Ich wittre Morgenluft – die Chance riechen – heutige Bedeutung
Seine Herkunft verdankt die Redensart "Ich wittre Morgenluft" einer Schlegel-Tieck-Übersetzung aus Shakespeares Hamlet (I,5).
Sie geht zurück auf den Ausspruch des Geistes von Hamlets Vater "But soft! Me thinks I scent the morning air" (Doch still, mich dünkt, ich wittre Morgenluft).
Bei Shakespeare ist der Ausdruck wörtlich gemeint, da der Geist bei Anbruch des Tages verschwinden muss.
Heutige Bedeutung
Wir verwenden heute den Ausspruch "ich wittere Morgenluft" in übertragener Bedeutung und meinen, dass wir "die eigene Chance wittern" oder "für ein Vorhaben einen günstigen Verlauf voraussehen".
Die Redewendung steht für Optimismus, Hoffnung und die Erwartung eines bevorstehenden Erfolgs. Wenn jemand Morgenluft wittert, glaubt er, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sei, seine Wünsche oder Interessen durchzusetzen. Es ist ein Gefühl, dass eine Chance oder ein Vorteil in greifbarer Nähe sei.
Beispiele für die heutige Verwendung von "Ich wittere Morgenluft"
- "In der Wirtschaft wittern viele Morgenluft, wenn es um neue Technologien geht." (Quelle: Wirtschaftswoche)
- "Nach der Halbzeitpause kam die Mannschaft zurück aufs Feld, als würde sie Morgenluft wittern." (Quelle: Kicker)
- "Mit dem neuen Jahr wittre ich Morgenluft für unsere Pläne." (Quelle: Der Spiegel)
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Synonyme für "Ich wittere Morgenluft"
- Ich spüre eine Veränderung
- Ich fühle einen Neuanfang
- Eine neue Gelegenheit zeigt sich
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Worttrennung "Ich wittere Morgenluft"
- Singular: Ich·wit·tere·Mor·gen·luft
Was bedeutet "Ich wittere Morgenluft" auf Englisch und in anderen Sprachen?
- Englisch: I sense a new dawn
- Französisch: Je sens un nouveau jour
- Italienisch: Avverto una nuova alba
- Spanisch: Percibo un nuevo amanecer
- Türkisch: Yeni bir şafağın kokusunu alıyorum
- Esperanto: Mi flaras novan tagiĝon
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