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Ob Sie die Schule beendet haben oder Ihr Studium. Ob Sie in Ihrer Tätigkeit unglücklich sind oder gekündigt wurden, da Draußen wartet irgendwo Ihr Traumberuf.

Das Leben ist zu kurz für eine Arbeit, die Sie nicht mögen. Trauen Sie sich, Ihren Traumberuf zu suchen und zu finden. Wir alle wissen, was machbar ist, wenn wir für etwas begeistert sind. Natürlich sollte eine realistische Selbsteinschätzung dazu kommen.

Nutzen Sie die 7-Schritt-Methode, um Ihren Traumberuf zu prüfen oder zu finden.

Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben. Honoré de Balzac

Was war Ihr Traumberuf?

Meine erste Freundin, sie war (6), wollte Tierärztin werden. Bei anderen Mädchen war es Stewardess und bei den Jungen Kranführer, Feuerwehrmann oder Flugkapitän. Doch dann kommt das Leben. Wir gehen zur Schule, machen eine Ausbildung oder studieren.

Unsere Eltern oder Großeltern haben ihre Ideen, was aus dem Kind werden soll. Bekannte und Freunde geben ebenfalls Anregungen. Doch was wollen wir?

Die folgende 7-Schritt-Methode soll Ihnen helfen, Ihren Traumberuf zu finden. Sie bekommen eine bessere Selbsteinschätzung und erhalten erste Ideen, wie Sie sich auf den Weg machen könnten, um Ihren Traumberuf auszuüben.

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Notieren Sie Ihre Stärken und Schwächen

Um den Traumberuf zu finden und später erfolgreich auszufüllen, ist die Kenntnis über die eigenen Stärken und Schwächen wichtig. Nicht immer sind uns diese bewusst. Einerseits, weil wir die Erkenntnisse über unsere Schwächen nicht wahrhaben wollen oder sie verdrängen, andererseits, weil wir zu wenig oder keine Rückmeldungen über unsere Stärken und Schwächen bekommen. Lernen Sie sich besser kennen und werden Sie so nicht nur "selbst-bewusster", sondern Sie erhalten zusätzlich die Möglichkeit zu überlegen, wo Sie Ihre Stärken besonders gut einsetzen können.

Nicht immer reicht das Talent

Ich wollte als junger Mann Tennisprofi werden. Das begeisterte mich, aber ich musste mir eines Tages eingestehen, dass mein Talent dafür nicht reicht. Denn das Niveau zu erreichen, wo im Tennissport Geld verdient wird, ist extrem hoch.

Beantworten Sie bitte die folgenden Fragen:

  • Was kann ich besonders gut?
  • Was sagen andere über meine Stärken?
  • Was kann ich weniger gut?
  • Wie würde eine mir wichtige Person meine Schwächen beschreiben?

Hier einige Beispiele als "Starthilfe":

  • kann vor Leuten reden; beredsam
  • finde neue, andere Lösungen; kreativ
  • habe einen langen Atem, wenn ich etwas will; geduldig
  • kann sich verständlich ausdrücken
  • kann gut andere motivieren
  • kann sich in ein Team einbringen
  • kann gut schreiben
  • arbeitet strukturiert und mit Plan
  • ist zielstrebig und kann sich gut organisieren
  • ist ungeduldig
  • ist übertrieben sparsam; geizig
  • traut sich wenig zu

Nach diesem Schritt befragen Sie einen Menschen aus Ihrem privaten Umfeld nach Ihren Stärken und Schwächen.

Wie werden Sie von jemand gesehen, der Sie gut kennt? Hören Sie nur zu und rechtfertigen Sie sich nicht. Es ist nur eine Sichtweise des anderen von Ihnen. Diese Sicht ist weder falsch noch richtig. Es ist einfach eine weitere Sicht auf Sie. Vergessen Sie nicht sich zu bedanken, auch wenn Ihrer Meinung nach unerfreuliche Eigenschaften aufgetaucht sind.

Notieren Sie bitte, was gesagt wird und nicht, was Sie hören wollen. 

Eine weitere Person zu befragen, kann nicht schaden.

Hier finden Sie eine kostenlosen Leitfaden: Analyse der Stärken und Schwächen auf blueprints.de

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WIE wollen Sie arbeiten?

Im Traumberuf ist auch wichtig, wie gemeinsam gearbeitet wird. Wie geht man miteinander um. Der Umgangston bei der Bundeswehr ist zwangsläufig ein anderer als in einem Architekturbüro. Aber auch in Firmen der gleichen Branche werden unterschiedliche Werte gelebt. Wenn Ihre Vorstellungen vom WIE (Werte) zu dem des Unternehmens oder Ihrer beruflichen Aufgabe passen, sind Sie Ihrem Traumberuf einen großen Schritt näher.

Es geht um die Art und Weise, wie Sie mit anderen arbeiten möchten und wie Sie Ihre Aufgaben lösen wollen. Wie wird miteinander gearbeitet, kommuniziert, wie werden Konflikte gelöst …? Schreiben Sie auf WIE Sie arbeiten möchten:

  • Aufgaben werden abgestimmt
  • Es gibt klare Anweisungen
  • Die Mitarbeiter bekommen klare Anweisungen
  • Konflikte werden gleich angesprochen
  • Lösungen werden im Team gesucht
  • Die Mitarbeiter helfen sich gegenseitig
  • Man kann eigenständig arbeiten
  • Der Umgangston ist freundlich
  • Mitarbeiter sind stolz im Unternehmen zu arbeiten
  • Führungskräfte fördern ihre Mitarbeiter
  • Die Arbeitszeit kann flexibel eingeteilt werden …

Wenn Sie wissen, WIE Sie arbeiten möchten, kommunizieren wollen, im Team arbeiten möchten, dann haben Sie weitere gute Anhaltspunkte für Ihren Traumberuf.

Was immer du tun kannst oder wovon du träumst - fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie. Johann Wolfgang von Goethe

 
 

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Ihre Glaubenssätze

Notieren Sie Ihre Glaubenssätze zum Thema Arbeit und Beruf.

Glaubenssätze sind Annahmen über uns und darüber, wie die Welt um uns herum ist. Sie leiten uns an, wie wir mit uns und der Welt um uns herum umgehen, wie wir uns am besten in ihr "bewegen".

Glaubenssätze entwickeln sich im Laufe unseres Lebens aufgrund von Erziehung, automatischer Übernahme von anderen, Vorbildwirkungen, eigenen Erfahrungen und sonstigen Einflüssen aus der Umwelt. Sie helfen uns auch durch weitere Botschaften, die wir aufgrund der bereits vorhandenen Glaubenssätze für richtig halten und die deshalb in eine bestimmte Richtung deuten.

Oft ist uns die Herkunft von Glaubenssätzen im Laufe unserer Entwicklung nicht mehr bewusst. Wir wissen meist auch nicht mehr, aus welchem Grund sie einmal für uns hilfreich waren. Jeder von uns ist zutiefst von Glaubenssätzen geprägt. Sie können unser Leben leichter oder schwerer machen. Wir entscheiden selbst, wie wir mit ihnen umgehen.

Manche unserer Glaubenssätze entbehren heute eventuell jeder Grundlage, weil sich unser Leben verändert hat. Sie sind sinnlos geworden, andere wiederum sind nicht mehr nützlich oder sogar hinderlich. Aber Sie können jederzeit selbst entscheiden, welche Glaubenssätze für Sie noch zweckmäßig sind.

Beispiele für Glaubenssätze

  • Vergiss nie, wo Du herkommst
  • Was du beginnst musst du zu Ende führen
  • Schuster, bleib bei deinen Leisten
  • Man muss nur wollen
  • Ohne Fleiß kein Preis
  • Man muss positiv Denken
  • Gott sieht alles
  • Nur wer wagt, der gewinnt

Spüren Sie Ihre Glaubenssätze auf und notieren Sie sie. Anschließend überlegen Sie, ob der jeweilige Glaubenssatz noch Sinn macht. Prüfen Sie auch, ob der jeweilige Glaubenssatz Sie auf dem Weg zum Traumberuf oder in Ihrem Traumberuf behindert. Gehen Sie in sich und versuchen Sie Ihre Glaubenssätze bewusst zu verändern, falls Sie es als notwendig erachten.

"Man muss nur wollen …" hat zum Beispiel viele dazu gebracht, die eigenen Möglichkeiten zu überschätzen. Viele mussten das mit erheblichen gesundheitlichen Schäden wie Unfällen, psychosomatischen Symptomen, Burn-out-Syndrom u. a. bezahlen.

Prüfen Sie Ihre Glaubenssätze und beantworten Sie die folgenden Fragen:

  • Woher kenne ich das bzw. von wem "habe" ich das?
  • Ist das heute noch nützlich und hilfreich?
  • Welcher Glaubenssatz wäre eine sinnvolle Alternative?
  • Wie kann ich den neuen "Glaubenssatz" verankern?

Hier einige Beispiele bekannter Glaubenssätze und mögliche Alternativen. Kommen Ihnen einige bekannt vor?

Glaubenssatz  Alternative
Vergiss nie, wo du herkommst  Sei dir klar, wo du hin willst
Was du beginnst, musst du zu Ende führen         Erkenne, wenn es nicht passt
Schuster, bleib bei deinen Leisten Nutze die besten Möglichkeiten            
Man muss nur wollen Prüfe sorgfältig, was du willst
Ohne Fleiß kein Preis Sei lieber intelligent

 

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Ihre Motive - Was treibt Sie an?

Notieren Sie jetzt, was Sie antreibt. Was sind Ihre Motive? Was soll der Traumberuf bei Ihnen befriedigen?

  • Sicherheit (z. B.: finanziell)
  • Entdeckung (z. B.: Abenteuer)
  • Ansehen (z. B.: Anerkennung von anderen)
  • Fürsorge für andere (z. B.: Menschen helfen)
  • Wohlbefinden (z. B.: wenig Stress)

Seien Sie unbedingt ehrlich zu sich. Hören Sie tief in sich hinein und akzeptieren Sie Ihre Bedürfnisse und Motive.

Es macht wenig Sinn bei starkem Harmoniebedürfnis seinen Job bei der Bundeswehr oder bei der Polizei zu suchen.

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Prüfen Sie

Sie wissen jetzt mehr über Ihre Stärken, Schwächen, Werte, Glaubenssätze und Ihre Antreiber.

Als Sie sich mit den Fragen beschäftigt haben, welcher Beruf ging Ihnen dabei immer wieder durch den Kopf? Sie hatten vielleicht gute Gründe gegen den Beruf, aber trotzdem tauchte er immer wieder auf.

Stellen Sie sich vor, Sie würden in diesem Beruf arbeiten. Wie fühlt sich das an? Funkeln bei dem Gedanken Ihre Augen und wollen Sie am liebsten gleich loslegen?

Wenn ja, dann sind Sie Ihrem Traumberuf auf der Spur. Überlegen Sie, welche Berufe diesem ähnlich sind. Eine Krankenschwester kann überlegen, ob ein Pflegedienst für Senioren eine Alternative ist.

Wenn Sie Polizist werden wollen, kann ein guter Wachdienst eine Alternative sein.

Wenn nein, legen Sie Ihre Notizen zur Seite und gehen Sie spazieren.

Bitte denken Sie dabei über die folgende Frage nach.

Wie will ich in 10 Jahren leben?

Achten Sie auf die verschiedenen Bereiche Ihres Lebens und auf zentrale Themen wie Partnerschaft, Familie, Beruf, Hobby, Finanzen, Ausbildung …

Sie können auch die Übung Mein Zielbild nutzen, um mehr Ideen, Motivation und Klarheit zu erhalten.

Danach starten Sie von vorne. Haben Sie nach einem erneuten Durchgang weiterhin keine Idee, in welcher Richtung Ihr Traumberuf liegt, sollten Sie den Begriff Traumberuf neu definieren. Vielleicht ist es kein Traumberuf, sondern eine Arbeit, die Sie als sinnvoll ansehen und Ihnen genug Freiraum für andere wichtige Aktivitäten gibt. Oder es ist eine Arbeit, die Ihnen finanzielle Sicherheit gibt und die Möglichkeit sich um Ihre Kinder zu kümmern. Finden Sie Ihre Definition vom Traumberuf und gleichen Sie es mit Ihren Stärken, Schwächen, Antreibern etc. ab.

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Starten Sie

Wenn Sie Ihren Traumberuf gefunden haben, müssen Sie etwas tun. Bitte überlegen Sie:

  • Haben Sie schon die notwendige Qualifikation?
  • Wo könnten Sie ein Praktikum machen?
  • Wo gibt es Praktikumsbörsen?
  • Wie können Sie anderen zeigen, dass Sie von Ihrem Traumberuf begeistert sind?
  • Wer arbeitet in Ihrem Traumberuf, den Sie fragen könnten?

Schreiben Sie die Maßnahmen auf. Versuchen Sie mindestens 20 Maßnahmen zu finden, die Sie im Anschluss bitte gewichten. Als Gewichtung könnten Sie zum Beispiel folgende nutzen:

A-Aufgabe: Wichtig und zeitlich dringend (Beispiel: Im Web nach Praktika suchen)
B-Aufgabe: Wichtig und zeitlich nicht so dringend (Beispiel: Gerds Vater ansprechen.)
C-Aufgabe: Weniger wichtig und zeitlich nicht so dringend (Beispiel: Anzeige aufgeben)

Schreiben Sie alle Maßnahmen auf eine Seite (Block, Notizbuch, Word, Outlook …). Schreiben Sie zu jeder Maßnahme die Gewichtung (A-C) und bis wann Sie sie erledigen wollen (1. März 20xx).

meinen traumberuf finden

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Bleiben Sie dran

Visualisieren Sie Ihren Traumberuf von Zeit zu Zeit. Eine Übung dazu finden Sie hier: Zielvisualisierung.

Leitfaden: Zielvisualisierung

Andere Hilfsmittel, um dranzubleiben, finden Sie auf der folgenden Seite.

Seien Sie mutig, kreativ und bleiben Sie dran. Es geht um Ihren Traumberuf, um Ihre Zukunft und um Ihren Erfolg - da dürfen ein wenig Mut und Schweiß investiert werden.

Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. Mark Twain

Wenn Sie nach oben scrollen, finden Sie jeweils den Text markiert, der gerade vorgelesen wird.

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