Wissen und Wortschatz

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Hier findest du Beiträge, Studien, Anleitungen und Übungen rund um das Thema Wissen und das Thema Wortschatz.

Für uns sind beide Themen wichtig, um ein selbstbestimmtes, interessantes und erfolgreiches Leben zu gestalten.

Viel Freude beim Lesen und Lernen.

„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.“

Benjamin Franklin

  • Alea iacta est – Bedeutung

    Brücke über Fluss

    Alea iacta est – Bedeutung, Herkunft und Beispiele (und zu Caesars verheerender Entscheidung)

    Die Redewendung "Alea iacta est" (lat., "Der Würfel ist geworfen worden") wird heute meist mit "Die Würfel sind gefallen" übersetzt. Korrekter, unter Berücksichtigung des Numerus, wäre jedoch die Übersetzung "Der Würfel ist gefallen" bzw. "geworfen (worden)".

    Beschrieben wird damit eine Situation, die unumkehrbar ist, deren Ausgang jedoch noch ungewiss ist. Die Redewendung wird heute genutzt, um auszudrücken, dass eine Entscheidung getroffen wurde und es kein Zurück mehr gibt.

    Herkunft

    Häufig wird der Satz mit Julius Caesar in Verbindung gebracht. Im Januar 49 v. Chr. stand dieser mit seinen Truppen vor dem Fluss Rubikon vor Rom. Eine Überschreitung des Flusses würde einen Rechtsverstoß darstellen und katastrophale Folgen haben. Suetons Biographie von Caesar zu Folge soll dann eine riesige Gestalt erschienen sein, die eine Trompete an sich riss und Alarm blies, worauf die Truppen den Fluss überschritten. 

    „Iacta alea est.“
    „Geworfen ist der Würfel.“

    Gaius Iulius Caesar (100 - 44 v. Chr.), römischer Kaiser, Feldherr und Schriftsteller, aus: Sueton, De vita Caesarum (Die Kaiserbiographien), 2. Jh. n. Chr. Divus Iulius 32 (Caesarbiographie)

    Caesar soll dann gesagt haben "Iacta alea est" ("Geworfen ist der Würfel"). Andere Quellen erzählen die Geschichte etwas anders, im Kern bleibt jedoch die Aussage Caesars. Er war sich bewusst, dass es jetzt kein Zurück mehr gab und sich nun zeigen würde, wer den Krieg gewann. 

    Darüber hinaus soll die Redewendung bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. vom griechischen Dichter Menander benutzt worden sein. 

  • Alle Wohlgerüche Arabiens – Bedeutung

    Orient Markt Vielfalt

    Alle Wohlgerüche Arabiens – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Bekannte, wohlriechende Essenzen wie Weihrauch, Myrrhe, Kasia, Kinamomon, Ledanon oder Jasmin sind nur einige der Düfte aus Arabien, die in Europa schon lange Verwendung finden.

    Herkunft: Zum geflügelten Wort wurden diese Wohlgerüche durch den Ausspruch von Lady Macbeth in Shakespeares "Macbeth" (Act V, Scene 1). Aufgrund schrecklicher Mordtaten langsam dem Wahnsinn verfallend, glaubt sie, dass sie das Blut an ihren Händen nicht mehr abwaschen kann. Lady Macbeth bemerkt:

    „All the perfumes of Arabia will not sweeten this little hand.“

    Übersetzt: "Alle Wohlgerüche Arabiens könnten diese kleine Hand nicht wohlriechend machen."

    Heute wird dieser Ausspruch z. B. ironisch auf Personen angewandt, die sich für unseren Geschmack zu stark parfümiert haben. Allgemein kann damit auch eine große Duftvielfalt oder ein sehr dominanter Geruch beschrieben werden. Beispiele:

    • "Hast du die Frau gerochen, die da gerade an uns vorbeigelaufen ist? Die hat sich scheinbar mit allen Wohlgerüchen Arabiens eingedeckt."
    • "In dieser Straße rieche ich alle Wohlgerüche Arabiens."

    Schon Alexander dem Großen sind die Wohlgerüche bekannt gewesen:

  • Alt wie Methusalem – Bedeutung

    alter Mann vor Sonnenuntergang

    Alt wie Methusalem – Bedeutung, Herkunft und Synonyme

    Wenn heutzutage jemand „Alt wie Methusalem“ wird, drücken wir damit scherzhaft aus, dass er oder sie ein sehr hohes Alter erreicht hat. Manchmal so hoch, dass man die Lebensjahre gar nicht mehr zählen kann oder will. Man kann ihn/sie dann auch schlicht als „Methusalem“ bezeichnen. Doch wie alt ist Methusalem wirklich geworden?

  • Alter Schwede – Bedeutung

    Sonnenuntergang Schweden

    Alter Schwede – Bedeutung, Herkunft und Synonyme

    Die Redewendung „Alter Schwede“ kann je nach Kontext und Betonung verschiedene Bedeutungen haben:

    • Wir können damit (scherzhaft) einen Freund/Kumpel begrüßen: „Na, alter Schwede, wie geht es dir?“
    • Viele Menschen drücken damit ihr Erstaunen aus ("Alter Schwede, das Gebäude ist ja riesig!").
    • Auf Personen bezogen wird Empörung ausgedrückt, wobei diese oft nicht ernst gemeint ist ("Alter Schwede, jetzt reicht es aber!").

    Die Herkunft des geflügelten Wortes geht auf Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg zurück.

  • Anapher - Bedeutung

    Anapher – Bedeutung

    Anapher - sie bringt Leben in die Sprache, Bedeutung und Herkunft

    Die Anapher ist ein rhetorisches Stilmittel und bezeichnet die Wiederholung eines Wortes bzw. einer Wortgruppe am Anfang aufeinander folgender Satzteile, Sätze, Strophen oder Verse.

    So dient sie der Strukturierung und Rhythmisierung von Texten. Das Wiederholte wird häufig als besonders bedeutsam hervorgehoben. "Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll..." ist ein Beispiel für eine Anapher.

    Die Anapher zählt zu den ältesten und häufigsten rhetorischen Stilmitteln. Sie begegnet uns besonders häufig in religiöser Sprache. Viele Anaphern verdanken ihre Herkunft der Bibel.

    Spiegelbildliches Gegenstück zur Anapher ist die Epipher. Dieses rhetorische Stilmittel steht für die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Ende aufeinander folgender Sätze oder Verse. Beispiel: "Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit! (Gedicht von Friedrich Nietzsche: Das trunkene Lied) 

  • Bonmot – Bedeutung

    Bonmot

    Bonmot - Bedeutung und Herkunft der geistigen Finesse

    Seine Herkunft hat das Wort "Bonmot" im Französischen und bedeutet so viel wie "eine geistreiche Wendung" oder "ein geistreicher Ausspruch".

    Diese geistreiche, treffende bzw. witzige Wendung bezieht sich entweder auf einen individuellen Fall oder ist eine allgemeine Lebensweisheit.

    Beispiel: Das "Bonmot" - Geld stinkt nicht - verdanken wir Kaiser Vespasian. Als sein Sohn Titus ihn eines Tages entsetzt fragte, ob es wahr wäre, dass er auf den Urin aus öffentlichen Toiletten eine Steuer erhöbe (Urin wurde zum Gerben und Bleichen verwendet), hielt der Kaiser seinem Sohn eine Münze unter die Nase und fragte, ob er etwas röche. Titus verneinte und Vespasian bemerkte: "Da hast du es, Geld stinkt nicht!" 

  • Ojemine! – Herkunft

    Ojemine! – Bedeutung

    Ojemine Herkunft & Bedeutung von O Jesus mein

    Seine Herkunft verdankt der Ausruf "Ojemine" bzw. "O Jemine" kreativen Gläubigen. Als Bekundung des Mitleids, des Entsetzens oder der Überraschung hat seinen Ursprung in der lateinischen Anrede für "Herr Jesus". 

    Aus "O Jesu Domine" wurde somit der Stoßseufzer "O Jemine!" oder in der Kurzform "Oje!". "O herrje(h)" entstand entsprechend aus "Herr Jesus". 

    Diese entstandenen Verhüllformen, wurden damals in der Gesellschaft besser akzeptiert und man bekam weniger Ärger mit Kirchdienern.

    Jim: Das Meeting dauerte gestern bis 19:15 Uhr.
    John: Ojemine, da warst du ja erst spät zu Hause. 

  • Schuster, bleib bei deinem Leisten – Bedeutung

    Schuster, bleib bei deinem Leisten

    Schuster, bleib bei deinem Leisten – die Mahnung des Apelles – Bedeutung, Herkunft

    Das Sprichwort "Schuster, bleib bei deinem Leisten" hat seine Herkunft in einer Anekdote, die im alten Griechenland erzählt wurde. Nach ihr pflegte der große Maler der Antike Apelles, der zur Regierungszeit Alexanders des Großen seine Gemälde öffentlich ausstellte, sich hinter seinen Bildern zu verstecken, um die Urteile der Betrachter zu hören.

    Als ein Schuhmacher laut bemerkte, dass den Schuhen auf dem Bild eine Öse fehle, fügte Apelles diese nachträglich hinzu. Aber als der Schuhmacher nun auch noch Kritik an den Beinen übte, wurde er von Apelles mit dem Worten zurechtgewiesen: "Ne sutor supra crepidam!" oder zu deutsch: "Was über dem Schuh ist, kann der Schuster nicht beurteilen!"

    Die Mahnung "Schuster, bleib bei deinem Leisten" sagen wir heute zu jemandem, der ohne Sachverstand Kritik übt und sich unberufen in alles einmischt.  

  • Tantalusqualen – Bedeutung

    Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft

    Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft

    Der Begriff Tantalusqualen verdankt seine Herkunft der griechischen Mythologie. Der Sohn der Titanen "Tantalos" und Stammvater des Geschlechts der Tantaliden zog den Zorn der olympischen Götter auf sich, indem er sie betrog.

    Sie verurteilten Tantalos zu ewigen Qualen. Er musste in einem Teich stehen, über dem Birnenbaumzweige hingen. Jedes Mal, wenn Tantalos trinken wollte, senkte sich der Wasserspiegel. Wenn er eine Frucht pflücken wollte, wichen die Äste zurück. Zusätzlich drohte auch noch ein großer Felsbrocken auf ihn herabzufallen.

    Obwohl alles in greifbarer Nähe schien, so war Tantalos doch zu ewigem Durst und Hunger verdammt.

    Als "Tantalusqualen" bezeichnet man demnach die Qual, etwas Unerreichbares beständig nahe vor sich zu sehen. 

  • Ein Plädoyer für den Wortschatz

    "Wir packen einen viel kleineren Wortschatz als unsere Großeltern in viel dürftigere Sätze; unser Umgang mit Wörtern ist lax, gering schätzend oder lümmelhaft. Nur zwei Minderheiten wissen noch, was sie an der Sprache haben: die einflussarme Minorität der Liebhaber und die einflussreiche Minorität der Manipulierer." Wolf Schneider, in Wörter machen Leute, S. 314

    Die Anzahl der Wörter, die wir in unserem Leben sprechen, liegt bei ca. 300 Millionen. Es ist an uns, das mit einem Wortschatz von 10.000, 13.000 oder gar 20.000 Wörtern zu tun. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass der Sprachschatz eines Menschen ein Spiegel seiner Intelligenz, sozialen Rangstufe und seiner Einkommensstufe ist.

  • Morgenstund hat Gold im Mund – Bedeutung

    Morgenstund hat Gold im Mund

    Morgenstund hat Gold im Mund – Bedeutung, Erklärung

    "Morgenstund hat Gold im Mund" verdankt seine Herkunft der genauen Übersetzung des lateinischen Lehrbuchsatzes "aurora habet aurum in ore". Das lateinische Sprichwort bezieht sich auf die personifizierte Morgenröte (lat.: aurora), die Gold im Mund und im Haar trägt.

    Das Sprichwort bringt zum Ausdruck, dass sich frühes Aufstehen lohnt, weil man am Morgen gut arbeiten kann und der Frühaufsteher mehr erreichen würden.

    "Morgenstund hat Gold im Mund" wurde zuerst in einem Brief des Erasmus von Rotterdam an seinen Schüler Christian Northoff nachgewiesen. Er nutzte jedoch das lateinische Sprichwort "aurora musis amica" (die Morgenstunde ist die Freundin der Musen).

    Außerdem trägt ein großartiges Gedicht des deutschen Lyriker, Erzähler und Maler Joachim Ringelnatz diesen Namen. Es geht so:

    Morgenstund hat Gold im Mund

    Ich bin so knallvergnügt erwacht.
    Ich klatsche meine Hüften.
    Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
    Es dürstet mich nach Lüften.

  • Gedächtnis-Übungen

    Gedächtnis-Übungen

    Goethe hatte einen Leitsatz, um seinen Geist fit zu halten und um sich zu Gedächtnis-Übungen zu motivieren:

    "Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Wo

    rte sprechen."

    Um selber den Geist fit und frisch zu halten, seine Kreativität zu fordern und fördern sowie Freude am steten Lernen zu haben, empfehlen wir jeden Tag 15 - 30 Minuten unterschiedliche Übungen zu machen. Ihr Gedächtnis, Ihre Kreativität und Ihr Konzentrationsvermögen werden es Ihnen danken.

    Mnemotechniken (Merktechniken)Folgende Gedächtnis-Übungen empfehlen wir:

    • Visualisierungsübungen von Informationen
    • Übungen, um Einkaufs- und andere Listen zu merken
    • Übungen zum besseren Behalten von Gesichtern und Namen
    • Übungen, um sich Zahlen und Termine zu merken
    • Übungen für Lernen und Behalten von Fremdwörtern und Vokabeln
    • Übungen für das Behalten von Zitaten
    • Übungen mit Spielkarten
    • Konzentrationsübungen
    • Übungen für das Ultrakurzzeitgedächtnis
    • Übungen für das Kurzzeitgedächtnis
    • Übungen für das Langzeitgedächtnis
  • Wasser predigen und Wein trinken – Bedeutung, Ursprung

    Wasser predigen und Wein trinken

    Wasser predigen und Wein trinken – des Heuchlers Art – Bedeutung und Ursprung

    Das Sprichwort verdankt seine Herkunft dem Gedicht "Ein Wintermärchen" aus Heinrich Heines Versepos "Deutschland"

    Mit dem geflügelten Wort bringen wir zum Ausdruck, das jemand sich heuchlerisch verhält, in dem er zum Beispiel Verzicht oder Genügsamkeit fordert, aber sich selbst verschwenderisch oder genusssüchtig verhält. Hier der Ursprung des Sprichworts: das Gedicht "Ein Wintermärchen" von Heine.

    Ein Wintermärchen

    Sie sang vom irdischen Jammertal,
    von Freuden, die bald zerronnen,
    vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,
    verklärt in ewigen Wonnen.

    Sie sang das alte Entsagungslied,
    das Eiapopeia vom Himmel,
    womit man einlullt, wenn es greint,
    das Volk, den großen Lümmel.

    Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
    ich kenn' auch die Herren Verfasser;
    ich weiss, sie tranken heimlich Wein
    und predigten öffentlich Wasser.

    Heinrich Heine, 1797 - 1856  

  • Früh übt sich, was ein Meister werden will – Bedeutung

    Früh übt sich, was ein Meister werden will

    Früh übt sich, was ein Meister werden will - Bedeutung und Herkunft

    Das Sprichwort "Früh übt sich, was ein Meister werden will" ist ein Zitat aus dem Drama "Wilhelm Tell" über den schweizer Nationalhelden (1804) von Friedrich Schiller.

    Wir verwenden es heute im Sinne von "je früher wir beginnen, etwas zu erlernen, desto besser."

    Es bezieht sich darauf, dass jemand sich bereits in der Jugend bemühen sollte, wenn sie oder er etwas "meisterhaft" beherrschen will. Leider wird es manchmal als Entschuldigung dafür genutzt, dass man im fortgeschrittenen Alter etwas nicht mehr lernen will.

    Jim: "Amelie ist 5. Sie singt jeden Tag und macht einen Tanzkurs.
    John: "Ja, früh übt sich, was ein Meister werden will."  

  • Was man besser nicht wissen sollte

    Lern-Spar-Tipps von blueprints

    Unnützes Wissen meint Fakten- oder Methodenwissen, das wir nicht im Gedächtnis speichern müssen, teilweise sogar nicht sollten. Neuere Studien legen nahe, dass unser Gehirn Wissen nicht kostenlos aufnimmt. Bei Taxifahrern in London vergrößerten sich Hirnregionen für das räumliche Erfassen, dafür verkleinerten sich andere Areale.

    Unser Gehirn scheint also teilweise eine Fähigkeit nur auf Kosten einer anderen auszubauen. Die Forschung befindet sich bei diesem Problem am Anfang. Trotzdem wollen wir schon jetzt Bereiche aufzeigen, mit denen wir uns nicht unnötig abquälen brauchen.

  • Just my two cents - Bedeutung

    Just my two cents

    Just my two cents – JM2C – ein schönes Vollidiom – Bedeutung, Herkunft

    Woher kommt eigentlich das nordamerikanisches Vollidiom oder auch im deutschen genutzte Sprichwort Just my two cents? Die Redewendung wird zumeist als Abschlussformel verwendet und bedeutet so viel wie: "Nur meine unbedeutende Meinung". Die heute verwendete Kurzform ist "JM2C". Weitere Schreibweisen sind : „My 2 ¢“, „put my 2 cents in“.

    Die Herkunft der Redewendung ist die Bibel, wo von einer armen Witwe berichtet wird, die "zwei Scherflein" (Luther) also "zwei kleine Münzen" in den Opferkasten geworfen haben soll und damit fast alles, was sie hat (Bibel: Markus 12, 42). Hiervon leitet sich auch das deutsche Sprichwort "sein Scherflein beitragen" ab.

    So ist auch die übertragene Bedeutung der Redewendung. "Ich habe alles gegeben, was ich habe, auch wenn es nur zwei Cent sind."

    Jim: "Danke John, dass Du mir das erklärt hast.

    John: "Gerne, Jim. Just my two cents."  

  • Schisslaweng - Bedeutung

    Schisslaweng – Bedeutung

    Schisslaweng - mit großer Leichtigkeit - Herkunft, Bedeutung

    Seine Herkunft verdankt Schisslaweng (auch Zislaweng) dem Französischen. Es ist nicht geklärt, ob es eine Verballhornung aus "ainsi cela vint" (so ging das vor sich) ist, oder ob es von "c'est le vent" (das ist der Wind) herrührt.

    • Definition 1: Auf jeden Fall bezeichnet der Berliner kleine, nicht näher definierte Zusätze oder Ergänzungen, die eigentlich unnötig sind, aber dem Ganzen eine Leichtigkeit oder etwas Besonderes verleihen, als Schisslaweng (auch Cislaweng). Zum Beispiel kann eine schnellgezogene Wellenlinie unter der eigenen Unterschrift als Schisslaweng bezeichnet werden.
    • Definition 2: Wer etwas "mit einem Schisslaweng" durchführt, der tut es mit Schwung, mit Unbeschwertheit, mit Leichtigkeit oder mit verblüffender Schnelligkeit. Zum Beispiel kannst du, wenn du geschickt bist, eine Dose mit einem Öffner aus der Schisslaweng öffnen.
  • Diogenes Tonne Alexander

    Diogenes in der Tonne

    Diogenes in der Tonne – nimm deinen Schatten von mir, Alexander

    Diogenes von Sinope (ca. * 412, † 323 v. Chr.) war ein bedürfnisloser, antiker griechischer Philosoph. Seine Herkunft verdankt die Redewendung "Diogenes in der Tonne" einer Anekdote.

    Es wird berichtet, dass Alexander der Große den in der Tonne wohnenden Diogenes besuchte und versprach, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Darauf antwortete Diogenes, er habe nur einen Wunsch, dass Alexander ihm aus der Sonne gehe. Eigentlich soll sein Wortlaut gewesen sein: „Nimm deinen Schatten von mir!“

    Als "Diogenes in der Tonne" bezeichnen wir heute einen bedürfnislosen Weisen bzw. Menschen.

  • Sisyphusarbeit – Bedeutung

    Sisyphusarbeit – Bedeutung

    Sisyphusarbeit – die Strafe für den gewinnsüchtigsten aller Menschen – Bedeutung, Herkunft

    Seine Herkunft verdankt das geflügelte Wort Sisyphusarbeit der Hadesstrafe des Sisyphus, von der Homer in der Odyssee berichtet.

    Sisyphus, des Äolus Sohn, war der König von Korinth. Er war verschlagen und schlecht und galt bei Homer als einer der gewinnsüchtigsten aller Menschen. Zur Strafe für seine Schlechtigkeit musste dieser mit Kopf und Händen ein Felsstück einen hohen Berg hinaufwälzen, von dem es aber immer wieder in die Tiefe rollte, sodass er wieder von vorn beginnen musste.

    Eine Sisyphusarbeit nennen wir heute eine besonders schwere und qualvolle Arbeit, die zur Erfolglosigkeit verdammt scheint und deshalb niemals zu einem Abschluss gebracht werden kann. Es heißt auch "Den Stein des Sisyphus wälzen", wenn etwas übermenschliche Anstrengungen nötig macht oder sich jemand vergeblich abmüht.

    Jim: "Dich sehe ich nur noch bei deinem Auto reparieren."
    John: "Ja, da sagst du was. Es kommt mir langsam vor wie eine Sisyphusarbeit."

  • Wortschatz erweitern

    Wortschatz erweitern

    Den Wortschatz erweitern – 20 Übungen und Tipps

    Wir öffnen morgens die Augen und fangen an zu denken, zu schreiben oder zu sprechen. Wenn wir nicht gerade als Tiefseetaucher in der Nordsee arbeiten, kommunizieren wir, bis wir wieder ins Bett gehen und die Augen schließen.

    Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.

    Ein größerer Wortschatz hat viele weitere Vorteile. Aber was können wir unternehmen, um ihn mit Freude und Spaß zu erweitern? Damit auch für dich etwas dabei ist, zeigen wir 20 verschiedene Möglichkeiten auf. Viel Spaß beim Erweitern deiner Lexik.

  • Prokrustesbett – Bedeutung, Herkunft

    Prokrustesbett

    Prokrustesbett – wer nicht passt, wird passend gemacht – Bedeutung, Herkunft

    Prokrustes war in der griechischen Mythologie ein Riese, der alle, die ihm in die Hände fielen, auf ein normales Bett legte. Waren sie für das Bett zu lang, wurden sie gekürzt. Waren die Gefangenen zu kurz, wurden sie gestreckt. Er machte die Gefangenen passend für das Prokrustesbett bis er vom König von Athen Theseus getötet wurde.

    Im übertragenen Sinn nennen wir heute ein starres Schema, das schmerzhafte Anpassungen erfordert, ein "Prokrustesbett". 

    Aber auch eine unangenehme Lage, in die jemand hineingezwungen wird, nennen wir heute ein Prokrustesbett. 

  • Memento mori – Bedeutung

    Memento mori

    Memento mori – der Mahnruf an alle – Bedeutung

    "Memento mori" war ein lateinischer Mahnruf. Er bedeutet so viel wie "Bedenke, dass du sterblich bist!"

    Die Herkunft lässt sich wie folgt erklären. Im antiken Rom gab es das Ritual, dass hinter dem siegreichen Feldherrn beim Triumphzug ein Sklave stand oder ging. Er hielt einen Lorbeerkranz über den Kopf des Siegreichen und mahnte ununterbrochen mit den folgenden Worten:

    "Memento mori." (Bedenke, dass du sterben wirst.)
    "Memento te hominem esse." (Bedenke, dass du ein Mensch bist.)
    "Respice post te, hominem te esse memento." (Sieh dich um und bedenke, dass auch du nur ein Mensch bist.)

    Jim: "Memento mori, sage ich nur."
    John: "Ja, es wäre schön, wenn hinter manchem Politiker jemand stünde und die alten Verse ständig aufsagen würde."

  • 5-Stunden Regel

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    Die 5-Stunden Regel, die einen durchschnittlichen Menschen in einen erfolgreichen verwandelt

    Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Arbeitsleben einem Hamsterrad gleicht? Sie schaffen und schaffen und irgendwie geht nichts so richtig voran?

    Ihre Lösung könnte in einer 200 Jahre alten Regel liegen. Illustre Gestalten wie die Herren Gates und Zuckerberg, aber auch erfolgreiche Frauen wie Oprah Winfrey folgen tagein, tagaus dieser simplen Regel, die einen ganz normalen Menschen zu Erfolgen führen kann, die er zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte.

    Lesen Sie hier, was die 5-Stunden-Regel genau beinhaltet und wie Sie diese in Ihr eigenes Leben integrieren können.

  • Gedächtnispalast Anleitung

    Sandburg

    Das Geheimnis von Sherlock Holmes: Der Gedächtnispalast (mit Anleitung)

    Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes nutzt in der BBC-Serie eine Gedächtnis-Technik, die von den alten Griechen erfunden wurde – den "Gedächtnispalast". Studien legen nahe, dass jedermann mit dieser uralten Technik sein Gedächtnis drastisch verbessern kann. Die Anwendung macht sogar Spaß. 

    Wir erläutern dir die erfolgreiche Anwendung eines Gedächtnispalastes anhand von typischen Beispielen. Unten im Text findet sich eine Kurzanleitung als PDF zum Ausdruck.

  • Zampano - Bedeutung

     Zampano – Bedeutung

    Zampano - Angeber gab es schon immer - Bedeutung, Herkunft

    Die Bezeichnung "Zampano" verdankt ihre Herkunft dem Film La Strada (Das Lied der Straße) des italienischen Regisseurs Federico Fellini. Zampano ist eine der drei Hauptfiguren (gespielt von Anthony Quinn). Er ist ein lautstarker Prahler, der stets Eindruck schinden will und versucht anderen weiszumachen, er könne Unmögliches möglich machen.

    Wenn wir heute sagen, dass jemand "den großen Zampano spielt", dann meinen wir, dass der/die Betroffene zumeist laut und auffällig, scheinbar die Fäden in der Hand hat.

    Abgeleitet ist Zampano vom italienischen Wort "zampa" für Pfote oder Tatze und bezeichnet umgangssprachlich die Hand. 

  • Danaergeschenk - Bedeutung

    Danaergeschenk

    Danaergeschenk – Bedeutung, Herkunft, das verflixte Geschenk

    Der Begriff Danaergeschenk stammt aus der griechischen Mythologie. Als Danaer bezeichnete man im Altertum einen griechischen Stamm der Peloponnes. Bei Homer waren sie ein Teil des Heeres der Achaier.

    Sprichwörtlich geworden sind die Danaer durch den römischen Dichter Vergil in Anspielung auf die berühmte List der Achaier mit dem Trojanischen Pferd: "Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen."

    Heute bezeichnet man mit "Danaergeschenk" ein Geschenk, das Unglück mit sich bringtoder sich für den Empfänger als unheilvoll und schadenstiftend erweist.

  • Mea culpa – Bedeutung

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    Mea culpa – durch meine Schuld  – Bedeutung, Herkunft 

    Seine Herkunft hat der Ausspruch "mea culpa" im katholischen Schuldbekenntnis (Confiteor). Hier heißt es: "... quia peccavi nimis cogitatione, verbo, opere et omissione: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa …"

    Aus dem Lateinischen übersetzt heißt es:  "… ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld …"

    Beim Beten schlagen sich die Gläubigen zum Zeichen der Reue dabei drei Mal an die Brust.

    Heute benutzt man den Ausspruch "Mea culpa", um sich für etwas zu entschuldigen - manchmal ist es Ernst gemeint und mitunter mit einem "Augenzwinkern", also ironisch.

    Beispiel: "Du sagst, dir gefällt diese Erklärung nicht. Mea culpa, mea maxima culpa!" 

  • Amazone – Bedeutung

    Amazone Statur

    Amazone – Bedeutung, Herkunft & wie war das mit der Fortpflanzung? 

    Eine Amazone ist in der griechischen Mythologie eine Angehörige des kriegerischen Reiterstammes der Amazonen. Dieses Volk soll den Sagen zufolge in Kleinasien unterwegs gewesen sein und nur aus Frauen bestanden haben. 

    Heute kann der Begriff Amazone verschiedene weitere Bedeutungen haben:

    • Reiterin bzw. Turnierreiterin 
    • hübsche, sportliche Frau
    • betont männlich bzw. selbstbewusst/kämpferisch auftretende Frau
    • Figur im Märchenschach 
    • Asteroid des Hauptgürtels
    • Reitkleid für Frauen (veraltet)
    • in Amerika verbreiteter Papagei

    In den Gräbern von Amazonen fand sich eine aufschlussreiche Besonderheit...

  • Akronym – Bedeutung

    FAQ Buchstaben Abkürzung

    Akronym – Bedeutung, Herkunft, Beispiele + Rätsel

    Das Akronym (Herkunft von altgriechisch ákros „Spitze, äußerstes Ende“ und ónyma „Name“) ist ein Kurzwort, das aus den Anfangsbuchstaben oder -silben mehrerer Wörter oder aus einem Kompositum gebildet wird und als eigenständiges Wort fungiert (Beispiel: FBI (= Federal Bureau of Investigation) oder Kripo= Kriminalpolizei). 

    Es handelt sich bei Akronymen um Sonderfälle der Abkürzung, die man in Fach- und Umgangssprache findet, die aber auch gerade in der Internet- bzw. Chatsprache sehr beliebt sind. Wir haben dir interessante Beispiele zusammengestellt und du darfst auch gerne mitraten:

  • Alma Mater – Bedeutung

    Mutter-Kind Statue

    Alma Mater – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Alma Mater (lat. alma "nährend, gütig" und mater "Mutter") ist eine im europäischen und nordamerikanischen Raum gebrauchte Bezeichnung für Universitäten bzw. Hochschulen. Da die Studenten dort im übertragenen Sinne mit Bildung und Wissen genährt werden, entstand das Bild der Universität als "nährende/gütige Mutter". 

    Herkunft und Entwicklung des Begriffs

    Zurück geht der Begriff auf das Römische Reich. Dort war die alma mater eine nährende, segenspendende Göttermutter und hieß deswegen oft auch Magna Mater ("große Mutter").

    Im Mittelalter wurde der Ausdruck dann häufig für die Gottesmutter Maria gebraucht. 

    Im bildungssprachlichen Kontext taucht der Begriff dann erstmals im 12. Jahrhundert auf. Die im Jahr 1135 gegründete Universität in Bologna, die älteste Europas, entwickelte damals das Motto "Alma mater studiorum". Davon inspiriert findet sich der Ausdruck Alma Mater noch heute in vielen Universitäten im deutschsprachigen Raum, z. B. bei der Alma Mater Lipsiensis (Universität Leipzig). 

  • Als Prügelknabe herhalten – Bedeutung

    Hammer durchgestrichen

    Als Prügelknabe herhalten – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Wenn jemand für etwas beschuldigt bzw. bestraft wird, das er nicht oder nur mit zu verantworten hat, dann muss er "als Prügelknabe herhalten".

    Zur Herkunft: Diese Redewendung kommt aus der Zeit, als an jungen Edelleuten des englischen und französischen Königshauses die übliche Prügelstrafe nicht vollzogen werden durfte. An ihrer Stelle mussten arme Kinder, die für diesen Zweck "gehalten" wurden, die Schläge auf sich nehmen. Der Schuldige musste als Strafe bei der Prozedur zusehen, die von Rechts wegen eigentlich ihm galt. 

    Heute wird der Ausdruck häufig benutzt um zu beschreiben, dass eine Person oder Personengruppe, besonders oft für Probleme oder negative Vorfälle verantwortlich gemacht (und teils auch bestraft) wird, obwohl die Umstände nicht geklärt sind bzw. er oder sie unschuldig ist. 

  • Höhle des Löwen - Bedeutung

    Höhle des Löwen

    Höhle des Löwen - Bedeutung, Herkunft - sei ein Fuchs, sonst endet das böse 

    Die Höhle des Löwen ist ein Ausdruck, der seine Herkunft der Fabel "Der Fuchs und der alte Löwe" des griechischen Dichters Aesop verdankt. 

    In dieser Fabel fragt der alte Löwe den Fuchs, warum er nicht in die Höhle komme, um ihn zu besuchen. Darauf antwortet der Fuchs: "Weil ich viele Spuren hineinführen aber wenige herauskommen sehe."

    Die Höhle des Löwen ist ein Ort, wo wir uns in Gefahr wähnen bzw. in Gefahr sind. Darauf geht auch der Ausspruch zurück: "Die Spuren schrecken ab" - im Sinne eines warnenden Zeichens. Dieser Ausspruch wurde früher oft lateinisch zitiert: "Vestigia terrent." 

  • Geh, wo der Pfeffer wächst - Bedeutung

    Geh hin, wo der Pfeffer wächst

    Geh, wo der Pfeffer wächst - 7.000 km könnten gerade reichen - Bedeutung, Herkunft

    Eigentlich müsste es heißen "Geh hin, wo der Pfeffer wächst", aber gesagt wird es häufig anders. Seine Herkunft verdankt diese Redensart jener Zeit, als der Seeweg nach Indien entdeckt wurde. Mit dieser Entdeckung wurden allerlei Gewürze zum Handelsobjekt, wie z. B. der Pfeffer.

    Wenn man also eine unangenehme Person dahin wünscht, "wo der Pfeffer wächst", will man sie nach dem entlegensten Ort in der Welt schicken und Indien als Ursprungsland des Pfeffers ist da doch ein idealer Ort - immerhin von Deutschland über 7.000 km entfernt.

    Übrigens: Nach der beißenden Wirkung des Pfeffers spricht man auch von "Pfeffern" ("Hineinpfeffern", "Draufpfeffern"), wenn man heftig auf etwas einwirkt, z. B. durch Schlagen, Schießen und Ähnliches. 

  • Auf Granit beißen - Bedeutung

    Auf Granit beißen – Bedeutung

    Auf Granit beißen - Vorsicht vor Zahnverlust, Bedeutung und Herkunft

    "Bei jemandem auf Granit beißen" oder "auf Granit beißen" verdankt seine Herkunft dem grobkristallinen magmatische Tiefengesteine Granit. Es ist eine der härtesten Gesteinsarten. Wenn wir also bei jemandem oder bei etwas auf Granit beißen, dann stoßen wir auf extrem starken Widerstand mit einem Anliegen, einer Idee oder einer Bitte. 

  • Manschetten haben – Bedeutung

    Manschetten haben

    Manschetten haben – nur für Zärtlinge? Bedeutung, Herkunft 

    Seine Herkunft verdankt die Redensart "Manschetten haben"  den studentischen Kreisen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

    In dieser Zeit hinderte die Mode der überfallenden Manschetten den Gebrauch des Degens im Kampf. Wer also Manschetten trug, der konnte sich nicht schlagen, sondern war ein "modischer Zärtling" bzw. würde man heute sagen "ein Weichei".

    Wenn jemand Angst, Furcht oder all zu großen Respekt hat, sagen wir heute auch "er hat Manschetten". 

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