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Die magische Löffelliste oder warum sie den eigenen Weg zum positiven verändern kann

Was möchten Sie noch erleben, bevor Sie sterben? Diese Frage beantwortet die sogenannte "Löffelliste". Der Begriff ist abgeleitet vom englischen Pendant der "Bucketliste". Diese kommt von der Redewendung "To kick the bucket" und kann im deutschen sinngemäß übertsetzt werden mit "den Löffel abgeben". Doch warum kann diese Liste uns freier und selbstbewusster machen?

 
 

Punkt bp 1 

Die Bedeutung der Löffelliste

Im Kern geht es um zwei Punkte:

  • Mir darüber klar zu werden, wie ich mir mein Leben erträume.
  • Mittel der erstellten Liste diese Ziele regelmäßig vor Augen zu führen und aus dieser Bewusstwerdung Impulse und Motivation für die Verwirklichung meine Wünsche zu erhalten.

Eine zentrale Rolle spielt die Löffelliste in dem großartigen Film "Das Beste kommt zum Schluss" mit Morgan Freeman und Jack Nickolson. Die beiden werden "ziemlich beste Freunde" und durchleben in den letzten gemeinsamen Tagen viele verrückte Erlebnisse und Abenteuer. Die Kombination aus Humor vor dem Hintergrund der Bewusstmachung unserer Vergänglichkeit verleiht dem Film seinen besonderen Charme.

Wer  für sich eine Bucketliste erstellen möchte, der sollte den Film unbedingt vorher anschauen. blueprints Fazit: Sehr bewegend, sehr inspirierend - großes Kino!

Während es aufgeschoben wird, enteilt das Leben.

Lucius Annaeus Seneca 

Punkt 2 

Braucht jeder Mensch eine Löffelliste?

Nein. So eine Liste kann uns auch unter enormen Druck setzen. Wir könnten beim Träumen über unerfüllte Wünsche und Idealvorstellungen mit unserem jetzigen Leben extrem unglücklich werden. Dann würde die Liste ihren Sinn verfehlen.

Ein wenig Unzufriedenheit mit der jetzigen Situation darf die Liste aber ruhig entstehen lassen. Unzufriedenheit ist der Motor für Veränderung. Nutzen Sie dieses Instrument nur, wenn Sie es als eine wertvolle Hilfe gegen Aufschieberitis, als Quelle der Inspiration und als Motivation für die Realisierung Ihrer Ziele erleben.

Sie werden sehen, dass Ihnen die Liste auch hilft zu erkennen, was Ihre Prioritäten sind, wo Sie etwas gegen das Aufschieben tun könnten und womit sie in Ihrem jetzigen Leben glücklich sein sollten. Doch wie erstelle ich so eine hilfreiche, motivierende Liste?

Punkt 3

Wie erstelle ich eine Löffelliste?

Die Aufzählung der Dinge, die Sie von dem Rest der ungefähr 27.000 Tage, die wir im Schnitt auf Erden weilen, noch erleben möchten, sollte nicht mit Alltagsaufgaben belastet werden. Führen Sie nur Ihre großen Träume, Ihre Verrücktheiten und Ihre tiefen Herzenswünsche auf. Sicherlich fallen Ihnen spontan viele aufregende und emotionale Möglichkeiten ein, die Sie schon lange im Hinterkopf begleiten. Beginnen Sie zunächst mit deren Auflistung.

Denken Sie dann in den kommenden Tagen hin und wieder über Ihre Löffelliste nach. Was soll mir mein Leben noch bieten? Woran habe ich bisher nicht gedacht? Ergänzen Sie Ihre Aufstellung sofort, wenn eine neue Eingebung Gestalt angenommen hat. Ausmustern können Sie später immer noch. Im Folgenden liefern wir Ihnen einige Anregungen für Ihre kommenden Lebensabenteuer.

Punkt 4

Ideen für die Löffelliste - was gehört drauf?

Viele notieren auf Ihrer Löffelliste Fernreisen sowie Abenteuer wie Rennboot fahren oder Fallschirmspringen. Wir möchten Ihre Gedanken zunächst auf Themen richten, die oft als selbstverständlich wahrgenommen und deshalb vernachlässigt werden. Die Australierin Bronnie Ware hat als Krankenschwester viele Menschen in den Tod begleitet. Sie hat ein Buch darüber geschrieben, was Menschen kurz vor dem Sterben am meisten bereuen. Dies waren:

  1. "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben" (blueprints-Motto: Lerne dich selbst zu führen, sonst tun es andere)
  2. "Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet"
  3. "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken"
  4. "Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten"
  5. "Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein"

Vielleicht sollten Sie einige Elemente dieser Fünf-Punkte-Liste mit in Ihre Löffelliste aufnehmen. Hierzu gibt es auf blueprints auch eine Übung und zwar die Reue-Reflexion. Lesen Sie darüber im Beitrag "Was Menschen bereuen".

Schauen Sie sich eventuell auch die 12 Ratschläge "wie Sie glücklicher werden" von Sonja Lyubomirsky an. Weitere Anregungen eröffnen die folgenden Fragen:

  • Was möchte ich noch von dieser Welt in meinem Leben sehen? Denken Sie an Naturschauspiele und Sehenswürdigkeiten - vom Sternenhimmel im Himalaja bis zum Zuckerhut in Rio.
  • Welche Erlebnisse möchte ich noch machen? Das kann von "Mit Delfinen schwimmen" bis "Heißluftballon fliegen" reichen.
  • Welche Form von Beziehung möchten Sie noch erleben? Die große Liebe? Einen besten Freund? Für neue menschliche Kontakte ist nie zu spät, wie Internetangebote wie lebensfreude50.de mit über 80.000 Mitgliedern beweisen.
  • Möche ich noch etwas Neues lernen? Worüber möchte ich mich noch informieren? Wollten Sie nicht immer mal Klavier spielen? Oder sich über die Frühgeschichte Chinas belesen?
  • Möchte ich etwas auf dieser Welt hinterlassen? Vielleicht ein Buch? Ein Bild? Einen Film auf Youtube?
  • Möchte ich in diesem Leben noch jemanden geholfen haben? Ehrenamt, Spenden oder persönlicher Zeiteinsatz - alles ist möglich.

Wir haben Ihnen eine kostenlose Downloadvorlage für Ihre Löffelliste erstellt: Laden Sie hier den kostenfreien Download herunterPDF

Punkt 5

Löffelliste - was gehört drauf?

Das ist sehr individuell. Es hängt von der Lebensphase ab, von unserem Vorrat an Mut und unserem Vertrauen in das Leben.

Lassen Sie sich von den Beispielen inspirieren und haben Sie ein wenig Mut. Es müssen aber nicht nur die "großen Dinge" sein. Auch Aktivitäten wie ein "Italienisch-Kurs" oder die Hafenrundfahrt in Hamburg sollten die Liste ergänzen. Sie glauben gar nicht wie motivierend und inspirierend es ist, wenn Sie Ende des Jahres ein paar der Punkte streichen und neue ergänzen. Sie werden merken, dass Sie, wenn Sie die Zeit und Energie finden, immer weniger schieben werden. So wird auch Ihre Schieberities (Prokrastination) in anderen Bereichen schrumpfen und Sie mutiger entscheiden.

Hier nur einige Beispiele, die auf einer Erlebnisliste stehen könnten:

  1. Gittarre lernen
  2. Einen Tag blind erleben
  3. Den Sternenhimmel in der Wüste sehen
  4. Die WSOP in Las Vegas spielen Pokerturnier)
  5. Bogenschiessen lernen
  6. In London in die Oper gehen 
  7. Über den Dächern von New York schwimmen
  8. Meinen Onkel in Süd Afrika besuchen
  9. In einem eigenen Haus wohnen
  10. Mit dem Auto nach Moskau fahren
  11. 3 Monate durch Deutschland wandern
  12. Mit einem Containerschiff nach Hong Kong mitfahren  (Frachtschiffreisen)
  13. Mit dem Fahrrad von München nach Kiel fahren (E-Bike;-)
  14. Eine Stadrundfahrt durch Paris
  15. Auf einem Elefanten reiten
  16. Australien mit dem Motorrad durchqueren
  17. In Kanada an einem Baumsägekurs teilnehmen
  18. Auf Langlaufskien eine Tour durch Norwegen
  19. Die Polarlichter sehen
  20. In einem Korallenriff tauchen (Indonesien)
  21. Krabbenwanderung in Australien beobachten
  22. Einige Zeit als Eisverkäufer arbeiten
  23. Einige Stunden mit einem Bagger arbeiten
  24. Mit einem Segelflugzeug fliegen
  25. Den Dalai Lama besuchen
  26. Als Beifahrer mit einem Rennfahrer den Nürbugring fahren
  27. Ein Buch schreiben
  28. Die Victoriafälle besuchen
  29. Beim Karneval in Rio mittanzen
  30. Zaubern lernen
  31. Mit einem Floß fahren
  32. Wale in Monterey Bay (Kalifornien) beobachten
  33. Einen Paragliding Kurs besuchen
  34. In einem Sternerestaurant essen
  35. Backstage bei einen Rockband dabei sein dürfen
  36. Mit der Transsibierischen Eisenbahn durch die Mongolei fahren
  37. Ein Jahr Auszeit machen und ein Haus bauen
  38. Mit einem Heißluftballon über die Alpen fliegen
  39. Ein Jahr auf einer Bergalm leben 
  40. Mit meiner Familie eine Huskytour im Hochschwarzwald machen
  41. Das Smithsonian American Art Museum in Washington, D.C. besuchen
  42. Einen Bildhauerkurs besuchen
  43. Für einen Tag einen Supersportwagen fahren (Nissan GTR Nismo oder Bugatti Veyron)
  44. Drei Monate mit einem Wohnmobil durch Europa
  45. Einmal einen Wingsuit (Flügelanzug) ausprobieren
  46. Einen eigenen Song produzieren
  47. Mit Delphinen schwimmen
  48. Die sieben Weltwunder besuchen
  49. Schwerelosigkeit erleben
  50. ...

 Punkt 6

Wie nutze ich meine Löffelliste?

Wenn Sie Ihre Löffelliste zusammengetragen haben, wählen Sie ein oder zwei Punkte aus, für deren Verwirklichung Sie gleich heute einen ersten Schritt unternehmen könnten. Möglicherweise liegt der erste sinnvolle Schritt darin, aus den Wünschen klare Ziele zu formulieren. Dann füllen Sie noch Ihren Werkzeugkasten und beginnen Ihren Weg. Lesen Sie Ihre Liste in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren immer mal wieder durch, ergänzen und streichen Sie nach Belieben. Stets sollten Sie sich dabei die Frage stellen, was Sie konkret für die Realisierung der Wünsche auf Ihrer Aufstellung tun können.

Punkt 6

Under Construction

 Punkt 7

 Punkt 8

Und blueprints? Hier sehen Sie die Löffelliste von Michael Behn:

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