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In 3 Schritten zu hartverdrahteter Freude | Innere Stärke durch 15 Minuten pro Tag

"Heiterkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht."

Jean Paul

Rick Hanson ist Neuropsychologe - Gehirnwissenschaftler. Eines seiner Fachgebiete: Neuroplastizität. Das ist die Fähigkeit des Gehirnes, sich aufgrund von inneren und äußeren Reizen zu verändern und anzupassen.

Hanson nutzt die aktuelle Gehirnforschung zu Zufriedenheit, Gelassenheit und Selbstvertrauen für sein einfaches 3-Schritte-Programm, das problemlos in den normalen Tagesablauf integriert werden kann. Die Schritte benötigen nur 10 bis 30 Sekunden unserer Zeit.

Das Ziel der hier vorgestellten Methode: Aufbau innerer Stärke und Zufriedenheit durch Anhäufung erbaulicher Gehirnstimulationen.

Lesen Sie im Artikel, auf welchen erfreulichen Erkenntnissen Hansons Empfehlungen gründen und wie 3 simple Schritte eine Neuverdrahtung Ihrer Neuronen bewirken sollen.

"Der ist der Selbsterkenntnis und der Selbstverwirklichung am nächsten, der mit seinem Schicksal zufrieden und einig ist. Denn die Zufriedenheit ist die Fröhlichkeit des Menschen auch in der Bitterkeit des täglichen Lebens."

Iranisches Sprichwort

 

Die folgende Methode ist dem Buch "Denken wie ein Buddha" (Englisch: Hardwiring Happiness) entnommen.

Inhalt

  1. Ausgangsthese und Ist-Situation
  2. Heilmittel
  3. Die Methode
  4. Weitere Ressourcen zu Hansons Methode
  5. Gefahren bei der Anwendung
  6. Zusammenfassung und Fazit

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Ausgangsthese und Ist-Situation

Hanson (Jahrgang 1949) schildert eine wichtige Erkenntnis der aktuellen Forschungslage in der Gehirnforschung folgendermaßen:

a) Negatives haftet wie Klett
Schlechte Erfahrungen verfestigen sich und haften wie Klettpflanzen in unseren neuronalen Hirnstrukturen. Dies resultiert aus unserem früheren Steinzeitleben in feindlich gesonnenen Umgebungen, in denen ein kleiner Fehler tödliche Folgen haben konnte. Wer sich Risiken merkte, lebte länger.

b) Positives perlt wie bei Teflon ab
Wir nehmen zwar gerne gute Erfahrungen wahr, in unserem Gehirn hinterlassen diese jedoch kaum Spuren. Wenn man nicht etwas dafür tut. Begründung für die Ungleichbehandlung der beiden Erfahrungsebenen: Evolutionär war es einfach erfolgreicher, wenn die Gefahren in den Neuronen verankert wurden, da eine unbeachtete Gefahr damals oft den Tod bedeutete.

"Das Weinen ist dem Menschen angeboren, aber das Lachen will gelernt sein."

Max Pallenberg

Negativ-Klett und Positiv-Teflon sind für einen Menschen kein Problem, wenn wir einen Großteil des Tages ruhen, Freude haben oder uns mit unseren Stammesgenossen vergnügen. In "Homo Sapiens - eine kurze Geschichte der Menschheit" schildert Geschichtsprofessor Yuval Noah Harari, dass der Steinzeitmensch nur einige Stunden am Tag mit seinem Lebensunterhalt beschäftigt war. Damit blieb genügend Zeit fürs "Chillen".

gehirn herz waage links u 564

Zusammengefasst: Gute Erlebnisse perlen ab, aber selbst kleine negative Vorfälle wie zwischenmenschliche Vernachlässigungen führen zu dauerhaften neuronalen Verfestigungen im Gehirn. Hanson nennt diese Arbeitsweise unseres Kopfes "Negative Verzerrung".

Die Betriebsmodi unseres Gehirnes

Hanson definiert zu Beginn seines Buches zwei grundlegende Modi, in denen unserer Gehirn läuft. Diese Modi haben jeweils großen Einfluss auf unsere Stimmung, unsere Zuversicht und alle Körperabläufe.

  1. Gesunder Modus
    Hanson symbolisiert ihn mit der Farbe grün. Der Mensch ist anpassungsfähig und zufrieden, von Freude erfüllt. Der Körper ist entspannt und läuft im Heilungs-Ruhe-Modus.
  2. Ungesunder Modus
    Farbe rot. Ein reaktiver, alarmbereiter Betriebsmodus. Der Körper läuft in der Stress-Betriebsart. Dieser Zustand stellt für Hanson das Fundament für alle Sehnsüchte, Kummer, Leid, Gefühle des Mangels, der Schwäche und der Unruhe dar.

 

 

"Die Gefühle, die am meisten schmerzen, die Gefühlswallungen, die am meisten quälen, sind diejenigen, die ganz absurd sind - Verlangen nach unmöglichen Dingen, eben weil sie unmöglich sind, Sehnsucht nach dem, was nie gewesen ist, Wunsch nach dem, was gewesen sein könnte, Kummer darüber, nicht ein anderer zu sein, Unzufriedenheit mit der Existenz der Welt. Alle diese Halbtöne des seelischen Bewusstseins schaffen in uns eine schmerzerfüllte Landschaft, einen ewigen Sonnenuntergang ..."

Fernando Pessoa
* 1888 in Lissabon; † 1935, portugiesischer Dichter, Schriftsteller, Angestellter eines Handelshauses und Geisteswissenschaftler 

 

Aus der Zeit gefallen

Bei uns modernen Menschen wird das Gehirnkonzept "Gefahren höher gewichten als Möglichkeiten" zum Problem. Hansons These: Wenn wir nicht gegensteuern, werden wir immer negativer.

Er schildert in den ersten Kapiteln seines Buches anschaulich, wie unser heutiges Leben im Gehirn zu Dauerstress und einem stetigen Alarmzustand führt. Er sieht das Leben des heutigen Menschen von folgenden Faktoren geprägt:

  • permanenter Zeitdruck
  • Multitasking
  • lange Arbeitszeiten
  • kurze Erholungszeiten
  • sesshafter Lebensstil (dies verhindert den Abbau stressbasierten Cortisols, wie es beim Leben in freier Wildbahn natürlicherweise geschehen würde)
  • ständiger Anreiz aus der Werbung (der zu Konsum, zu ständiger Jagd nach Belohnungen verführt)
  • tägliche Nachrichten von Leid und Gewalt

 Die Folge: Ein permanent rotes Licht: Irgendetwas ist nicht in Ordnung! Pass auf!

 "Der höchste Genuss besteht in der Zufriedenheit mit sich selbst."

Jean-Jacques Rousseau in Émile IV

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gehirn herz rechts waage 564

Das Heilmittel

Hanson gewichtet die Bedürfnisse des Menschen anders als zum Beispiel ein Maslow. Für Hanson stellen

  1. Sicherheit (Gefahren meiden),
  2. Zufriedenheit (Belohnungen erlangen) und
  3. Zugehörigkeit (soziale Bindungen eingehen)

die Grundbedürfnisse des Menschen dar. Sind diese drei Bedürfnisse erfüllt (im Sinne des amerikanischen Glücksforschers treffender ausgedrückt: sieht unser Gehirn diese als erfüllt an!) sind wir zufrieden, ausgeglichen und zuversichtlich.

Worauf haben wir Einfluss? Oft weniger auf die Erfüllung der Bedürfnisse durch das Außen, aber wir können in der Regel gut beeinflussen (so Hanson), in welchem Gehirnmodus wir uns befinden, wie wir unsere momentane Lage beurteilen.

Hanson schlägt als Heilmittel vor:

"Trainieren Sie die gehirnwirksame Aufnahme des Guten. Von guten Erlebnissen, guten Emotionen, guten Gefühlen."

Nicht zu verwechseln mit positivem Denken

Hanson grenzt seine Methode vom (simplen) positiven Denken ab. Er wolle nicht das Schlechte leugnen oder verdrängen, sondern lediglich das Gute gehirnwirksam ausnutzen. Man bleibe sich aller Mosaikbausteine des Lebens bewusst, aber halt nicht vornehmlich der negativen Elemente. Stattdessen konzentriere man sich auf das Gute in sich, in anderen, in der Welt und in einer gemeinsamen Zukunft.

Zudem beschränke sich positives Denken auf Gedanken, Hanson will darüber hinaus das Gehirn auf den emotionalen Gewinn einer Erfahrung konzentrieren, indem diese bewusst "angereichert" werde.

 

 

nervenzelle blau synapse ut 564Neuronen, verbunden über Synapsen

Warum soll dies Heilung bewirken?

Nun kommt die Neuroplastizität ins Spiel. Selbst wenn unser Gehirn jahrzehntelang von kleineren und größeren negativen Erfahrungen "verdreckt" wurde, können wir es erfolgversprechend in Richtung "innere Stärke", Selbstvertrauen und Zufriedenheit umbauen. Der Gute-Laune-Besen muss nur einige Zeit kräftig geschwungen werden, bildlich gesprochen.

Zwei Zitate von Hanson verdeutlichen, worum es geht:

"Neuronen, die zusammen feuern, verdrahten zusammen."

und

"Wenn sich dein Geist verändert, verändert sich das Gehirn, verändert sich dein Geist."

Indem wir gute Erfahrungen im Gehirn anreichern, bauen wir zwischen den Neuronen entsprechende Synapsenverbindungen und/oder verstärken die bestehenden Verbindungen. So kommt es zum angestrebten Gehirnumbau, der zu innerer Zufriedenheit und Stärke führen kann.

Zusammengefasst meint Hanson: Die beste Übung, die negative Verzerrung unseres Steinzeithirnes zu kompensieren, ist die regelmäßige Wahrnehmung und bewusste Anreicherung des Guten.

 

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Die Methode

Im Prinzip geht es bei Hansons Methode darum, der automatischen negativen Verzerrung ein Schnippchen zu schlagen, indem man regelmäßig das Gute im Leben neuronal verstärkt. Der Prozess enthält 3 (optional 4) Schritte:

  1. Nehme eine positive Erfahrung wahr oder denke an eine.
  2. Reichere diese positive Erfahrung emotional an.
  3. Nimm diese Erfahrung tief in dich auf.
  4. Optional: Verbinde die positive Erfahrung mit einer negativen, z. B. um sich von Verletzungen aus der Vergangenheit zu befreien. Dazu bleibt man emotional größtenteils bei der guten Emotion, holt sich gleichzeitig aber gedanklich eine vergangene negative Erfahrung dazu. Durch diese Verbindung sollen die emotionalen Verletzungen nachhaltig geheilt werden. Für konkrete Beispiele zu diesem Schritt, der ja auch nur optional (aber wirkungsvoll!) sein soll, sei auf das Buch "Denken wie ein Buddha" und die unten folgenden Audio-Dateien von Hanson verwiesen. 

Die ersten drei Schritte können aber sofort ausprobiert werden.

Verdeutlichungen zu den drei Schritten:

Schritt 1: Die positive Erfahrung machen und wahrnehmen

schritt1 wahrnehmen gt 564

Heben Sie eine gute Erfahrung, die Sie vielleicht normalerweise nur flüchtig wahrnehmen, gedanklich in den Vordergrund Ihres Bewusstseins. Das kann alles mögliche sein:

  • Ein körperliches Vergnügen (z. B. Freude nach körperlicher Betätigung, ein gutes Essen ...).
  • Ein gutes Gefühl der Stärke, der Entschlossenheit, der Zuversicht ...
  • Ein angenehmes zwischenmenschliches Gefühl: Nähe (zu einem Menschen, einem Tier ...), Verbindung (denken Sie zum Beispiel an jemanden oder an ein Tier, dem Sie wichtig sind), Sympathie ...
  • Oder denken Sie ohne äußeren Anlass an etwas, für das Sie dankbar sind. Etwas, dass Sie gut gemacht haben oder das gut verlaufen ist.
  • Ganz wichtig: Denken Sie nicht nur an die positive Erfahrung, konzentrieren Sie sich auf deren emotionalen Gewinn. Spüren Sie hin: Wie fühlt sich diese positive Erfahrung genau an? Wo spüre ich diese überall?

Schritt 2: Die Erfahrung anreichern

schritt2 gefuehl intensivieren 564

Jetzt bleiben Sie 5 bis 10 Sekunden bei der Erfahrung. Finden Sie für sich einen Weg, das Gefühl hinter dieser guten Erfahrung anzureichern. Vorschläge: Öffnen Sie sich für die Gefühle, spüren Sie bewusst hin, genießen Sie. Wenn Sie mögen, intensivieren Sie die Erfahrung, indem Sie nach weiteren guten Aspekten der Erfahrung schauen: Was bedeutet diese Erfahrung für Sie, wie hilft Sie Ihnen weiter ...

Das Ziel: Die Neuronenverbindungen zum Glühen bringen.

Schritt 3: Nehmen Sie die positive Erfahrung in sich auf

schritt3 neuronen verdrahten 564

Im Grunde genommen ist dies nur eine Weiterführung von Schritt 2. Sie sollen mit der Erfahrung verschmelzen, das Gefühl ganz tief eindringen lassen. Hansons Vorschlag: Visualisieren Sie, wie die positive Erfahrung spürbar in Sie einsickert. Er stellt sich die Erfahrung als Sternenstaub, der auf ihn herabsinkt, oder als wohltuenden Balsam, der in sein Inneres einzieht, vor. Das Ziel: Die Erfahrung wird ein Teil von Ihnen, so dass Sie jederzeit darauf zurückgreifen können.

 

Wie oft soll ich diese 3 Schritte gehen?

Hansons Rat: Gehen Sie die drei Schritte 5 bis 10 mal pro Tag, jeweils 10 bis 30 Sekunden lang.

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Weitere Ressourcen zu Hansons Methode

"Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muss lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt."

Theodor Fontane, Brief an seine Frau Emilie

 

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Gefahren bei der Anwendung

Niemand sollte negative Elemente in seinem Leben verdrängen, darüber sprachen wir bereits. Doch es kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu.

Im Buddhismus und in yogischen Traditionen wird das Anhaften an positive Erfahrungen als eine Hauptursache menschlichen Leides gesehen. Hanson sieht das ähnlich und präzisiert: Der Neuropsychologe unterscheidet zwischen wollen und mögen. Wollen ist "schlecht" und ist mit Anhaften verbunden. "Mögen" hingegen ist die Form, für die er plädiert: Das Gute wahrnehmen, schätzen, vertiefen - ja! - aber dann auch gehen lassen. Ohne etwas festhalten zu wollen. Er schreibt:

"Natürlich ist jede Erfahrung ... zeitlich begrenzt. Wenn Sie das Gute in sich aufnehmen, bleiben Sie in der Gegenwart und genießen, wie es Ihr Bewusstsein durchdringt. Nehmen Sie es in sich auf, aber versuchen Sie nicht mit allen Mitteln, es festzuhalten."

 

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Zusammenfassung und Fazit

Auf die Frage:

Welche Praxis sollten wir in unserem täglichen Leben anwenden, um unsere Negativverzerrung zu überwinden?

Antwort Hanson:

"Nehmen Sie mehrmals am Tag das Gute wahr, indem Sie eine positive Erfahrung für 10 bis 20 Sekunden oder mehr wirklich genießen."

Die Methode als Download zum Ausdruck:

Speziell für den Tagesrückblick:

Zum Download

Pfeil

PDF  Tagesrückblick Glück

Wie alle Glücksempfehlungen und -methoden haben auch die drei bis vier Schritte von Rick Hanson vermutlich ihre Wirkungsgrenzen. Wer weiterhin rauchend den ganzen Tag auf dem Sofa lümmelt, alternativ unter Dauerstress steht, Alkohol und Drogen exzessiv frönt, sich selbst den Rest des Tages in Gedanken runtermacht usw., wird mit den vier Schritten nicht wie von Zauberhand vom miesepetrigen Misanthropen zum dauerzufriedenen Lebensbejaher. Zumindest meistens nicht ... ;-)

Dennoch: Wer (zumindest einige) gute Elemente in seinem Leben sieht, daraus aber bisher keine dauerhafte Zufriedenheit schöpfen konnte - sich eventuell wundert, warum seine Gemütslage sich von kleinsten Dingen in Unruhe versetzen lässt - die/der sollte für einige Monate die drei bis vier Schritte in sein Leben integrieren. Die Erfahrungen von Rick Hanson mit seinen Klienten und Probanden sind ermutigend. Viele von ihnen sind viel zufriedener, selbstbewusster und ausgeglichener geworden.

Aber man muss die Methode dafür schon einige Zeit durchhalten, das Gehirn baut sich nicht in einer Woche um.

http://media.rickhanson.net/audio/11_15_13LOVE.mp3

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Eine Anekdote aus der Gazette: Mark Twain und die hochnäsige Dame

Mark Twain und die hochnäsige Dame


Mark Twain wurde zu einer Gesellschaft beim Gouverneur geladen. Ihm wurde die Ehre zuteil, die Gattin des Gastgebers zu Tisch zu führen.

Höflich wie er war, sagte Twain: "Wie fantastisch Sie aussehen, Madame!"

Die hochnäsige Dame entgegnete schnippisch: "Schade, dass ich nicht dasselbe von Ihnen behaupten kann, Herr Twain."

Worauf dieser entgegnete: "Machen Sie es wie ich, werte Dame, lügen Sie einfach." 

Zitate aus der Gazette: Carl Zuckmayer über Glück und Disziplin

Die Hälfte des Lebens ist Glück,
die andere ist Disziplin -
und die ist entscheidend,
denn ohne Disziplin könnte man
mit seinem Glück nichts anfangen.

Carl Zuckmayer, deutscher Schriftsteller, * 1896, † 1977

Zitate aus der Gazette: Zufriedenes Leben

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Goethe (oder jemand anderes) über ein zufriedenes Leben

Die folgenden neun Vorbedingungen für ein zufriedenes Leben werden - vermutlich fälschlicherweise, da sich in seinen Werken dieses Zitat nicht findet - Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben. Unabhängig vom Autor handelt es sich dennoch um eine Aufzählung, die wir zur Selbstreflexion über unser eigenes Glücksmodell im Leben überdenken können:

  1. Gesundheit genug, um Arbeit zur Freude zu machen.
  2. Wohlstand genug, um die Bedürfnisse zu erfüllen.
  3. Kraft, um mit Widrigkeiten zu ringen und sie zu beseitigen.
  4. Gnade genug, um deine Sünden zu offenbaren und sie abzulegen.
  5. Genug Geduld um zu schuften, bis etwas Gutes herausgekommen ist.
  6. Barmherzigkeit genug, um im Nachbarn das Gute zu sehen.
  7. Liebe genug, die dich bewegt, anderen nützlich und hilfreich zu werden.
  8. Glaube genug, um die Dinge Gottes real werden zu lassen.
  9. Hoffnung genug, um alle Ängste um die Zukunft verschwinden zu lassen.

Haben Sie eine Bedingung gefunden, die Sie in Ihrem Leben stärken möchten, um zufriedener zu werden?

Wir geben dazu gleich Anstöße in Artikelform. Doch zunächst folgt noch ein weiterer interessanter Rat. Dieser findet sich nur in einer früheren Fassung obiger Zeilen:

 

Leserinnen und Leser der Gazette schreiben

Die blueprints Guten-Morgen-Gazette ist für mich:

  • Die Guten-Morgen-Gazette ist wie ein kalorienfreies Catering, das zuverlässig und selbstständig Samstag für Samstag meine grauen Zellen mit wohldosierten und abwechslungsreichen Happen nährt. Sie regt die geistige Verdauung auch längerfristig an.
  • Die Gazette. Abschalten von der Woche und mit neuen Impulsen ins Wochenende starten. Ich freue mich aufs Wochenende und die Zeit mit meiner Gazette.
  • Die Morgengazette ist für mich eine Inspiration für die kommende Woche. Vielen Dank!
  • Die Morgengazette: Inspirierendes Lesevergnügen mit viel Raum für Gedankenspiele.
  • Ich als langjährige Leserin ... möchte mich bei dieser Gelegenheit bei Ihnen Allen bedanken. Denn was ich bisher gelesen habe, hat mich in mancherlei Hinsicht in meiner persönlichen Entwicklung unterstützt.
  • Was ist die Guten Morgen Gazette:
    Inspiration, Gegenwelt, Impulsgeber
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Weitere Leserstimmen

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  • Guten Morgen Gazette
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    DANKE von Herz zu Herz! Schön, dass Ihr da seid!!!
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Gehirnjogging aus der Gazette:  Aufgabe: Das Logik-Paradoxon

GerichtsutensilienDem eben erst ernannten Königsberater Orman Allando wurde seine Stellung von den Mentoren des alten Königs geneidet. Schon am nächsten Tag stellten sie ihn auf die Probe und legten ihm einen Fall zur Entscheidung vor. Ein weißbärtiger Alter trug den Fall vor:

Dem jungen Eugen wurde von seinem Onkel Antropulos die Ausbildung zum Anwalt finanziert. Ihre Vereinbarung lautete: Der Junge sollte ihm die monatlichen Zuwendungen zurückzahlen, sobald er seinen ersten Fall gewonnen hätte. 

Sehr zum Ärger von Antropulos jedoch entschied sich Eugen nach seiner Anwaltsausbildung für den Beruf des fahrenden Musikers und verweigerte unter Bezugnahme auf die getroffene Vereinbarung die Rückzahlung der Studienunterstützung. Er habe ja noch keinen Prozess gewonnen.

Antropulos hat daraufhin diesbezüglich einen Prozess gegen Eugen angestrebt. Er sieht es so, dass Eugen zahlen muss, wenn er diesen Prozess über die Rückzahlung verliert. Doch auch wenn Eugen gewinnen würde, so müsste dieser, aufgrund des Wortlauts der Vereinbarung, wegen des ersten gewonnenen Falles die Ausbildungsunterstützung zurückzahlen.

Eugen hingegen sieht es genau entgegengesetzt. Wenn er den Fall verliert, muss er aufgrund der Vereinbarung gerade nicht zahlen, da er erst nach einem gewonnenen Fall zahlen muss. Und wenn er den Prozess gewinnt, müsse er ebenfalls nicht zahlen, schließlich verneint damit das Gericht die Rückzahlungsverpflichtung. 

"Verehrter Allando", fragte der weißbärtige Alte scheinheilig lächelnd, "beide können ja nun nicht richtig liegen. Wer von den Streitenden ist denn nun im Recht?"

Welche Empfehlung wird Allando wohl aussprechen?

Gehirnjogging aus der Gazette:  Schlaf und Freiheit

John Locke (englischer Philosoph, Wegbereiter der Aufklärung, * 29. August 1632 in Wrington bei Bristol; † 28. Oktober 1704 in Oates) wurde zu nächtlicher Stunde des Öfteren von seinen Geistesblitzen aus dem Schlaf geholt. Da lag er dann, der kluge Mann, und überlegte, ob er aufstehen und in sein Arbeitszimmer gehen sollte. Dort könnte er die Eingebung festhalten und in der nächtlichen Ruhe von allen Seiten durchdenken.

So geschah es auch in dieser Nacht. Herr Locke lag im Bett und überlegte, was er tun solle. Wenn er aufsteht, müsste er das gemütliche Bett räumen. Es würde abkühlen und seine Behaglichkeit verlieren. Zudem würde ihn die biestige Vermieterin am nächsten Morgen traktieren. Sie hatte sich schon oft über seine nächtlichen Besucher im Arbeitszimmer beschwert, obwohl er sich stets so leise wie möglich verhielt.

Auf der anderen Seite - wenn er in den Daunen verbleiben würde - wäre der Gedanke erfahrungsgemäß am kommenden Tage verschwunden. Nach einigem Hin und Her entschied sich Herr Locke für das Bett.

Am nächsten Morgen erhob er sich mit dem ersten Klappern in der Küche. Doch trotzdem er noch auf der Bettkante in seinem Gehirn nach dem nächtlichen Einfall suchte, wollte dieser nicht zu ihm zurückkehren.

"Egal, ich habe mich frei für diese Möglichkeit entschieden. Die Gefahr des Vergessens war mir bewusst", murmelte Herr Locke, stand auf und ging zur Tür. Er stellte fest, dass die Tür von außen verschlossen war. Herrn Locke war sofort klar: Seine Vermieterin hatte rigoros seine nächtlichen Wanderungen unterbunden.

Mit der Hand auf der Türklinke kamen ihm mit einem Mal Zweifel. Hatte er in der Nacht wirklich die freie Wahl gehabt?

Was meinen Sie?

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