In der Stadtbibliothek Nürnberg befindet sich die wohl älteste Darstellung eines Nürnberger Trichters. Auf einem Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert sind Männer abgebildet, die einem auf dem Boden Liegenden Weisheit mit einem großen Trichter eingießen. Auf dem Werk sind alle möglichen Gegenstände zu erkennen, die in diesen Trichter hineingeschüttet werden sollen. 1648 erschien Georg Philipp Harsdörffers interessant betiteltes Buch "Poetischer Trichter, die Teutsche Dicht- und Reimkunst, ohne Behuf der lateinischen Sprache, in VI Stunden einzugießen".

Durch dieses Werk wurde der "Nürnberger Trichter" schnell zu einer scherzhaften Bezeichnung für ein (mechanisches) Lehrverfahren, nach dem angeblich auch dem Dümmsten Wissen "eingetrichtert" werden kann.

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