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Die geheimnisvolle Macht der Gedanken - Wie wir sie richtig nutzen!

Die Kraft unserer Gedanken ist mächtig, geheimnisvoll und faszinierend. Lesen Sie Hintergründe, Übungen und die Gedanken großer Denker. Doch es ist möglich für das eigene Leben noch einen Schritt weiter als das Übliche zu gehen.

 

Die Macht der Gedanken richtig nutzen

Die Kraft unserer Gedanken ist der richtungsgebende Ausgangspunkt für viele Ergebnisse und Erlebnisse in unserem Leben. Am Anfang steht die Idee zu einem Vorhaben oder einer Veränderung. Von diesem Punkt aus kommen wir ins Tun. Doch das ist noch längst nicht alles, was unsere Gedanken bewirken können.

Um an einem Vorhaben oder einem Ziel dranzubleiben, können wir ebenfalls die Macht der Gedanken nutzen: Denken wir stets an das Scheitern unseres Projektes oder haben wir eine realistische Einstellung und Begeisterung für das Projektes. Das macht einen großen Unterschied, denn im letzteren Fall sind wir nicht nur motivierter, sondern auch unsere Grundeinstellung führt zu einem glücklicheren Leben und eher zu erfolgreichen Projekten.

All das sind Gründe, die Macht der Gedanken zu nutzen. Doch wie lenken wir die Bilder in unserem Kopf?

Gibt es eine Dauerlösung für die guten Gedanken? Existiert vielleicht sogar ein Pfad zu "absoluter Freiheit"? Lesen Sie hier von Wirkungsketten, erprobten Übungen, Erfahrungen und Aphorismen bekannter Denker zu dem außergewöhnlichen Potenzial hinter unserer Stirn.

So wie die Gedanken sind, ist auch der Charakter, denn die Seele wird von den Gedanken geprägt [...] Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab. Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

Marc Aurel

 

Wie wirken Gedanken?

Eines steht fest: Negative Gedanken gehen Hand in Hand mit schlechter Laune. Manchmal steht am Anfang dieses Pfades in den Sumpf der Verstimmung ein unangenehmes Erlebnis, eine Beleidigung oder eine Unaufmerksamkeit der eigenen Person gegenüber. Oft reicht als Auslöser einer Missstimmung ein einziger Gedanke des Ärgers oder der Sorge, ein äußerer Anlass ist nicht immer vonnöten.

Verfolgen wir diesen Weg weiter, geraten wir in einen Abwärtsstrudel. Permanente Gedanken der Besorgnis, der Unsicherheit oder des Unwohlseins führen zunächst zum Lebensüberdruß, dann zum Burnout und/oder weiteren psychischen Problemen. Ständiger Zorn und Enttäuschung über unsere Mitmenschen können sogar Misanthropie, Verlust der Lebensfreude und des inneren Antriebes auslösen. Unser Leben verliert seinen Reiz.

 

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Gedanken und Gefühle

Ich erlebe ein freudvolles Ereignis und siehe da, die Sonne fängt an, in meinem Gemüt zu scheinen. Ich erlebe Freude.

Nicht ganz so offenkundig ist die gegensätzliche Kausalkette: Ein positiver Gemütszustand führt zu freudigen Erlebnissen.

Leider (oder zum Glück) besteht das Leben nicht aus einer Kette von freudvollen Erfahrungen. Außerdem bedarf es einer ständigen Steigerung, um positive Gefühle oder Emotionen gleichen Niveaus hervorzurufen.

  • Der erste eingeholte Auftrag wird vom Vorgesetzten noch überschwänglich anerkannt, der Zehnte nur noch mit einem Kopfnicken zur Kenntnis genommen.
  • Ein Kind, das in der Schule stets Einsen schreibt, zieht daraus nicht den gleichen Nutzen wie eine Dreierkandidatin.
  • Auch materieller Überfluss, der ja nicht wenigen Menschen gegeben ist und unaufhörlich Shopping-Kicks ermöglicht, führt auf Dauer nicht zu einem heiteren Gemüt, wie wir aus eigener Erfahrung, aus der Klatschpresse, aber auch aus Studien wissen.

 

Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.

Buddha

 

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Funktioniert es auch anders herum?

Ist es möglich, dass reine Gedankenausrichtung (oder auch nur Stilllegung der Gedanken, dazu unten mehr) persönliche Zufriedenheit bewirkt und vielleicht sogar zu positiven äußeren Erlebnisse führt?

Das Gesetz der Anziehung

Die Quantenphysik wird oftmals in eine Art und Weise zur Argumentation herangezogen, dass Physiker hilflos mit den Schultern zucken: Gedanken würden Schwingungen aussenden und über quantenmechanische Effekte Menschen und Dinge aus demselben Schwingungsraum quasi magisch in unser Leben ziehen, ohne dass wir noch einen Finger krümmen müssten. Niemand weiß, wie diese Welt in allen ihren Interdependenzen zusammenhängt, aber die Quantenphysik hat noch kein Gesetz der Anziehung gefunden.

 

Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin,dass du dein Leben ändern kannst,indem du deine Geisteshaltung änderst.

Albert Schweitzer

 

Dennoch: Die geheimnisvollen Phänomene in der Welt der Quanten zeigen, dass zwischen Himmel und Erde mehr geschieht, als wir mit unserem Verstand momentan erklären können. Sie müssen aber auch in Ihrem Glauben gar nicht so weit gehen, dass bereits ein als Gedanke geäußerter Wunsch das Wunschobjekt magisch in Ihr Leben zieht und Sie es nur noch in Empfang zu nehmen brauchen.

Wird man reich allein durch die Kraft der Gedanken, allein durch den vehementen Glauben daran? Wohl eher nicht, wie eingangs erwähnt sind die Wirkvorgänge positiver Einstellungen, Hoffnungen - des Frohmuts - vielschichtiger.

Folgende Beispiele verdeutlichen mögliche Wirkungsketten:

  • Wem würden Sie eher einen neuen Job geben: dem miesepetrigen Pessimisten oder jemanden, bei dessen Eintreten im Zimmer "die Sonne aufgeht"?
  • Wer bleibt im Berufsleben und im Privaten wohl länger an einer Aufgabe oder einem Ziel dran? Derjenige, der in Gedanken an die Sache glaubt oder einer, der seinen geistigen Fokus auf das Scheitern legt, z.B. indem ihn die negativen Folgen eines Misserfolges ständig ängstigen?
  • In welcher Stimmung haben wir gute, hoffnungsvolle Einfälle? Doch eher dann, wenn wir selbst in freudvoller Gemütsverfassung sind.
  • Stichwort Parkplatz: Hier wirkt die Bestellung beim Universum durchaus, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Nicht immer, aber allein die Geisteshaltung, einen freien Parkplatz nahe beim Zielort - trotz voller Stadt - in Erwägung zu ziehen, lässt die Augen nach der Lücke fahnden. Meine Frau hält eine günstige Parkposition oftmals für unwahrscheinlich und steuert von daher lieber gleich einen Stellplatz weit vor dem Ziel an.

Elfriede Koch, Autorin und Theologin, sagt in ihren Vorträgen zum Thema: "Es geht dabei nicht um unrealistisches „positives Denken“, und auch nicht um irgendwelche magischen Praktiken, sondern um den ganz alltäglichen Zusammenhang zwischen unseren Gedanken und unserem Fühlen und Handeln."

 

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Entwickeln Sie Ihren Geist mit großen Gedanken. Der Glaube an das Heldentum zeugt Helden.

Benjamin Disraeli

 

Gedanken-Übungen

Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten
Das Phänomen können Sie schnell nachvollziehen: Wenn Sie eine Anweisung erhalten, nicht an etwas Bestimmtes zu denken, erscheint das Bild sofort im Kopf. Bei solchen Vorstellungen, die Wohlgefühle auslösen, stellt das wohl für kaum jemanden ein Problem dar.

Doch was geschieht bei der Vision vom Scheitern? Dann kann der negative Gedankengang eine unschöne Wirkung entfalten und unser Vorhaben hemmen oder unsere Motivation sinken lassen. Bei Tennisspielern bewirken Ängste vor Fehlschlägen sogar Verkrampfungen bis hin zum sogenannten Bleiarm.

Die Macht der schlechten Gedanken

Natürlich besitzen auch negative Vorstellungen eine Auswirkung. Es hat sich gezeigt, dass allein die Angst vor Risiken oder eingebildete Nebenwirkungen von Medikamenten einen Patienten schaden können. Mehr dazu auf Süddeutsche.de

 

Im Sport erprobt - die Macht der Visualisierung

Aus diesem Grund empfehlen Trainer ihren Sportlern, sich den gelungenen Spielzug, den Schuss ins Schwarze oder den perfekten Drive immer wieder zu visualisieren. Studien haben gezeigt, dass dieses "Training im Kopf" von seinen Lerneffekten her mit dem "echten" Training im realen Leben vergleichbar ist.

Liegt es da nicht nahe, dieses Prinzip auch im sonstigen Leben anzuwenden? Statt Angst vor dem Scheitern in einer Situation im Kopf zu durchleben lieber bewusst einen erfolgreichen Verlauf zu visualisieren?

Langfristig besonders erfolgreich ist der Tagesrückblick mit anschließender "Tagesoptimierung im Geiste". Gab es am Tage Situationen, in denen Sie gerne anders gehandelt hätten? Machen Sie es sich zur Gewohnheit, am Abend diese Erlebnisse in Gedanken so durchzuspielen, wie Sie optimalerweise verlaufen wären.

Regelmäßigkeit vorausgesetzt werden die erfreulichen Ergebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Wir haben einen Download zur schriftlichen Fixierung dieser Übung für Sie bereitgestellt

 

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Das, was jemand von sich selbst denkt, bestimmt sein Schicksal.

Mark Twain

Ergänzende Maßnahmen

Birgit Fingerhut (geb. 1956, Autorin) hält regelmäßig Vorträge über die Macht des Denkens. Sie schlägt folgende Techniken zur Verbesserung der eigenen Gedankenkultur vor:

  1. Hin und wieder mal das eigene Leben aus der Sichtweise anderer zu sehen.
  2. Zu erkennen, welche Gedanken mich beherrschen.
  3. Auf den eigenen Wortschatz zu achten, insbesondere auf negative Prägungen. (Mit dem Wort kommt das Bild)
  4. Dankbarkeit zu pflegen.

 

Weitere Methoden zur Pflege einer positiven und sozialen Kultur des Geistes:

  • Senden Sie in Gedanken einem anderen Menschen alles Gute.
  • Lächeln Sie Ihrem Gegenüber innerlich zu.
  • Wenn Sie bei sich Sorgen, Gedanken des Hasses, des Missgunstes, des Neides, der Abscheu usw. feststellen, denken Sie bewusst an das Gegenteil.
  • Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken, denn ein positives Selbstbild begründet eine optimistische Gedankenkultur.

 

 
 

 

Das Unbewusste und das Unterbewusstsein

Wikipedia: Als das Unbewusste bezeichnet die Tiefenpsychologie einen Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist, aber diesem zugrunde liege. ...

Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass bei jedem Menschen in allen Lebensphasen unbewusste psychische Prozesse das Handeln, Denken und Fühlen entscheidend beeinflussen. Die Bewusstmachung und Anerkennung unbewusster Vorgänge könne psychisch gesunde Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. ...

Umgangssprachlich wird es oft als Unterbewusstsein bezeichnet, ist mit diesem jedoch nicht identisch.

 

Praxisbeispiel: Die Macht der Gedanken zum Abnehmen

Die folgenden Empfehlungen sind dem blueprints-Kurs: "Leicht und dauerhaft abnehmen" entnommen: 

  1. Der Zusammenhang ist banal: Wenn Sie gut drauf sind, brauchen Sie weniger Trost in Form von Schokolade, Chips usw., ernähren sich leichter gesund und verfügen dadurch über mehr Energie für Ihre Ziele. Nutzen Sie die Anregungen auf dieser Seite, eine zufriedene Gemütslage zu kultivieren. Wenn Sie sich die meiste Zeit des Tages gut fühlen, fällt Ihnen der Verzicht auf überflüssige Nahrung erheblich leichter.
  2. In seiner Wirkung nicht zu unterschätzen ist auch das Lebensmotto von Henry Ford: "Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten." Ein fester Glaube daran, dass ich es schaffen werde, mein Wunschgewicht zu verwirklichen, legt die Grundlage für meinen Erfolg.
  3. Visualisierung: Sehen Sie sich in der gewünschten Kleidergröße, malen Sie sich genau aus, welche Outfits Sie dann tragen werden. Fühlen Sie, wie Sie ein neues Wohlbefinden erleben, wenn Sie unter Menschen sind. Je klarer Sie diese Bilder und Gefühle im Geist durchleben, je mehr Sinne Sie beteiligen, umso stärker wirkt diese Übung. Zweimal täglich für einige Minuten durchgeführt sorgt so eine Visualisierung für Motivation und den notwendigen Schub zum Dranbleiben.

 

Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber.

Epiktet

 

Die Macht des Unbewussten

Die geschilderte Schlankheits-Visualisierungsübung oder das erfolgreiche Trainieren von Abläufen im Sport durch geistige Visualisierung sind Beispiele für die Beeinflussung unseres Lebenserfolges durch unser Unbewusstes. Denn die bewusst hervorgerufenen Vorstellungen wirken in den tieferen Schichten unseres Bewusstseins weiter - auch lange Zeit nach Beendigung der Übung.

Je öfter die Visualisierungen wiederholt werden, je intensiver und klarer die Vorstellung erfolgt, umso tiefer und länger wirken sie. Viele Mentaltechniken machen sich diesen Effekt zunutze.

 

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Frei von äußeren Umständen

Bisher haben wir uns darauf konzentriert, wie "gute Gedanken" (Der Ausdruck "positive Gedanken" ist aus meiner Sicht abgedroschen und mit vielen Bildern belegt. "Gut" kann für jeden etwas anderes bedeuten.) zu erfreulichen oder erwünschten Ergebnissen im Leben führen kann und welche Übungspfade dorthin existieren.

Soweit so gut, doch durch die Jahrtausende der Geistesgeschichte weisen viele geistige Autoritäten darauf hin, dass damit der Mensch auf halber Strecke stehen bliebe. Wie ist das gemeint?

Wenn wir positive Erlebnisse herbeisehnen und diese mittels Gedanken- und physischer Arbeit in unser Leben ziehen, senden wir immer auch eine Botschaft aus: Ich und meine Gemütslage sind von äußeren Dingen abhängig. Derjenige, der schon einmal Hunger gelitten hat, der im Krankenhaus auf ein Spenderorgan gewartet hat oder in anderen schweren Umständen war, wird dies für diese Situation unzweifelhaft bestätigt sehen.

Doch unser Alltagsleben sieht anders aus und besteht nicht aus Extremzuständen oder aus Kämpfen um die grundlegenden Bedürfnisse unseres Körpers. Es scheint vielmehr so zu sein, dass die einen trotz (oder gerade wegen) eines widrigen Daseins eine heitere Gemütsverfassung genießen, während viele andere Menschen unseres Wohlstandsstaats kaum aus ihrer schlechten Laune herauskommen.

Erwähnte Denker der Geschichte plädieren für eine Unabhängigkeit des inneren Glücks von äußeren Umständen. Am konkretesten wird dies in den Lehren des Yogas begründet: Wenn der Mensch zu seinem wahren Selbst findet, so wird er reine Glücksseligkeit genießen. Und zwar auch, wenn im äußeren Leben die Stürme des Daseins über ihn hinwegziehen.

Praktischerweise wird ein Übungspfad zu dieser "absoluten Freiheit" gleich mitgeliefert.

Zur Stellung der Gedanken im Yoga

Die Gedanken werden in den frühen Yogalehren der materiellen Welt - dem Prakrti - zugeordnet. Sie haben nichts mit dem eigentlichen Selbst des Menschen zu tun. Im Yoga geht es den damaligen Weisen um die Fähigkeit zur Gedankenstille, statt um das Hervorrufen von positiven Gedanken. Diese sind zwar besser als deren negative Pendants, aber wie wir in den Yoga-Sutren des Patanjali (um die Zeitenwende herum verfasst und eine wenn nicht die grundlegende Schrift im Yoga) lesen:

Buch I, Sutre 2: Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken (andere Übersetzung: der seelisch-geistigen Vorgänge) im Geist.

Anfängergeist

Buch I, Sutre 3 verdeutlicht: Sind die Gedanken in Ruhe, dann ruhen wir in unserem wahren Wesen.

Und das ist der Yoga-Lehre zufolge geprägt durch Sat-Chit-Ananada: Sein/Wahrheit, Wissen/Bewußtsein und Glückseligkeit. Wir müssen also "nur" die Gedanken stoppen, um vollständiges Glück zu erfahren.

Weiter heißt es in der vierten Sutre von Buch I sinngemäß: Wenn der Mensch unkonzentriert ist, identifiziert er sich mit seinen Gedanken.

Das mag kein Problem beim Gedanken an das für den heutigen Abend geplante leckere Mahl sein. Jede sorgenvolle Gemütsregung bekommt aber, je stärker diese Identifikation ausfällt, durch die irrige unterbewusste Annahme "Ich bin dieser schlechte Gedanke" große Wirkungskraft und behindert unsere Stimmung folglich über die Maßen.

Zusammengefasst: Die ursprüngliche Yogalehre sieht das Heil in der Stilllegung des Gedankenkarussels.

Dennoch werden im heutigen Yogaunterricht Übungen gelehrt, die dem Schüler die Techniken der Visualisierung und Gedankensteuerung nahebringen. Hier tritt allerdings ein Konflikt mit der ursprünglichen Lehre in Erscheinung: Die alten Yogis sahen durchaus schon die Fähigkeiten des Geistes, Realitäten zu begründen. Patanjali geht auf dieses Phänomen in mehreren Sutren ein.

Das damalige Yoga-Anliegen zielte aber auf die Freiheit des Menschen von allen Gebundenheiten und Konditionierungen - dem Erfahren des wahren Selbst - Purusha. Von daher sollte der Mensch danach streben, die zahllosen Wünsche in sich zu löschen - wunschlos glücklich zu sein - und nicht, diese mittels gezielter Gedankenarbeit herbeizusehnen. Denn dies scheucht die "wilden Vögel im Kopf" auf und setzt den Samen für neue Verstrickungen. 

Yogaübung zur Kontrolle der Gedanken

Eine klassische Übung zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit ist das unbewegliche Blicken auf eine Kerzenflamme in einer Sitzhaltung mit geradem Rücken. Dehnen Sie diese Meditation aber nicht über eine halbe Stunde hinaus aus. Probanden, die dieser Technik länger frönten, berichten von Astralwesenserscheinungen im Raum ;-)

Die Herrschaft über die Lenkung der Gedanken kann jederzeit in der Meditation anhand der dauerhaften Verweilung des Geistes bei einem Objekt geübt werden. Heutzutage wird oft die Konzentration auf den Atem gelehrt. Sie finden dieses Übungselement in unserer MP3-Entspannungsübung (gratis), eine (ebenfalls kostenlose) MP3-Vorlage für eine Atem-Meditation findet sich auf Yoga-Welten.de.

Die Wirkkette ist hier wie folgt: Durch obige Übungen gelangen wir zur Herrschaft über unsere Gedanken. Wir erkennen negative Gedanken im Ansatz, können diese sofort stoppen oder werden viel seltener von ihnen befallen.

Insgesamt herrscht mehr Ruhe im Kopf. Daneben werden den Meditationsübungen viele weitere positive Wirkungen nachgesagt. Eine Teilnehmerin am buddhistischen Zentrum in Lüneburg fasste es folgendermaßen zusammen: "Wenn ich meditiere, dann läuft es in meinem Leben rund."

Erfahrungen, Anregungen, Bücher, Erlebnisberichte

Das Internet ist voll von Anleitungen und Tipps zur Nutzung der Macht der Gedanken. Ich möchte Ihnen ein möglichst breites Spektrum zur Auswahl stellen und stimme dadurch nicht mit allen Aussagen überein.

Bitte seien Sie kritisch bei der Lektüre der (teilweise kostenlosen) Schriften und Bücher, beim Betrachten der Videos oder dem Hören der Audiodateien.

 

Fazit

Die wahre Macht der Gedanken besteht darin, dass wir ohne äußeren Anlass glücklich leben können. Wenn hierbei so etwas wie ein Gesetz der Anziehung positive Erlebnisse und nette Menschen in unser Leben zieht - umso besser!

 

Vergessen Sie niemals, dass Ihre Gedanken für Ihre Umgebung und Ihre Freunde verantwortlich sind, und so wie sich Ihre Gedanken verändern, so werden sie es auch.

William Atkinson

 

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