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psychohygiene


Wie funktioniert Psychohygiene? 3 einfache, wirksame Schritte

Die Seele leidet und der Körper schreit auf. So lässt sich umgangssprachlich der Wirkmechanismus der Psychosomatik erklären. Damit das nicht passiert, sollten wir uns regelmäßig um unsere seelische Gesundheit bemühen. Mit Hilfe der Psychohygiene lernen wir, wie Teufelskreise durchbrochen werden, Stress reduziert wird und wir der Psyche eine Pause gönnen. Wir lösen uns von unnötigem Ballast und tun etwas für unsere seelische und körperliche Gesundheit. Häufig ist nämlich der Grund für unsere körperlichen Probleme, wie Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen, unsere psychische Belastung. Lesen Sie hier, was Sie tun können, wie Psychohygiene funktioniert und welche einfachen Übungen zu Ihnen passen.    

 
 

Um seelisch stark und gesund zu bleiben

Wir verstehen unter Psychohygiene etwas, das jeder von uns täglich vornehmen sollte. Genauso wie das Zähneputzen oder das Frühstück. Psychohygiene verhilft so zu mehr Selbsterkenntnis und einem höheren Selbstwertgefühl. Lesen Sie auch den blueprints-Beitrag Selbstwertgefühl stärken - die 6 Säulen und 6 Übungen

"Solange alles funktioniert, nehmen wir kaum Kenntnis davon. Aber wenn die seelische Gesundheit angeschlagen ist, merken wir die massiven Auswirkungen auf unseren Alltag - auf unsere Lebensqualität."

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Was können wir tun?

Hilfreiche Wissensinhalte und Übungen hierzu kommen aus der Psychohygiene, der Lehre von der Erhaltung der seelischen Gesundheit. Bereits 1901 prägte der deutsche Psychiater Karl Robert Sommer (1864 - 1937) den Begriff Psychohygiene.

Er gründete den Deutschen Verband für Psychohygiene und die Gesellschaft für experimentelle Psychologie und 1907 entwarf er ein grundlegendes Programm. Es ging dabei um die Verhütung von Geistes- und Gemütskrankheiten, die optimale Behandlung, Pflege und Überwachung der Geistes- und Gemütskranken sowie die Aufklärung über die Bedeutung der seelisch-geistigen Anomalien. 

DUDEN Definition Psychohygiene

Wissenschaft und Lehre von der Erhaltung der psychischen und geistigen Gesundheit als Teilgebiet der angewandten Psychologie

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Was sollten wir eigentlich reinigen?

Es ist der ganze Gedankenunrat, den wir im Alltag mit uns rumschleppen. Es sind unsere Sorgen, Neid- und Wutgefühle, Selbstkasteiungen und Ängste.

Unsere schnelllebige, dynamische Zeit führt bei vielen dazu, dass wir diese Gedankenzustände zu häufig und zu intensiv mit uns herumtragen. Da hilft nur das tägliche Aufräumen - tägliche psychische "Reinigung". 

"Was jemand von sich selber denkt, das bestimmt oder vielmehr zeigt an, was sein Schicksal ist."

Henry David Thoreau

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Wie erreichen wir Psychohygiene? - die 3 Schritte 

Wir erreichen Psychohygiene durch Bewusstmachung und stete Prüfung. Hilfreich und wirksam ist die schriftliche Auseinandersetzung mit uns selbst sowie der Austausch über unsere Gedanken mit anderen. Folgende drei Schritte können wir Ihnen dazu wärmstens empfehlen.

Schritt 1: Aufspüren und analysieren

Als Erstes müssen wir unseren Gedankenunrat aufspüren. Achtsamkeit lautet hier das Schlüsselwort. Erkennen Sie den Moment, wenn Sie schlechte Gefühle oder Emotionen überkommen.

Analysieren Sie die Ursache und notieren Sie Ihre Erkenntnisse. Als Hilfestellung können die folgenden Fragen dienen:

  1. Was hat mir heute Sorgen bereitet?
  2. Welche Situation hat mich heute am stärksten psychisch belastet?
  3. Wovor hatte ich heute Angst?
  4. Worüber habe ich mich heute geärgert?

"Nur die allergescheitesten Leute benützen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst."

Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach  

Schritt 2: Einschätzung der Gedanken

Wenn Sie die obigen Fragen aus Ihren Aufzeichnungen und Ihren Erinnerungen heraus beantwortet haben, gehen Sie einen Schritt weiter.

Überprüfen Sie im zweiten Schritt jede Ihrer Antworten.  Fragen Sie sich bitte: War der negative Gedanke jeweils

  • berechtigt,
  • unberechtigt oder
  • sinnvoll?

Ein einfaches Ja oder Nein genügt. Tipp: Führen Sie eine Strichliste.

Schon nach einigen Wochen der Übung sollten Sie deutliche positive Effekte feststellen. Natürlich kommen immer wieder mal neue Sorgen und Ängste hinzu, aber ein Großteil unserer täglichen Belastungen sind permanente Begleiter. Und hier erreichen wir Verbesserungen durch stetige Bewusstmachung und Entlarvung der Unnötigkeit dieses Kopfkinos

 

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Zu starke psychische Belastungen im Alltag sind auf Dauer gefährlich.  

"Unsere Gedanken haben eine ungeheure Kraft. Es ist in unsere Entscheidung gelegt, diese Macht zu unserem Nutzen oder Schaden einzusetzen. Mit der Kraft der Gedanken bestimmen wir nicht nur über Gesundheit und Krankheit, sondern unsere Gedanken sind unser Schicksal. Das ist eine Gesetzmäßigkeit, der sich keiner entziehen kann; aber gleichzeitig eine wunderbare Chance."

William James

 

Schritt 3: Schutzcreme auftragen

Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, empfehlen wir Ihnen die folgende Ergänzung.

Notieren Sie täglich:

  1. Was war heute schön?
  2. Wofür kann ich dankbar sein?

Das ist gewissermaßen die Schutzcreme, die Sie sich bei Ihrer Psychohygiene gönnen.

Die Innenschau, das Betrachten des eigenen Innenlebens, der inneren Probleme, führt oftmals zu ihrer Auflösung.

Dabei wünschen wir Ihnen viel Erfolg und immer beste körperliche und seelische Gesundheit. 

"Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen."

Aus Indien

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