen Namen. Es geht so:

    Morgenstund hat Gold im Mund

    Ich bin so knallvergnügt erwacht.
    Ich klatsche meine Hüften.
    Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
    Es dürstet mich nach Lüften.

  • Wasser predigen und Wein trinken – Bedeutung, Ursprung

    Wasser predigen und Wein trinken

    Wasser predigen und Wein trinken – des Heuchlers Art – Bedeutung und Ursprung

    Das Sprichwort verdankt seine Herkunft dem Gedicht "Ein Wintermärchen" aus Heinrich Heines Versepos"Deutschland". 

    Mit dem geflügelten Wort bringen wir zum Ausdruck, dass jemand sich heuchlerisch verhält, indem er zum Beispiel Verzicht oder Genügsamkeit fordert, aber sich selbst verschwenderisch oder genusssüchtig verhält.

    Hier der Ursprung des Sprichworts: das Gedicht "Ein Wintermärchen" von Heine.

    Ein Wintermärchen

    Sie sang vom irdischen Jammertal,
    von Freuden, die bald zerronnen,
    vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,
    verklärt in ewigen Wonnen.

    Sie sang das alte Entsagungslied,
    das Eiapopeia vom Himmel,
    womit man einlullt, wenn es greint,
    das Volk, den großen Lümmel.

    Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
    ich kenn' auch die Herren Verfasser;
    ich weiß, sie tranken heimlich Wein
    und predigten öffentlich Wasser.

    Heinrich Heine (1797 - 1856), einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts

  • Früh übt sich, was ein Meister werden will – Bedeutung

    Früh übt sich, was ein Meister werden will

    Früh übt sich, was ein Meister werden will – Bedeutung und Herkunft

    Das Sprichwort "Früh übt sich, was ein Meister werden will" ist ein Zitat aus dem Drama "Wilhelm Tell" über den schweizer Nationalhelden (1804) von Friedrich Schiller.

    Wir verwenden es heute im Sinne von "je früher wir beginnen, etwas zu erlernen, desto besser."

    Es bezieht sich darauf, dass jemand sich bereits in der Jugend bemühen sollte, wenn sie oder er etwas "meisterhaft" beherrschen will. Leider wird es manchmal als Entschuldigung dafür genutzt, dass man im fortgeschrittenen Alter etwas nicht mehr lernen will.

    Jim: "Amelie ist 5. Sie singt jeden Tag und macht einen Tanzkurs.
    John: "Ja, früh übt sich, was ein Meister werden will."  

  • Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung

    Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken

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    Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung

    Diese Redensart ist belegt seit 1704 und hat seine Herkunft im Neuen Testament. Auf den ersten Blick scheint die Redensart Unsinn zu sein, denn Pontius und Pilatus bezeichnen denselben Mann. (Pontius Pilatus war von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt/Statthalter des römischen Kaisers Tiberius). Die Wendung bezieht sich auf das Neue Testament (Lukas 23, 6-11) wo berichtet wird, dass Christus von Pontius Pilatus zu Herodes und von dem wieder zu Pontius Pilatus geschickt wird.

    Wenn wir heute sagen "jemanden von Pontius zu Pilatus schicken", dann meinen wir, jemanden von einem zum andern schicken oder ihn zwecklos hin- und herschicken. Zum Beispiel das nutzlose Hin- und Herlaufen zwischen mehreren Stellen auf Ämtern, Behörden etc. wird häufig so bezeichnet.

    Jim: "... dann haben sie mich wieder zurück zum Zollamt geschickt."
    John: "Tja, manchmal schicken sie einen wirklich von Pontius zu Pilatus."  

  • Gottes Mühlen mahlen langsam

    Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht – Bedeutung, Herkunft und Varianten

    "Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht" ist eine Redensart, die vermutlich mehrere tausend Jahre zurückreicht und noch heute, wenn auch oft in leicht veränderter Form, Verwendung findet. Doch was meinen die Menschen, wenn sie diese Worte aussprechen? Wo haben sie ihren Ursprung? Und welche Varianten dieser Redensart gibt es? Wir beginnen mit der westlichen Bedeutung der Redensart, zeigen Parallelen in asiatischen Philosophien auf und runden das Thema mit passenden blueprints-Beiträgen ab.

  • Just my two cents - Bedeutung

    Just my two cents

    Just my two cents – JM2C – ein schönes Vollidiom – Bedeutung, Herkunft

    Woher kommt eigentlich das nordamerikanisches Vollidiom oder auch im deutschen genutzte Sprichwort Just my two cents? Die Redewendung wird zumeist als Abschlussformel verwendet und bedeutet so viel wie: "Nur meine unbedeutende Meinung". Die heute verwendete Kurzform ist "JM2C". Weitere Schreibweisen sind : "My 2 ¢", "put my 2 cents in".

    Die Herkunft der Redewendung ist die Bibel, wo von einer armen Witwe berichtet wird, die "zwei Scherflein" (Luther) also "zwei kleine Münzen" in den Opferkasten geworfen haben soll und damit fast alles, was sie hat (Bibel: Markus 12, 42). Hiervon leitet sich auch das deutsche Sprichwort "sein Scherflein beitragen" ab.

    So ist auch die übertragene Bedeutung der Redewendung. "Ich habe alles gegeben, was ich habe, auch wenn es nur zwei Cents sind."

    Jim: "Danke John, dass Du mir das erklärt hast."
    John: "Gerne, Jim. Just my two cents."  

  • Sich freuen wie ein Schneekönig - Bedeutung

    Sich freuen wie ein Schneekönig

    Sich freuen wie ein Schneekönig – Bedeutung – ein kleines Schlitzohr?

    "Sich freuen wie ein Schneekönig" gebrauchen wir, wenn jemand sich lebhaft und von ganzem Herzen freut.

    Die Redensart verdankt seiner Herkunft dem kleinsten europäischen Singvogel, dem Zaun- oder Schneekönig, der auch im strengsten Winter bei uns bleibt. 

    Trotz Kälte und Schnee sieht man ihn durch unsere Gärten hüpfen und dabei noch munter pfeifen und singen. Es scheint, als würde er sich freuen. Deswegen das Sprichwort "Sich freuen wie ein Schneekönig". Was für ein Vorbild für all jene, die ständig über das Wetter schimpfen!

  • Uralt Lavendel Bedeutung

    Bildmotiv: Lavendelfeld, Aufschrift: Uralt Lavendel

    Uralt Lavendel – Bedeutung, Herkunft – das ist wohl nicht mehr zeitgemäß

    Herkunft: Der Terminus "Uralt Lavendel" ist die scherzhafte Verwendung des Namens eines Eau de Cologne der Firma Lohse mit Lavendelduft, das früher sehr bekannt war.

    "Uralt" bezieht sich wohl auf die Rezeptur, eine alte, bewährte Mischung.

    Bedeutung: Mit dem umgangssprachlichen Ausdruck "Uralt Lavendel" bezeichnen wir etwas, das wir als völlig veraltet, längst bekannt oder nicht mehr zeitgemäß erleben. 

  • Vom Stamme Nimm – Bedeutung, Herkunft

    Vom Stamme Nimm

    Vom Stamme Nimm – Bedeutung, Herkunft – keine netten Menschen  

    Bedeutung

    Nehmen ohne Gegenleistung: Die Redewendung wird meist von Älteren benutzt und charakterisiert einen stets auf seinen Vorteil bedachten Menschen, der (generell oder in einem bestimmten Bereich) immer nur nimmt und nichts zurückgibt.

    Der Ausdruck gilt umgangssprachlich als scherzhaft oder ablehnend. Er kann sich auf alles Mögliche beziehen, vom einseitigen Annehmen bei der Verteilung mitgebrachter Speisen in einer Pause bis zur Beziehung von staatlichen Sozialleistungen.

    Herkunft

    Es gibt die Meinung, dass es für "Vom Stamme Nimm" keine historische Herleitung gibt. Dieser Ausspruch wird einfach genutzt, weil er kurz und witzig ist. Ähnlich wie die Zigarettenmarke "Van Anderen".

    Andere sagen, seine Herkunft verdankt die Redewendung wohl der Bibel. Im 4. Buch Mose wird von den Söhnen der zwölf Stämme Israels berichtet, die von Mose zur Erkundung des Landes Kanaan ausgewählt wurden. Unter ihnen befand sich auch Palti "vom Stamme Benjamin" (Num 13,9 LUT). Im Lexikon der Redensarten ist die Vermutung zu lesen, dass es sich bei der Redewendung "Vom Stamme Nimm" sich um eine Verkürzung oder Verballhornung des Namens "vom Stamme Benjamin" handelt.

  • Nektar und Ambrosia – Bedeutung

    Nektar und Ambrosia

    Nektar und Ambrosia – Bedeutung – lecker, aber für uns tödlich

    Nektar und Ambrosia wurden als Nahrung der Götter anfänglich nicht voneinander unterschieden. Von der Wortbedeutung her steht Nektar für Sieg über den Tod und Ambrosia für Unsterblichkeit

    Die Herkunft des Sprichwortes in unserer Sprache verdankt das Sprichwort vor allem den griechischen Epen Ilias und der Odyssee von Homer. Hier bezeichnete "Nektar" die Götterspeise und "Ambrosia" den Göttertrank. Hebe, die schöne Göttin der Jugend, gab Ambrosia und Nektar an die Götter aus

    Es durften nur Götter, ihre Kinder und unsterbliche Wesen (zum Beispiel die Pferde der Götter) aus der griechischen Mythologie Nektar und Ambrosia essen bzw. trinken. Sollte ein gewöhnlicher Sterblicher etwas davon kosten, sollte sein Blut in Flammen aufgehen und seine Knochen zu Sand werden.

    Missbrauch der Bezeichnung

    Frühe "Ärzte", aber auch Quacksalber gaben angeblichen Lebenselixieren und Schönheitsmitteln den Namen Ambrosia. So ließ es sich vortrefflich verkaufen.

  • Tausendsassa

    Tausendsassa - Mann macht Handstand auf einem Arm.

    Tausendsassa - Bedeutung und Herkunft - von Multitalent bis Wunderwuzzi

    Der Begriff "Tausendsassa" (auch Tausendsasa) verdankt seine Herkunft höchstwahrscheinlich eines im 18. Jahrhundert ins Deutsche übernommenen Begriffs. Das "Sa Sa" wurde in Frankreich als Hetzruf für Hunde verwendet (vermutlich aus ça = das). Somit ergibt sich die freie Deutung der Bezeichnung Tausendsassa mit "Tausend das und das".

    Heutige Bedeutung: Tausendsassa ist eine Bezeichnung für jemanden, der sich durch zahlreiche Begabungen auszeichnet.

    Der Ausdruck wird oft mit einem leicht kritischen Unterton bzw. einer kritischen Note gegenüber dem/der so bezeichneten Person verwendet.

    Hier mehr zum Thema "Tausendsassa" ► Heutige Verwendung ► Umfrage zur Verwendung ► Synonyme für Tausendsassa ► Artikel zum Thema "Stärken einsetzen" ► Videos zu Tausendsassas - zu Universalgenies

  • Silvester | Bedeutung

    Silvester – Bedeutung

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    Silvester | Bedeutung | Geister vertreiben und der Waldmensch

    Als Silvester wird in einigen europäischen Sprachen der 31. Dezember bezeichnet.

    Seine Herkunft verdankt das Fest Papst Silvester I. (314 - 335).Er ist der Heilige dieses Tages und gab so diesem Tag seinen Namen. Einer Legende aus dem 5. Jahrhundert zufolge heilte Papst Silvester I. Konstantin den Großen von der Lepra. Diese Hilfe war die Geburt des Begriffs Silvester.

    Die Volksbräuche am Endes des Jahres sind die Zukunftsdeutung für das kommende Jahr (z. B. durch Bleigießen) und die Vertreibung der bösen Geister durch Lärmen.

    Der Name Silvester kommt aus dem Lateinischen und heißt im Deutschen sinngemäß "Waldmensch". 

  • Schisslaweng - Bedeutung

    Schisslaweng – Bedeutung

    Schisslaweng - mit großer Leichtigkeit - Herkunft, Bedeutung

    Seine Herkunft verdankt Schisslaweng (auch Zislaweng) dem Französischen. Es ist nicht geklärt, ob es eine Verballhornung aus "ainsi cela vint" (so ging das vor sich) ist, oder ob es von "c'est le vent" (das ist der Wind) herrührt.

    • Definition 1: Auf jeden Fall bezeichnet der Berliner kleine, nicht näher definierte Zusätze oder Ergänzungen, die eigentlich unnötig sind, aber dem Ganzen eine Leichtigkeit oder etwas Besonderes verleihen, als Schisslaweng (auch Cislaweng). Zum Beispiel kann eine schnellgezogene Wellenlinie unter der eigenen Unterschrift als Schisslaweng bezeichnet werden.
    • Definition 2: Wer etwas "mit einem Schisslaweng" durchführt, der tut es mit Schwung, mit Unbeschwertheit, mit Leichtigkeit oder mit verblüffender Schnelligkeit. Zum Beispiel kannst du, wenn du geschickt bist, eine Dose mit einem Öffner aus der Schisslaweng öffnen.
  • Mit seinen Pfunden wuchern – Bedeutung

    Mit seinen Pfunden wuchern

    Mit seinen Pfunden wuchern – Bedeutung und Herkunft

    Diese Redewendung verdankt ihre Herkunft dem biblischen Gleichnis von Talenten als "anvertrauten Pfunden" (Matthäus 25, 14 ff.).

    In der Geschichte sollen mehrere Verwalter aus je einem Talent (Währungseinheit) noch mehr Talente machen. Deswegen bedeutet in allen europäischen Sprachen "Talent" so viel wie "Begabung". Martin Luther hat das "Talent" zuerst mit "Zentner", dann mit "Pfunden" übersetzt. 

    Das Wort "wuchern" in dieser Redewendung geht auf das altgermanische Wort Wucher zurück. Im Althochdeutschen für "wuochar", was soviel bedeutet wie Frucht, Nachwuchs oder auch Zinsgewinn. Es ging also ursprünglich um Vermehrung und Zunahme, zum Beispiel um den Gewinn von ausgeliehenem Geld. Erst mit der späteren Ableitung "Wucherer" im Mittelhochdeutschen für "übermäßiges Gewinnstreben oder das Nehmen von überhöhten Preisen oder Zinsen" bekam das Wort eine negative Bedeutung. 

    Bedeutung heute: Wenn jemand "mit seinen Pfunden wuchert", dann hat er seine Begabung, seine Fähigkeit bestmöglich eingesetzt bzw. alle  Möglichkeiten genutzt oder gut gewirtschaftet. 

  • Megäre – Bedeutung

    Megäre – Bedeutung

    Megäre: Bedeutung & Herkunft – nimm dich in Acht vor ihr!

    Die Herkunft des Begriffs "Megäre" in der deutschen Sprache verdanken wir der griechischen Mythologie. Sie ist eine der drei Erinnyen in der griechischen Unterwelt, dem Hades. Megäre, übersetzt ins Deutsche, würde so viel wie die "Neidische", die "eifersüchtige Rächerin" oder wörtlich „die Missgönnende“ bedeuten.

    Die drei Erinnyen sind grässliche Gestalten des Hades, die die Seelen der Verstorbenen quälen bzw. unterirdische Rachegöttinnen mit schlangenbedeckten Köpfen.

    Heute bezeichnet man eine wütende und böse Frau als "Megäre".

    Hier findest du Beispiele aus der Presse, bei denen Megäre eine Rolle spielt, sowie Synonyme und Artikel/Videos für den Umgang mit einer Megäre.

  • Diogenes Tonne Alexander

    Diogenes in der Tonne

    Diogenes in der Tonne – nimm deinen Schatten von mir, Alexander

    Diogenes von Sinope (ca. * 412, † 323 v. Chr.) war ein bedürfnisloser, antiker griechischer Philosoph. Ihre Herkunft verdankt die Redewendung "Diogenes in der Tonne" einer Anekdote.

    Es wird berichtet, dass Alexander der Große den in der Tonne wohnenden Diogenes besuchte und versprach, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Darauf antwortete Diogenes, er habe nur einen Wunsch, dass Alexander ihm aus der Sonne gehe. Eigentlich soll sein Wortlaut gewesen sein: "Nimm deinen Schatten von mir!“

    Als "Diogenes in der Tonne" bezeichnen wir heute einen bedürfnislosen Weisen bzw. Menschen.

  • Den Pelion auf den Ossa türmen – Bedeutung

    Den Pelion auf den Ossa türmen

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    Den Pelion auf den Ossa türmen –  Bedeutung – wenn Größenwahn schief geht

    Seine Herkunft hat diese Redewendung in der Odysse von Homer (11, 315). Hier türmen die zwei Riesen Otos und Ephialtes den Berg Pelion auf den Ossa, um den Olymp zu erstürmen.

    Das wurde zwar vereitelt, aber noch heute (wenn auch selten) sagen wir "Den Pelion auf den Ossa türmen", wenn man etwas Großes noch überbieten will. 

  • Der letzte Mohikaner Sprichwort

    Der letzte Mohikaner

    Der letzte Mohikaner – das Sprichwort – Bedeutung, Herkunft

    Die Redensart "Der letzte (der) Mohikaner" verdankt seine Herkunft dem 2. Band der Lederstrumpf-Romane des amerikanischen Schriftstellers J. F. Cooper (1789 - 1851), "The Last of the Mohicans".

    Der historische Stoff des Romans sind die Kämpfe zwischen Engländern und Franzosen zur Zeit des 7-jährigen Krieges (1756 - 63). Der Freund des Helden, Lederstrumpf (Natty Bumppo), ist nach dem Tod seines einzigen Sohnes Uncas der Letzte des Delawarenstammes der Mohikaner - sein Name ist Chingachgook.

    Wenn wir heute sagen, jemand sei "der letzte Mohikaner", dann meinen wir jemanden, der von vielen als einziger übrig geblieben ist oder der letzte, der sich für eine Sache wahrhaft engagiert. 

    Anders ausgedrückt meint das Sprichwort "Der letzte Mohikaner":

    Der letzte verbliebene Vertreter einer Gruppe, der einem Vorhaben oder einer Ansicht (eventuell trotz veränderter Umstände) die Treue hält.

  • Sisyphusarbeit – Bedeutung

    Sisyphusarbeit – Bedeutung

    Sisyphusarbeit – die Strafe für den gewinnsüchtigsten aller Menschen – Bedeutung, Herkunft

    Seine Herkunft verdankt das geflügelte Wort Sisyphusarbeit der Hadesstrafe des Sisyphus, von der Homer in der Odyssee berichtet.

    Sisyphus, des Äolus Sohn, war der König von Korinth. Er war verschlagen und schlecht und galt bei Homer als einer der gewinnsüchtigsten aller Menschen. Zur Strafe für seine Schlechtigkeit musste dieser mit Kopf und Händen ein Felsstück einen hohen Berg hinaufwälzen, von dem es aber immer wieder in die Tiefe rollte, sodass er wieder von vorn beginnen musste.

    Eine Sisyphusarbeit nennen wir heute eine besonders schwere und qualvolle Arbeit, die zur Erfolglosigkeit verdammt scheint und deshalb niemals zu einem Abschluss gebracht werden kann. Es heißt auch "Den Stein des Sisyphus wälzen", wenn etwas übermenschliche Anstrengungen nötig macht oder sich jemand vergeblich abmüht.

    Jim: "Dich sehe ich nur noch bei deinem Auto reparieren."
    John: "Ja, da sagst du was. Es kommt mir langsam vor wie eine Sisyphusarbeit."

  • Gazette – Bedeutung

    Gazette - Bedeutung

    Gazette – Bedeutung, Herkunft – eine Zeitung für eine venezianische Münze

    Herkunft: "Gazetta di Venezia" war ein italienisches, politisches Flugblatt im 16. Jahrhundert. Der Name "gazzetta" (venezianisch gazeta) ist eigentlich der Name einer venezianische Münze, zu deren Wert im 16. Jahrhundert das örtliche Nachrichtenblatt "Gazetta" verkauft wurde. Die Gazeta war die kleinste Münze in der damaligen Republik Venedig.

    Heutige Bedeutung: Die Gazette ist eine alte und heute eher ironische Bezeichnung für eine Zeitung. Wer für eine Gazette schrieb, wurde als Gazetier bezeichnet.

    Der Begriff Gazette ist in anderen Sprachen noch gebräuchlich und bezeichnet Zeitungen, die periodisch erscheinen, sowie Amtsblätter, also behördliche Mitteilungsblätter für amtliche Bekanntmachungen.

    Hier findest weitere Informationen rund um das Wort "Gazette" ► Gazette - Bedeutung ursprünglich ► Umfrage ► Synonyme zu Gazette ► Artikel und Anregungen zu den Themen "Schreiben" und "Lesen" 

  • Schicht im Schacht

    Schicht im Schacht

    Schicht im Schacht – Bedeutung und Herkunft des Bergbaubegriffs

    Die Redewendung "Schicht im Schacht" verdankt ihre Herkunft einer Wendung aus dem Bergbau. Mit Schicht im Schacht" wird hier das Ende einer Arbeitsschicht bezeichnet, nachdem die letzten Bergleute einer Schicht den Schacht verlassen haben.

    Wenn also "Schicht im Schacht" war, sollte auch der letzte Bergmann mit dem Förderkorb nach oben gefahren sein, denn sonst musste er  einen Tag bzw. bis zur nächsten Schicht im Bergwerk bleiben. Außerdem war die Zeit der Personenseilfahrt zeitlich begrenzt, denn die andere Zeit diente der Förderkorb der Materialbeförderung. 

    Heute nutzen wir den Ausspruch "Schicht im Schacht", wenn etwas zu Ende ist oder etwas beendet werden soll.  

    Hier findest du "Schicht im Schacht" erläutert: ► Heutige Verwendung ► Herkunft ► Synonyme ► Artikel zu "Erholung" ► Videos zum Thema

  • Wortschatz erweitern

    Wortschatz erweitern

    Den Wortschatz erweitern – 20 Übungen und Tipps

    Wir öffnen morgens die Augen und fangen an zu denken, zu schreiben oder zu sprechen. Wenn wir nicht gerade als Tiefseetaucher in der Nordsee arbeiten, kommunizieren wir, bis wir wieder ins Bett gehen und die Augen schließen.

    Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.

    Ein größerer Wortschatz hat viele weitere Vorteile. Aber was können wir unternehmen, um ihn mit Freude und Spaß zu erweitern? Damit auch für dich etwas dabei ist, zeigen wir 20 verschiedene Möglichkeiten auf. Viel Spaß beim Erweitern deiner Lexik.

  • Teufel Eichhörnchen

    Der Teufel ist ein Eichhörnchen

    Der Teufel ist ein Eichhörnchen – Vorurteile auch im Wald

    Wenn wir sagen "der Teufel ist ein Eichhörnchen", dann meinen wir, dass das Übel, die Gefahren oder Probleme mitunter in unscheinbarer oder harmloser Form auftauchen. Es ist ein Hinweis für sich selbst oder andere, vorsichtig zu sein. Es kann sich also etwas schnell ändern bzw. im Harmlosen steckt mitunter eine Gefahr.  

    Teufel ist ein Eichhörnchen – Herkunft und Bedeutung

    Das Eichhörnchen galt in früheren Zeiten, wo der Aberglauben noch vorherrschte, wegen seines roten Fells, seiner Haare am Ohr(die an Hörner erinnern) und seiner Gewandtheit als eine sichtbare Gestalt des Teufels. Denn genau diese Merkmale verbinden den Teufel und den kleinen Nager (siehe Bild). 

  • Schnöder Mammon – Bedeutung

    Schnöder Mammon

    Schnöder Mammon – ein Fürst der Hölle oder ein gefallener Engel? Bedeutung, Herkunft

    Seine Herkunft verdankt dieser Begriff den Evangelien des Matthäus und des Lukas, wo Mammon scheinbar personifiziert und Gott in dieser Form gegenübergestellt wird.

    Im späteren Faustbuch von Widmann ist "Mammon" zum Beispiel ein Fürst der Hölle, der die Geldverleiher und Wucherer regiert. Der englischer Dichter John Milton nannte 1667 in seinem Versepos "Das verlorene Paradies" einen gefallenen Engel Mammon. Im Theaterstück "Jedermann" des österreichischen Dichters Hugo von Hofmannsthal tritt der Dämon Mammon auf, der die Menschen zum Geiz verführt.

    Heutzutage nutzen wir dieses Wort noch in der Zusammenstellung "Schnöder Mammon", um verächtlich über Geld bzw. das Streben nach Geld zu sprechen.

    Jim: "Ich muss noch richtig Gas geben, um für dieses Jahr meinen Bonus zu bekommen."
    John: "Ja, ja. Alles dreht sich um den schnöden Mammon." 

  • Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung

    Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter

    Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter – Bedeutung, Herkunft

    Wenn wir uns nicht um das "Gekläff" von Kritikern kümmern und unbeirrt unsere Ziele anstreben, sagen wir auch "Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter".

    Es handelt sich um ein international verbreitetes Sprichwort (spanisch, indisch, kurdisch) und wird meist englisch zitiert als: "The dogs bark, but the caravan passes". 

    Die Herkunft der Redensart soll ein arabisches Sprichwort sein. Hunde gelten hier nicht sehr viel und Kamele hingegen werden als weise Tiere betrachtet.

    Wenn die Karawanen durch Asien oder Nordafrika zogen, dann schritten die großen Kamele stolz durch Ortschaften. Hunde, die sie freudig oder argwöhnisch anbellten, beeindruckten die Kamele wenig. Die Hunde bellten und die Karawane zog weiter. 

  • Unter uns Pastorentöchtern – Bedeutung

    Unter uns Pastorentöchtern – Bedeutung

    Unter uns Pastorentöchtern

    Die Redensart "Unter uns Pastorentöchtern" ist am Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommen. Seine Herkunft verdankt die Redensart wohl der Zimperlichkeit von manchen jungen Damen in Bezug auf das offene Aussprechen von derben Aussagen oder intimen Sachverhalten. Besonders den Töchtern von evangelischen Pastoren schrieb man die Eigenschaft zu, besonders fromm und züchtig zu sein, was wohl zu diesem ironischen Ausdruck führte. Eine Steigerung des Ganzen ist der Zusatz "katholische" also "unter uns katholischen Pastorentöchtern", die ja offiziell nicht häufig anzutreffen sind.

    Mit dieser umgangssprachlichen, ironischen Redensart entschuldigt man eine freie Aussprache oder einen derben Ausdruck, in der Hoffnung, dass das Gesagte nicht nach außen dringt.

    Wenn wir heute sagen "unter uns Pastorentöchtern", dann meinen wir "unter uns gesagt", "nur nicht zimperlich sein" bzw. "unter uns Eingeweihten". 

  • Judaskuss

    Judaskuss

    Judaskuss – Herkunft – der Kuss des Verrats

    Die Herkunft des sprichwörtlichen Judaskusses verdanken wir der Bibel. Judas Iskariot verriet Jesus, indem er ihn im Garten von Gethsemane küsste. So wussten die hohen Priester durch den Judaskuss, wer gefangen werden sollte (Matthäus 26, 48 f.).

    Deswegen wird heute ein

    geheuchelter Kuss oder eine andere derartige Geste, hinter der sich statt Zuneigung und Freundschaft vielmehr eine böse Absicht verbirgt,

    als "Judaskuss" oder "Todeskuss" bezeichnet.

    Übrigens: Die 30 Silberlinge, die Judas erhielt, brachte er am nächsten Tag zurück und erhängte sich. 

  • Prokrustesbett – Bedeutung, Herkunft

    Prokrustesbett

    Prokrustesbett – wer nicht passt, wird passend gemacht – Bedeutung, Herkunft

    Prokrustes war in der griechischen Mythologie ein Riese, der alle, die ihm in die Hände fielen, auf ein normales Bett legte. Waren sie für das Bett zu lang, wurden sie gekürzt. Waren die Gefangenen zu kurz, wurden sie gestreckt. Er machte die Gefangenen passend für das Prokrustesbett, bis er vom König von Athen Theseus getötet wurde.

    Im übertragenen Sinn nennen wir heute ein starres Schema, das schmerzhafte Anpassungen erfordert, ein "Prokrustesbett". 

    Aber auch eine unangenehme Lage, in die jemand hineingezwungen wird, nennen wir "Prokrustesbett". 

  • Memento mori – Bedeutung

    Memento mori

    Memento mori – der Mahnruf an alle – Bedeutung

    "Memento mori" war ein lateinischer Mahnruf. Er bedeutet so viel wie "Bedenke, dass du sterblich bist!".

    Die Herkunft lässt sich wie folgt erklären. Im antiken Rom gab es das Ritual, dass hinter dem siegreichen Feldherrn beim Triumphzug ein Sklave stand oder ging. Er hielt einen Lorbeerkranz über den Kopf des Siegreichen und mahnte ununterbrochen mit den folgenden Worten:

    "Memento mori." (Bedenke, dass du sterben wirst.)
    "Memento te hominem esse." (Bedenke, dass du ein Mensch bist.)
    "Respice post te, hominem te esse memento." (Sieh dich um und bedenke, dass auch du nur ein Mensch bist.)

    Jim: "Memento mori, sage ich nur."
    John: "Ja, es wäre schön, wenn hinter manchem Politiker jemand stünde und die alten Verse ständig aufsagen würde."

  • Einen Korb geben

    Einen Korb geben

    Einen Korb geben – wie gemein aber manchmal verständlich – Herkunft 

    Seine Herkunft verdankt die Redewendung "einen Korb geben" bzw. "einen Korb bekommen" der Zeit, in der die Frauen ihre Liebhaber zum Teil mit einem Korb zu sich hinaufziehen ließen.

    War der Liebhaber nicht mehr erwünscht, gab man ihm einen Korb mit brüchigem Boden oder ließ ihn in luftiger Höhe einfach hängen, um ihn so dem Gespött der Leute auszusetzen.

    Heutige Bedeutung:

    Heute verwenden wir diese Redewendung, wenn wir eine ablehnende Antwort auf ein Angebot geben.

    Beim Werben um einen Partner wird dieser Ausdruck häufig verwendet - also wenn wir jemandes Liebes- oder Heiratsantrag abweisen. 

  • Der Berg kreißte und gebar eine Maus

    Der Berg kreißte und gebar eine Maus

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    Der Berg kreißte und gebar eine Maus – Bedeutung

    Das Sprichwort "der Berg kreißte und gebar eine Maus" hat seine Herkunft im Werk "Ars poetica" des römischen Dichters Horaz (65 - 8 vor Christus).

    In ihm ist zu lesen: "Es kreißen die Berge, zur Welt kommt nur ein lächerliches Mäuschen". So wurde mit einem Schmunzeln darauf hingewiesen, dass es Menschen gibt, die Großes ankündigen, Großes versprechen und vorbereiten, aber kaum etwas Sichtbares dabei herauskommt. Das veraltete Wort "kreißen" bedeutet übrigens soviel wie "in den Geburtswehen liegen".

    Jim: "Die Politiker wollten doch vor der Wahl die Verwendung aller gesundheitsschädlichen Unkrautvernichtungsmittel verbieten."
    John: "Ja, und herausgekommen ist eine zeitliche Begrenzung bei einigen der vielen Mittel. Wie so oft – der Berg kreißte und gebar eine Maus."

  • Zampano - Bedeutung

     Zampano – Bedeutung

    Zampano - Angeber gab es schon immer - Bedeutung, Herkunft

    Die Bezeichnung "Zampano" verdankt ihre Herkunft dem Film La Strada (Das Lied der Straße) des italienischen Regisseurs Federico Fellini. Zampano ist eine der drei Hauptfiguren (gespielt von Anthony Quinn). Er ist ein lautstarker Prahler, der stets Eindruck schinden will und versucht anderen weiszumachen, er könne Unmögliches möglich machen.

    Wenn wir heute sagen, dass jemand "den großen Zampano spielt", dann meinen wir, dass der/die Betroffene zumeist laut und auffällig, scheinbar die Fäden in der Hand hat.

    Abgeleitet ist Zampano vom italienischen Wort "zampa" für Pfote oder Tatze und bezeichnet umgangssprachlich die Hand. 

  • Kakophonie – Bedeutung

    Frau strickt

    Kakophonie – Bedeutung – das klingt nicht gut, das ist nicht gut 

    Der Begriff Kakophonie kommt vom altgriechischen "kakós = schlecht" und "phōné = Laut, Ton, Stimme".

    Kakophonie = etwas ist/klingt disharmonisch oder schlecht

    Das Gegenteil zu Kakophonie ist die Euphonie. 

    Seine Herkunft verdankt der Begriff "Kakophonie" oder "Kakofonie" dem Bereich der Musik und der Literatur. Hier werden Laute oder Geräusche, die besonders hart, unangenehm oder unästhetisch klingen, als kakophon bezeichnet. Was gestern in der Musik noch als Kakophonie galt, ist kurze Zeit später häufig zum Ohrenschmaus geworden. Man denke nur an Jazz, Rock 'n' Roll oder Zwölftonmusik. Auch in der Klassik galten Werke von Richard Strauss (z. B. Elektra) oder Werke von Dmitri Schostakowitsch als kakophon.

    In der Sprachwissenschaft beschreibt Kakophonie schlecht klingende Laut- oder Wortfolgen (Beispiel "Jetztzeit"). In Gedichten werden hart klingende Wörter verwendet, um Kakophonien zu bilden, z. B. Wortzusammensetzungen mit schwer sprechbaren, geräuschstarken Konsonantenhäufungen wie "Strickstrumpf".

    Der Begriff Kakophonie wird auch verwendet, um Missklänge und Unstimmigkeiten zwischen Menschen zu beschreiben. So kritisierte der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder im Dezember 2002 Politiker der eigenen Koalition, die über Steuererhöhungen spekulierten, mit den Worten: "Diese Art von Kakophonie sei der gemeinsamen Politik absolut unzuträglich". In dieser Bedeutung von Kakophonie wurde der Begriff im Jahr 2002 zum Wort des Jahres auf den 4. Platz gewählt.

  • Danaergeschenk - Bedeutung

    Danaergeschenk

    Danaergeschenk – Bedeutung, Herkunft, das verflixte Geschenk

    Der Begriff Danaergeschenk stammt aus der griechischen Mythologie. Als Danaer bezeichnete man im Altertum einen griechischen Stamm der Peloponnes. Bei Homer waren sie ein Teil des Heeres der Achaier.

    Sprichwörtlich geworden sind die Danaer durch den römischen Dichter Vergil in Anspielung auf die berühmte List der Achaier mit dem Trojanischen Pferd: "Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen."

    Heute bezeichnet man mit "Danaergeschenk" ein Geschenk, das Unglück mit sich bringtoder sich für den Empfänger als unheilvoll und schadenstiftend erweist.

  • Kugelfuhr – Herkunft

    Kugelfuhr – Herkunft

    Kugelfuhr – Herkunft und Bedeutung des schwäbischen Begriffs

    Der Begriff "Kugelfuhr" (auch Gugelfuhr) wird vor allem im Schwäbischen verwendet. Kugelfuhr Bedeutung:

    Kugelfuhr bezeichnet eine schwierige oder umständliche Angelegenheit oder einen mühevollen Weg mit Hindernissen, Verzögerungen etc.

  • Man merkt die Absicht und man ist verstimmt

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt

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    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt | Bedeutung & Herkunft

    Wo kommt dieses geflügelte Wort her und wann benutzt man es? 

    Der Ausspruch "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt" hat seine Herkunft im Schauspiel "Torquato Tasso" von Johann Wolfgang von Goethe (II,1). Hier bemerkt der Titelheld: "... und wenn sie auch die Absicht hat, den Freunden wohlzutun, so fühlt man Absicht, und man ist verstimmt."

    Heute verwenden wir das Zitat "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt", wenn wir ein allzu durchsichtiges Tun kommentieren, in dem man sehr deutlich persönliche Interessen erkennt. 

  • Hanebüchen

    Hanebüchen

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    Was bedeutet hanebüchen? Bedeutung, Herkunft, Synonym

    Mit dem Begriff "hanebüchen" bezeichnen wir eine Idee oder Handlung, die wir als abwegig, haarsträubend, grotesk oder empörend bewerten.

    Warum hanebüchen, woher kommt hanebüchen? Hier findest du hanebüchen erläutert: ► Bedeutung & heutige Verwendung ► Herkunft und Geschichte des Begriffs ► Umfrage ► Synonyme ► Wie erkenne ich Hanebüchenes ► Video-Erläuterung

  • Heller als tausend Sonnen - Herkunft und Bedeutung

    Heller als tausend Sonnen - Sprichwort

    Heller als tausend Sonnen – Herkunft und Bedeutung – dann war sie wohl recht hübsch

    Seine Herkunft verdankt das geflügelte Wort "heller als tausend Sonnen" der hinduistischen Religion. In ihr wird die Allgöttin Devi als wunderschöne Frau beschrieben, deren Antlitz heller als tausend Sonnen scheint. Es heißt, dass sie durch ihr Blinzeln das Universum neu erschaffen kann.

    Bedeutung:

    Wenn jemand besonders attraktiv ist, dann sagen wir, sie oder er scheint "heller als tausend Sonnen".

    Leider gibt es eine weitere Bedeutung, die durch die beteiligten Forscher an den ersten Atombombentests entstand. Es beschreibt den entstehenden Atomblitz einer gezündeten Atombombe. Das Buch "Heller als Tausend Sonnen" des Berliner Autors Robert Jungk befasst sich genau mit diesem Thema. 

  • Mea culpa – Bedeutung

    mea culpa 564

    Mea culpa – durch meine Schuld  – Bedeutung, Herkunft 

    Seine Herkunft hat der Ausspruch "mea culpa" im katholischen Schuldbekenntnis (Confiteor). Hier heißt es: "... quia peccavi nimis cogitatione, verbo, opere et omissione: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa …"

    Aus dem Lateinischen übersetzt heißt es:  "… ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld …"

    Beim Beten schlagen sich die Gläubigen zum Zeichen der Reue dabei drei Mal an die Brust.

    Heute benutzt man den Ausspruch "Mea culpa", um sich für etwas zu entschuldigen - manchmal ist es Ernst gemeint und mitunter mit einem "Augenzwinkern", also ironisch.

    Beispiel: "Du sagst, dir gefällt diese Erklärung nicht. Mea culpa, mea maxima culpa!" 

  • Amazone – Bedeutung

    Amazone Statur

    Amazone – Bedeutung, Herkunft & wie war das mit der Fortpflanzung? 

    Eine Amazone ist in der griechischen Mythologie eine Angehörige des kriegerischen Reiterstammes der Amazonen. Dieses Volk soll den Sagen zufolge in Kleinasien unterwegs gewesen sein und nur aus Frauen bestanden haben. 

    Heute kann der Begriff Amazone verschiedene weitere Bedeutungen haben:

    • Reiterin bzw. Turnierreiterin 
    • hübsche, sportliche Frau
    • betont männlich bzw. selbstbewusst/kämpferisch auftretende Frau
    • Figur im Märchenschach 
    • Asteroid des Hauptgürtels
    • Reitkleid für Frauen (veraltet)
    • in Amerika verbreiteter Papagei

    In den Gräbern von Amazonen fand sich eine aufschlussreiche Besonderheit...

  • Alma Mater – Bedeutung

    Mutter-Kind Statue

    Alma Mater – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Alma Mater (lat. alma "nährend, gütig" und mater "Mutter") ist eine im europäischen und nordamerikanischen Raum gebrauchte Bezeichnung für Universitäten bzw. Hochschulen. Da die Studenten dort im übertragenen Sinne mit Bildung und Wissen genährt werden, entstand das Bild der Universität als "nährende/gütige Mutter". 

    Herkunft und Entwicklung des Begriffs

    Zurück geht der Begriff auf das Römische Reich. Dort war die alma mater eine nährende, segenspendende Göttermutter und hieß deswegen oft auch Magna Mater ("große Mutter").

    Im Mittelalter wurde der Ausdruck dann häufig für die Gottesmutter Maria gebraucht. 

    Im bildungssprachlichen Kontext taucht der Begriff dann erstmals im 12. Jahrhundert auf. Die im Jahr 1135 gegründete Universität in Bologna, die älteste Europas, entwickelte damals das Motto "Alma mater studiorum". Davon inspiriert findet sich der Ausdruck Alma Mater noch heute in vielen Universitäten im deutschsprachigen Raum, z. B. bei der Alma Mater Lipsiensis (Universität Leipzig). 

  • Als Prügelknabe herhalten – Bedeutung

    Hammer durchgestrichen

    Als Prügelknabe herhalten – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Wenn jemand für etwas beschuldigt bzw. bestraft wird, das er nicht oder nur mit zu verantworten hat, dann muss er "als Prügelknabe herhalten".

    Zur Herkunft: Diese Redewendung kommt aus der Zeit, als an jungen Edelleuten des englischen und französischen Königshauses die übliche Prügelstrafe nicht vollzogen werden durfte. An ihrer Stelle mussten arme Kinder, die für diesen Zweck "gehalten" wurden, die Schläge auf sich nehmen. Der Schuldige musste als Strafe bei der Prozedur zusehen, die von Rechts wegen eigentlich ihm galt. 

    Heute wird der Ausdruck häufig benutzt um zu beschreiben, dass eine Person oder Personengruppe, besonders oft für Probleme oder negative Vorfälle verantwortlich gemacht (und teils auch bestraft) wird, obwohl die Umstände nicht geklärt sind bzw. er oder sie unschuldig ist. 

  • Anagramm – Bedeutung

    Anagramm

    Anagramm – Bedeutung, Beispiele und Übungen

    Ein Anagramm (von griechisch anagráphein = umschreiben) bezeichnet eine Buchstabenfolge, die aus einer anderen Buchstabenfolge nur durch die Umstellung der Buchstaben gebildet wird. Das Anagramm wird auch "Letterwechsel" oder "Schüttelwort" genannt.

    Ein Beispiel ist das Wort "Lampe", welches ein Anagramm zu "Ampel" und "Palme" ist. Das Umstellen der Buchstaben nennt man Anagrammieren. 

  • Höhle des Löwen - Bedeutung

    Höhle des Löwen

    Höhle des Löwen - Bedeutung, Herkunft - sei ein Fuchs, sonst endet das böse 

    Die Höhle des Löwen ist ein Ausdruck, der seine Herkunft der Fabel "Der Fuchs und der alte Löwe" des griechischen Dichters Aesop verdankt. 

    In dieser Fabel fragt der alte Löwe den Fuchs, warum er nicht in die Höhle komme, um ihn zu besuchen. Darauf antwortet der Fuchs: "Weil ich viele Spuren hineinführen aber wenige herauskommen sehe."

    Die Höhle des Löwen ist ein Ort, wo wir uns in Gefahr wähnen bzw. in Gefahr sind. Darauf geht auch der Ausspruch zurück: "Die Spuren schrecken ab" - im Sinne eines warnenden Zeichens. Dieser Ausspruch wurde früher oft lateinisch zitiert: "Vestigia terrent." 

  • Geh, wo der Pfeffer wächst - Bedeutung

    Geh hin, wo der Pfeffer wächst

    Geh, wo der Pfeffer wächst - 7.000 km könnten gerade reichen - Bedeutung, Herkunft

    Eigentlich müsste es heißen "Geh hin, wo der Pfeffer wächst", aber gesagt wird es häufig anders. Seine Herkunft verdankt diese Redensart jener Zeit, als der Seeweg nach Indien entdeckt wurde. Mit dieser Entdeckung wurden allerlei Gewürze zum Handelsobjekt, wie z. B. der Pfeffer.

    Wenn man also eine unangenehme Person dahin wünscht, "wo der Pfeffer wächst", will man sie nach dem entlegensten Ort in der Welt schicken und Indien als Ursprungsland des Pfeffers ist da doch ein idealer Ort - immerhin von Deutschland über 7.000 km entfernt.

    Übrigens: Nach der beißenden Wirkung des Pfeffers spricht man auch von "Pfeffern" ("Hineinpfeffern", "Draufpfeffern"), wenn man heftig auf etwas einwirkt, z. B. durch Schlagen, Schießen und Ähnliches. 

  • Auf Granit beißen – Bedeutung

    Auf Granit beißen – Bedeutung

    Auf Granit beißen – Vorsicht vor Zahnverlust, Bedeutung und Herkunft

    "Bei jemandem auf Granit beißen" oder "auf Granit beißen" verdankt seine Herkunft dem grobkristallinen magmatischen Tiefengestein Granit. Es ist eine der härtesten Gesteinsarten. Wenn wir also bei jemandem oder bei etwas auf Granit beißen, dann stoßen wir auf extrem starken Widerstand mit einem Anliegen, einer Idee oder einer Bitte. 

  • Perlen vor die Säue werfen – Bedeutung

    Perlen vor die Säue werfen

    Perlen vor die Säue werfen – Bedeutung – Was sollen die damit?

    Das Sprichwort "Perlen vor die Säue werfen" verwenden wir heute, wenn wir wertvolle Dinge an jemanden verschwenden, der diese nicht zu schätzen weiß.

    Diese Redewendung verdankt ihre Herkunft der Bibel. Im Evangelium nach Matthäus 7,6 heißt es: "Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.“

    Bedeutung des Ausdrucks

    In der byzantinischen Kirche wurden "Perlen" interpretiert als das geheiligte Brot, das in kleine Bröckchen zerkrümelt wird, sodass die angegebene Bibelstelle aussagen könnte, dass den Säuen kein geheiligtes Brot vorgeworfen werden soll. 

    Unsere Deutung: Aus unserer Sicht mahnte Jesus, alles Heilige, also auch Glaubensangelegenheiten, nicht mit den Menschen zu teilen oder zu diskutieren, die es nicht zu schätzen wissen.

  • Manschetten haben – Bedeutung

    Manschetten haben

    Manschetten haben – nur für Zärtlinge? Bedeutung, Herkunft 

    Seine Herkunft verdankt die Redensart "Manschetten haben" den studentischen Kreisen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

    In dieser Zeit hinderte die Mode der überfallenden Manschetten den Gebrauch des Degens im Kampf. Wer also Manschetten trug, der konnte sich nicht schlagen, sondern war ein "modischer Zärtling" bzw. würde man heute sagen "ein Weichei".

    Wenn jemand Angst, Furcht oder all zu großen Respekt hat, sagen wir heute auch: "Er hat Manschetten". 

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