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Wie und warum die Komfortzone erweitern? So vergrößern Sie mit Freude und ohne Überforderung Ihren Spielraum im Leben

Ich wollte immer ein wenig angstfreier leben. Denn Angst schränkt den Aktionsradius ein. Angst verhindert, dass wir neue Wege gehen, Neues wagen und Mögliches anstreben. Angst raubt Energie und Lebensqualität.

Angst ist manchmal ein guter Ratgeber - in den meisten Fällen aber nicht. Dann bleiben wir lieber in unserer Komfortzone. Da fühlen wir uns sicher. Da kann nichts passieren.

Aber was können wir tun, um die Komfortzone zu verlassen und zu vergrößern? Mir hat das 3-Sektoren-Modell geholfen, um innere Bremsen zu lösen und Ängste zu verkleinern.

 
 

 

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Das 3-Sektoren-Modell

Das Modell geht davon aus, dass uns 3 Zonen umgeben. Es sind die Komfortzone, die Wachstumszone und die Panikzone, die uns Menschen umgeben. Lesen Sie, warum das Kennen und das Erweitern einzelner Zonen uns als Persönlichkeit voranbringen, wir sogar resilienter werden und wir über uns Neues lernen. 

Punkt 2

Die Komfortzone

Hier fühlen wir uns wohl. Alles geht uns leicht von der Hand, wir müssen uns nicht besonders anstrengen, brauchen kaum nachzudenken. In diesen Bereich gehören Tätigkeiten wie Autofahren, Routinearbeiten, die Zone unserer Familie und Freunde, unser vertrauter Wohnort. Es fühlt sich vertraut und sicher an.

Ein passendes Zitat über das Thema Komfortzone stammt von Vincent van Gogh:

"Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?"

Punkt 3

Die Wachstumszone

In der Wachstumszone liegt die Chance zu wachsen. Wir betreten die Wachstumszone, wenn wir unbekanntes Terrain betreten. Hier wird es schwieriger, denn wir brauchen Energie, fühlen eventuell Verunsicherung oder gar etwas Angst.

Der Schritt ist aber wertvoll, denn für die Wachstumszone gilt:

Das können wir schaffen!

Mit einem Quäntchen Mut können wir hier eintreten und gewinnen. Und, oh Wunder, beim zweiten Mal finden wir das neue Vorhaben oder die neue Aktivität bereits leichter. Beim dritten oder vierten Mal erleben wir:

"Nun umfasst unsere Komfortzone auch diesen Bereich. Ich habe kein Herzklopfen mehr und auch weitere Angstreaktionen bleiben aus."

Dann darf es weiter gehen und die Frage heißt: Neue Herausforderung, wo bist du?

Tipps für den Eintritt

Wir sollten Reisen in die Wachstumszone möglichst nur bei emotionaler Stabilität und körperlichem Wohlbefinden durchführen. Machen Sie sich bewusst: Fehler sind erlaubt, ja, sie müssen fast geschehen, wenn wir uns hinauswagen.

Der Lohn ist groß

Expeditionen in die Wachstumszone werden mit erweiterter Kompetenz und gesteigertem Selbstwertgefühl belohnt.

"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."

Lucius Annaeus Seneca

Punkt 4

Die Panikzone

Soweit sollten wir die Komfortzone nicht ausdehnen: Überschreiten wir bei ungewohnten Aufgaben eine bestimmte Schwelle, betreten wir die Panikzone. Wir erleben negativen Stress, den Distress. Wir schaffen es kaum oder nur mit Glück, wir fühlen uns extrem unsicher. Oftmals scheitern wir, weil wir es eine Nummer zu groß versucht haben. Der Frust wächst.

Was nützt es einem einsamen Mann, wenn er seine Komfortzone verlassen möchte und Frauen ansprechen will, ihm dabei aber die Stimme versagt? Das nächste Mal wird dann wahrscheinlich nicht einfacher, es zu probieren. Der Schritt in die Panikzone kann sogar mit einem verminderten Selbstwertgefühl und folglich einer kleineren Komfortzone enden.

Von daher raten wir davon ab, Herausforderungen in der Panikzone zu suchen.

Gegenspieler limbisches Gehirn

Es gibt einen Gegner, der versucht, uns den Weg aus der Komfortzone zu versperren. Es ist das limbische Gehirn. Diesen Gegenspieler gilt es zu beachten, um den Weg aus der Zone zu gehen.

Das limbische Gehirn, oder auch limbische System, ist der Teil unseres Gehirns, in dem vereinfacht gesagt der Schutzmechanismus vor Gefahren und Veränderungen angelegt ist. Bewährtes und Vertrautes wird hier mit "gut und sicher bewertet", Neues hingegen mit "Vorsicht und Gefahr". Angst entsteht.

 

 

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Punkt 5

Warum sollten wir noch unsere Komfortzone verlassen?

Ängste kennen lernen und überwinden

In der Wachstumszone werden wir hin und wieder mit unseren Ängsten konfrontiert. Bereits wenn wir einen anderen Weg zur Arbeit fahren, können leichte Unsicherheiten auftreten.

Alles Neue enthält sowohl Anreiz als auch Angst.

Wenn Sie sich in der Wachstumszone, also in einem gut beherrschbaren Bereich, diesen Ängsten stellen, lernen Sie diese kennen und werden mutiger. Dann kommt es zu einem doppelten Effekt:

  • Lerngewinn und
  • Angstverlust.

Nebenbei bemerkt: Ohne Angstgefühle nehmen wir auch unsere Intuition deutlicher wahr - ein weiterer Gewinn.
 

Mehr Selbstvertrauen

Je öfter wir unsere Komfortzone vergrößern, umso mehr Selbstvertrauen bauen wir auf. Wie bereits erwähnt, sollte dieses Verlassen mit Bedacht und weise geschehen. Selbst wenn wir einen leichten Misserfolg beim Dehnen der Komfortzone erfahren sollten, so ist doch bereits der Mut, die Zone verlassen zu haben, der wirkliche Erfolg. Bitte bedenken wir immer, dass der Weg zum Erfolg häufig über Misserfolge führt. Wer Angst vor Misserfolgen hat, reduziert quasi drastisch die Chance je Erfolg zu haben. Einen Betrag zu diesem Thema können Sie ebenfalls auf blueprints lesen. -> Wie Misserfolge uns stärken

Mehr Flexibilität

Mit der Ausweitung der Komfortzone, sprich der Ausdehnung der Kompetenzen in Verbindung mit einer Reduzierung der Ängste, schaffen wir eine höhere Flexibilität: Vielfältigere Möglichkeiten, auf die Anforderungen und Probleme des Alltags zu reagieren.

Mit anderen Worten: Unser Werkzeugkasten füllt sich mit den unterschiedlichsten Instrumenten, die wir somit je nach Herausforderung und Problem einsetzen können.

Spaß und Spannung

Außerdem kann die spielerische Ausweitung der Komfortzone für eine Menge Vergnügen und Nervenkitzel im Leben sorgen. Vielleicht trauen Sie sich mitten auf der Straße ein Kunstwerk zu malen und davor einen Hut aufzustellen - Sie werden noch Ihren Enkeln oder Urenkeln davon erzählen! 

Literatur zum Thema

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Die Komfortzone erweitern, hilft uns Menschen das Selbstvertrauen zu stärken.

Punkt 6

Übungen, um die Angst zu reduzieren, die Komfortzone zu verlassen und damit zu erweitern

Im Grunde genommen geht es bei der Erweiterung der Komfortzone um die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen oder zu wagen. Schon kleine Dinge und Übungen können dabei erstaunliche Effekte bewirken und helfen, das Selbstwertgefühl zu stärken.

Kopf-Kino: Was wäre der schlimmste Film und was der beste

Was sehr hilfreich sein kann, ist eine bewusste Reise bzw. ein Film, der zeigt, was schlimmstenfalls passieren kann. Überlegen Sie sich, was es ist und stellen Sie es sich in einem lebendigen Film vor.

In den meisten Fällen werden Sie feststellen, dass das Schlimmste, was passieren kann, eigentlich kann gar nichts Schreckliches ist. Es kann aber auch ein wirkliches Problem sein, das uns Tag für Tag beschäftigt.   

Im zweiten Schritt überlegen Sie, wie der beste Film aussehen könnte. Tanken Sie Mut und Realismus, um mit der Zeit den Weg mutig zu gehen. 

"Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken."

Marcus Aurelius

Punkt 7

Tipps, Ideen und Beispiele, wie Sie Ihre Komfortzone verlassen

Für Starter

  1. Schreiben Sie einen Leserbrief
  2. Halten Sie einen Vortrag
  3. Gehen Sie alleine essen
  4. Verzichten Sie eine Woche auf das Handy
  5. Reklamieren Sie im Lokal das Essen (falls es nicht gut war)
  6. Fragen Sie jemanden Fremden um Rat

Der nächste Schritt

weiten Sie Ihre Ziele und Vorhaben ein wenig aus:

  1. Sprechen Sie Ihren Vorgesetzten an und bitten ihn um eine neue, herausfordernde Aufgabe
  2. Singen Sie ein Lied beim Spaziergang durch die Fußgängerzone
  3. Machen Sie jemandem Wildfremden ein ernstgemeintes Kompliment
  4. Verzichten Sie zwei Wochen auf das Fernsehen
  5. Einem Fremden etwas erzählen, was Sie bisher lieber verheimlicht haben

Bis an die Grenze

  1. Führen Sie ein Kunststück in der Fußgängerzone vor
  2. Halten Sie eine freie Rede auf dem Marktplatz vor Menschen, die Sie nicht kennen
  3. Trampen Sie (als Mann) in eine europäische Hauptstadt
  4. Probieren Sie einen Fallschirmsprung
  5. Suchen Sie eine neue Stelle
  6. Schreiben Sie ein Buch
  7. Stellen Sie sich bewusst einer Angst 

"Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen. Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten."

Mark Twain

Punkt 8

Komfortzone verlassen ganzheitlich betrachtet

Dimitrij Gawrisch verweist in einem Beitrag zur Komfortzone in punktmagazin.ch darauf, dass viele Unternehmen vom Arbeitnehmer heutzutage ständig fordern, dass dieser eine ständige Flexibilität auf allen Ebenen an den Tag legen müsse. Dies führe früher oder später zu Überforderung und Erschöpfung. Er plädiert stattdessen dafür, wieder öfter die Bequemlichkeit neu schätzen zu lernen, wenn sich ein Mensch nun in der jeweiligen Komfortzone glücklich fühlt.

Auch diesen Aspekt betonen wir auf blueprints: Jede Empfehlung gilt nur in einem gewissen Rahmen und ist abhängig von einer ganzheitlichen Sicht auf uns als Mensch. Wir sollten nur neue Ufer anstreben, wenn wir mit dem gegenwärtigen Zustand unzufrieden sind. Dabei gilt es, stets zu prüfen, ob wir durch die Veränderung eine Verbesserung unseres Lebens erfahren oder ob wir stattdessen in eine Stressspirale der Selbstoptimierung geraten.

Dieses Urteil hängt auch davon ab, was wir als "besser" anstreben. Nicht für jeden ist ein Leben auf der Couch das Non-Plus-Ultra eines sinnerfüllten Lebens.

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 Zusammenfassung: Die Komfortzone erweitern

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Dehnen Sie Ihre persönlichen Grenzen nach und nach aus, um ein angstfreieres Leben zu führen und weiten Sie Ihre Komfortzone aus, um mehr Möglichkeiten im Leben zu haben. Aber bleiben Sie in dem Bereich, in dem Sie "aufgeregte Freude" empfinden.

Unser Download stellt Ihnen die Ideen zum Verlassen der Komfortzone zum bequemen Ausdruck zur Verfügung:

 

 

Dimitrij Gawrisch verweist in einem Beitrag zur Komfortzone auf punktmagazin.ch darauf, dass viele Unternehmen vom Arbeitnehmer heutzutage ständig fordern, dass dieser eine ständige Flexibilität auf allen Ebenen an den Tag legen müssen. Dies führe früher oder später zu Überforderung und Erschöpfung. Er plädiert stattdessen dafür, wieder öfter die Bequemlichkeit neu schätzen zu lernen, wenn sich ein Mensch nun in der jeweiligen Komfortzone glücklich fühlt.
Auch diesen Aspekt betonen wir auf blueprints: Jede Empfehlung gilt nur in einem gewissen Rahmen und ist abhängig von einer ganzheitlichen Sicht auf mich als Mensch. Wir sollten nur neue Ufer anstreben, wenn wir mit dem gegenwärtigen Zustand unzufrieden sind. Dabei gilt es, stets zu prüfen, ob wir durch die Veränderung eine Verbesserung unseres Lebens erfahren oder ob wir stattdessen in eine Stressspirale der Selbstoptimierung geraten. 
Dieses Urteil hängt auch davon ab, was wir als "besser" erstreben. Nicht für jeden ist ein Leben auf der Couch das Non-Plus-Ultra eines sinnerfüllten Lebens.

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