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Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung

Diese Redensart ist belegt seit 1704 und hat seine Herkunft im Neuen Testament. Auf den ersten Blick scheint die Redensart Unsinn zu sein, denn Pontius und Pilatus bezeichnen denselben Mann. (Pontius Pilatus war von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt/Statthalter des römischen Kaisers Tiberius). Die Wendung bezieht sich auf das Neue Testament (Lukas 23, 6-11) wo berichtet wird, dass Christus von Pontius Pilatus zu Herodes und von dem wieder zu Pontius Pilatus geschickt wird.

Wenn wir heute sagen "jemanden von Pontius zu Pilatus schicken", dann meinen wir, jemanden von einem zum andern schicken oder ihn zwecklos hin- und herschicken. Zum Beispiel das nutzlose Hin- und Herlaufen zwischen mehreren Stellen auf Ämtern, Behörden etc. wird häufig so bezeichnet.

Jim: "... dann haben sie mich wieder zurück zum Zollamt geschickt."
John: "Tja, manchmal schicken sie einen wirklich von Pontius zu Pilatus."  

Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken

Beispiele für die heutige Verwendung: 

  • Wenn du bei manchen Unternehmen anrufst und eine Frage zu einem Produkt hast, dann schicken sie dich von Pontius zu Pilatus.
  • Bei mancher Behörde lässt man dich von Pontius zu Pilatus rennen.
  • Wann wurdest du das letzte Mal von Pontius zu Pilatus geschickt?

Bibelstelle (Lk 23,11)

„Herodes und seine Soldaten zeigten ihm offen ihre Verachtung. Er trieb seinen Spott mit Jesus, ließ ihm ein Prunkgewand umhängen und schickte ihn so zu Pilatus zurück.

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Was bedeutet "Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken" auf Englisch und in anderen Sprachen?

  • Englisch: Send someone from Pontius to Pilate
  • Französisch: Envoyer quelqu'un de pilier en pilier
  • Italienisch: Mandare qualcuno da una colonna all'altra
  • Spanisch: Enviar a alguien de punta en blanco
  • Niederländisch: Iemand van het kastje naar de muur sturen

schweizer berg pilatus 1000Der Pilatus ist ein Bergmassiv in der Schweiz südlich von Luzern. Der höchste Punkt ist das Tomlishorn mit einer Höhe von 2128,5 Meter.  

Synonyme für "Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken"

  • von Hinz zu Kunz
  • sich erfolglos die Hacken ablaufen
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Antwort 1
Es ist wie "jemanden nach Buxtehude schicken".

Antwort 2
Von A bis Z laufen und zurück.

Video zu "Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken"

Video: Strafsache Jesus von Nazareth – Der Faktencheck mit Petra Gerster – ZDF HD

Konnte sich der römische Statthalter Pilatus bei der Verurteilung von Jesus von Nazareth zu Recht die Hände in Unschuld waschen, wie es der Evangelist Matthäus schreibt?

Länge: 43:21 Minuten

Artikel zum Thema "unnötige Aufgaben" auf blueprints

Unnötige Aufgaben fressen unsere Zeit. Was gehört noch dazu, als von Pontius zu Pilatus geschickt zu werden? Hier die Artikel auf blueprints zum Thema:

Zeitfresser: die Top 16 Zeiträuber und wie du sie loswirst

Es gibt eine Menge Zeitfresser der Neuzeit, die uns Energie und Zeit rauben. Im Büro und privat. Teils liefern die Arbeitsumstände eine Erklärung und teils unsere Glaubenssätze, aber auch fehlende Ziele. Wie dem auch sei – betroffen sind letztendlich wir.

Das lässt sich ändern, vor allem im Job. Wir nennen altbekannte und neue – manchmal noch gar nicht als solche gebrandmarkte – Zeitfresser der Gegenwart und zeigen jeweils einen Vorschlag bzw. Strategien zu deren Bändigung auf.

Hole dir deine Zeit zurück!

Je nach den eigenen Möglichkeiten zu delegieren, den Arbeitsplatz zu organisieren, offen mit Bekannten und Kollegen zu kommunizieren etc., wird es Abhilfe und Antworten für das jeweilige Zeitfresser-Problem geben. 

Im Folgenden stellen wir dir die 16 gefräßigen Zeiträuber der Moderne vor und schildern bewährte Lösungen, wie du sie aus dem Verkehr ziehst. Zeitmanagement im Büro und privat ► Leserumfrage ► Zeit weise investieren

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Entscheidungen treffen lernen – die Geheimnisse guter Entscheidungen

Ein Problem der heutigen Gesellschaft ist, dass die meisten von uns vor immer mehr Wahlmöglichkeiten stehen. Ob Ausbildungs- oder Studienmöglichkeiten, die Wahl des Smartphones, die Wahl aus 40 Marmeladensorten oder die Möglichkeiten, seinen Urlaub zu verbringen … die Optionen sind größer als je zuvor – eigentlich positiv, doch häufig endet es in Stress oder sogar Ängsten – das nennt sich dann Decidophobie oder die Angst vor Entscheidungen.

In diesem Artikel erfährst du, was das Entscheiden mitunter so schwer macht und wie du Entscheidungen leichter treffen kannst.

Was ist der Nutzen, sich mit dem Thema zu beschäftigen?

  • Wir gewinnen Zeit und Energie.
  • Wir werden selbstbewusster.
  • Wir werden als selbstbestimmter Mensch wahrgenommen.
  • Wir treffen zumeist die bessere Entscheidung.
  • Wir übernehmen Verantwortung und gehen "unseren" Weg.

Entscheide bitte, ob du weiter lesen willst. ;-)  

So entscheidest du besser und/oder schneller ► Gründe für das Problem der Entscheidungsschwäche ► Die 11 Merksätze für das Entscheiden ► Beispiele aus dem Leben ► Pareto-Tipp zum Thema ► Literaturtipps

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Noch ein kniffliges Wort gefällig?

Zionismus

(nach dem Jerusale...

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Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.

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Geschrieben von

Michael Behn
Michael Behn

Michael arbeitet als Trainer und Coach im Bereich Kommunikationstraining und Selbstmanagement. Er arbeitet bundesweit für kleine und mittelständische Unternehmen. Schwerpunkt sind Führungstrainings, Verkaufstrainings und das Thema Zeit- und Selbstmanagement. Er ist Gründer von blueprints, was seit dem Jahr 2000 eine Leidenschaft von ihm ist.

https://www.blueprints.de

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